Am Firmament der Literatur, das Hans Wollschläger in diesen beiden
Bänden beobachtet, treibt - nach einer Metapher von Arthur
Schopenhauer - neben wenigen verläßlichen Fixsternen eine gewaltige
Menge von Sternschnuppen ihr Wesen: »Man schauet auf, ruft »siehe
da!« und auf immer sind sie verschwunden.« Das Themenspektrum der
Bücher, die von Wollschläger hier in insgesamt vierzig Essays aus
dreißig Jahren besprochen werden, ist breit gefächert,
leitmotivisch kehren jedoch die Interessengebiete wieder, die
Wollschlägers Werk bestimmen: die Geschichte der Psychoanalyse,
mittelalterliche Kirchengeschichte mit dem Schwerpunkt der
Kreuzzüge, Musikgeschichte - besonders Leben und Werk Gustav
Mahlers - sowie die Fixsterne Schopenhauer, Nietzsche und Karl
Kraus. Kraus ist es auch, dem diese polemischen Essays nicht nur
stilistisch, sondern auch methodisch verpflichtet sind: Die den
Gegner entblößende Zitatmontage ist ein wichtiges Mittel der
Wollschläger'schen Kritik und - neben der Brillanz der Diktion
- Garant für ihre Wirkungsmächtigkeit, auch über den Tag hinaus.
In schönster Kraus¹scher Tradition: Hans Wollschlägers Essays zur
Literatur in erweiterter Neuausgabe (2 Bände).
Am Firmament der Literatur, das Hans Wollschläger in diesen beiden
Bänden beobachtet, treibt nach einer Metapher von Arthur
Schopenhauer neben wenigen verläßlichen Fixsternen eine gewaltige
Menge von Sternschnuppen ihr Wesen: "Man schauet auf, ruft
"siehe da!" und auf immer sind sie
verschwunden."
Das Themenspektrum der Bücher, die von Wollschläger hier in
insgesamt vierzig Essays aus dreißig Jahren besprochen werden, ist
breit gefächert, leitmotivisch kehren jedoch die Interessengebiete
wieder, die Wollschlägers Werk bestimmen: die Geschichte der
Psychoanalyse, mittelalterliche Kirchengeschichte mit dem
Schwerpunkt der Kreuzzüge, Musikgeschichte besonders Leben und Werk
Gustav Mahlers sowie die Fixsterne Schopenhauer, Nietzsche und Karl
Kraus.
Kraus ist es auch, dem diese polemischen Essays nicht nur
stilistisch, sondern auch methodisch verpflichtet sind: Die den
Gegner entblößende Zitatmontage ist ein wichtiges Mittel der
Wollschläger¹schen Kritik und neben der Brillanz der Diktion Garant
für ihre Wirkungsmächtigkeit, auch über den Tag hinaus.
"Die geschmeidige Formulierungskunst seiner Essays
unterscheidet sich mustergültig von dem beklagten Übel, wonach die
Germanistik vor ihren Gegenständen oft durch sprachliche
Unangemessenheit versage."
(Werner Morlang)
Hans Wollschläger, geboren 1935, war Übersetzer, Schriftsteller, Historiker, Religionskritiker, Rhetor, Essayist und Literaturhistoriker. Er erhielt neben vielen anderen Auszeichnungen 2005 den Friedrich-Baur-Preis für Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2007 verstarb Hans Wollschläger.
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