Unter Verdacht - Oates, Joyce C.

Joyce C. Oates 

Unter Verdacht

Die Geschichte von Big Mouth & Ugly Girl

Aus d. Amerikan. v. Birgitt Kollmann
Broschiertes Buch
 
2 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
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Unter Verdacht

Im Hexenkessel der Hysterie - Provozierend aktuell!

Niemals wäre Matt auf die absurde Idee gekommen, ein Attentat auf seine Schule zu verüben. Und doch soll es Zeugen geben, die schwören, er habe damit gedroht. Matt steht unter Verdacht. Und wie es scheint, gibt es nur einen Menschen an der Schule, der ihm glaubt: Ursula Riggs, die Unnahbare, die Jungen sonst aus dem Weg geht, so gut sie kann.
Sind denn alle verrückt geworden?


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2009
  • Jubiläums-Edition.
  • Ausstattung/Bilder: Jubiläums-Edition. 2009. 302 S.
  • Seitenzahl: 302
  • dtv Taschenbücher Bd.62425
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 120mm x 22mm
  • Gewicht: 292g
  • ISBN-13: 9783423624251
  • ISBN-10: 3423624256
  • Best.Nr.: 26369228
"Subtile Psychogramme, die man sonst in Jugendliteratur vergeblich sucht. Und nicht zuletzt ein Buch über die Fragwürdigkeit von Denunziantentum und voreiligen Urteilen. Erstklassig!" -- Westfälische Nachrichten "Eines steht fest: Wer eine weiße Weste hat, muss sehr wohl etwas befürchten. Unsere Freiheit gründet nicht nur auf Sicherheit, sondern auch auf Vertrauen. Das macht dieses Jugendbuch konkret deutlich." -- Frankfurter Rundschau "Joyce Carol Oates zeigt, wie aus einem Musterschüler ratzfatz ein Terrorist wird." -- Die Zeit "Oates hält der Gesellschaft wie immer den Spiegel vor." -- Nürnberger Zeitung "Die eindringliche Schilderung dieses explosiven Stimmungsgebräus aus Paranoia, Hysterie, Feigheit und Schadenfreude macht dieses Buch zu einer hochaktuellen Lektüre … Es gelingt ihr, eine zeitgemäße und zugleich wunderbar altmodische Liebesgeschichte zu erzählen und damit nicht nur Jugendlichen Lust darauf zu machen, dem Mainstream zu widerstehen. Mit »Ugly Girl« hat die Jugendliteratur endlich wieder ein starkes Mädchen, eines mit Muskeln und Gefühl und Verstand. Ein Glücksfall." -- Literaturen "Die Aussage und Kraft des Romans entsteht ... aus der Einfachheit der Erzählung und der exakten Schilderung ihrer Protagonisten ... Vor allem schildert Oates präzise die Gefühlswelt der Jugendlichen, beschreibt in knappen Worten, wie vorsichtig sich hier zwei näher kommen." -- Süddeutsche Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.03.2003

Willkommen in Absurdistan
Renitent zu sein ist gut: Joyce Carol Oates' erster Jugendroman

Im letzten Jahr wurde ein elfjähriges Mädchen in den Vereinigten Staaten vom Unterricht suspendiert. Es hatte ein Bild seiner Lehrerin auf die Rückseite eines Vokabeltests gemalt. Der Test war mit einer schlechten Note bewertet worden; auf der ungelenken Zeichnung war der Kopf der Lehrerin von einem Pfeil durchbohrt. Die Behörden interpretierten das Bild als Morddrohung; die Schülerin mußte einstweilen zu Hause bleiben.

In Matts Fall sind es zwei Männer vom FBI, die ihn mitten aus dem Unterricht und damit aus seiner angenehmen Existenz als beliebter, smarter Klassenclown reißen. Ihm wird vorgeworfen, ein Attentat auf seine Schule geplant zu haben: In der Cafeteria hatte Matt, genannt "Big Mouth", lauthals gescherzt, er werde die Schule in die Luft jagen, wenn sein Stück nicht fürs Theaterfestival ausgewählt werde. Willkommen in Absurdistan, denkt sich Matt, als er von der Anschuldigung erfährt. Für ihn lautet die Frage vielmehr: Wer hat ihn angeschwärzt? Die Kameraden finden seine Verdächtigung und Festnahme offenbar nicht so abwegig wie er …

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"Subtile Psychogramme, die man sonst in Jugendliteratur vergeblich sucht. Und nicht zuletzt ein Buch über die Fragwürdigkeit von Denunziantentum und voreiligen Urteilen. Erstklassig!"<br />Westfälische Nachrichten <br />

