Tiefe - Mankell, Henning

Henning Mankell 

Tiefe

Roman

Aus d. Schwed. v. Verena Reichel
Broschiertes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,95
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Tiefe

Lars Tobiasson-Svartman ist Marineoffizier und Seevermessungsingenieur, ein Mann der Abstandmessung und des Abstandhaltens. Es ist die Zeit des Ersten Weltkriegs und er hat den militärischen Auftrag, in den Stockholmer Schären neue Fahrwasser auszuloten. Eines Tages trifft er auf einer der äußersten Schären eine einsam lebende Frau, Sara Fredrika. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch bald geht sein Auftrag zu Ende, und zu Hause erwarten ihn seine Frau und ein geordnetes Heim. Um zu Sara Fredrika zurückkehren zu können, ersinnt er einen dreisten Betrug ... Ein Mann zwischen zwei Frauen. Ein Mensch, der über Leichen geht, um ans Ziel seiner Wünsche zu gelangen. Ein Roman über die finsteren Abgründe der Seele und das Böse in uns.


Produktinformation


  • Verlag: Dtv
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 365 S.
  • Seitenzahl: 368
  • dtv Taschenbücher Bd.20978
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 111mm x 23mm
  • Gewicht: 264g
  • ISBN-13: 9783423209786
  • ISBN-10: 342320978X
  • Best.Nr.: 20838153
"Der Roman ist psychologisch packend, enthält eindrucksvolle Landschaftsschilderungen und ist mit seinen kurzen Kapiteln flüssig und schnell zu lesen."
Family 07/4

»Absoluter Suchtfaktor!« Uniscene Juni 2007

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Kolja Mensing ist nicht wirklich glücklich mit Henning Mankells neuem Roman geworden, der seinen Informationen zufolge die tragische Geschichte eines einfachen Marinesoldaten und Karthographen erzählt, der es leid ist, immer nur Karten für andere zu zeichnen. Zwar hat Mensing zunächst den Eindruck, dass sich der schwedische Erfolgsautor damit in literarisch unbekannte Fahrwasser begeben hat und zeigt sich einigermaßen beeindruckt von dessen Talenten bei der Schilderung menschlicher Abgründe. Bald jedoch muss der Rezensent feststellen, dass Mankell sich doch nicht so weit von den bekannten Gestaden des Kriminalromans ins offene Meer der Literatur hinausgewagt hat. Zwar sei die Geschichte vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges in Afrika immer wieder spannend zu lesen. Doch Mankll vertraue ihr nicht und wende allerlei stilistische Tricks an, die das Lesevergnügen Mensings streckenweise empfindlich gestört haben. Außerdem stößt er trotz "des stilistischen Regenzaubers" immer wieder auf Ungereimtheiten im Handlungsverlauf und wird schließlich den Verdacht nicht los, dass dieser Roman zwar tiefgründig wirken soll, es aber eigentlich gar nicht ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.04.2005

Treibgut der Phantasie
Schattenwelten: Ein neuer Roman von Henning Mankell

An einem grauen Oktobertag im Jahre 1914 betritt der Kartograph und Marineoffizier Lars Tobiasson-Svartman im Hafen von Stockholm das Panzerschiff "Svea". Seit mehr als zwei Monaten herrscht Krieg in Europa, und obwohl Schweden sich für neutral erklärt hat, ist die königliche Flotte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Doch Lars Tobiasson-Svartman, der die Gewässer in den Schären vor Stockholm erkunden soll, versucht, den Lärm der immer näher rückenden Schlachten zu überhören: "Die Meerestiefen zu kartieren erforderte eine große Ruhe, eine fast meditative Stille."

"Tiefe", das ist der schlichte Titel des "neuen Mankells", und man könnte meinen, daß der schwedische Schriftsteller sich in unbekanntes Fahrwasser begeben habe. Henning Mankell hat keinen weiteren Krimi mit seiner Erfolgsfigur Kurt Wallander geschrieben, und er hat auch nicht die Reihe der Romane fortgesetzt, die, wie zuletzt "Das Auge des Leoparden", in seiner zweiten Heimat Afrika spielen. Statt dessen erzählt er nun vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs die einfache und zugleich tragische …

Weiter lesen
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm, das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.

