Tom Waits - Hoskyns, Barney
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Barney Hoskyns 

Tom Waits

Ein Leben am Straßenrand

Aus d. Engl. v. Stephan Glietsch
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Produktbeschreibung zu Tom Waits

"Die wichtigste und gelungenste Künstlerbiografie, die ich je gelesen habe. Absolut herausragend!" -- Danny Baker, BBC

"Hoskyns Buch operiert mit dem Besteck eines Neuro-Chirurgen: fein, vorsichtig, Fasern freilegend." -- Süddeutsche Zeitung

"Journalist Barney Hoskyns lässt in seiner Biografie über Tom Waits Personen und Orte, die das Leben des Musiker ausmachten, lebendig werden." -- ARD, Morgenmagazin

Tom's Wild Years"Endlich ist sie da, die erste umfassende Biografie über Tom Waits, der seit 40 Jahren die kulturelle Landschaft wie kein Zweiter prägt. Er ist eine der einflussreichsten und charismatischsten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. Als Musiker, Schauspieler und Theaterregisseur feiert er sensationelle Erfolge, ohne sich je gängigen Trends anzupassen. Bruce Springsteen, Rod Stewart, Johnny Cash oder die Eagles coverten seine Songs; mit Filmrollen in "Down By Law" oder "Short Cuts" machte er sich auf der Leinwand unsterblich."Er war schon immer etwas anders als die anderen. Während die meisten Jugendlichen in den sechziger Jahren zu den Beatles tanzten, groovte der kleine Waits zu Bing Crosby und Louis Armstrong. Seine Helden hießen Jack Kerouac oder William S. Burroughs, mit dem er später auch zusammenarbeiten sollte. War er anfangs für sein "Whiskey & Zigaretten"- Image und die traurigen Lieder über Außenseiter berühmt, so wurden er und seine Musik im Laufe der Jahre immer wilder und exzentrischer. Alben wie "Swordfishtrombones" oder "Rain Dogs" zählen heute zu den wegweisenden Werken der Rockmusik. Als Schauspieler hinterließ er in mehreren Filmen von Regisseur Jim Jarmusch, aber auch in "Cotton Club" oder "Rumble Fish" bleibenden Eindruck. Mit-Frank's Wild Years und diversen Bühnenstücken gelang ihm auch am Theater der Durchbruch. Jetzt geht der Musikjournalist Barney Hoskyns dem Phänomen und Mythos Tom Waits auf den Grund. In seiner akribisch recherchierten Biografie lässt er unter anderem Weggefährten und Freunde wie Keith Richards, Francis Ford Coppola, Bette Midler, Jack Nicholson oder Frank Zappa zu Wort kommen.
Pünktlich zum 60. Geburtstag am 7. Dezember 2009.

Produktinformation


  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 701 S. m. 70 Abb.
  • Seitenzahl: 701
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 135mm
  • Gewicht: 817g
  • ISBN-13: 9783453266339
  • ISBN-10: 3453266331
  • Best.Nr.: 26321357

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Nach der Lektüre dieser 700-seitigen Tom-Waits-Biografie ist Stefan Hentz, wie er schreibt, gleich zum Plattenspieler durchgestartet, um alte Waits-Alben hervorzuziehen. Denn mit großer Liebe für Detail werde hier die Geschichte des Lehrerkindes Thomas Allen Waits erzählt, wenn auch ohne dessen Unterstützung. So musste sich Barney Hoskyns seine Informationen im Wesentlichen aus Zeitungsartikeln, Interviews und vor allem aus vielen, vielen Songs ziehen, die Waits im Laufe seines Lebens geschrieben habe. Zwar bleiben spektakuläre Enthüllungen, wie man liest, aus. Auch kommt der Biograf dem Gegenstand seines Interesses wohl nicht wirklich nahe und kann auch manch Widersprüchliches an Mensch oder biografischem Material nicht aufklären. Der Kritiker hat das Buch trotzdem gern gelesen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2009

