Totenmesse - Dahl, Arne

Arne Dahl 

Totenmesse

Kriminalroman

Aus d. Schwed. v. Wolfgang Butt
Gebundenes Buch
 
25 Kundenbewertungen
***** sehr gut
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Totenmesse

Cilla Hjelm betritt um 10.39 Uhr die Bank im vornehmen Stockholmer Viertel Östermalm. Hätte sie geahnt, was ihr bevorsteht, sie hätte einen anderen Tag für ihren Besuch gewählt. Um genau 10.40 brüllen die Maschinengewehre der zwei Maskierten los, Glas splittert, und Cilla presst ihr Gesicht flach auf den Mamorboden. Was aussieht wie ein brutaler Banküberfall, entpuppt sich bald als etwas sehr viel Ernsteres, Weitreichenderes: Die beiden russischen Bankräuber, mit denen das A-Team um Kerstin Holm und Cillas Exmann Paul Hjelm verhandelt, sind nicht auf das Geld aus. Denn plötzlich sind sie verschwunden, und ihre Spur führt bis nach Berlin und Wolgograd, bis in die Zeit des Kalten Kriegs und der Jagd nach einer wertvollen chemischen Formel, für die viele Leute über Leichen gehen würden.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 402 S.
  • Seitenzahl: 402
  • Piper Nordiska
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 138mm x 36mm
  • Gewicht: 574g
  • ISBN-13: 9783492050180
  • ISBN-10: 3492050182
  • Best.Nr.: 25573322
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"Wir wissen, dass es nur noch ein paar Jahrzehnte dauern wird, bis die fossilen Brennstoffe zur Neige gehen. Die Rohölvorräte der Erde leeren sich mit phantastischer Geschwindigkeit." Was klingt wie ein Zitat aus der taz, ist eine Aussage des Bösewichts, der in Arne Dahls siebtem Roman das Stockholmer Ermittlerteam A-Gruppe auf Trab hält. Der Mann, ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter, begeht eine Reihe von Verbrechen, um an im Zweiten Weltkrieg niedergeschriebene Formeln zu kommen, die die Welt vor weiteren Rohstoffkriegen beschützen soll. Das alles im März 2003 - also just in der Zeit, in der die Regierung Bush den Irak angreift ... Wie schon in Vorgängerbüchern gelingt es Dahl, einen spannenden Kriminalfall rund um ein hochaktuelles Thema zu konstruieren. Doch "Totenmesse" ist definitiv nicht das stärkste Buch des Schweden. Zu viele schwer verständliche Anspielungen auf die alten Fälle der A-Gruppe gibt es, und zu viele Nebenhandlungen finden erst viel zu spät zu einem großen Ganzen zusammen, dem nach ein paar Seiten ein enttäuschendes Ende folgt. Zudem wird die seit jeher liebste Arbeitsweise von Arne Dahls - das unkontrollierte Jonglieren mit Ideen, Andeutungen und gewagten Hypothesen - hier einfach zu sehr auf die Spitze getrieben. (jul)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.10.2009

Die Weltenergieformel des postfossilen Zeitalters
Hier ist ein schwedischer Spannungs-Könner am Werk: Arne Dahls siebter Krimi „Totenmesse”
Sieben schwedische Schriftsteller – bekannte Krimiautoren waren nicht unter ihnen – haben kürzlich ein „Manifest für ein neues literarisches Jahrzehnt” veröffentlicht. Darin geloben sie unter anderem, niemals („nicht einmal unter Pseudonym”) „Romane über Kommissare oder Journalisten zu schreiben, die auf Öland oder Gotland rätselhafte Morde aufklären”. Die erzählende Literatur, schreiben die sieben, müsse sich aus dem engen Korsett der Genreliteratur befreien.
Das Dumme ist nur, dass, in Schweden noch mehr als anderswo, die erzählende Literatur, sofern sie nicht Krimi heißt, beim Leser kaum noch eine Chance hat. Das Publikum will eben gern von einem Genre unterhalten werden, in dem Kommissare oder Journalisten am Strand rätselhafte Morde lösen, und es erwartet von jedem neuen Roman im Grunde nur, dass er das Gesetz der Serie achtet. So war das immer schon, auch und gerade bei den besten Kriminalromanen, aber früher stand der Krimi noch im Schatten einer nicht an Genrekonventionen gebundenen, …