Natürlich wünscht man sich, man könnte ein so schreckliches Unglück wie den Amoklauf eines Schülers an seinen Mitschülern und Lehrern verhindern, indem man rechtzeitig auf dessen Pläne aufmerksam wird und somit das Verbrechen vereiteln kann. Was allerdings aus dem Verdacht auf einen Anschlag auch werden kann, davon erzählt dieses Buch. Matt ist ein attraktiver junger Mann, als Schüler erfolgreich und alles andere als einsam. So kommt es denn auch in der Cafeteria der Schule zu einem gut gelaunten Schlagabtausch unter Freunden, bei dem Matt sich hinreißen lässt zu der übermütigen Bemerkung, er hätte Lust, die Schule in die Luft zu jagen. Und weil es neben seinen Kumpeln auch Neider gibt, bleibt dieser Satz nicht da, wo er gefallen ist, sondern gelangt zur Polizei. Angeblich war da jemand besorgt - Man weiß ja nie, was alles passieren könnte, und man wollte natürlich lediglich warnen ... Doch die Geschichte nimmt ihren Lauf: Hexenjagd nennt man das, was Matt und seine Familie erleben müssen, nachdem eine Spezialeinheit Terrorbekämpfung in der Schule auftaucht und den vollkommen ahnungslosen Matt verhaftet. Für den geübten Leser ist es ein Herausforderung und Gewinn zu erleben, wie die Autorin den Balanceakt gestaltet, die Ernsthaftigkeit und Spannung des tragischen Schicksalsschlages zu beschreiben, nicht nur für den Jungen, sondern auch für alle Beteiligten, die sich in ihrer Feigheit und Ignoranz mitschuldig machen an dessen sozialer Demontage, und gleichzeitig die Chance, die sich für Matt ergibt, sich in dieser Ausnahmesituation als Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei hilft ihm ein sehr ungewöhnliches Mädchen: "Ugly girl" nennt sie sich, denn sie entspricht nicht den Schönheitsidealen der Teenies, hat aber das Selbstbewusstsein einer Künstlerin. Sie ist es, die Matt hilft, zu seiner Identität als "Big Mouth" zu stehen, allerdings indem er statt mit großen Reden vielmehr als Autor seine Geschichte zur Wirkung bringt. Es gibt nur einen Grund, der gegen dieses Buch als Klassenlektüre sprechen könnte: es ist neben aller sozialen Brisanz auch eine wunderschöne Liebesgeschichte. Aber keine Angst, nichts daran ist peinlich, auch nicht für die Lehrer. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)
Joyce C. Oates, geb. 1938 in Lockport (NY), zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihre zahlreichen Romane und Erzählungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem National Book Award. Joyce C. Oates lebt in Princeton, New Jersey, wo sie Literatur unterrichtet.

Kundenbewertungen zu "Unter Verdacht" von "Joyce C. Oates"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Soso aus Mönchengladbach am 06.05.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch "Unter Verdacht" von Joyce Carol Oates geht es um einen Jungen namens Matt, der beschuldigt wird, eine Attentat an seiner Schule geplant zu haben. Wahrscheinlich hat er sich in diese Situation selbst verstrickt, da er oft solche Witze macht, die andere dann vielleicht ernst nehmen. Keiner will mehr etwas mit ihm zu tun haben, weil alle glauben, dass die Sache ja irgendwie stimmen muss. Nur Ursula Riggs glaubt ihm und zusammen können sie alles aufklären. Dabei freunden sie sich an, verlieben sich ineinander und werden dann ein Paar und auch nachdem der Betrugsfall aufgeklärt ist, lieben sie sich noch.
Das Buch war ok, erst bin ich nämlich nicht richtig reingekommen. Doch nach einem zweiten Versuch hat es dann geklappt. Trotzdem finde ich das Buch nicht so gut, weil es keine witzigen und auch keine spannenden Textstellen gibt. Ich würde das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen.
Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil meine Mutter es mir gekauft hat.

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Bewertung von Christin, 15 Jahre alt am 28.05.2006 ***** ausgezeichnet
Ein echt geniales und empfehlenswertes Buch, nicht nur für Amerika-interessierte. Das Buch ist kein kitschiger Liebesroman, sondern ein spannendes und realitätsnahes Buch. Es werden unheimlich viele Themen angesprochen, die Jugendliche beschäftigen, von Liebe und "in-sein" bis zu Selbstmordgedanken. Einfach nur Lesen!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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