Detective Constable Alisha Barba traut ihren Ohren nicht: Beim
Ehemaligen-Treffen ihrer Schule in London fleht ihre hochschwangere
Freundin Cate, zu der sie jahrelang keinen Kontakt mehr hatte,
Alisha an, ihr zu helfen: Jemand sei hinter ihrem ungeborenen Baby
her, erklärt Cate. Wenige Stunden später wird sie mit ihrem Ehemann
Felix von einem PKW überfahren. Das Paar erliegt seinen
Verletzungen noch in derselben Nacht. Die Polizei hakt das Ereignis
als Unfall ab, doch Alisha weigert sich, daran zu glauben - zumal
sich herausstellt, dass Cate ihre Schwangerschaft nur vorgetäuscht
hatte. Alisha ermittelt auf eigene Faust im Milieu zwielichtiger
Adoptionsagenturen, und ehe sie es sich versieht, gerät sie in ein
Dickicht aus Sex und Gewalt.
'Atemberaubend, bewegend, ja herzzerreißend.' Val
McDermid
'Ein ausgezeichneter Thriller: intelligent und meisterhaft
erzählt.' Los Angeles Times
'Robotham hat mit 'Todeskampf' einen ganz besonderen
Thriller geschrieben, der das Zeug zum Klassiker hat.' Sunday
Express
'Atemberaubend, bewegend, ja herzzerreißend.' Val McDermid
'Ein ausgezeichneter Thriller: intelligent und meisterhaft
erzählt.' -- Los Angeles Times
'Robotham hat mit 'Todeskampf' einen ganz besonderen
Thriller geschrieben, der das Zeug zum Klassiker hat.' --
Sunday Express
"Hoffentlich hat Robotham noch viele weitere Bücher dieses Kalibers in petto." Publishers Weekly<br/><br/>"Im heimatlichen United Kingdom gilt Michael Robotham als neuer Thrillerstar. Zu Recht." Tobias Gohlis, DIE ZEIT<br/><br/>"Atemberaubend, bewegend, ja herzzerreißend." Val McDermid<br/><br/>"Ein ausgezeichneter Thriller: intelligent und meisterhaft erzählt." Los Angeles Times<br/><br/>"Robotham hat mit 'Todeskampf' einen ganz besonderen Thriller geschrieben, der das Zeug zum Klassiker hat." Sunday Express<br/><br/>"Im heimatlichen United Kingdom gilt Michael Robotham als neuer Thrillerstar. Zu Recht." Tobias Gohlis, DIE ZEIT<br/><br/>"Atemberaubend!" Daily Mirror<br/><br/>"Robotham zeigt meisterlich, was einen guten Thriller ausmacht: Tempo, Spannung und Täuschungsmanöver - und er ist ein hervorragender Stilist." Sunday Telegraph, Sydney
"Robotham hat mit ,Todeskampf' einen ganz besonderen Thriller geschrieben, der das Zeug zum Klassiker hat."
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.
Leseprobe zu "Todeskampf - Band 2"
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Leseprobe zu "Todeskampf - Band 2" von Michael Robotham
Leseprobe zu "Todeskampf - Band 2" von Michael Robotham
Es war Graham Greene, der einmal bemerkt hat, dass eine Geschichte weder Anfang noch Ende habe. Der Autor wähle einfach willkürlich den Moment aus, von dem aus er entweder nach vorn oder zurück blickt. Dieser Augenblick ist jetzt - ein Oktobermorgen -, als das metallische Geräusch einer Briefkastenklappe die Post ankündigt.
Auf der Matte vor meiner Wohnungstür liegt ein Umschlag, darin eine kleine, steife Briefkarte, die nichts und alles sagt.
Liebe Ali, ich habe Probleme. Ich muss dich sprechen. Bitte komm zum Ehemaligentreffen. Alles Liebe Cate.
Sechzehn Wörter. Lang genug für einen Abschiedsbrief. Kurz genug für das Ende einer Affäre. Ich weiß nicht, warum Cate mir jetzt geschrieben hat. Sie hasst mich. Das hat sie mir erklärt, als wir das letzte Mal miteinander gesprochen haben, vor acht Jahren. Vergangenheit. Bei ausreichender Bedenkzeit könnte ich Monat, Tag und Stunde benennen, aber diese Details sind unwichtig.
Das Jahr reicht völlig - 1998. Es hätte der Sommer sein sollen, in dem wir unser Examen machten; der Sommer, in dem wir als Rucksacktouristen durch Europa reisten; der Sommer, in dem ich meine Unschuld an Brian Rusconi und nicht an Cates Vater verlor.
Stattdessen war es der Sommer, in dem sie fortging und ich zu Hause auszog - ein Sommer, der nicht groß genug war für alles, was damals geschah.
Jetzt will sie mich wiedersehen. Manchmal spürt man den Moment, wenn eine Geschichte anfängt.