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»Es ist eben ein Dahl: Krimi mit Psychologie und Tiefgang.« (Augsburger Allgemeine)<br/><br/>»Spannend, flüssig geschrieben und so gekonnt getimt, dass der Krimi in Atem hält bis zum Showdown in Venedig.« (Münchner Merkur)<br/><br/>»Dahl hat einen wunderbaren Rhythmus drauf, eine geradezu musikalische Fähigkeit, das Tempo zu drosseln oder zu verschärfen, und so einen Spannungsbogen zu halten, wie es vielleicht noch Grisham schafft.« (Stern (Krimi Special))<br/><br/>»Der neue ist sein bester.« (Brigitte Woman)

»Es ist eben ein Arne Dahl: Krimi mit Psychologie und Tiefgang.« Augsburger Allgemeine . »Spannend, flüssig geschrieben und so gekonnt getimt, dass der Krimi in Atem hält bis zum Showdown in Venedig.« Münchner Merkur . »Dahl hat einen wunderbaren Rhythmus drauf, eine geradezu musikalische Fähigkeit, das Tempo zu drosseln oder zu verschärfen, und so einen Spannungsbogen zu halten, wie es vielleicht noch John Grisham schafft.« Stern (Krimi Special)

»Es ist eben ein Dahl: Krimi mit Psychologie und Tiefgang.« Augsburger Allgemeine »Spannend, flüssig geschrieben und so gekonnt getimt, dass der Krimi in Atem hält bis zum Showdown in Venedig.« Münchner Merkur »Dahl hat einen wunderbaren Rhythmus drauf, eine geradezu musikalische Fähigkeit, das Tempo zu drosseln oder zu verschärfen, und so einen Spannungsbogen zu halten, wie es vielleicht noch Grisham schafft.« Stern (Krimi Special) »Der neue ist sein bester.« Brigitte Woman
Arne Dahl ist das Pseudonym des schwedischen Romanautors Jan Arnald, geboren 1963. Arnald ist Literatur- und Theaterkritiker und arbeitet für die Schwedische Akademie, die alljährlich den Nobelpreis vergibt. Als Arne Dahl wurde er in den letzten Jahren mit seinen Kriminalromanen um den Stockholmer Inspektor Paul Hjelm und die Sonderermittler der A-Gruppe bekannt und von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen.

Kundenbewertungen zu "Totenmesse" von "Arne Dahl"

25 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.8 von 5 Sterne bei 25 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von zahnfee aus Wirdum am 15.05.2011 ***** weniger gut
Rest in peace
in meinem Bücherregal...

Leider habe ich nie in dieses Buch hineingefunden. Der Anfang war ja noch ganz spannend und flott im Erzähltempo, doch zum Ende hin fiel die Spannung immer mehr ab, da ich der Handlung und der Frage nach dem Warum nicht mehr folgen konnte.Schrecklich fand ich auch die Wechsel im Erzähltempo. Sätze, die nur aus einem Wort bestehen sollen die Spannung und das Tempo erhöhen, haben mich in diesem Fall aber nur nervös gemacht.

Auch konnte ich den verschiedenen Zeit- und Handlungssträngen nicht ganz folgen. Ich habe zum Beispiel bis zur letzten Seite nicht verstanden, warum der Irakkrieg so ausführlich besprochen wurde? Wegen der Ressourcen vielleicht ? Nun, dies verdeutlicht ein weiteres Problem. Dieses Buch war für mich von allem nur ein bisschen: Ein bisschen Krimi, etwas Politthriller ( wegen der vielen beteiligten Geheimdienste), aber eigentlich war es ein gesellschaftskritisches Buch, eine Totenmesse für das 21 Jahrhundert ?

Schade fand ich auch die vielen unglaublich konstruierten Zufälle. ( Schreibtisch, Venedigurlaub, ) die zu eng mit der Auflösung( bzw den Ermittlern ) des Falles verknüpft waren.

Gut dagegen finde ich die Serien- Idee des A-Teams an sich . Viele gut durchdachte Charaktere denen man folgen kann und die authentisch dargestellt sind. Nur war mir in dem Handlungsablauf viel zu viel Gerede, Diskussionen und zuwenig Handlung. Oft wirkte die Beschreibung der Handlungen leblos dahinerzählt.( dann geht Team A halt hier und Team B dann da und machen dies und suchen das...).

Mein persönliches Fazit: Ein Buch, dass ich zwar gerne gelesen habe, das für mich aber kein zweites Mal lohnt.

