Schulzeit/Schülerzeit fällt in die Lebensstufen von Kindheit und
Jugend, ist Zeit des Lernens und Suchens. Wie waren diese
Lebensabschnitte jener Frauen und Männer, deren spätere Leistungen
mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden? Zeugnisse mit der
Eintönigkeit von sehr guten Noten und Vorzügen stehen neben
Ausweisen schwacher oder gerade noch genügender Leistungen.
Begeisterung und Engagement für die Arbeit in der Schule sind
ebenso zu finden wie Gleichgütigkeit und Ablehnung. In einer Klasse
der Genies sitzen zwei spätere Nobelpreisträger nebeneinander in
einer Schulbank; Einzelgänger stellen sich außerhalb jeder
Gemeinschaft. Positives wie Negatives der familiären Umfelder sind
von bestimmenden Einflüssen. Der Begriff österreichische
NobelpreisträgerInnen wird im weitesten Sinne interpretiert und
erfasst somit Geburtsorte und Schulstandorte auch in entferntesten
Regionen alter Kronländer. Dennoch werden bestimme Schwerpunke in
den schulischen Biografien jener drei Frauen und dreiundzwanzig
Männer gesetzt, die mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden.
Leo Leitner war von 1970 bis 1992 Chef der Allgemeinen Pädagogischen Sektion des Unterrichtsministeriums. Er ist Vertreter Österreichs in den Bildungskommissionen des Europarates und der OECD und Kurator der Theresianischen Akademie in Wien sowie Präsident des Europäischen Erzieherbundes/Sektion Österreich.
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