Toleranz und Gewalt - Angenendt, Arnold

Toleranz und Gewalt

Das Christentum zwischen Bibel und Schwert

Arnold Angenendt 

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Toleranz und Gewalt

Der international renommierte Kirchenhistoriker Arnold Angenendt behandelt in seinem neuen Buch die heute gängigen Anklagen gegen das Christentum. Die Liste der aufgerechneten "Todsünden" ist lang: Leib- und Geschlechterfeindlichkeit, Erzeugung falscher Schuldgefühle, Anspruch auf alleinseligmachende Wahrheit und damit Intoleranz, Absegnung der Kreuzritter als Beihilfe am Tod unschuldiger Moslems, die Inquisition mit Folterung und Verbrennung der Ketzer wie der Hexen, die Mission als Kolonialkrieg bei Ausrottung ganzer Volksstämme, Antijudaismus als Wegbereiter des Holocaust. Eine "Blutspur" von neun Millionen Opfern habe das Christentum in der Geschichte hinterlassen. In Summe sei es eine altgewordene Weltreligion, die am besten abdanke.
Auf breiter Faktenlage fußend legt Angenendt souverän dar, was die religions-, kultur- und allgemeingeschichtlichen Forschungen zu diesen Anklagen in den letzten zwanzig Jahren erbracht haben. Die Ergebnisse sind frappierend.


Produktinformation

  • Verlag: Aschendorff Verlag
  • 2012
  • 5., aktualis. Aufl., Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: , Nachdr. 2012. 799 S.
  • Seitenzahl: 799
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 157mm x 50mm
  • Gewicht: 1310g
  • ISBN-13: 9783402002155
  • ISBN-10: 3402002159
  • Best.Nr.: 14749993
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.12.2006

Der zornige Gott
Arnold Angenendt prüft das Christentum auf dessen Toleranz

"Allmächtiger Gott, du hast den Menschen in seiner Würde wunderbar erschaffen und noch wunderbarer wiederhergestellt", so beginnt das Tagesgebet zum ersten Weihnachtsfeiertag. Gekleidet in den Lobpreis Gottes, betreibt dieser uralte, auf Leo den Großen zurückgehende Text eine religionsgeschichtlich einmalige Erhöhung des Menschen. Geschaffen nach dem Bild Gottes und erneuert durch Christi Erlösung, kommt ihm eine quasigöttliche Würde zu.

Aus diesem Befund wurden, wie der Kirchenhistoriker Arnold Angenendt zeigt, in Spätantike und Mittelalter weitreichende Folgerungen gezogen. Wegen der Gottebenbildlichkeit verurteilten die Kirchenväter die Sklaverei und frühmittelalterliche Bußbücher den Mord. Der 1241 gestorbene Papst Gregor IX. berief sich zur Begründung seiner Forderung nach Gerechtigkeit für die Juden darauf, daß sie "das Bild des Erlösers besitzen und vom Schöpfer des Alls geschaffen sind". Francisco de Vitoria, einer der bedeutendsten Vertreter der spanischen Spätscholastik, erweiterte dieses Argument drei Jahrhunderte später auf die Indios …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

" Arnold Angenendts Buch über "Toleranz und Gewalt" im Christentum hat Rezensent Michael Pawlik rundum überzeugt. Das Buch zeigt für ihn die einmaligen Möglichkeiten auf, die das Christentum für die Begründung von Toleranz und Menschenwürde bietet. Vor allem die Auffassung einer verhängnisvollen Neigung des Christentums zu Intoleranz und Gewalt sieht Pawlik damit widerlegt, aber auch die seit dem 19. Jahrhundert unkritisch verbreitete Assoziation von Fortschritt mit Aufklärung und Französischer Revolution. So lege Angenendt dar, wie die Christianisierung die primitiven Stammesreligionen der Germanen zur Hochreligion transportierte und auf diese Weise Europa in die Kulturentwicklung der Menschheit integrierte. Pawlik bescheinigt dem Autor, die Kehrseite dieses Prozesses, den christlichen Terror von Inquisition und Ketzertötungen, Schwertmission und Kreuzzügen keineswegs zu verschweigen. Das Verdienst dieses Buchs sieht er aber darin, mit "großer Gelehrsamkeit" und "Darstellungskunst" an die andere Seite zu erinnern.

© Perlentaucher Medien GmbH"
Arnold Angenendt, geb. 1934., Theologe und Kirchenhistoriker, em. Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Münster, Mitglied der Akademie der Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen.

Leseprobe zu "Toleranz und Gewalt"

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