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Philip K. Dick 

Unterwegs in einem kleinen Land

Unterwegs in einem kleinen Land - Dick, Philip K.

Roman

Aus d. Engl. v. Jürgen Bürger u. Kathrin Bielfeldt

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
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Produktinformation
  • Verlag: Liebeskind
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 376 S.
  • Seitenzahl: 376
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 149mm x 35mm
  • Gewicht: 580g
  • ISBN-13: 9783935890632
  • ISBN-10: 393589063X
  • Best.Nr.: 26386176

Produktbeschreibung zu "Unterwegs in einem kleinen Land"

Kurzbeschreibung

Erstmals in deutscher Übersetzung: Philip K. Dicks großer Roman über den Niedergang einer Ehe zu einer Zeit, als Amerika seine Unschuld verlor. Der Kultautor der Science-Fiction einmal nicht als Visionär ferner Welten, sondern als unnachgiebiger, hellsichtiger Chronist seiner Zeit.

Beschreibung

Los Angeles, 1952. Virginia Lindahl will ihren zehnjährigen Sohn Gregg auf ein Internat schicken, das in den Bergen außerhalb der Stadt liegt. Sie hofft, die ländliche Umgebung werde Greggs Asthma lindern, aber in Wahrheit soll der Junge nichts von den fortwährenden Eheproblemen seiner Eltern mitbekommen. Ihr Mann Roger Lindahl ist zunächst dagegen, ändert seine Meinung aber, als er bei einer Besichtigung des Internats Chic und Liz Bonner kennenlernt, deren Söhne dort Schüler sind. Die Lindahls verabreden eine Fahrgemeinschaft mit den Bonners, um die Kinder am Wochenende in die Stadt zu holen was eine Reihe von Verwicklungen auslöst, die das Leben beider Familien für immer verändern wird ... »Unterwegs in einem kleinen Land« ist eine packende, atmosphärisch dichte Milieustudie der amerikanischen Mittelschicht zu Beginn der fünfziger Jahre. Philip K. Dick versteht es meisterhaft, anhand des Psychogramms einer Ehe die Antriebsweisen einer Gesellschaft aufzudecken, deren Träume auf Illusionen gründen und zwangsläufig im Nichts verlaufen.

26.11.2009

In der Minderheit geblieben

Philip K. Dick wurde mit verfilmten Klassikern wie "Blade Runner" und "Minority Report" bekannt. Doch der Autor phantastischer Utopien schrieb auch realistische Romane: "Unterwegs in einem kleinen Land" liegt jetzt erstmals auf Deutsch vor.

Verfahrene und ausweglose Situationen haben es Philip K. Dick, dem Autor von unzähligen Science-Fiction-Romanen und Kurzgeschichten, darunter in Hollywood verfilmte Klassiker wie "Blade Runner" und "Minority Report", angetan. Dick tauchte von Kindesbeinen an in die Utopien der phantastischen Literatur ein, fühlte sich angezogen vom Genre, verschlang die entsprechenden Short Storys. Gleichzeitig wurde ihm bald bewusst, dass er es als professioneller Autor nie zu Ruhm und Ehren in den seriösen Kreisen der Kritik bringen würde, sobald er sich selbst dem Phantastischen verschrieb. Also startete der 1928 geborene Dick seine ersten ernsthaften Schriftsteller-Bemühungen in den fünfziger Jahren mit realistischen Romanen. Betrüblich für ihn, dass gleich sieben Manuskripte hintereinander nicht veröffentlicht wurden. Von seinem Weg abbringen lassen hat er sich nicht, vermutlich weil Dick ihn …

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03.03.2010

Mein Gott, was wäre wenn?
Philip K. Dicks aus dem Nachlass erschienener Roman „Unterwegs in einem kleinen Land” wirft ein dunkles Licht auf das Amerika der fünfziger Jahre
Science-Fiction hat nicht selten das Handicap, dass sie schon nach ein, zwei Jahrzehnten gern zum anachronistischen Flohmarkt der Phantasien gerät. Wenn etwa Philip K. Dicks berühmter LSD-Roman „Die drei Stigmata des Palmer Eldritch” (1964) als Indikator für den Klimawandel das Schmelzen von Schallplatten beschwört, so ist das Buch der Zukunft zu weit voraus geeilt und ihr doch nur auf den Fersen geblieben.
Gleichwohl hat es durchaus seinen Grund, dass Dick immer wieder mit Kafka, Borges und Calvino verglichen wird, zuletzt in Jason P. Vests Studie „The postmodern humanism of Philip K. Dick” (The Scarecrow Press, Toronto u.a. 2009). Denn interessant an ihm sind neben seinem Witz (Depressionen werden in „Freud” gemessen, eine Figur führt ihren Psychologen als sprechenden Computer bei sich, den sie noch beim Sex konsultiert) auch die großformatigen Gesellschaftsbilder im Hintergrund. In den „Stigmata” ziehen sich die Menschen von der unwirtlich heißen Erde mit …

