Urbanität als Aufklärung - Lütteken, Laurenz / Pott, Ute / Zelle, Carsten (Hgg.)

Laurenz Lütteken / Ute Pott / Carsten Zelle (Hgg.) 

Urbanität als Aufklärung

Karl Wilhelm Ramler und die Kultur des 18. Jahrhunderts

Herausgeber: Lütteken, Laurenz; Zelle, Carsten; Pott, Ute
Broschiertes Buch
 
Nicht lieferbar
Nicht lieferbar
Ein Angebot für € 39,00
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Urbanität als Aufklärung

»Rammler ist eigentlich mehr Kritiker als Poet. Er fängt an was Deutsche im Lyrischen geleistet, zu sammeln. Nun findet er, daß ihm kaum Ein Gedicht völlig genug tut; er muß auslassen, redigieren, verändern, damit die Dinge nur einige Gestalt bekommen. Hierdurch macht er sich fast so viel Feinde als es Dichter und Liebhaber gibt.« (Goethe in »Dichtung und Wahrheit«) Kaum ein Autor des 18. Jahrhunderts war schon zu Lebzeiten so umstritten wie Karl Wilhelm Ramler (1725-1798). Für seine kritische Tätigkeit erntete er viel Widerspruch, aber auch große Anerkennung – so z.B. von Lessing, der Ramlers Korrekturen als »Verbesserungen« lobte. Lessings »Minna von Barnhelm« und der »Nathan« sähen ohne Ramlers Eingriffe anders aus. Ramler nahm vornehmlich durch seine Übersetzungs- und Herausgebertätigkeit die Rolle eines Vermittlers ein, wobei gerade diese Funktion zu einem eigentümlichen und in seiner Verzerrung irritierenden Forschungsdefizit geführt hat. Zwar ist Ramler in fast allen Wissenschaften der Aufklärungsforschung präsent, doch mangelte es bislang an einer vorurteilsfreien, differenzierten Auseinandersetzung mit Person und Schaffen. Hier setzte eine interdisziplinäre Tagung zu Karl Wilhelm Ramler im Gleimhaus Halberstadt an, deren Ergebnisse nun präsentiert werden. Dabei werden Ramlers Leben und vielfältiges Wirken in Berlin im Zusammenhang mit seiner literarischen, literaturtheoretischen und nationalpädagogischen Aufklärungsarbeit, seiner Tätigkeit für die Musik- und Theaterkultur sowie seiner Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern erschlossen und Ramler als wichtige Figur im kulturellen Leben seiner Zeit vorgestellt. INHALT Vorwort Helga Schultz Das Berlin Nicolais und Ramlers – Die Gesellschaft der Aufklärer David Lee Berlin in Halberstadt und Halberstadt in Berlin. Wunschbilder und ihre Auswirkungen im Gleim-Ramler-Briefwechsel Ute Pott Ramler im Netzwerk der Aufklärung Klaus Bohnen Vom »eignen Naturelle«. Ramlers 'nationalreformerische' Aufklärungsarbeit Hans-Jocahim Kertscher Karl Wilhelm Ramler als Herausgeber Ursula Goldenbaum Ramler als Mitherausgeber einer gelehrten Zeitung: Die »Critischen Nachrichten aus dem Reiche der Gelehrsamkeit« im Jahre 1750 Alexander Kosenina Ein deutscher Horaz? – Karl Wilhelm Ramler in der zeitgenössischen Rezeption Carsten Zelle Zwischen Gelehrtendichtung und Originalgenie – Barrieren der Ramler-Rezeption. Ein Beitrag zur germanistischen Kanonisierungsgeschichte Hans Holländer Karl Wilhelm Ramler und die Schachkultur im 18. Jahrhundert Sibylle Badstübner-Gröger Karl Wilhelm Ramler und die Königliche Akademie der Künste und mechanischen Wissenschaften – Zur Bedeutung von Ramlers Schrift »Allegorische Personen zum Gebrauch der Bildenden Künstler« Jürgen Leonhardt Ramler als Antiken-Übersetzer Laurenz Lütteken Zwischen Berlin und Hamburg: Ramler in der Musikkultur des 18. Jahrhunderts Wilhelm Seidel Bateux in Deutschland und Ramlers Übersetzung Hartmut Grimm Ramler als Librettist Gudrun Busch Karl Wilhelm Ramler als Liedersammler: Die »Lieder der Deutschen« (1766) und die »Lieder der Deutschen mit Melodien« (1767-1768) Christoph Henzel Karl Wilhelm Ramler als Intendant Alexander Kozenina (Hg.) Briefwechsel zwischen Friedrich Nicolai und Karl Wilhelm Ramler Anett Lütteken Bibliographie der Schriften Ramlers

Ramler ist eigentlich mehr Kritiker als Poet. Er fängt an was Deutsche im Lyrischen geleistet, zu sammeln. Nun findet er, daß ihm kaum ein Gedicht völlig genug tut; er muß auslassen, redigieren, verändern, damit die Dinge nur einige Gestalt bekommen. Hierdurch macht er sich fast so viel Feinde als es Dichter und Liebhaber gibt.
Kaum ein Autor des 18. Jahrhunderts war schon zu Lebzeiten so umstritten wie Karl Wilhelm Ramler (1725-1798). Für seine kritische Tätigkeit erntete er viel Widerspruch, aber auch große Anerkennung - so z.B. von Lessing, der Ramlers Korrekturen als "Verbesserungen" lobte. Lessings "Minna von Barnhelm" und der "Nathan" sähen ohne Ramlers Eingriffe anders aus.
Ramler nahm vornehmlich durch seine Übersetzungs- und Herausgebertätigkeit die Rolle eines Vermittlers ein, wobei gerade diese Funktion zu einem eigentümlichen und in seiner Verzerrung irritierenden Forschungsdefizit geführt hat. Der interdisziplinäre Zugriff auf Ramlerzeigt den umstrittenen Dichter und Kri tiker in einem neuen Licht.


Produktinformation

  • Verlag: Wallstein
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: m. Abb.
  • Seitenzahl: 516
  • Schriften des Gleimhauses Halberstadt
  • Deutsch
  • Gewicht: 760g
  • ISBN-13: 9783892444626
  • ISBN-10: 3892444625
  • Best.Nr.: 09822648
Carsten Zelle, geb. 1953, ist Professor für Neugermanistik an der Ruhr-Universität Bochum.

Leseprobe zu "Urbanität als Aufklärung"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Urbanität als Aufklärung zu blättern!


Ein Marktplatz-Angebot für "Urbanität als Aufklärung" für EUR 39,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; wie neu 39,00 4,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), moneybookers, PayPal, Banküberweisung Lesefreude Buchversand 100,0% ansehen