An dem Tag, an dem man mich auffordert, den Kalender neu zu justieren, werde ich im Januar und Februar jeweils eine Woche wegnehmen und sie dem Oktober hinzufügen, der es verdient hat, mindestens vierzig Tage lang zu dauern.
Ich liebe diese Jahreszeit. Die Touristen sind schon lange wieder verschwunden und die Kinder zurück in der Schule. Im Fernsehen laufen nicht ständig Wiederholungen, und ich kann wieder unter einem Federbett schlafen. Vor allem jedoch liebe ich das Funkeln in der Luft ohne die Pollen der Platanen, sodass ich Atem holen und unbeschwert laufen kann.
Ich laufe jeden Morgen - drei Runden um den Victoria Park in Bethnal Green, jede gut eineinhalb Kilometer lang. Gerade komme ich an der Durward Street in Whitechapel vorbei. Jack-the-Ripper-Territorium. Das Opfer, an das ich mich am besten erinnern kann, war Mary Kelly. Sie ist an meinem Geburtstag gestorben, dem 9. November.
Die Leute vergessen, wie klein das Areal war, in dem sich Jack bewegt hat. Spitalfields, Shoreditch und Whitechapel machen kaum zweieinhalb Quadratkilometer aus, aber 1880 waren mehr als eine Million Menschen in Slums ohne Wasserversorgung und Kanalisation gepfercht. Heute ist die Gegend immer noch übervölkert und arm, aber nur im Vergleich mit Ecken wie Hampstead, Chiswick oder Holland Park. Armut ist ein relativer Zustand in einem reichen Land voller wohlhabender Menschen, die armselig herumjammern.
Es ist sieben Jahre her, seit ich zum letzten Mal an einem Rennlauf teilgenommen habe, an einem Septemberabend unter Flutlicht in Birmingham. Ich wollte zur Olympiade nach Sydney, aber nur zwei von uns sollten es schaffen. Vier Hundertstelsekunden trennen die Siegerin von der Fünften; ein halber Meter, ein Herzschlag, ein gebrochenes Herz.
Inzwischen laufe ich nicht mehr, um zu gewinnen. Ich laufe, weil ich es kann und weil ich schnell bin. So schnell, dass mein Blickfeld an den Rändern verschwimmt. Deswegen bin ich jetzt hier und sause über den Boden, während Schweiß zwischen meinen Brüsten hinabrinnt und mein T-Shirt an meinem Bauch klebt.
Beim Laufen werden meine Gedanken klarer. Ich denke meistens an meine Arbeit und stelle mir vor, dass mir jemand meinen alten Job wieder anbietet.
Vor einem Jahr war ich daran beteiligt, eine Entführung aufzuklären und ein vermisstes Mädchen wiederzufinden. Einer der Entführer hat mich auf eine Mauer geworfen und meine Wirbelsäule zertrümmert. Nach sechs Operationen und neun Monaten Physiotherapie bin ich wieder fit und habe mehr Stahl im Rückgrat als Englands Viererabwehrkette. Bei der Metropolitan Police weiß leider offenbar niemand, was er mit mir anfangen soll. Dort hält man mich für ein wackeliges Rädchen in der Maschinerie.
Auf einem Spielplatz fällt mir ein Mann auf, der auf einer Bank sitzt und Zeitung liest. Kein Kind klettert auf dem Klettergerüst hinter ihm, und die anderen Bänke stehen in der Sonne. Warum hat er den Schatten gewählt?
Er ist Mitte dreißig, trägt Hemd und Krawatte und hebt den Blick nicht, als ich vorbeilaufe. Er löst ein Kreuzworträtsel. Was für ein Mann löst morgens um diese Uhrzeit Kreuzworträtsel im Park? Ein Mann, der nicht schlafen kann. Ein Mann, der wartet.
Bis vor einem Jahr habe ich meinen Lebensunterhalt damit bestritten, auf andere Leute aufzupassen. Ich habe Diplomaten und zu Besuch weilende Staatsoberhäupter bewacht, deren Frauen bei Einkaufstouren zu Harrod's gefahren und ihre Kinder zur Schule gebracht. Es ist wahrscheinlich der langweiligste Job bei der Metropolitan Police, aber ich habe meine Sache gut gemacht. Während meiner fünf Jahre beim Personenschutz für das Diplomatische Korps habe ich keinen einzigen unüberlegten Schuss abgegeben oder auch nur einen Frisörtermin verpasst. Ich war wie einer dieser Soldaten, die in Raketensilos hocken und beten, dass das Telefon nie klingelt.
Auf meiner zweiten Runde um den Park sitzt er immer noch da. Er hat seine Wildlederjacke in den Schoß gelegt. Er hat Sommersprossen und glatte braune Haare, die zu einem Seitenscheitel nach links gekämmt sind, neben sich eine lederne Aktentasche.
Eine Böe reißt ihm die Zeitung aus der Hand. Mit drei Schritten bin ich als Erste da. Die Zeitung wickelt sich um meine Knöchel.
