Die Postmoderne eine Epoche der Banalität? Kaum eine andere Epoche
in der Geschichte der deutschen Literatur ist so populär und
zugleich so angreifbar wie die sogenannte Postmoderne. Selbst
namhafte Autoren müssen sich immer wieder den Vorwurf der
Trivialität gefallen lassen, sobald ihre Werke in die Nähe der
Postmoderne gerückt werden. Beste Beispiele hierfür sind die
Topseller Das Parfum von Patrick Süskind sowie Robert Schneiders
Schlafes Bruder einerseits von einem Millionenpublikum gefeiert,
andererseits von den Kritikern als Kitsch verpönt. Ein Phänomen,
das Katharina Arnold genauer betrachtet: Was genau kennzeichnet
Trivialität, was unterscheidet triviale Werke von literarisch
wertvollen und welchen Stellenwert hat Kitsch in der literarischen
Postmoderne? Konkrete Analysen der beiden Romane von Süskind und
Schneider verdeutlichen Funktion und Wirkungsweise trivialer
Elemente in der Literatur.