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'Tiere sehen dich an'
Essays, Reden
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Wallstein
- 2002
- Ausstattung/Bilder: 2002. 331 S.
- Seitenzahl: 331
- Schriften in Einzelausgaben
- Deutsch
- Abmessung: 198mm x 128mm x 30mm
- Gewicht: 430g
- ISBN-13: 9783892445166
- ISBN-10: 3892445168
- Best.Nr.: 10262978
Produktbeschreibung zu "'Tiere sehen dich an'"
Kurzbeschreibung
In vier Essays, allen voran dem Großessay "Tiere sehen dich an", setzt sich Hans Wollschläger mit dem Verhältnis des Menschen zu seinen 'Mitgeschöpfen', wie sie das Tierschutzgesetz der Bundesrepublik weihevoll nennt, auseinander. Dabei bilden seine entlarvenden Kommentierungen des Tierschutzgesetzes nur den Rahmen für die Entwicklung einer verallgemeinerten radikal-pessimistischen Weltsicht: Die Quälerei der Tiere in Wissenschaft und Wirtschaft wird aus Sicht der Psycholanalyse zum Muster eines universellen Zerstörungszusammenhangs der Menschheit.
Beschreibung
08.01.2003
Tritt vor den Spiegel und öffne Dein Gebiss
So gut geahnt und so schlecht gesprochen: Hans Wollschlägers berühmter Essay für die Tiere ist von tragischer Unzulänglichkeit
Es ist immer schmerzlich, eine gute Sache schlecht vertreten zu finden. Und so bedeutet der Band „Tiere sehen dich an” von Hans Wollschläger eine schmerzliche Lektüre, nicht obwohl, sondern weil er recht hat. Er will die Tiere in Schutz nehmen gegen alles, was Menschen ihnen antun, gegen die Tierversuche der Forschung, gegen die grauenhaften Zustände der Massenviehhaltung, gegen die Hölle der Schlachthäuser. Wer hier seine Aufgabe sieht, und als Einzelner gar, der tut gut daran, viel Kraft mitzubringen und sie sorgsam einzuteilen, um seinem Entsetzen Gestalt und seiner Empörung Wirksamkeit zu verleihen. An beidem jedoch, an der Kraft und ihrer Ökonomie, aber fehlt es Wollschläger.
„,Tiere sehen dich an‘ oder das Potential Mengele” ist ein langer Essay, den er schon einmal vor fünfzehn Jahren publiziert hat und den nun, zusammen mit einigen kleineren Stücken ähnlichen Inhalts, der Wallstein-Verlag neu herausgibt. Klarheit wäre die erste Forderung gewesen, die …
22.06.2002
Dies ist der erste Band einer geplanten
"Einzelwerkausgabe" der Schriften von Hans Wollschläger.
Das Pamphlet nimmt die Situation des Tierschutzes sehr konkret in
den Blick - nämlich als Kommentar zum deutschen Tierschutzgesetz -,
aber auch in größter Allgemeinheit, auf den kultur- und
menschheitspessimistischen Spuren Schopenhauers und Freuds. Die
Welt erscheint Wollschläger nur mehr als "große
Schlachtbank", die Analysen des Autors sind, so der Rezensent
(Kürzel rox.) nicht originell, aber ganz und gar
"gnadenlos". Wie sehr er sie teilt, verrät der Rezensent
nicht, des Verfassers "Sprachmächtigkeit" und
"kulturhistorisches Wissen" hebt er jedoch hervor.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Hans Wollschläger gehört zu den renommiertesten deutschen
Arbeitern im Dienst der Literatur. Mit seinen Übersetzungen der
Werke von James Joyce und Edgar Ellen Poe sind Generationen groß
geworden. Als Tierschützer hat er sich gelegentlich, doch bislang
nie an vorderster Front hervorgetan. (...). In seinen mit Verve und
der Wut der Verzweiflung verfassten Streitschriften für das Tier
als Mitgeschöpf und gegen das Tier als Nutzsache stürzt sich
Wollschläger in eine Schlacht gegen den »kollektiven Sadismus«, die
so aussichtslos scheint wie der Kampf Davids gegen Goliath. Dass er
es dennoch tut, dass er weder missionarisches Eifern noch Pathos
scheut, macht sein Buch auf angenehme Weise völlig unmodern."
(Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse)
"Es sind Wollschlägers Sprachmächtigkeit und sein
kulturhistorisches Wissen, die diesen Essay über das belastete und
belastende Verhältnis von Mensch und Tier kennzeichnen."
(NZZ)
"Wenn der Wallstein-Verlag jetzt eine
Wollschläger-Werkausgabestartet, wird die Bekanntschaft mit einem
Autor ermöglicht, bei dem Gedankenschärfe und sprachliche
Geschliffenheit eine einzigartige Verbindung eingehen."
(Westfalen-Blatt)
Rezensionen und Kritik
"Hans Wollschläger gehört zu den renommiertesten deutschen
Arbeitern im Dienst der Literatur. Mit seinen Übersetzungen der
Werke von James Joyce und Edgar Ellen Poe sind Generationen groß
geworden. Als Tierschützer hat er sich gelegentlich, doch bislang
nie an vorderster Front hervorgetan. (...). In seinen mit Verve und
der Wut der Verzweiflung verfassten Streitschriften für das Tier
als Mitgeschöpf und gegen das Tier als Nutzsache stürzt sich
Wollschläger in eine Schlacht gegen den »kollektiven Sadismus«, die
so aussichtslos scheint wie der Kampf Davids gegen Goliath. Dass er
es dennoch tut, dass er weder missionarisches Eifern noch Pathos
scheut, macht sein Buch auf angenehme Weise völlig unmodern."
(Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse)
"Es sind Wollschlägers Sprachmächtigkeit und sein
kulturhistorisches Wissen, die diesen Essay über das belastete und
belastende Verhältnis von Mensch und Tier kennzeichnen."
(NZZ)
"Wenn der Wallstein-Verlag jetzt eine Wollschläger-Werkausgabe
startet, wird die Bekanntschaft mit einem Autor ermöglicht, bei dem
Gedankenschärfe und sprachliche Geschliffenheit eine einzigartige
Verbindung eingehen." (Westfalen-Blatt)
Autorenporträt zu "Hans Wollschläger"
Hans Wollschläger, geboren 1935, war Übersetzer, Schriftsteller, Historiker, Religionskritiker, Rhetor, Essayist und Literaturhistoriker. Er erhielt neben vielen anderen Auszeichnungen 2005 den Friedrich-Baur-Preis für Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2007 verstarb Hans Wollschläger.






