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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 19.05.2010 ***** sehr gut
„… Ein klarblauer Himmel …“

Kurz nachdem Cilla Hjelm, Exfrau von Paul Hjelm, der mittlerweile bei der Internermittlung in Stockholm arbeitet, die Bank im Stockholmer Viertel Österhalm betritt, wird diese überfallen. Die Bankräuber schießen wild um sich, verdunkeln die Fenster und nehmen Bankangestellte wie Kunden als Geiseln. Sollte die Bank gestürmt werden, drohen sie diese und das gesamte Viertel in die Luft zu jagen. Das A-Team um Kerstin Holm wird mit dem Fall betraut. Doch die Bankräuber stellen keine Forderungen und scheinen abzuwarten. Nur auf was? Cilla gelingt es, per SMS und MMS mit Paul Hjelm Kontakt aufzunehmen. Ihre Bilder zeigen den Spezialisten, dass die Bomben nur Attrappen sind und entschließen sich zur Stürmung der Bank. Doch die Geiselnehmer sind verschwunden. Während der Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass der Banküberfall nur fingiert war. Was sind die wahren Hintergründe der Tat und vor allem, wer steckt dahinter?

Arne Dahl lässt seinen vorliegenden Kriminalroman am Tag des Irakkriegs am 20.03.2003 beginnen. Die Hintergründe hierfür werden einem im Lauf der Geschichte verständlich. Wie auch die verschiedenen Handlungsstränge, die anfangs etwas verwirren, sich jedoch im Lauf des Buches schlüssig verbinden. Bei einem Erzählstrang handelt es sich um die Tagebucheinträge eines deutschen Soldaten 1941/42 vor Stalingrad. Und je länger dieser erzählt wird, umso verständlicher wird einem die äußerst komplex angelegte Story, auch wenn sie in meinen Augen doch stellenweise - besonders der Grund des Banküberfalls - etwas übertrieben ist.

Hauptbestandteil des Buches sind die Ermittlungsarbeiten des A-Teams, die von Arne Dahl wieder sehr nachdenklich, stellenweise etwas melancholisch, doch zu jederzeit interessant und spannend erzählt wird. Und auch seine Charaktere rund um das A-Team sind wieder gewohnt facettenreich und lebendig dargestellt. Allerdings ist es ratsam, schon das eine oder andere Buch vom A-Team gelesen zu haben, um verschiedene Äußerungen auch richtig verstehen zu können.

Alles in allem ist "Totenmesse" wieder ein gewohnt spannender Krimi mit einer äußerst komplexen Story.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 05.04.2010 ***** gut
Das A-Team ermittelt zum 7. Mal: Bei einem Banküberfall wird die Exfrau von Paul, einem ehemaligen A-Team-Mitglied, als Geisel genommen. Trotz der gefährlichen Situation schafft sie es, mit ihrem Handy wichtige Informationen an das Team zu geben. Aber was ist das Ziel der Bankräuber und was hat das alles mit dem 2. Weltkrieg, zu dessen Zeit die Parallelhandlung spielt, zu tun?

Arne Dahl ist einer von unzähligen skandinavischen Schriftstellern, aber ein sehr guter, denn immerhin hat er es geschafft, seiner Leserschaft mit TOTENMESSE schon den 7. Fall um das A-Team vorzulegen. Für mich ist es der erste Krimi von ihm und trotzdem hatte ich keine Mühe, in das Team hineinzufinden. Zwar spielen einige persönliche Verbindungen eine Rolle, aber diese sind ausreichend erläutert. Für Fans des Teams sind die persönlichen Beziehungen der Ermittler untereinander sicher einfacher zu verstehen.

Das Buch liest sich sehr flüssig und die gut 400 Seiten sind schnell ausgelesen. Dazu tragen auch die angenehm kurz gehaltenen Kapitel bei. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Dahl-Reihe sehr spannend ist, fand ich die Handlung und die Verknüpfung verschiedener Geschehnisse etwas verwirrend. Ich glaube, hier wollte der Autor etwas zu viel des Guten. Die Ecken, über die der Fall vom Zweiten Weltkrieg zum Ziel der Bankräuber führt, sind doch etwas zahlreich und wirken arg konstruiert. Das tut dem Gesamteindruck nicht ganz so gut.

Fazit: Auch wenn die Handlung spannend war, ist das hier hoffentlich einer der etwas schwächeren Dahl-Krimis: Ich werde mich auf jeden Fall noch an weiteren Fällen des A-Teams versuchen.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 12.03.2010 ***** ausgezeichnet
Welche Verbindung besteht zwischen dem 2. Weltkrieg, dem 2.Irakkrieg, der "Totenmesse" von Mozart und dem brutalen Überfall auf die Östermalmsbank?

