Via Flaminia 21 - Loy, Rosetta

Rosetta Loy 

Via Flaminia 21

Meine Kindheit im faschistischen Italien

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Produktbeschreibung zu Via Flaminia 21

Rosetta Loy erinnert sich an ihre römische Kindheit zur Zeit des Faschismus. Das schöne herrschaftliche Haus in Rom, die Ferien in den Bergen - Bilder einer nur scheinbar unbeschwerten Kindheit, die bald von beunruhigenden Ereignissen überschattet wird. In aller Offenheit zeigt Rosetta Loy die zweifelhafte Haltung der italienischen Bevölkerung, vor allem aber die der katholischen Kirche gegenüber der Judenverfolgung.

Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • Seitenzahl: 175
  • Serie Piper
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 119mm x 16mm
  • Gewicht: 190g
  • ISBN-13: 9783492232593
  • ISBN-10: 3492232590
  • Best.Nr.: 08870123
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.10.1998

Ein Zimmer ohne Tapetentür
Gewissensnöte: Rosetta Loys Erinnerungen "Via Flaminia 21"

"Wenn ich in der Zeit zurückgehe und daran denke, wann das Wort ,Jude' in meinem Leben aufgetaucht ist, sehe ich mich auf einem blauen Stühlchen im Kinderzimmer sitzen." So beginnen die Memoiren der 1931 in Rom geborenen Schriftstellerin Rosetta Loy über ihre Kindheit im faschistischen Italien. Loys Familie gehörte zum katholischen Großbürgertum Roms. Der Vater, der sich als Ingenieur einen Namen gemacht hatte, war sofort vom Faschismus angewidert. Als die Begeisterung für Mussolini zunahm, ließ er in seinem Büro ein Schild mit der Aufschrift anbringen: "In diesem Büro wird nicht über Politik gesprochen." Dennoch trat der Vater, damit er weiterarbeiten konnte, in die Nationale Faschistische Partei ein und trug deren Abzeichen.

Zu Hause pflegte man einen freundschaftlichen Umgang mit Juden: Signora Della Seta kam zum nachbarschaftlichen Tee; der kleine Giorgio Levi holte den Sohn zum Fußballspielen ab; Dr. Luzzatti, der Arzt des Königshauses, betreute die Kinder. Doch als im Oktober 1938 die 48032 italienischen Juden durch die Rassengesetze …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Maria Frisé geht in ihrer Rezension auf zwei Bücher Rosetta Loys ein, die sich beide mit ihrer Kindheit im faschistischen Italien befassen: "Die Pforte des Wassers. Roman" und "Via Flaminia 21. Meine Kindheit im faschistischen Italien" (beide Piper). Jedoch wird nicht in jedem Punkt deutlich, bei welchem Aspekt sie sich auf welches Buch bezieht.
Der Rezensentin gefällt es sehr, dass die Autorin Bilder eingefangen hat, die in der Kindheit - oder in der Erinnerung daran - von besonderer Bedeutung sind, wie etwa "morgendliche Geräusche wie das Schlagen von Türen oder flüsternde Stimmen im Flur". Aber auch Ängste werden, so Frisé, beschrieben, etwa die unheimliche Atmosphäre im katholischen Stift. Dabei werde von der Autorin deutlich aufgezeigt, wie der Faschismus und Antisemitismus in Italien immer mehr Fuß fasste und auch die Welt des Mädchens beeinflusste. Besonders gut scheint der Rezensentin zu gefallen, dass die Autorin in "Via Flaminia 21" neben den Erinnerungen auch Dokumente mit einfließen lässt, etwa Gesetzesänderungen, "ängstliche, verschleiernde Reaktionen der katholischen Kirche" oder auch Zitate des Papstes. Die Sprache der Autorin wird als sehr poetisch gelobt und hat die Rezensentin sogar "manchmal fast an Proust erinnert".

© Perlentaucher Medien GmbH
Rosetta Loy, geboren 1931 in Rom, wo sie auch heute lebt, wurde berühmt durch ihren Roman "Straßen aus Staub". Zuletzt erschien von ihr "Schokolade bei Hanselmann" und Via Flaminia 21".