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Perlentaucher-Notiz zur SZ-Rezension

03.03.2010

Philip K. Dick einmal anders. Dieser "realistische" Roman des SF-Bestsellerautors interessiert Hans-Peter Kunisch schon wegen seiner Ausnahmestellung in Dicks Werk (zusammen mit fünf weiteren Romanen allerdings, die gerade ins Deutsche kommen). Die beiden dem Plot zugrunde liegenden und miteinander verschränkten Ehekrisen findet Kunisch denn auch ziemlich "normal". Allerdings entgeht ihm nicht, wie bei Dick die Realität zum Halt für die "unruhigen Helden" wird, zu etwas, was sie verlieren oder gar nicht erst finden. Und weil dem Rezensenten auch der Blick auf das Amerika der muffigen 50er hier atmosphärisch gelungen erscheint, sieht er über einen etwas umständlichen Erzählduktus hinweg und freut sich lieber über ein Ende, das so konventionell doch nicht ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezension

»Viele mögen kaum glauben, dass derselbe Autor, der sich erst kürzlich als visionär paranoider Pop-Surrealist in den Kanon amerikanischer Literatur geschlichen hat, eine Reihe von realistischen Romanen verfasste, die ein Gebiet in Anspruch nehmen, das auf der einen Seite von Richard Yates demarkiert wird und auf der anderen von Charles Willeford. Aber akzeptieren Sie es einfach!« JONATHAN LETHEM

Rezension

"Einer von Amerikas größten Propheten." -- SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Viele mögen kaum glauben, dass derselbe Autor, der sich erst kürzlich als visionär paranoider Pop-Surrealist in den Kanon amerikanischer Literatur geschlichen hat, eine Reihe von realistischen Romanen verfasste, die ein Gebiet in Anspruch nehmen, das auf der einen Seite von Richard Yates demarkiert wird und auf der anderen von Charles Willeford. Aber akzeptieren Sie es einfach!" -- JONATHAN LETHEM

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag

Dass Science-Fiction-Genie Phlip K. Dick ("Blade Runner", "Minority Report", "Total Recall") auch gesellschaftskritische Romane geschrieben hat, war lange Zeit überhaupt nicht bekannt. 1993 brachte der Haffmans Verlag erstmals den Roman "Die kaputte Kugel" heraus, mit "Unterwegs in einem kleinen Land" erscheint jetzt ein weiterer der nie zu Dicks Lebzeiten veröffentlichten Gegenwartsromane auf Deutsch. Virginia Lindahl und ihr Mann Roger, Kinder der Großen Depression der späten 1920er-Jahre und ein grundverschiedenes Ehepaar, erwerben sich in der Rüstungsindustrie des Zweiten Weltkriegs ein bescheidenes Vermögen. Doch schon beim Aufbau eines Fernsehreparaturgeschäftes gehen beider Meinungen elementar auseinander, die Ehe kriselt zunehmend und ... kollabiert. Dafür, dass nicht auch noch das ökonomische Projekt scheitert, sorgt Virginia. Roger aber wartet auf den Tag, da er den immer in Richtung Route 66 geparkten Wagen endlich durchstarten kann. Philip K. Dick lässt seinen Helden ihre Geheimnisse. Er tritt - obwohl einen zarten ironischen Grundton verwendend - respektvoll vor ihrer Persönlichkeit zurück und schafft es, sie für den Leser "in ihrem kleinen Land" nachvollziehbar handeln zu lassen, in dem der Kapitalismus gerade erst so richtig durchstartet. (jw)

Autorenporträt zu "Philip K. Dick"

Philip K. Dick wurde 1928 in Chicago geboren. Schon in jungen Jahren schrieb er zahllose Stories und arbeitete als Verkäufer in einem Plattenladen in Berkeley, ehe er 1952 hauptberuflich Schriftsteller wurde. Er verfaßte über hundert Erzählungen und Kurzgeschichten für diverse Magazine und Anthologien und schrieb mehr als dreißig Romane, von denen etliche heute als Klassiker der amerikanischen Literatur gelten. Philip K. Dick starb am 2. März 1982 in Santa Ana, Kalifornien, an den Folgen eines Schlaganfalls.

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