Der Hobo trinkt nicht mehr
Straßenrand und Große Oper: Barney Hoskyns’ 700-Seiten-Biographie über Tom Waits
Wenn man den jungen Tom Waits, Youtube sei Dank, heute in seinen ersten Fernseh-Interviews sieht, dann besticht die schon früh ausgebildete Perfektion seiner Unangepasstheit. Waits ist Ende der siebziger Jahre bereits leidlich erfolgreich, und das nicht nur, weil er mit einer unverwechselbaren Stimme ausgestattet ist. Er ist es auch deswegen, weil er das Gegenteil des Hitparaden-Mainstreams verkörpert. Waits zelebriert seinen Nonkonformismus und kokettiert damit, ein kettenrauchender Boozer zu sein. Ein Pegeltrinker, der kühn von sich behauptet, kein Problem mit dem Alkohol zu haben, solange genug davon da ist. Entsprechend inszeniert er sich mit der umwölkten Nonchalance des Gewohnheitstrinkers: Die Syntax seiner Sätze folgt der Logik des Rausches, man notiert den nicht fokussierenden Blick, die rudernden Gesten und eine beschwipste Hemmungslosigkeit im Umgang mit seinen Interviewpartnern.
So erklärt Waits 1976, dass er sich weder als Poet noch als Sänger verstehe, sondern vielmehr als Prediger, der ab und zu auf einer Kneipentoilette erwache. …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.12.2009

In der Gammler-Gastrolle seines Lebens

Mit ihm ist schwer ins Gespräch zu kommen, aber wenn er seinen kratzigen Verlierer-Blues anstimmt, dann geht uns das Herz auf: Eine Biographie nähert sich dem rätselhaften Tom Waits.

Bei Tom Waits findet man noch in den übelsten Geschichten Erlösung durch Lachen: "Never drive a car when you're dead." Gelegentlich hat es aber auch andere Wirkung, etwa bei dem frühen Stück "Christmas Card from a Hooker in Minneapolis", das Waits seinerzeit oft eingerahmt von einem trunkenen "Silent Night, Holy Night" zum Besten gab. Der Weihnachtsgruß dieses Strichmädchens beginnt hoffnungsvoll, endet aber mit dem Eingeständnis, dass alles zuvor Erzählte erfunden war - von wegen Ehemann, von wegen Geld. Unmittelbar nachdem die Dame die Finanzen erwähnt, folgt jenes herrliche "By the way, Charlie . . .", welches ihr Schreiben in neues Licht rückt.

Wie kaum ein anderer Lieddichter hat Tom Waits Menschen auf der Verliererstraße porträtiert oder sich selbst dazu stilisiert, und zwar so erfolgreich, dass viele geneigt waren, die Pose für wahr zu nehmen. Man könnte das, mit Bezug auf sein legendäres Dauerlogis im …

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Der britische Journalist Barney Hoskyns arbeitete von Los Angeles aus für New Musical Express, Melody Maker, GQ, Harpers Bazaar, Spin und viele andere. Er war Redakteur beim renommierten Musikmagazin Mojo und schrieb Bücher über Country-Soul, The Band und Montgomery Clift.

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Tom Waits

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Ein Leben am Straßenrand

Aus d. Engl. v. Stephan Glietsch

  • Einband: Gebunden
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  • Alle Preise inkl. MwSt.
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Produktinformation
  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 701 S. m. 70 Abb.
  • Seitenzahl: 701
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 135mm
  • Gewicht: 817g
  • ISBN-13: 9783453266339
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Leseprobe zu "Tom Waits"

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Produktbeschreibung zu "Tom Waits"

Kurzbeschreibung

"Die wichtigste und gelungenste Künstlerbiografie, die ich je gelesen habe. Absolut herausragend!" -- Danny Baker, BBC

"Hoskyns Buch operiert mit dem Besteck eines Neuro-Chirurgen: fein, vorsichtig, Fasern freilegend." -- Süddeutsche Zeitung

