Vor einem Bild - Didi-Huberman, Georges

Georges Didi-Huberman 

Vor einem Bild

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Produktbeschreibung zu Vor einem Bild

Was sehen wir, wenn wir in einem Museum oder in einer Kirche ein Gemälde betrachten? So einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Denn was wir sehen, hängt immer auch davon ab, was wir wissen. Die Kategorien und Begriffe, die uns die Kunstgeschichte liefert, schieben sich unbemerkt zwischen unser Auge und das Bild. Didi-Huberman beschreibt, wie sich die Wahrnehmung der Kunst verändert, wenn es gelingt, das Wissen vom Sehen zu lösen: Es öffnet sich der Blick auf eine radikal offene Kunst.

Zum Autor/Herausgeber: Georges Didi-Huberman, geboren 13. Juni 1953 in Saint-Etienne. Kunsthistoriker und Philosoph, lehrt Gesellschaftswissenschaften an der Ecole des hautes études.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2000
  • 2000.
  • Ausstattung/Bilder: 273 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 273
  • Best.Nr. des Verlages: 505/16589
  • Deutsch
  • Abmessung: 22, 5 cm
  • Gewicht: 506g
  • ISBN-13: 9783446165892
  • ISBN-10: 3446165894
  • Best.Nr.: 08540931

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Gegen die „Tyrannei des Sichtbaren“ in der Kunstgeschichte schreibt der Kunsthistoriker an, wie er selbst es ausdrückt. Und Martin Seel findet das allein schon ein mutiges Unternehmen. Nicht um den irgendwie entzifferbaren "Code" eines Bildes geht es dem Autor also, der seine Ansichten an der Betrachtung eines "um 1440 gemalten Freskos von Fra Angelico" exemplifiziert. Sondern es geht ihm vielmehr mit Freud und Lacan um den „Riss“, das nicht Begreifbare eines Bildes. Seel fragt sich, ob der Generalvorwurf, den der Autor vor allem gegen Panowsky richtet, wirklich zutrifft und verweist als Gegenbeispiel auf Max Imdahl. Dennoch ist dem Rezensenten das, was hier verhandelt wird, selbst ein Anliegen; deshalb stimmt er am Ende Didi-Huberman zu in seinem Versuch, das Sehen retten zu wollen, das sich außerhalb der "Ordnung des Wissens" abspielt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.04.2000

Kunstgeschichte als lebendiges Durcheinander
Fragen statt Antworten: „Vor einem Bild” von Georges Didi-Huberman
Bevor Günter Metken nach Libyen aufbrach, wo er am 25. März tödlich verunglückt ist, hatte er die noch nicht erschienene deutsche Übersetzung von Didi-Hubermans Buch für uns „aus den Druckfahnen” rezensiert. Wir veröffentlichen seinen letzten Beitrag für unsere Literaturseiten im traurigen Wissen, wie sehr uns Günter Metkens inspirierende Mitarbeit fehlen wird.
Georges Didi-Huberman fängt noch einmal von vorn an. Was tun wir, fragt der französische Kunstdenker, wenn wir ein Bild betrachten – stellen wir uns seiner Offenheit oder ordnen wir es in Denkschemata und Sinn-Kästchen ein? Wir tun gewöhnlich das letztere, und zwar dank zweier Vorgaben, der Erfindung der Kunstgeschichte im 16. Jahrhundert, die mit dem Namen von Giorgio Vasari verbunden ist, und deren erkenntniskritischer Vertiefung in unserem Säkulum, für die Erwin Panofsky steht.
Längst ist die Kunstgeschichte als Universitätsdisziplin etabliert, beherrscht die Museen, ermöglicht spektakuläre Ausstellungen und stützt nicht zuletzt den Kunstmarkt. Was …

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Georges Didi-Hubermann, geboren 1953, ist Philosoph und Kunsthistoriker und lehrt an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris). Er ist Träger des Hans-Reimer-Preises der Aby-Warburg-Stiftung (Hamburg). Er veröffentlichte zahlreiche Untersuchungen zur Geschichte und Theorie der Bilder.