Leseprobe zu "Tiefe" von Henning Mankell

Aus dem Schwedischen von Verena Reichel

Er versuchte, sich den steigenden und sinkenden Bewegungen des Schiffs anzupassen. Er dachte an den Abend, an dem er im Wohnzimmer in der Wallingata über die Zeichnungen gebeugt saß. Da hatte eigentlich die Reise begonnen.

Es war Ende Juli, die Hitze drückend, alle warteten auf den großen Krieg, der jetzt unausweichlich schien. Die Frage war nur, wann die ersten Schüsse abgefeuert werden würden, und von wem, auf wen. Die Depeschenbüros der Zeitungen füllten ihre Schaufenster mit hitzigen Berichten. Gerüchte kamen auf und wurden verbreitet, niemand wußte etwas Genaues, aber alle meinten, gerade sie hätten die richtigen Schlußfolgerungen gezogen.

Über Europa flogen unsichtbare Telegramme zwischen Kaiser, Generälen und Ministern hin und her. Die Telegramme waren wie ein verirrter, aber gefährlicher Vogelschwarm.

Auf dem Schreibtisch hatte ein Zeitungsausschnitt mit der Photographie des deutschen Schlachtkreuzers Goeben gelegen. Der Dreiundzwanzigtausend-Tonner war das schönste, aber auch das furchterregendste Schiff, das er je gesehen hatte.

Seine Frau kam ins Zimmer und berührte behutsam seine Schulter. "Es ist schon spät. Was ist denn so wichtig?"

"Ich studiere das Schiff, auf dem ich reisen werde. Da es für mich Zeit wird, an einen unbekannten Ort zu gehen."

Sie strich ihm immer noch über die Schulter. "Unbekannter Ort? Mir mußt du doch sagen können, wohin du fährst?"

"Nein. Nicht einmal dir."

Die Finger tasteten über seine Schulter. Ihre Hand streifte den Stoff kaum. Trotzdem spürte er die Bewegung im tiefsten Innern.

"Was kannst du von all diesen Strichen und Zahlen ablesen? Ich kann nicht einmal erkennen, daß es ein Schiff ist."

"Ich sehe gern das, was man nicht sehen kann."

"Was ist das?"

"Die Idee. Das, was dahintersteckt. Der Wille vielleicht, der Ehrgeiz. Ich weiß es nicht sicher. Aber es gibt immer etwas dahinter, was man nicht sofort entdecken kann."

Sie seufzte ungeduldig. Sie hatte aufgehört, mit den Fingern über seine Schultern zu streichen, und begann statt dessen, ungeduldig mit dem Zeigefinger gegen sein Schlüsselbein zu trommeln. Er versuchte zu deuten, ob sie ihm eine Mitteilung schickte.

Schließlich nahm sie die Hand weg. Er stellte sich vor, es sei ein Vogel, der aufflatterte.

Ich sage nicht die Wahrheit, dachte er. Ich vermeide es, zu sagen, wie es ist. Daß ich nach einem Punkt an Deck suche, wo man mich von der Kommandobrücke aus nicht sehen kann.

Was ich eigentlich suche, ist ein Versteck.

10

Er sah aufs Meer hinaus.

Fetzen von Nebelwolken, ein einsamer Keil von Seevögeln.

Erinnerungsbilder hervorzurufen erforderte Genauigkeit und Geduld. Was war dann geschehen, an jenem Abend im Juli, kurz bevor die Kriegserklärungen ausgefertigt wurden? Was an den Tagen der drückenden Hitze, in denen Millionen von jungen Menschen in Europa rasch mobilisiert wurden?

Er hatte die Zeichnungen eine knappe Stunde lang studiert, dann hatte er den Punkt gefunden, nach dem er suchte. Er wußte, wo er sein Versteck einrichten konnte.

Er schob die Zeichnungen beiseite. Von der Straße her hörte er ein unruhiges Brauereipferd wiehern. In einem der inneren Zimmer der großen Wohnung stellte Kristina Porzellanfiguren um, die sie von ihrer Mutter bekommen hatte. Ein Klang wie von gedämpften Glocken. Obwohl sie seit neun Jahren verheiratet waren und selten ein Abend verging, an dem sie nicht in den Regalen umräumte, war noch keine Figur zu Boden gefallen und zerbrochen.

Aber danach? Was war dann geschehen? Er konnte sich nicht erinnern. Es war, als wäre in der Erinnungsflut ein Leck entstanden. Etwas war verronnen.