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Rosetta Loy 

Via Flaminia 21

Via Flaminia 21 - Loy, Rosetta

Meine Kindheit im faschistischen Italien

  • Broschiertes Buch 
 

Produktinformation
  • Verlag: Piper
  • Seitenzahl: 175
  • Serie Piper
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 119mm x 16mm
  • Gewicht: 190g
  • ISBN-13: 9783492232593
  • ISBN-10: 3492232590
  • Best.Nr.: 08870123

Produktbeschreibung zu "Via Flaminia 21"

Kurzbeschreibung

Rosetta Loy erinnert sich an ihre römische Kindheit zur Zeit des Faschismus. Das schöne herrschaftliche Haus in Rom, die Ferien in den Bergen - Bilder einer nur scheinbar unbeschwerten Kindheit, die bald von beunruhigenden Ereignissen überschattet wird. In aller Offenheit zeigt Rosetta Loy die zweifelhafte Haltung der italienischen Bevölkerung, vor allem aber die der katholischen Kirche gegenüber der Judenverfolgung.

30.10.1998

Ein Zimmer ohne Tapetentür
Gewissensnöte: Rosetta Loys Erinnerungen "Via Flaminia 21"

"Wenn ich in der Zeit zurückgehe und daran denke, wann das Wort ,Jude' in meinem Leben aufgetaucht ist, sehe ich mich auf einem blauen Stühlchen im Kinderzimmer sitzen." So beginnen die Memoiren der 1931 in Rom geborenen Schriftstellerin Rosetta Loy über ihre Kindheit im faschistischen Italien. Loys Familie gehörte zum katholischen Großbürgertum Roms. Der Vater, der sich als Ingenieur einen Namen gemacht hatte, war sofort vom Faschismus angewidert. Als die Begeisterung für Mussolini zunahm, ließ er in seinem Büro ein Schild mit der Aufschrift anbringen: "In diesem Büro wird nicht über Politik gesprochen." Dennoch trat der Vater, damit er weiterarbeiten konnte, in die Nationale Faschistische Partei ein und trug deren Abzeichen.

Zu Hause pflegte man einen freundschaftlichen Umgang mit Juden: Signora Della Seta kam zum nachbarschaftlichen Tee; der kleine Giorgio Levi holte den Sohn zum Fußballspielen ab; Dr. Luzzatti, der Arzt des Königshauses, betreute die Kinder. Doch als im Oktober 1938 die 48032 italienischen Juden durch die Rassengesetze …

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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

11.07.2001

Maria Frisé geht in ihrer Rezension auf zwei Bücher Rosetta Loys ein, die sich beide mit ihrer Kindheit im faschistischen Italien befassen: "Die Pforte des Wassers. Roman" und "Via Flaminia 21. Meine Kindheit im faschistischen Italien" (beide Piper). Jedoch wird nicht in jedem Punkt deutlich, bei welchem Aspekt sie sich auf welches Buch bezieht.
Der Rezensentin gefällt es sehr, dass die Autorin Bilder eingefangen hat, die in der Kindheit - oder in der Erinnerung daran - von besonderer Bedeutung sind, wie etwa "morgendliche Geräusche wie das Schlagen von Türen oder flüsternde Stimmen im Flur". Aber auch Ängste werden, so Frisé, beschrieben, etwa die unheimliche Atmosphäre im katholischen Stift. Dabei werde von der Autorin deutlich aufgezeigt, wie der Faschismus und Antisemitismus in Italien immer mehr Fuß fasste und auch die Welt des Mädchens beeinflusste. Besonders gut scheint der Rezensentin zu gefallen, dass die Autorin in "Via Flaminia 21" neben den Erinnerungen auch Dokumente mit einfließen lässt, etwa Gesetzesänderungen, "ängstliche, verschleiernde Reaktionen der katholischen Kirche" oder auch Zitate des Papstes. Die Sprache der Autorin wird als sehr poetisch gelobt und hat die Rezensentin sogar "manchmal fast an Proust erinnert".

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Rosetta Loy"

Rosetta Loy, geboren 1931 in Rom, wo sie auch heute lebt, wurde berühmt durch ihren Roman "Straßen aus Staub". Zuletzt erschien von ihr "Schokolade bei Hanselmann" und Via Flaminia 21".

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