Volle Kanne - Evanovich, Janet; Hughes, Charlotte

Janet Evanovich Charlotte Hughes 

Volle Kanne

Roman. Deutsche Erstveröffentlichung

Aus d. Amerikan. v. Ulrike Laszlo
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Volle Kanne

"Sehr unterhaltsam und bestens dazu geeignet, den Alltag hinter sich zu lassen." -- Heilbronner Stimme

"Eine rasante Liebeskomödie: witzig, sexy und romantisch." -- Bücherpick

"So herrlich erfrischend wie ein kräftiger Windstoß." -- The Washington Post


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 345 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46832
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 118mm x 24mm
  • Gewicht: 275g
  • ISBN-13: 9783442468324
  • ISBN-10: 3442468329
  • Best.Nr.: 25546818
"So herrlich erfrischend wie ein kräftiger Windstoß."
Charlotte Hughes ist in den USA eine der populärsten und erfolgreichsten Autorinnen romantischer Komödien. Sie wurde bereits mehrfach für ihre Romane ausgezeichnet, und ihre Bücher stürmen regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihren zwei Dackeln, von ihr liebevoll Dumm und Dümmer genannt, in Beaufort, South Carolina.

Leseprobe zu "Volle Kanne" von Janet Evanovich; Charlotte Hughes

"Maggie, was in aller Welt machst du dort oben?"

Dr. Maggie Davenport balancierte auf ihrem Drehstuhl und fuhr beim Klang der Stimme ihrer Sprechstundenhilfe zusammen. Der Stuhl schwenkte nach rechts und beschrieb einen Halbkreis. "Huch!" Maggie suchte Halt an einem der Regale des Einbauschranks und riss einige medizinische Bücher herunter, unter anderem Grays Anatomie für Studenten. Der dicke Wälzer prallte ihr auf den Kopf, und Maggie zuckte zusammen, als kleine Punkte wie Glühwürmchen vor ihren Augen tanzten. Der Stuhl rollte noch einige Zentimeter weiter.

Die Krankenschwester Queenie Cloud stand reglos da, die Lippen zu einem O geformt. "Du wirst dich noch umbringen!"

Maggie versuchte, den Stuhl unter Kontrolle zu bringen, aber er weigerte sich und hüpfte vor und zurück, als wollte er nach einem Song von Chubby Checker Twist tanzen. "Verdammter Mist!"

Queenie stürzte vorwärts, und Maggie streckte blindlings eine Hand aus und krallte ihre Finger versehentlich in die ordentlich festgesteckten weißen Locken der Schwester.

"Lass meine Haare los!", kreischte Queenie. Sie packte die Stuhllehne und hielt sie fest. "Komm sofort runter, bevor wir beide noch in der Notaufnahme landen!"

"Das ist nicht meine Schuld! Du hast mich fast zu Tode erschreckt, als du hereingestürmt bist, während ich auf der Suche nach einem Nachschlagewerk war", erklärte Maggie. Es gelang ihr, ohne weitere Verletzungen von dem Stuhl zu klettern, aber ihr Kopf begann bereits zu pochen.

"Welches Nachschlagewerk?", wollte Queenie wissen.

Maggie strich sich mit den Fingern das dunkle Haar aus der Stirn, straffte ihre Schultern und bemühte sich um ein professionelles Auftreten, soweit das unter diesen Umständen möglich war. "Meine ... äh ... Enzyklopädie der seltenen Krankheiten, wenn du es unbedingt wissen willst", erwiderte sie im Tonfall einer Ã'rztin.

"Spar dir den unschuldigen Blick aus deinen himmelblauen Augen", meinte Queenie. "Bilde dir nur nicht ein, ich wüsste nicht, wonach du gesucht hast. Du wolltest an dein Versteck." Sie schnaubte unwillig. "Du hast es noch nicht einmal vierundzwanzig Stunden lang ausgehalten."

Maggie hätte wissen müssen, dass sie Queenie nichts vormachen konnte. Im Alter von siebzig Jahren besaß die Krankenschwester noch einen ebenso scharfen Verstand wie an dem Tag, an dem sie begonnen hatte, für Maggies Großvater zu arbeiten. Die damals sechsjährige Maggie hatte der Schwarzen die Hand geschüttelt und ihr stolz verkündet, dass sie wusste, woher die Babys kamen. Queenie behandelte sie immer noch wie ein kleines Mädchen, obwohl Maggie inzwischen ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine dreizehnjährige Tochter vorweisen konnte.