Der Juliabend war windstill gewesen, die Hitze drückend, die Temperatur hatte 27 Grad betragen. Vereinzelte Donnerschläge waren aus der Richtung von Lidingö zu hören gewesen, wo sich schwarze Wolken vom Meer her näherten.

Er dachte an die Wolken. Sie riefen in ihm eine Unsicherheit hervor: Ob er sich eine Wolkenformation leichter merken konnte als das Gesicht seiner Frau?

Er schüttelte die Gedanken ab und blinzelte ins Morgengrauen hinaus. Was sehe ich? dachte er. Dunkle Felseninseln an einem noch frühen schwedischen Herbstmorgen. Irgendwann in der Nacht hatte der wachhabende Offizier den Rudergänger angewiesen, den Kurs in eine südlichere Richtung zu verändern. Die Geschwindigkeit betrug sieben oder vielleicht acht Knoten.

Fünf Knoten bedeutet Frieden, dachte er. Sieben Knoten ist eine geeignete Geschwindigkeit, wenn man in einem geheimen und eiligen Auftrag ausgesandt wird. 27,8 Knoten bedeutet Krieg. Das ist die höchste Geschwindigkeit, die die Goeben erreicht, obwohl ihre Dampfmaschinen nach hartnäckigen Gerüchten an einem Konstruktionsfehler leiden, der zu einem schwerwiegenden Leck führt.

Ihm kam der Gedanke, daß man den Punkt vorhersagen kann, an dem ein Krieg begonnen, aber nie, wann er enden wird.

11

Von Steuerbord aus, wo er unter der Treppe versteckt stand, sah man die Landlinie im Licht der Morgendämmerung. Felsinseln und äußere Schären stiegen und sanken in der rauhen See.

Hier beginnt und endet ein Land, dachte Lars Tobiasson-Svartman. Doch die Grenzlinie ist gleitend, es gibt keinen exakten Punkt, an dem das Meer endet und das Land beginnt. Die Felseninseln sind über der Meeresoberfläche kaum sichtbar. In früheren Zeiten hatten die Seeleute diese Klippen und Felsbuckel für merkwürdige und entsetzliche Wasserungeheuer gehalten. So kann ich mir auch diese Klippen vorstellen, die langsam aus dem Meer steigen wie Tiere. Aber sie erschrecken mich nicht. Für mich sind diese Klippen, die zwischen den brechenden Wellen auftauchen, nichts anderes als nachdenkliche und völlig harmlose Flußpferde, von einer Art, die es nur in der Ostsee gibt.

Hier beginnt und endet ein Land, dachte er wieder. Ein Felsen, der bedächtig seinen Rücken streckt. Ein Felsen, der Schweden heißt.

Er ging vor zur Reling und schaute in das bleigraue Meer, das entlang der Wasserlinie des Zerstörers strudelte. Das Meer weicht nie zurück, dachte er. Das Meer verkauft nie seine Haut. Im Winter ist es wie gefrorene Haut. Der Herbst ist Stille, Erwartung. Plötzliche Ausbrüche heulender Winde. Der Sommer ist nichts anderes als ein flüchtiges Aufblinken im spiegelglatten Wasser.

Das Meer, die Landhebung, all das Unbegreifliche, ist wie die langsame Bewegung von der Kindheit bis zum Alter und zum Tod. In allen Menschen findet eine Landhebung statt. Aus dem Meer kommen all unsere Erinnerungen.

Das Meer ist ein Traum, der nie seine Haut verkauft.

Er lächelte. Meine Frau will es mir nicht zeigen, wenn sie weint. Vielleicht will ich ihr aus denselben Gründen, welche es nun auch sein mögen, nicht zeigen, wer ich bin, allein mit dem Meer.

Er kehrte zu seinem Platz in Lee zurück. Am Heck leerte ein verfrorener Matrose einen Eimer mit Essensresten ins Wasser. Möwen folgten dem Kielwasser des Schiffs wie eine wachsame Nachhut. Das Deck war wieder leer. Er betrachtete weiterhin die Felseninseln. Das Morgenlicht wurde stärker.

Die Felsen und Inseln sind nicht nur Tiere, dachte er. Sie sind auch Steine, die sich vom Meer loslösen. Es gibt keine Freiheit ohne Anstrengung. Aber diese Steine sind auch Zeit. Steine, die sich langsam aus dem Meer erheben, das niemals zurückweicht.