"Journalist Barney Hoskyns lässt in seiner Biografie über Tom Waits Personen und Orte, die das Leben des Musiker ausmachten, lebendig werden." -- ARD, Morgenmagazin

Beschreibung

Tom's Wild Years"Endlich ist sie da, die erste umfassende Biografie über Tom Waits, der seit 40 Jahren die kulturelle Landschaft wie kein Zweiter prägt. Er ist eine der einflussreichsten und charismatischsten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. Als Musiker, Schauspieler und Theaterregisseur feiert er sensationelle Erfolge, ohne sich je gängigen Trends anzupassen. Bruce Springsteen, Rod Stewart, Johnny Cash oder die Eagles coverten seine Songs; mit Filmrollen in "Down By Law" oder "Short Cuts" machte er sich auf der Leinwand unsterblich."Er war schon immer etwas anders als die anderen. Während die meisten Jugendlichen in den sechziger Jahren zu den Beatles tanzten, groovte der kleine Waits zu Bing Crosby und Louis Armstrong. Seine Helden hießen Jack Kerouac oder William S. Burroughs, mit dem er später auch zusammenarbeiten sollte. War er anfangs für sein "Whiskey & Zigaretten"- Image und die traurigen Lieder über Außenseiter berühmt, so wurden er und seine Musik im Laufe der Jahre immer wilder und exzentrischer. Alben wie "Swordfishtrombones" oder "Rain Dogs" zählen heute zu den wegweisenden Werken der Rockmusik. Als Schauspieler hinterließ er in mehreren Filmen von Regisseur Jim Jarmusch, aber auch in "Cotton Club" oder "Rumble Fish" bleibenden Eindruck. Mit-Frank's Wild Years und diversen Bühnenstücken gelang ihm auch am Theater der Durchbruch. Jetzt geht der Musikjournalist Barney Hoskyns dem Phänomen und Mythos Tom Waits auf den Grund. In seiner akribisch recherchierten Biografie lässt er unter anderem Weggefährten und Freunde wie Keith Richards, Francis Ford Coppola, Bette Midler, Jack Nicholson oder Frank Zappa zu Wort kommen.
Pünktlich zum 60. Geburtstag am 7. Dezember 2009.

Leseprobe zu "Tom Waits" von Barney Hoskyns

Nur eines ist schlimmer, als missverstanden zu werden "Mein Blick auf mich selbst, wie auch auf alles andere, fußt auf meinem Glauben an das Mysterium der Dinge. Ich mag es, mich verblüffen zu lassen und meine ganz eigenen, fehlerhaften Schlüsse zu ziehen."

(Tom Waits zu Mark Rowland, Musician, Oktober 1987) Ich nehme an, die Frau war eine dieser jüdisch-amerikanischen Prinzessinnen. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie häufig sie einem in ihren Flitterwochen die kalte Schulter präsentierte.

Der Blick, den sie mir zuwarf, als sie kehrtmachte und wieder auf mich zumarschierte, enthielt allerdings eindeutig etwas Frostiges. Okay, es war nicht direkt frostig; eher panisch: die blanke Angst. Denn sie hatte soeben durchblicken lassen, dass Tom Waits der Anfrage des Coachella-Festivals, den Headliner zu spielen, eine Absage erteilt hatte. Doch während sie auf dem Weg zur Tür war, dämmerte ihr, was sie soeben getan hatte.

"Hey", sagte sie mit kaum zu verhehlender Besorgnis in der Stimme, als sie umdrehte und eine feuchte Handfläche auf meinen Unterarm legte. "Bring mich wegen dieser Coachella-Geschichte bitte nicht in Schwierigkeiten, ja?"

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07.12.2009

In der Gammler-Gastrolle seines Lebens

Mit ihm ist schwer ins Gespräch zu kommen, aber wenn er seinen kratzigen Verlierer-Blues anstimmt, dann geht uns das Herz auf: Eine Biographie nähert sich dem rätselhaften Tom Waits.

