Volksfeinde - Houellebecq, Michel; Lévy, Bernard-Henri

Michel Houellebecq Bernard-Henri Lévy 

Volksfeinde

Ein Schlagabtausch

Aus d. Französ. v. Bernd Wilczek
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Volksfeinde

Ein Duell in Worten. Zwei der sicht­barsten literarischen Gestalten Frankreichs begegnen sich zum Schlagabtausch: Bernard-Henri Lévy und Michel Houellebecq. Der "Philosoph ohne Ideen, aber mit Beziehungen" trifft auf den "Nihilisten, Reaktionär, Zyniker, verschämten Frauenfeind" - wie Houellebecq das ungleiche Paar gleich zu Beginn gewohnt schonungslos charakterisiert. Lévy kontert: "Ich muss schon sagen, Sie gehen ganz schön ran, lieber Michel, mit ziemlich enormen, schön provozierenden Geständnissen."

Ihr furioser Briefwechsel betreibt gnadenlose Selbstanalyse. Zwei narzisstische Persönlichkeiten fragen sich, womit sie den Hass der Öffentlichkeit verdient haben, sie kommen auf ihre Väter zu sprechen, auf die verachteten Journalisten und Literaturkritiker und sezieren das eigene Image mit einer so klugen Koketterie, dass man nur bewundernd staunen kann.


Produktinformation

  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2009
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 319 S.
  • Seitenzahl: 319
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 148mm x 30mm
  • Gewicht: 475g
  • ISBN-13: 9783832195182
  • ISBN-10: 3832195181
  • Best.Nr.: 26525444

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Das sei "die Erfindung des Philotainments" schreibt Rezensentin Martina Meister über dieses Brief-Match zwischen den beiden französischen Starintellektuellen Bernard-Henri Levy und Michel Houellebecq - Meister zufolge eine Verbindung, die noch unverhoffter als die von Nicolas Sarzkozy und Carla Bruni und damit ein Mediencoup ist. Auch bescheinigt sie dem Buch mit 28 Briefen, in denen sie zwei "Überzeugungstäter" gegeneinander antreten sieht, einen hohen "intellektuellen Unterhaltungswert". Der Leser entdecke zwei "Hofnarren am Hofstaat namens Frankreich", die viel über sich selbst, ihre Diskurse und noch mehr über Frankreich sagen würden. Die Fronten verlaufen Meister zufolge zwischen Mut und Moral, Werten und Gefühlen, Engagement und Depressionismus, wobei es für sie höchst Lesegenuss steigernd ist, dass man sich geradezu gezwungen fühle, für einen der Kombattanten Partei zu ergreifen. Dennoch legt sie Wert auf die Feststellung, dass es sich bei dem Buch natürlich weder um einen "philosophischen Meilenstein" noch eine "literaturtheoretische Fundgrube" handelt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.10.2009

Bakterie und Beau
Der Briefwechsel von Michel Houellebecq und „BHL”
Dem Pariser Verlagshaus Flammarion gelang der literarische Überraschungscoup des vergangenen Jahres. Monatelang übte sich der Verlag in Geheimniskrämerei und Gemunkel. Man habe da einen Bestseller im Programm und drucke schon mal 150 000 Exemplare: Das Buch werde „verfasst von zwei hochbedeutenden Zeitgenossen”. Dann, im September die Auflösung: Michel Houellebecq und Bernard-Henri Lévy haben sich Briefe geschrieben, 28 Stück an der Zahl. Nun ist diese Korrespondenz unter dem Titel „Volksfeinde. Ein Schlagabtausch” auf Deutsch erschienen (Dumont Köln, 320 Seiten, 22,95 Euro).
Die Brieffreundschaft der beiden Kulturbetriebsnudeln, die unterschiedlicher nicht sein könnten, mutet kurios an – entsprechend groß war der Wirbel um das gemeinsame Buch. „Ausweitung des Egotrips” ätzte Le Monde nach Bekanntgabe der Verfasser in Anspielung auf den misanthropischen Roman „Ausweitung der Kampfzone”, der Michel Houellebecq in den neunziger Jahren berühmt gemacht hat. Seither gilt der 51-Jährige als Beziehungs- und Gesellschaftsapokalyptiker.
Sein Korrespondent hingegen, …

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"Ein Debattenbuch, das nicht politischer und nicht persönlicher sein könnte (...) Mit ihrem klugen und bisweilen traurigen Briefwechsel haben die beiden bewiesen, dass man in tabuloser Offenheit und gleichzeitig respektvoll miteinander umgehen kann." -- SPIEGEL<br/><br/>"Ein schöner Fall von Philotainment. Die französischen Stars Bernard-Henri Levy und Michel Houellbecq liefern sich ein unterhaltsames Brief-Match." -- DIE ZEIT<br/><br/>"Richtig lesenswert (...) Ein Streit, wie er aktueller nicht sein könnte." -- DIE WELT<br/><br/>"Aufregend und amüsant zugleich." -- RHEINLANDPFALZ<br/><br/>"Erstklassige philosophische Auseinandersetzung" -- NEUE PRESSE

"Ein Debattenbuch, das nicht politischer und nicht persönlicher sein könnte (...) Mit ihrem klugen und bisweilen traurigen Briefwechsel haben die beiden bewiesen, dass man in tabuloser Offenheit und gleichzeitig respektvoll miteinander umgehen kann." SPIEGEL "Ein schöner Fall von Philotainment. Die französischen Stars Bernard-Henri Levy und Michel Houellbecq liefern sich ein unterhaltsames Brief-Match." DIE ZEIT "Richtig lesenswert (...) Ein Streit, wie er aktueller nicht sein könnte." DIE WELT "Aufregend und amüsant zugleich." RHEINLANDPFALZ Erstklassige philosophische Auseinandersetzung NEUE PRESSE

"Ein Debattenbuch, das nicht politischer und nicht persönlicher sein könnte (...) Mit ihrem klugen und bisweilen traurigen Briefwechsel haben die beiden bewiesen, dass man in tabuloser Offenheit und gleichzeitig respektvoll miteinander umgehen kann." SPIEGEL "Ein schöner Fall von Philotainment. Die französischen Stars Bernard-Henri Levy und Michel Houellbecq liefern sich ein unterhaltsames Brief-Match." DIE ZEIT "Richtig lesenswert (...) Ein Streit, wie er aktueller nicht sein könnte." DIE WELT "Aufregend und amüsant zugleich." RHEINLANDPFALZ "Erstklassige philosophische Auseinandersetzung" NEUE PRESSE
Michel Houellebecq, geb. 1958 in La Réunion, lebt in Irland. Er ist Preisträger des angesehenen Grand Prix des Lettres, des Prix Novembre, des Impac-Preises und des Prix de Flore.

4 Marktplatz-Angebote für "Volksfeinde" ab EUR 10,00

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