Tote gehen nicht den Eifelsteig - Clasen, Carola

Carola Clasen 

Tote gehen nicht den Eifelsteig

Kriminalroman aus der Eifel

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Tote gehen nicht den Eifelsteig

Eine sportliche Wette führt Dr. Edgar Schramm und Dr. Lutz Winkelmann auf den Eifelsteig, den 313 Kilometer langen Wanderweg durch die Eifel. Als Schramm am dritten Tag in Einruhr eintrifft, lernt er im Hotel die sympathische Helena kennen, die ebenfalls auf dem Eifelsteig unterwegs ist. Sie beschließen, am nächsten Tag eine Etappe gemeinsam zu gehen.
Als Helena am anderen Morgen nicht zum Frühstück erscheint, findet Schramm sie in ihrem Zimmer. Auf den ersten Blick scheint sie zu schlafen. Auf den zweiten ist sie tot. Auf den dritten erstickt.
Eigentlich müsste er das Notwendige in die Wege leiten, aber die Wette sitzt ihm im Nacken, und er verlässt das Hotel, so schnell er kann.
Hauptkommissarin Sonja Senger erholt sich derweil von den Strapazen ihres letztes Einsatzes. Wandern gehört definitiv nicht zu Sonjas Leidenschaften, und dennoch wird ihr nichts anderes übrig bleiben, als sich selbst auf Schusters Rappen zu begeben, als ihr der Fall der Toten aus dem Hotel übertragen wird ..


Produktinformation

  • Verlag: Kbv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 262 S. 180 mm
  • Seitenzahl: 262
  • KBV Taschenbücher Bd.231
  • Best.Nr. des Verlages: 4242-05
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 121mm x 20mm
  • Gewicht: 215g
  • ISBN-13: 9783942446051
  • ISBN-10: 3942446057
  • Best.Nr.: 32458754
Carola Clasen schreibt seit 1998 Kriminalromane, die in der Eifel spielen. Darunter ist auch die Reihe um ihre eigenwillige Kriminalkommissarin Sonja Senger. Auch mit ihren Kurzgeschichten und Lesungen hat Carola Clasen sich einen Namen unter den deutschen Krimiautorinnen gemacht. Sie ist Mitglied im "Syndikat" und lebt und arbeitet in Hürth.

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Kundenbewertungen zu "Tote gehen nicht den Eifelsteig" von "Carola Clasen"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** gut)
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Bewertung von Nilly am 12.07.2011 ***** gut
Dr. Edgar Schramm und Dr. Lutz Winkelmann sind Freunde, aber auch erbitterte Konkurrenten! Beide wollen unbedingt den Posten der ausgeschriebenen Oberarztstelle. Schnell ist eine aberwitzige Idee geboren: wer zuerst den 313 km langen Eifelsteig, ein Wanderweg durch die Eifel, erfolgreich hinter sich gebracht hat, darf die Stelle sein eigen nennen. Der durchtrainierte Edgar ist sich sicher, dass er diese Wette mit links schaffen und endlich seinen verdienten Karrieresprung machen wird. Was er allerdings nicht weiß, er wird auf Schritt und Tritt beobachtet. Edgars Exfreundin Rita lässt ihn keine Sekunde aus den Augen…

Nachdem Edgar die ersten anstrengenden, aber landschaftlich wunderschönen Etappen hinter sich lässt, passiert das Unglaubliche. Eine junge und attraktive Wanderin wollte sich ihm anschließen und ist am nächsten Morgen tot… Jetzt kommt die sympathische und „wander-faule“ Hauptkommissarin Sonja ins Spiel. Durch ihre menschlichen Schwächen und ihrem goldigen Haustier hatte ich schnell einen Draht zu ihr.

Rasant und spannend startet der Eifelkrimi „Tote gehen nicht den Eifelsteig“. Schnell war ich in dem Geschehen gefangen. Die Autorin Carola Clasen hat einen authentischen Schreibstil mit Charme und Pfiff. Besonders die gruseligen Stellen, als Rita mit ihren völlig kranken Gedanken ihr Leben um Edgar kreisen lässt und sich ein Scheinbild zusammen spinnt. Durch die abwechslungsreichen Ich-Erzählungen kommt richtig Schwung in den Krimi. Der Leser bekommt einen intensiven und interessanten Blick in die unterschiedlichen Gedanken der Protagonisten.