Die A-Gruppe- Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter- wird durch ein Telefonanruf aus der Liveübertragung zur Berichterstattung über die Kampfhandlungen im Irak gerissen.In der Östermalmsbank wurde ein Überfall verübt. Erschwerend kommt hinzu, das eine der Geiseln die Ex-Ehefrau von Paul Hjelms- Ermittler in der Internen Sektion- ist.Von nun an arbeiten beide Teams zusammen, um die Geiselnahme in der Bank unblutig zu beenden.Mit Hilfe von Paul's Ex-Ehefrau gelingt es ihnen sogar. Aber warum konnten die Täter entkommen und liessen das Geld zurück. Fragen die beide Teams tief in alte Spionage- Seilschaften aus dem Kalten Krieg verstricken.

Dieses Buch hält durch seine vielen Wendungen den Leser in Atem.Eine gut recherchierte Geschichte und wieder einmal ein hervorragender "Schweden-Krimi".

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Bewertung von Scylla am 30.08.2009 ***** ausgezeichnet
Es gibt Bücher, bei denen man schon nach wenigen Seiten weiß, dass sie gut werden und bei denen man spätestens nach dem Ende weiß, dass sie perfekt sind. Totenmesse ist so ein Buch. Und meist sind es gerade die Bücher, die mir am besten gefallen, über die ich am wenigsten schreiben kann. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es nichts zu kritisieren gibt.
So geht es mir auch bei „Totenmesse“. Das Buch ist vom Anfang an total interessant, spannend und facettenreich. Schon nach den ersten beiden Kapiteln kann man kaum erwarten, in welche Richtung sich die Handlung wohl entwickelt. Denn worum es wirklich geht, wird erst im Verlauf des Buches richtig klar. Es gibt immer nur Bruchstücke, die dann nach und nach in verschiedenen Handlungssträngen langsam zusammengefügt werden. Einiges scheint offensichtlich zu sein, anderes scheint überhaupt nicht ins Bild zu passen. Und doch ist eins sicher: Dieses Verbrechen ist mehr als ein gewöhnlicher Banküberfall mit Geiselnahme. So tappen die Ermittler des A-Teams wie auch der Leser im Dunkeln, stellen Vermutungen auf, diskutieren und kommen der Wahrheit immer ein kleines Stück näher. Nach und nach entpuppen sich die Zusammenhänge, greifen die Handlungsstränge ineinander und bleiben doch bis zum Ende hin noch lückenhaft. Erst am Ende enthüllt sich das ganze Ausmaß des Falles, die Spannung steigt nochmals an, falls das überhaupt noch möglich ist, und das Ende hätte passender nicht sein können.
Verpackt wird diese spannende Handlung in einen facettenreichen Schreibstil, der sich immer wieder neu zu erfinden scheint. Zum einen gibt es mysteriöse Passagen über den „Mann mit der Uhr“, die den Leser zum Rätseln veranlassen. Seltsame immer wiederkehrende Vergleiche und Erinnerungen lassen den Leser selbst Vermutungen über die Identität der Personen anstellen und ihn so selbst zum Ermittler werden. Zum anderen gibt die ernsten Passagen über die Diskussionen und Ermittlungen des A-Teams in ihrem Konferenzraum, die aber mit so herrlich amüsanten und kreativen Kommentaren und Vergleichen geschmückt sind, dass ich mir oft ein Lachen nicht verkneifen konnte. Und dann gibt es noch die Tagebucheintragungen eines Soldaten im zweiten Weltkrieg, die den Krieg lebendig und fassbar machen und am Ende selbst noch eine bedeutende Rolle in dem Fall spielen. Dieses Buch ist wirklich ein Glücksgriff und empfehlenswert für jeden, ob er nun Krimis mag oder nicht. Denn es ist gerade die perfekte Verknüpfung aus Kriminalermittlung, zwischenmenschlichen Beziehungen, Geschichte, Spionage, Kriegserlebnissen, Wissenschaft, Zukunftsvisionen und einem unglaublich kreativen Schreibstil, die diesen Roman so außergewöhnlich macht.

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Bewertung von Nilly am 28.07.2009 ***** gut
Das Buch „Totenmessen“ von Arne Dahl wurde mir von einer Freundin empfohlen. Die Qual der ersten Seiten war kaum auszuhalten! Wenn ich nicht von ihr gewusst hätte, dass das Buch noch schlagartig gut wird, hätte ich es sicher zur Seite gelegt.