Bei Tom Waits findet man noch in den übelsten Geschichten Erlösung durch Lachen: "Never drive a car when you're dead." Gelegentlich hat es aber auch andere Wirkung, etwa bei dem frühen Stück "Christmas Card from a Hooker in Minneapolis", das Waits seinerzeit oft eingerahmt von einem trunkenen "Silent Night, Holy Night" zum Besten gab. Der Weihnachtsgruß dieses Strichmädchens beginnt hoffnungsvoll, endet aber mit dem Eingeständnis, dass alles zuvor Erzählte erfunden war - von wegen Ehemann, von wegen Geld. Unmittelbar nachdem die Dame die Finanzen erwähnt, folgt jenes herrliche "By the way, Charlie . . .", welches ihr Schreiben in neues Licht rückt.

Wie kaum ein anderer Lieddichter hat Tom Waits Menschen auf der Verliererstraße porträtiert oder sich selbst dazu stilisiert, und zwar so erfolgreich, dass viele geneigt waren, die Pose für wahr zu nehmen. Man könnte das, mit Bezug auf sein legendäres Dauerlogis im …

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27.11.2009

Der Hobo trinkt nicht mehr
Straßenrand und Große Oper: Barney Hoskyns’ 700-Seiten-Biographie über Tom Waits
Wenn man den jungen Tom Waits, Youtube sei Dank, heute in seinen ersten Fernseh-Interviews sieht, dann besticht die schon früh ausgebildete Perfektion seiner Unangepasstheit. Waits ist Ende der siebziger Jahre bereits leidlich erfolgreich, und das nicht nur, weil er mit einer unverwechselbaren Stimme ausgestattet ist. Er ist es auch deswegen, weil er das Gegenteil des Hitparaden-Mainstreams verkörpert. Waits zelebriert seinen Nonkonformismus und kokettiert damit, ein kettenrauchender Boozer zu sein. Ein Pegeltrinker, der kühn von sich behauptet, kein Problem mit dem Alkohol zu haben, solange genug davon da ist. Entsprechend inszeniert er sich mit der umwölkten Nonchalance des Gewohnheitstrinkers: Die Syntax seiner Sätze folgt der Logik des Rausches, man notiert den nicht fokussierenden Blick, die rudernden Gesten und eine beschwipste Hemmungslosigkeit im Umgang mit seinen Interviewpartnern.
So erklärt Waits 1976, dass er sich weder als Poet noch als Sänger verstehe, sondern vielmehr als Prediger, der ab und zu auf einer Kneipentoilette …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

22.04.2010

Nach der Lektüre dieser 700-seitigen Tom-Waits-Biografie ist Stefan Hentz, wie er schreibt, gleich zum Plattenspieler durchgestartet, um alte Waits-Alben hervorzuziehen. Denn mit großer Liebe für Detail werde hier die Geschichte des Lehrerkindes Thomas Allen Waits erzählt, wenn auch ohne dessen Unterstützung. So musste sich Barney Hoskyns seine Informationen im Wesentlichen aus Zeitungsartikeln, Interviews und vor allem aus vielen, vielen Songs ziehen, die Waits im Laufe seines Lebens geschrieben habe. Zwar bleiben spektakuläre Enthüllungen, wie man liest, aus. Auch kommt der Biograf dem Gegenstand seines Interesses wohl nicht wirklich nahe und kann auch manch Widersprüchliches an Mensch oder biografischem Material nicht aufklären. Der Kritiker hat das Buch trotzdem gern gelesen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Barney Hoskyns"

Der britische Journalist Barney Hoskyns arbeitete von Los Angeles aus für New Musical Express, Melody Maker, GQ, Harpers Bazaar, Spin und viele andere. Er war Redakteur beim renommierten Musikmagazin Mojo und schrieb Bücher über Country-Soul, The Band und Montgomery Clift.

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