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Unterwegs in einem kleinen Land
Roman
Aus d. Engl. v. Jürgen Bürger u. Kathrin Bielfeldt
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Liebeskind
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 376 S.
- Seitenzahl: 376
- Deutsch
- Abmessung: 216mm x 149mm x 35mm
- Gewicht: 580g
- ISBN-13: 9783935890632
- ISBN-10: 393589063X
- Best.Nr.: 26386176
Produktbeschreibung zu "Unterwegs in einem kleinen Land"
Kurzbeschreibung
Erstmals in deutscher Übersetzung: Philip K. Dicks großer Roman über den Niedergang einer Ehe zu einer Zeit, als Amerika seine Unschuld verlor. Der Kultautor der Science-Fiction einmal nicht als Visionär ferner Welten, sondern als unnachgiebiger, hellsichtiger Chronist seiner Zeit.
Beschreibung
26.11.2009
In der Minderheit geblieben
Philip K. Dick wurde mit verfilmten Klassikern wie "Blade
Runner" und "Minority Report" bekannt. Doch der
Autor phantastischer Utopien schrieb auch realistische Romane:
"Unterwegs in einem kleinen Land" liegt jetzt erstmals
auf Deutsch vor.
Verfahrene und ausweglose Situationen haben es Philip K. Dick, dem
Autor von unzähligen Science-Fiction-Romanen und Kurzgeschichten,
darunter in Hollywood verfilmte Klassiker wie "Blade
Runner" und "Minority Report", angetan. Dick tauchte
von Kindesbeinen an in die Utopien der phantastischen Literatur
ein, fühlte sich angezogen vom Genre, verschlang die entsprechenden
Short Storys. Gleichzeitig wurde ihm bald bewusst, dass er es als
professioneller Autor nie zu Ruhm und Ehren in den seriösen Kreisen
der Kritik bringen würde, sobald er sich selbst dem Phantastischen
verschrieb. Also startete der 1928 geborene Dick seine ersten
ernsthaften Schriftsteller-Bemühungen in den fünfziger Jahren mit
realistischen Romanen. Betrüblich für ihn, dass gleich sieben
Manuskripte hintereinander nicht veröffentlicht wurden. Von seinem
Weg abbringen lassen hat er sich nicht, vermutlich weil Dick ihn …
16.01.2010
Als "mentalitätsgeschichtliches Dokument von einigem
Interesse" legt Rezensent Frank Schäfer diesen, bereits im
Jahr 1958 entstandenen, jedoch erst 1985 im Original erschienenen
Roman des "großen Science-Fiction-Innovators" Philipp K.
Dick seinen Lesern ans Herz. Es gehe, schreibt Schäfer, in dieser
Geschichte eines kleinen Mannes und seiner großbürgerlichen Ehefrau
unterschwellig um eine Gesellschaft im Umbruch, in dessen Sog auch
der Protagonist des Romans gerät. Das Wunderbare an diesem Buch
über die USA der späten 50er Jahre ist für den Kritiker außerdem,
dass es in ihm Nostalgiegefühle für eine Zeit erweckt, die er
selbst gar nicht erlebt hat.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
»Viele mögen kaum glauben, dass derselbe Autor, der sich erst kürzlich als visionär paranoider Pop-Surrealist in den Kanon amerikanischer Literatur geschlichen hat, eine Reihe von realistischen Romanen verfasste, die ein Gebiet in Anspruch nehmen, das auf der einen Seite von Richard Yates demarkiert wird und auf der anderen von Charles Willeford. Aber akzeptieren Sie es einfach!« JONATHAN LETHEM
Rezension
"Einer von Amerikas größten Propheten." -- SÜDDEUTSCHE
ZEITUNG
"Viele mögen kaum glauben, dass derselbe Autor, der sich erst
kürzlich als visionär paranoider Pop-Surrealist in den Kanon
amerikanischer Literatur geschlichen hat, eine Reihe von
realistischen Romanen verfasste, die ein Gebiet in Anspruch nehmen,
das auf der einen Seite von Richard Yates demarkiert wird und auf
der anderen von Charles Willeford. Aber akzeptieren Sie es
einfach!" -- JONATHAN LETHEM

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(c) bunkverlag
Dass Science-Fiction-Genie Phlip K. Dick ("Blade Runner", "Minority Report", "Total Recall") auch gesellschaftskritische Romane geschrieben hat, war lange Zeit überhaupt nicht bekannt. 1993 brachte der Haffmans Verlag erstmals den Roman "Die kaputte Kugel" heraus, mit "Unterwegs in einem kleinen Land" erscheint jetzt ein weiterer der nie zu Dicks Lebzeiten veröffentlichten Gegenwartsromane auf Deutsch. Virginia Lindahl und ihr Mann Roger, Kinder der Großen Depression der späten 1920er-Jahre und ein grundverschiedenes Ehepaar, erwerben sich in der Rüstungsindustrie des Zweiten Weltkriegs ein bescheidenes Vermögen. Doch schon beim Aufbau eines Fernsehreparaturgeschäftes gehen beider Meinungen elementar auseinander, die Ehe kriselt zunehmend und ... kollabiert. Dafür, dass nicht auch noch das ökonomische Projekt scheitert, sorgt Virginia. Roger aber wartet auf den Tag, da er den immer in Richtung Route 66 geparkten Wagen endlich durchstarten kann. Philip K. Dick lässt seinen Helden ihre Geheimnisse. Er tritt - obwohl einen zarten ironischen Grundton verwendend - respektvoll vor ihrer Persönlichkeit zurück und schafft es, sie für den Leser "in ihrem kleinen Land" nachvollziehbar handeln zu lassen, in dem der Kapitalismus gerade erst so richtig durchstartet. (jw)
Autorenporträt zu "Philip K. Dick"
Philip K. Dick wurde 1928 in Chicago geboren. Schon in jungen Jahren schrieb er zahllose Stories und arbeitete als Verkäufer in einem Plattenladen in Berkeley, ehe er 1952 hauptberuflich Schriftsteller wurde. Er verfaßte über hundert Erzählungen und Kurzgeschichten für diverse Magazine und Anthologien und schrieb mehr als dreißig Romane, von denen etliche heute als Klassiker der amerikanischen Literatur gelten. Philip K. Dick starb am 2. März 1982 in Santa Ana, Kalifornien, an den Folgen eines Schlaganfalls.
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