Vier Seiten, mehr lesen Verlagslektoren von unverlangt eingesandten
Manuskripten nicht, so die Klage abgelehnter Autoren.
Verlagsborniertheit? Nein, Profis können tatsächlich nach den
ersten Seiten sehen, woran ein Text krankt. Da wird zu viel
erklärt, oder die Personen bleiben blass, oder der Text ist mit
Adjektiven überladen oder ... Wenn solche Probleme in einem Text
auftauchen, wird der Lektor ihn schnell beiseite legen, und die
Autorin oder der Autor erhält einen der beliebten, nichtssagenden
Formbriefe. Probleme, die auf den ersten vier Seiten auftreten,
setzen sich nämlich in aller Regel im Rest des Manuskripts fort.
Wie Sie verhindern können, dass es auch Ihrem Manuskript so ergeht,
erfahren Sie in diesem Buch. "Eine rundum überzeugende Idee
von Hans Peter Roentgen - und ein Glücksfall für angehende
AutorInnen." Gabi Neumayer, Chefredakteurin des
Autorennewsletters ,The Tempest' "Es macht Spaß,
"Vier Seiten für ein Halleluja" zu lesen, niemals
langatmig, oft habe ich breit gegrinst." Sabina Lorenz,
Autorin (,Die Fremde ist ein Ort') "Statt trockener
Theorie nimmt Hans Peter Röntgen die ersten vier Seiten von
Geschichten und analysiert diese auf eine sehr unterhaltsame Art
auf Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten." Bestsellerautor
Christoph Hardebusch (,Die Trolle', ,Sturmwelten')
"Brilliante Idee, großartig umgesetzt." Tom Liehr
(,Geisterfahrer', ,Radio Nights') "Wer meint, er kann
schreiben, ohne dieses Buch vorher studiert zu haben - der ist
selber schuld." Katherina Timm (,Die Kosakenbraut')
"Jedem, der wissen will, woraus ein gutes Handwerk besteht und
wie es funktioniert, kann ich diesen Schreibratgeber sehr
empfehlen." Olga A. Krouk (,Staub zu Staub') "Ein
Buch, das mit Kopf und Schultern über der Masse herausragt."
Alex Wichert (,Fatimas Tränen', ,Sand und Blut') "Der
etwas andere Schreibratgeber - ideal für Einsteiger, aber auch für
Fortgeschrittene." Andrea Lionne Hinz, Wissenschaftslektorin
Anhand von an den Autor gesandten Lesebeispielen werden in dem Buch Tipps gegeben, wie man einen selbst geschriebenen Roman verbessert. Die eingesandten Romananfänge sind von unterschiedlicher Qualität, mehr als die Hälfte davon würde ich durchaus als sehr gut einstufen, ein paar sind aber auch fantasielos, langweilig oder schlecht geschrieben.
Positiv:
- Der Autor ist mit seiner Kritik einigermaßen vorsichtig und beleidigt nicht. Als angehender Autor wird man nicht entmutigt, sondern erhält man konstruktive Hinweise. Er sagt an keiner Stelle, dass aus einem der Lesebeispiele bei entsprechender Bearbeitung nicht ein erfolgreiches Buch werden könnte.
- Der Autor hat sehr professionelle, einfache und wirksame Tipps zusammengetragen, die – wenn sie auch nicht von ihm selbst stammen mögen – das Um und Auf eines Romans sind, z. B. das Prinzip „Show, don’t tell“ oder das Problem mit dem „Infodump“.
Negativ:
- Das Buch enthält relativ viele Rechtschreibfehler (darunter schwere das/dass-Fehler). Das ist an sich nicht so schlimm, aber gerade bei diesem Thema zweifelt man dadurch ein wenig an der Kompetenz des Autors.
- Auch wenn der Autor niemanden vernichtend kritisiert, hat er doch immer etwas auszusetzen, und sehr oft konnte ich seinen Verbesserungsvorschlägen nicht zustimmen. Die meisten Romananfänge erschienen mir ziemlich durchdacht. Seine Verbesserungsvorschläge gehen ihm da etwas zu locker von der Hand und sind teilweise vielleicht sogar Verschlechterungen.
Resümee:
Vor allem, wer einen Krimi schreiben will und noch nie veröffentlicht hat, ist mit dem Buch gut beraten. Wer schon etwas weiter ist, vielleicht einen Schreibberuf hat oder ein einschlägiges Studium hinter sich hat, der sollte vielleicht doch eher zu einem umfangreicheren und wissenschaftlicheren Werk greifen.