Quelle: Wikipedia. Seiten: 31. Kapitel: Al-Chidr, Derdeba,
Stambali, Aisha Qandisha, Dschinn, Iblis, Huri, Ifrit, Daddschal,
Ar-Raqim, Bahamut, Buraq, Taghut, Qarin, Haizum, Marid, Zalambur.
Auszug: al-Chidr ist eine stark verehrte und vieldiskutierte
Gestalt im Islam. Man kann al-Chidr als fiktive Figur bezeichnen,
allerdings wird man damit den Vorstellungen, die allgemein mit ihm
verbunden sind, nicht gerecht, denn es war und ist noch heute ein
verbreiteter Glaube, dass al-Chidr wirklich existiert und lebt.
Verschiedene Formen von Chidr-Verehrung finden sich in fast allen
Ländern der islamischen Welt. Der Name der Gestalt wird dabei sehr
unterschiedlich ausgesprochen. Bedingt dadurch sowie aufgrund der
Verwendung unterschiedlicher Transkriptionssysteme bei der
Wiedergabe dieser Sprachen mit lateinischen Buchstaben, sind
zahlreiche Schreibvarianten im Umlauf: Hizir (Türkisch), Khijir
(bengalisch), Kilir (javanisch), Hilir (tamilisch), Khidr, Chidher,
El Khoudher, Khodr, al-Jidr,
Xezr, Khizar, Chiser, Kyzyr usw. Im Englischen wird die Schreibform
Khidr favorisiert, die weltweit mittlerweile auch am meisten
verbreitet ist. Die eigentliche Identität Chidrs ist ein äußerst
kompliziertes Problem. Durch verschiedene Erzählstoffe, zu denen
Chidr in Verbindung gebracht wurde, bestehen Bezüge zu den
alttestamentlichen Gestalten Melchisedek, Jeremia, Elija und
Elischa. Daneben überschneidet sich im östlichen Mittelmeerbereich
die islamische Chidr-Verehrung mit der christlichen Verehrung des
Heiligen Georg, und in Iran setzen die Anhänger des Zoroastrismus
Chidr mit ihrer Gottheit Sorush gleich. Auch die muslimischen
Gelehrten haben die Frage der Identität Chidrs ausgiebig
diskutiert.
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