Er nahm eine Berechnung des Standorts vor. Vor elf Stunden hatten sie Stockholm verlassen. Er berechnete erneut die Geschwindigkeit und korrigierte sie auf neun Knoten. Sie befanden sich im nördlichen Schärengebiet von Östergötland, südlich von Landsort, nördlich vom Leuchtfeuer von Häradskär, südlich oder östlich von Fällbådarna.

Er kehrte in seine Kabine zurück. Außer dem Matrosen hatte er niemanden von der großen Besatzung des Schiffs gesehen. Und natürlich hatte niemand ihn selbst oder sein Versteck entdeckt.

Er betrat die Kabine und setzte sich auf den Rand der Koje. In dreißig Minuten würde er in der Offiziersmesse frühstücken. Um halb zehn sollte er sich im privaten Salon des Befehlshabers einfinden. Fregattenkapitän Hans Rake sollte ihm die geheimen Instruktionen überreichen, die bisher im Tresor des Schiffs eingeschlossen waren.

12

Er fragte sich plötzlich, warum er so selten lachte.

Wessen war er beraubt worden? Warum dachte er so oft, er sei aus schlechtem Erz gegossen?

13

Er saß auf dem Rand der Koje und ließ den Blick langsam in der Kajüte herumwandern.

Sie maß zwei mal drei Meter, wie eine Gefängniszelle mit einem in Messing gefaßten Bullauge. Unter dem Geräteraum lag der Korridor, der die verschiedenen Teile des Schiffs miteinander verband. Nach der Konstruktionszeichnung, die er sich bis ins kleinste Detail eingeprägt hatte, gab es auch zwei wasserdichte senkrechte Schotten links von der Kajüte, aber zwei Meter tiefer im Schiff. Über seinem Kopf verlief die Treppe, die zur Mittschiffskanone an Steuerbord führte.

Er dachte: Die Kajüte ist mein fester Punkt. Mitten in diesem Punkt befinde ich mich genau in diesem Augenblick. Irgendwann in der Zukunft wird es präzise Meßinstrumente geben, die die exakte Position der Kajüte in jedem gegebenen Augenblick nach Längen- und Breitengraden zu bestimmen vermögen. Die Position wird bis auf den Bruchteil einer Sekunde auf der Weltkarte festzustellen sein. Wenn es soweit ist, wird es keinen Platz mehr für Götter geben. Wer braucht einen Gott, wenn die exakte Position eines Menschen festgestellt werden kann, wenn die innere Position eines Menschen exakt mit der äußeren Position zusammenfallen wird? Wer davon lebt, Spekulationen über Aberglauben und Religion anzustellen, muß dann etwas anderes finden, um sich zu versorgen.

Scharlatane und Seevermesser stehen jeder auf seiner Seite der entscheidenden Trennungslinie, unwiderruflich. Nicht der Datumslinie oder dem Nullmeridian, sondern der Linie, die das Meßbare von dem trennt, was nicht gemessen werden kann und was daher auch nicht existiert.

Er zuckte zusammen. Irgend etwas an diesem Gedanken verwirrte ihn. Aber er kam nicht darauf, was es war.

Er nahm seinen Rasierspiegel aus dem Etui, das Kristina Tacker mit seinen Initialen und einer kindlich geformten Rose bestickt hatte.

Jedesmal, wenn er in den Spiegel sah, holte er tief Luft. Es war, als bereitete er sich auf einen Abstieg in große Tiefe vor. Er bildete sich ein, im Spiegel einem fremden Gesicht zu begegnen.

14

Stets durchzog ihn ein heftiges Gefühl der Erleichterung, wenn er seine Augen erkannte, die gerunzelte Stirn, die Narbe über dem linken Auge.

Er betrachtete sein Gesicht und dachte daran, wer er war. Ein Mann, der in der schwedischen Flotte Karriere gemacht hatte, mit dem Ehrgeiz, eines Tages die Hauptverantwortung für die Kartierung der geheimen militärischen schwedischen Fahrwasser übertragen zu bekommen.

War er sonst noch etwas?

Eine Person, die unentwegt Abstände und Tiefen vermaß, in der äußeren Wirklichkeit ebenso wie in dem Meer, das in seinem Innern noch nicht kartiert war.