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Produktinformation
  • Verlag: Hanser
  • 2000
  • 2000.
  • Ausstattung/Bilder: 273 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 273
  • Best.Nr. des Verlages: 505/16589
  • Deutsch
  • Abmessung: 22, 5 cm
  • Gewicht: 506g
  • ISBN-13: 9783446165892
  • ISBN-10: 3446165894
  • Best.Nr.: 08540931

Produktbeschreibung zu "Vor einem Bild"

Beschreibung

Was sehen wir, wenn wir in einem Museum oder in einer Kirche ein Gemälde betrachten? So einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Denn was wir sehen, hängt immer auch davon ab, was wir wissen. Die Kategorien und Begriffe, die uns die Kunstgeschichte liefert, schieben sich unbemerkt zwischen unser Auge und das Bild. Didi-Huberman beschreibt, wie sich die Wahrnehmung der Kunst verändert, wenn es gelingt, das Wissen vom Sehen zu lösen: Es öffnet sich der Blick auf eine radikal offene Kunst.

Zum Autor/Herausgeber: Georges Didi-Huberman, geboren 13. Juni 1953 in Saint-Etienne. Kunsthistoriker und Philosoph, lehrt Gesellschaftswissenschaften an der Ecole des hautes études.

08.04.2000

Kunstgeschichte als lebendiges Durcheinander
Fragen statt Antworten: „Vor einem Bild” von Georges Didi-Huberman
Bevor Günter Metken nach Libyen aufbrach, wo er am 25. März tödlich verunglückt ist, hatte er die noch nicht erschienene deutsche Übersetzung von Didi-Hubermans Buch für uns „aus den Druckfahnen” rezensiert. Wir veröffentlichen seinen letzten Beitrag für unsere Literaturseiten im traurigen Wissen, wie sehr uns Günter Metkens inspirierende Mitarbeit fehlen wird.
Georges Didi-Huberman fängt noch einmal von vorn an. Was tun wir, fragt der französische Kunstdenker, wenn wir ein Bild betrachten – stellen wir uns seiner Offenheit oder ordnen wir es in Denkschemata und Sinn-Kästchen ein? Wir tun gewöhnlich das letztere, und zwar dank zweier Vorgaben, der Erfindung der Kunstgeschichte im 16. Jahrhundert, die mit dem Namen von Giorgio Vasari verbunden ist, und deren erkenntniskritischer Vertiefung in unserem Säkulum, für die Erwin Panofsky steht.
Längst ist die Kunstgeschichte als Universitätsdisziplin etabliert, beherrscht die Museen, ermöglicht spektakuläre Ausstellungen und stützt nicht zuletzt den …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

21.09.2000

Gegen die „Tyrannei des Sichtbaren“ in der Kunstgeschichte schreibt der Kunsthistoriker an, wie er selbst es ausdrückt. Und Martin Seel findet das allein schon ein mutiges Unternehmen. Nicht um den irgendwie entzifferbaren "Code" eines Bildes geht es dem Autor also, der seine Ansichten an der Betrachtung eines "um 1440 gemalten Freskos von Fra Angelico" exemplifiziert. Sondern es geht ihm vielmehr mit Freud und Lacan um den „Riss“, das nicht Begreifbare eines Bildes. Seel fragt sich, ob der Generalvorwurf, den der Autor vor allem gegen Panowsky richtet, wirklich zutrifft und verweist als Gegenbeispiel auf Max Imdahl. Dennoch ist dem Rezensenten das, was hier verhandelt wird, selbst ein Anliegen; deshalb stimmt er am Ende Didi-Huberman zu in seinem Versuch, das Sehen retten zu wollen, das sich außerhalb der "Ordnung des Wissens" abspielt.

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Autorenporträt zu "Georges Didi-Huberman"

Georges Didi-Hubermann, geboren 1953, ist Philosoph und Kunsthistoriker und lehrt an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris). Er ist Träger des Hans-Reimer-Preises der Aby-Warburg-Stiftung (Hamburg). Er veröffentlichte zahlreiche Untersuchungen zur Geschichte und Theorie der Bilder.

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