Maggie sank in sich zusammen. "Hör mal, ich habe mir jetzt zwei Stunden ohne Pause Babygeschrei angehört und mich mit mürrischen Kindern herumgeplagt. Ich leide an Entzugserscheinungen. Du kannst doch keinen kalten Entzug von mir erwarten!"

Queenie seufzte tief. "Das habe ich kommen sehen. Also gut, du kannst einen haben - aber nur einen." Sie griff in die Tasche ihrer weißen Uniform, zog einen Schokoriegel hervor und drückte ihn Maggie wie ein chirurgisches Instrument in die ausgestreckte Hand. "Beeil dich. Wir werden im Röntgenraum gebraucht, und es warten noch einige Patienten auf dich." Die Schwester eilte hinaus.

Maggie riss das Einwickelpapier von der Schokolade und steckte sich ein Stück in den Mund. Sie ließ es auf ihrer Zunge liegen, bis die Schokolade weich wurde und zerschmolz. Dann schloss sie die Augen und wartete darauf, dass Endorphine durch ihren Körper strömten. Diese Glückshormone waren etwas Wunderbares. Auch beim Sport und beim Sex wurden Endorphine ausgeschüttet, aber sie hatte sich in letzter Zeit nicht sportlich betätigt, und sie hatte auch keinen Sex gehabt. Sie dachte zwar oft daran ... Meine Güte, eigentlich drehten sich ihre Gedanken ständig darum. Leider gab es zurzeit niemanden, mit dem sie ins Bett gehen wollen würde, obwohl sie oft im Geist die Liste der Männer durchging, mit denen sie seit ihrer Rückkehr nach Beaumont ausgegangen war. Wie schade, dass sie auf Schokolade zurückgreifen musste, um sich diese Glücksgefühle zu verschaffen. Vielleicht wären die Männer auf ihrer Liste verlockender, wenn sie weniger Schokolade essen würde.

"Dr. Davenport?"

Maggie öffnete die Augen und sah Alice, ihre Röntgenassistentin, am Türrahmen stehen. Mit dem kastanienbraunen Pony, der dringend geschnitten werden musste, erinnerte sie Maggie an einen Hirtenhund. "Ich bin schon unterwegs."

Kurz darauf betrat Maggie den Röntgenraum, wo der sechsjährige Bobby Carmichael auf dem Edelstahltisch saß, schniefte und immer noch ein Papiertaschentuch gegen seine blutende Nase presste. Er war auf dem Spielplatz vor der Schule von einem Klettergerüst gefallen, und Maggie hatte Röntgenaufnahmen angeordnete, um festzustellen, ob er sich etwas gebrochen hatte. Seine Mutter saß neben ihm auf einem Stuhl und redete ihm gut zu.

Alice hielt eine Röntgenplatte in die Höhe. "Bobby will sich nicht röntgen lassen."

Maggie schenkte dem Jungen ein Lächeln. "Was ist los, Bobby? Röntgen tut nicht weh. Bist du noch nie geröntgt worden?"

"Doch, beim Zahnarzt", brachte er schluchzend hervor. "Aber ..." Die drei Frauen warteten.

"Es tut bestimmt weh, wenn sie versucht, mir dieses große Ding in den Mund zu stecken." Er deutete auf die Röntgenscheibe.

"Ach, Schätzchen, Alice wird dir nichts in den Mund stecken." Maggie wandte sich an ihre Assistentin. "Würden Sie bitte Bobby genau erklären, was auf ihn zukommt?"

Queenie wartete an der Tür, bis Bobby sich beruhigt hatte, und winkte Maggie dann zu sich.

"Unser bisher ungeschlagener Lieblingspatient Henry Filbert ist auf einen rostigen Nagel getreten", berichtete sie. "Er sitzt im Behandlungsraum eins. Susie O'Neal in Raum zwei ist stark erkältet, und Dee Dee Fontana wartet in Raum drei, um ihr sechs Monate altes Baby untersuchen zu lassen. Routinecheck."

"Ich hoffe, Dee Dee hat meinen Rat befolgt und sich wegen ihrer Hormonstörungen an ihr

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