Eine Sekunde lang möchte er sich zurückziehen, als wäre er zu nah an einen Abgrund geraten. Seine Sommersprossen lassen ihn noch jünger wirken. Er meidet direkten Blickkontakt, zieht die Schultern hoch und bedankt sich schüchtern. Die Titelseite ist immer noch um meinen Knöchel geschlagen. Einen Moment lang bin ich versucht, mich ein wenig zu amüsieren. Ich könnte einen Witz darüber machen, dass ich mir vorkomme wie Fish and Chips vom Tag zuvor.
Eine Brise kühlt meinen Nacken. "Tut mir leid, ich bin ziemlich verschwitzt."
Er fasst sich nervös an die Nase, nickt und fasst sich noch einmal an die Nase.
"Laufen Sie jeden Tag?", fragt er plötzlich.
"Ich versuche es jedenfalls."
"Wie weit?"
Leseprobe zu "Todeskampf - Band 2" von Michael Robotham
12 (S. 364-365)
Die Säuglingsintensivstation des Queen Charlotte’s Hospital liegt im dritten Stock über den Kreißsälen und der Entbindungsstation. Bei schwacher Beleuchtung, leisen Schritten und dem Summen der Maschinen stehen dort fünfzehn Brutkästen mit hoher Kuppel. Die Stationsschwester geht zwei Schritte vor mir, Dave zwei Schritte hinter mir. Wir haben uns die Hände mit einem Desinfektionsmittel gewaschen und unsere Handys ausgeschaltet. Ich werfe einen Blick in das erste Bettchen, an dem wir vorbeikommen. Bis auf eine rosafarbene Decke und einen Teddy in der Ecke scheint es leer zu sein.
Dann sehe ich einen Arm, nicht dicker als ein Füller, der unter der Decke hervorragt, sowie winzige Finger, die sich zusammenkrallen und wieder lösen. Die Augen bleiben geschlossen. Schläuche führen in eine winzige Nase und pressen in rascher Folge Luft in noch nicht voll entwickelte Lungen. Die Stationsschwester bleibt stehen und wartet. Vielleicht tun die Leute das hier oft – stehen bleiben, starren und beten. Erst jetzt bemerke ich die durch das Glas verzerrten Gesichter auf der anderen Seite des Brutkastens. Ich blicke mich um. Im Halbdunkel sitzen weitere Eltern, starrend, wartend, flüsternd. Ich frage mich, was sie zueinander sagen.
Blicken sie in die anderen Bettchen und fragen sich, ob jenes Baby kräftiger, kränker oder noch früher geboren ist? Es können unmöglich alle Neugeborenen überleben. Beten ihre Eltern deshalb heimlich: »Rette meins! Rette meins!«? Wir haben das andere Ende der Intensivstation erreicht. Die Stühle neben dem Bettchen sind leer. Eine Krankenschwester sitzt auf einem Hocker vor einem Bildschirm und kontrolliert die Geräte, die das Baby überwachen. Auf einem schlichten weißen Laken liegt ein Mädchen, das nur eine Windel trägt. Sie ist kleiner, als ich sie in Erinnerung habe, aber immer noch doppelt so groß wie einige der anderen Neugeborenen auf der Intensivstation. Kleine Elektroden auf ihrer Brust messen ihren Herzschlag und ihre Atmung.
»Claudia wurde gestern Nacht zu uns gebracht«, erklärt die Stationsschwester. »Sie hat eine schwere Lungenentzündung. Wir geben ihr Antibiotika und ernähren sie intravenös. Das Gerät an ihrem Bein ist ein Blutgasmonitor, der ihre Haut durchleuchtet, um den Sauerstoffgehalt im Blut festzustellen.« »Wird sie durchkommen?« Die Stationsschwester zögert kurz, um ihre Worte mit Bedacht zu wählen, lange genug, um mich in Panik zu versetzen. »Ihr Zustand ist stabil. Die nächsten vierundzwanzig Stunden sind entscheidend.« »Sie haben sie Claudia genannt.« »Das ist der Name, den man uns genannt hat.«
»Wer hat Ihnen das gesagt?« »Die Frau, die mit ihr im Krankenwagen gekommen ist.« »Ich muss das Anmeldeformular sehen.« »Selbstverständlich. Wenn Sie mit ins Büro kommen wollen, drucke ich Ihnen eine Kopie aus.« Dave starrt durch das Glas. Ich kann beinahe sehen, wie er die Lippen bewegt und im Rhythmus mit dem Baby atmet. Claudia hat ihn in seinen Bann gezogen, obwohl sie die Augen im Schlaf fest geschlossen hat. »Was dagegen, wenn ich noch eine Weile bleibe?«, fragt er ebenso sehr mich wie die Stationsschwester. Am Bett jedes anderen Patienten auf der Station sitzt irgendjemand. Nur Claudia ist allein. Das findet er nicht richtig. Ich folge der Stationsschwester zurück über die Station in ihr Büro.
4 Marktplatz-Angebote für "Todeskampf - Band 2" ab EUR 3,89
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