Zum Ende hin knickt die ansonsten durchgehende Feinheit leider etwas ab. Ja, ich finde der Lesefluss stockt. Leider kann somit die finale Lösung nicht so richtig mit Esprit und Paukenschlag gelöst werden. Generell gab es für mich keine Überraschungen mehr. Das Cover ist meiner Meinung nach nicht sehr attraktiv gestaltet. Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich viel Spaß mit dem Eifelkrimi. Die Einblicke in die Natur und der locker, leichte Schreibstil machen das Buch zu einem lesenswerten Krimi.

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Bewertung von allegra am 02.07.2011 ***** gut
Auf Schusters Rappen

Die Wanderwette der beiden Konkurrenten Dr. Edgar Schramm und Dr. Lutz Winkelmann führt den Leser durch die zauberhafte Landschaft des Eifelsteigs. Gut gerüstet schreitet Edgar Schramm aus und arbeitet sich mit GPS, Karten und Kamera von Norden nach Süden durch die Etappen vor. Eine Karte vorne im Buch ist sehr hilfreich, bei der Orientierung, weil man sonst die Ortsnamen doch leicht verwechseln würde. Mir hat es auch viel Spaß gemacht, die einzelnen Etappen im Internet nach zu verfolgen.
Gleichzeitig mit den beiden Doktoren tritt eine ehemalige Freundin von Edgar Schramm, Rita Funke ihren Urlaub an. Sie weiß nichts von Edgars Plänen den Eifelsteig zu gehen und will ihn mit einer Kreuzfahrt überraschen, um seine Liebe zurück zu gewinnen. Der Plan läuft schief, mehr möchte ich nicht verraten, sonst ist die Spannung dahin.

Die Ermittlerin Hauptkommissarin Sonja Senger wohnt in einem malerischen Forsthaus, hat eben für sich Tai Chi entdeckt und wird als Ermittlungsleiterin für die Soko Eifelsteig eingesetzt. Sie wird recht ausführlich charakterisiert und man lernt sie und ihre Lebensweise etwas genauer kennen. Die anderen Ermittler bleiben mit Ausnahme des Oberstaatsanwalts Wesseling eher schemenhaft.

Ich fand den Krimi angenehm zu lesen. Die Kapitel sind nicht zu lange und durch wechselnde Perspektiven bleibt die Spannung erhalten. Die Stimmung ist durch Nieselregen, Nebel und den allgegenwärtigen Raben recht düster und unheimlich

Das Umschlagbild zeigt im Vordergrund die strammen Waden eines Wanderers und im Hintergrund die Umrisse einer weiteren Person, die den Wanderer offenbar verfolgt, was sehr gut zu der Geschichte passt. Auf mich macht das Cover allerdings einen etwas verstaubten Eindruck. Ich bin mir nicht sicher, ob man im Buchladen danach greift, außer man sammelt gezielt Eifelkrimis.

Beim Lesen war ich recht lange unsicher, in welche Richtung die Ermittlungen laufen werden. Mir drängte sich ein einziger Verdacht auf und ich war dann doch etwas enttäuscht, dass ich gleich ins Schwarze getroffen habe. Auch die Kommissarin wird von ihrer Intuition regelrecht überfallen und wirkt dann sehr belehrend, was mich etwas gestört hat. Im Showdown fand ich die Reaktionen der Hauptfiguren nicht wirklich überzeugend. Ich war auch etwas verwirrt, wer jetzt mit wem, wie weit mitfährt. Etwas gestört hat mich, dass es sich beim Auto des Dr. Winkelmann einmal um eine Spirfire und einmal um eine Spitfire handelte und auf S. 113 unten kommt es zu einer Namensverwechslung, die eigentlich nicht passieren dürfte.

Fazit
Ich habe mich bei diesem Krimi sehr gut unterhalten gefühlt, ich habe eine neue Landschaft kennen gelernt, von der ich vielleicht einzelne Etappen auch mal erwandern werde. Für Liebhaber von regionalen Krimis vor allem in der Eifel ist „Tote gehen nicht den Eifelsteig“ sicher empfehlenswert.
Ich fand das Buch aber nicht durchgehend sorgfältig genug geschrieben und hätte mir auch etwas weniger Absehbarkeit gewünscht.
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