Tugenden sind Tauglichkeiten. Tugend ist eine Lebenshaltung der
Kraft und des Könnens. Im Althochdeutschen bezeichnet «tugund» die
Fähigkeit, Leistungen, die als wertvoll anerkannt sind, zu
vollbringen. Die Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit,
Tapferkeit und Maß als Grundhaltungen gehen bis in die griechische
Antike zurück. Die christliche Werteorientierung durchtränkt
sämtliche Tugenden mit den göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und
Liebe. Thomas von Aquin sagte schon zutreffend: «Gerechtigkeit ohne
Liebe ist Grausamkeit.» Warum das Streben nach den Tugenden bei der
Lebensbewältigung hilft, zeigt dieses Buch auf.
Manfred Balkenohl, Jahrgang 1936; Studium der Theologie, Psychologie, Philosophie, Pädagogik, Germanistik, Geschichte an der Universität Münster. Wiss. Tätigkeit ebenda. Lehrer am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster. 1969 Dozent für Anthropologie und Theologie beim Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik Münster. 1973 Dozent für die Aus- und Weiterbildung kirchlicher Mitarbeiter (Referenten, Diakone, Katecheten) beim Bistum Osnabrück. Lehrauftrag für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück, 1976 Professor für Systematische Theologie: Moraltheologie im Fachbereich Katholische Theologie der Universitäten Osnabrück und Vechta; verheiratet, Vater von vier Söhnen; Autor zahlreicher moraltheologischer, sozialethischer und anthropologischer Veröffentlichungen sowie Autor von Fernseh- und Radiosendungen.
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