Die Verwirrung der schwedischen Namen und Personen ist sehr groß und zieht sich durch das ganze Buch. Ich bin überzeugt, wenn man vorher schon Bücher von Arne Dahl gelesen hat, ist das sicher kein Problem mehr.

Die Perspektiven werden immer wieder geändert. Zum einen geht es um einen Banküberfall und dem bekannten A-Team und zum anderen um den 2. Weltkrieg. Die Passagen über den Krieg wurden ohne unnötigem Schnörkel dargestellt. Das waren für mich auch die besten Teile.

Die Geschichte an sich hat mir ganz gut gefallen. Nur zwischendurch war es etwas langatmig. Die Komplexität des Banküberfalles überrascht einen am Ende aber doch sehr!

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Bewertung von Dine aus Eislingen am 24.07.2009 ***** sehr gut
Ein Banküberfall ist der Ausschlag für Ereignisse, deren Ursprung bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurückreicht.

Nach dem Banküberfall, als die Spannung wieder versickert wie das Regenwasser in der Erde, hatte ich das Gefühl, dass es jetzt nur noch langweilig weiter geht. Es wollte sich zunächst überhaupt keine Spannung aufbauen. Aber dann, einige Zeit später, als die Ermittlungen endlich Formen annahmen, konnte man langsam gewisse Fäden zwischen einzelnen Beweisen ziehen. Sowie sich mit der Zeit auch die Verbindung zwischen den Tagebucheinträgen von 1941/42 und dem Banküberfall, mit allem was danach kam, herauskristallisierte, baute sich die Spannung wieder immer weiter auf und ich begann richtig mitzufiebern.

Im Text eingeflochten finden sich Tagebucheinträge von 1941-42. Ein Mann, dessen Name nicht genannt wird, schildert die Schlacht gegen Russland, wie er sie als Deutscher an vorderster Front erlebt. Diese Einträge sind kapitelweise und in Kursivschrift verfasst.
Immer wieder schreibt er auch so, als würde er einen Monolog mit Gott halten: [i]den Gott, an den ich nicht glaube[/i] heißt es dann immer.

Und genau so erfuhr ich auch zwischendurch private Einblicke der einzelnen A-Team-Mitglieder. Anfangs noch etwas zusammenhangslos, aber mit der Zeit haben auch diese Kapitel ihre ganz gewisse Daseinsberechtigung.

Dadurch, dass es immer wieder abwechselt zwischen den Handlungen des A-Teams, den Tagebucheinträge und was sonst noch um das Geschehene passiert, bekommt man einen besonders interessanten Einblick in alles.

Wie damals, bei der Schlacht um Russland, handelt es sich bei dem Einsatz der USA im Irak scheinbar um einen reinen Ölkrieg.
Weshalb der Autor aber die Rede des amerikanischen Präsidenten seitenweise niederschrieb, war mir noch am Ende ein Rätsel.

Vereinzelte Sätze verstand ich nicht so richtig. Genauso ging es mir mit einzelnen Wörtern, die ich persönlich noch nie im Gebrauch hatte. Somit wurde die Schreibweise manchmal ziemlich unverständlich und ich wusste teilweise nicht, was mir der Autor dadurch sagen will.

Einige Handlungen, die anfangs nur nebenher liefen, werden zum Schluss den Kreis schließen und damit das Ende einläuten.
So kommt am Ende auch heraus, dass gewisse wichtige Dokumente über Generationen hinweg erhalten blieben und zu diesem großen, anfangs undurchschaubaren Plan führten.

Der Schutzumschlag wird als rote Mauer dargestellt, die von einem dreiarmigen Leuchter beleuchtet wird. Oben, über dem Leuchter, steht in großen, schwarzen Buchstaben der Name des Autors.
Am Boden, über dem Ständer des Leuchters geschrieben, steht in kleineren weißen Buchstaben "Totenmesse", sowie darunter, ebenfalls in weiß und noch etwas kleiner die Bezeichnung "Kriminalroman".

