Tradition Reform - Die Bremer Universität 1971-2001
Die Bremer Universität, einst als "Rote Kaderschmiede"
verschrien, ist längst von Normalität geprägt. Die vielfältigen
Angriffe auf das Selbstverständnis des Bremer Reformmodells, die
Wissenschaft zum Nutzen jener Menschen zu betreiben, die nicht über
Drittmittel, Stiftungsprofessoren und Forschungsförderungsprogramme
disponieren, zielten stets darauf ab, die in Frage gestellte
Ordnung wiederherzustellen. Insbesondere gerieten die
Drittelparität und das interdisziplinäre Projektstudium in
"Verruf". Welche Konflikte, Widersprüche und Turbulenzen,
Fehleinschätzungen, Hoffnungen und berechtigte Einwände, staatliche
Einsprüche und Interventionen, politische Auseinandersetzungen und
schließlich neue Regelungen wie das Hochschulrahmengesetz damit
verbunden gewesen sind - bis hin zu Strafanzeigen und gerichtlichen
Konfrontationen -, darauf gibt das Buch überraschende Antworten,
die sich weniger an Personen, sondern an den in und hinter ihnen
wirkenden Kräften orientieren. Zugleich klärt es darüber auf, wie
die Universität wichtige Handlungsspielräume zurückgewonnen hat und
welche Chancen die 'Tradition Reform' auch heute noch
bietet.
Dr. Birte Gräfing, Jg. 1971, Studium der Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften an der Universität Bremen. 1998-2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Evaluation von Studium und Lehre. 2004 Promotion über die Bildungspolitik in Bremen von 1945 bis zur Gründung der Universität 1971. Mitherausgeberin der Zeitschrift Arbeiterbewegung und Sozialgeschichte Bremens im 19. und 20. Jahrhundert. Autorin verschiedener Fachaufsätze zu regionalgeschichtlichen Themen. Zur Zeit Lehrkraft für Politik, Wirtschafts- und Sozialkunde an der Berufsschule für Gesundheitsberufe in Bremen.
Ein Marktplatz-Angebot für "Tradition Reform - Die Bremer Universität 1971-2001" für EUR 23,68
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20