Fazit:
Dieses Buch war mein erstes von Arne Dahl und ich wurde positiv überrascht!
Durch und durch ein spannend guter Krimi mit einer interessanten Ansicht des zweiten Weltkriegs.
Auch wenn der Roman immer wieder ziemlich undurchschaubar und die teilweise seltsame Schreibweise gewöhnungsbedürftig war, erhält die Totenmesse von mir 4 von 5 Sternchen.
8.2.09

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Bewertung von kockritz aus Dresden am 29.04.2009 ***** gut
Mein erstes Buch von Arne Dahl - und ich bin positiv überrascht. Anfangs war es ein wenig schwer in die Handlung einzusteigen, was wahrscheinlich an den vielen Personeneinführungen gelegen haben könnte (und den Verweisen auf voran gegangene "Abenteuer" des A-teams). Zusätzlich erschwerten die vielen parallel laufenden Handlungsstränge das einfache "Durchschmöckern". Obwohl ersichtlich war, dass diese am Ende zusammen laufen werden, musste man bis zum Ende warten um den AHA-Effekt zu bekommen. Dennoch ist erstaunlich wie sich alles nahtlos zusammenfügte.

Mir persönlich gefiel, dass es nicht nur um einen einfachen Banküberfall ging, sondern dieser der eigentliche Auslöser für den komplexen Fall, welcher sich mit einer durchaus aktuellen Thematik beschäftigt.

Wahrscheinlich nicht mein letzter Dahl.

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Bewertung von james aus kassel am 22.03.2009 ***** schlecht
Das Buch:

Ein Banküberfall im stockholmer Viertel Östermalm stellt das A-Team vor ein Rätsel. Die Bankräuber haben es wohl nicht nur auf Geld abgesehen. Das wird wohl nur ein Vorwand sein um ein weitaus größeres Geheimnis zu vertuschen. Die Sonderermittler um Kerstin Holm werden auf die Jagd nach einer geheimen Formel geführt.



Meine Meinung:

Ich muss mich hier erst einmal entschuldigen. Ich habe das Buch leider nicht zu ende gelesen. Die Geschichte ist mir einfach zu weitgreifend und komplex als das ich mich auf diese Geschichte einlassen kann. Namen über Namen werden dem Leser um die Ohren gehauen und das Einzige was von den Protagonisten bleibt ist eine absolute Oberflächlichkeit. Die Einzigen zwei Figuren die ich mir merken konnte sind das EX-Ehepaar Cilla und Paul Hjelm. Sie ist eine der Geiseln und wird zu einer Schlüsselfigur. Er ist einer der Ermittler.

Durch verschiedenen Blickwinkel der Geschichte soll anscheinend Spannung oder auch Verständnis aufgebaut werden, was aber bei mir einfach nur zu Verwirrung geführt hat. Ich habe erst wieder am Ende eines Kapitels gemerkt um welche Person es sich dreht. Leider hatte ich da schon das Passierte vergessen und langweilte mich.

Ich muss leider sagen, dass ich mich von Seite zu Seite gequält habe. Nach ca. der Hälfte habe ich das Buch zur Seite gelegt, was eigentlich nicht meine Art ist. Dieses Buch zählt leider für mich zu einem der Schlechtesten die ich je gelesen habe.



Mein Fazit:

Langweilig und verwirrend wird versucht eine Geschichte zu erzählen, die ihre 19,90 € leider nicht wert ist.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Fischersfruwe aus Brandenburg an der Havel am 01.05.2009
    Hallo, vielleicht wäre es hilfreich, die ersten sechs Bücher über die A-Gruppe zu lesen (das erste hieß "Mysterioso"), denn dann kennt man die Hauptpersonen schon und jedes weitere Buch wirkt wie …mehr
     (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von hasewue am 21.03.2009 ***** sehr gut
„Totenmesse“ von Arne Dahl ist bereits der siebte Band mit den Ermittlern des A-Teams Kerstin Holm und Paul Hjelm.
Man muss die vorherigen sechs Bände nicht zwingend gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen. Es ist aber sinnvoll, da man in „Totenmesse“ auch viel über das Privatleben der Ermittler erfährt.
Dieses Buch von Arne Dahl ist wieder sehr spannend, nüchtern und fesseln geschrieben.
Durch die verschiedenen Handlungsstränge wird der Leser neugierig gemacht und in der Handlung gefangen genommen. Auch wie Dahl mit der Zeit die Handlungsstränge miteinander verwebt finde ich sehr gelungen. Auch war für mich die Aufklärung wieder sehr überraschend, aber einfach erstklassig gemacht!
Arne Dahl hat für sein neuestes Werk ein brisantes und interessantes Thema gewählt und dieses dem Leser erfolgreich vermittelt. Einfach grandios!

Ich freue mich schon auf seine weiteren Werke!

4 von 5

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