15

Er strich sich mit der Hand über die Wangen, legte den Spiegel zurück ins Etui. Er war außerdem ein Mann, der seinen Nachnamen geändert hatte. Anfang März 1912 war sein Vater verstorben. Ein paar Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Spiele im neugebauten Ziegelstadion von Stockholm beantragte er beim Königlichen Patent- und Registrierungsamt eine Namensänderung. Um den Abstand zu seinem verstorbenen Vater zu vergrößern, hatte er beschlossen, den Mädchennamen seiner Mutter zwischen seinen Vornamen und den Namen Svartman zu stellen. Seine Mutter hatte immer versucht, ihn vor dem launischen und ständig aufbrausenden Vater zu schützen. Sein Vater war tot. Aber auch tote Menschen können eine Bedrohung darstellen. Von nun an würde seine Mutter auch in seinem Namen als schützende Mauer gegenwärtig sein.

Er legte das Spiegeletui weg und klappte den Deckel einer Holzschachtel auf, die er auf den kleinen Tisch mit Sturmkante gestellt hatte. Darin befanden sich vier Uhren. Drei Uhren zeigten exakt die gleiche Zeit. Sie kontrollierten einander. Bei der letzten, die er von seinem Vater geerbt hatte, waren die Zeiger unbeweglich. Da war die Zeit stehengeblieben.

Er klappte den Deckel über den Uhren zu. Drei zeigten ihm die Zeit, die vierte den Tod.

Andere Kunden interessierten sich auch für

Kundenbewertungen zu "Tiefe" von "Henning Mankell"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3 von 5 Sterne bei 10 Bewertungen ***** gut
(aus 10 Bewertungen)
Kundenbewertungen sortieren:
hilfreichste - beste - neueste

Bewertung von Ritja aus Deutschland am 06.04.2011 ***** gut
Henning Mankells "Tiefe" ist ein düsteres Buch. Lars Tobiasson-Svartman vermisst die Meerestiefen, damit die Flotte des schwedischen Militärs gerüstet ist, um evtl. in dem bestehenden Krieg (1.WK) eingreifen zu können. Noch verhält sich Schweden neutral. Svartman ist verheiratet und liebt seine Frau, der er regelmäßig Briefe schickt. Doch auf einer seiner Vermessungsreisen rudert er auf eine kleine Insel. Dort stellt er überrascht fest, lebt eine junge Frau. Sie ist allein auf dieser Insel und fasziniert ihn. Er rudert nun mehrmals auf diese Insel und bald bekommt er diese Frau nicht mehr aus seinem Kopf. Er erfindet immer wieder Aufträge, für die er seine Frau verlassen muss und zu der Insel reisen kann. Er steht zwischen den Frauen, die mittlerweile beide ein Kind von ihm erwarten. Doch so langsam bekommt seine Fassade Risse und die Menschen um ihn herum werden misstrauisch.

Wer die Wallander-Bücher kennt, dem wird die düstere und zum Teil kalte Stimmung des Buches nicht überraschen. Trotzdem war das Buch (für mich) teilweise beklemmend gewesen.

War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Maria aus Bisingen am 03.08.2009 ***** weniger gut
Ich habe bis jetzt zwei Bücher von Henning Mankell gelesen und muss sagen, dass er nicht zu meinen Topautoren gehört. Seine Bücher sind viel zu langgezogen und mühesam zu lesen, wie auch dieses. Es liegt einfach keine Spannung darin, man kann schon sagen, die Handlung ist formlos und langweilig.

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Janssen aus Varel am 01.02.2009 ***** gut
Als großer Mankell Fan bin ich enttäuscht über diese langatmige Geschichte. Hätte mir etwas mehr Dynamik gewünscht.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Anja aus Sulzbach am 17.07.2008 ***** weniger gut
Ich habe mich mehr oder weniger durch das Buch gequaelt. Da ich eigentlich Mankell Fan bin, habe ich mir dieses Buch gekauft und bin enttaeuscht. Das Thema Liebe, Gut und Boese in dieser Art zu zerpfluecken, hat mir nicht gefallen. Zumal mir spannende Momente gefehlt haben. Schade.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Polar aus Aachen am 30.03.2008 ***** sehr gut
Mit selten zuvor bei ihm gelesener Ironie beschreibt Mankell in seinem Roman eine Liebe auf den ersten Blick. Da ist der Vermesser zur See, der es gewohnt ist, jede Menge Entfernung zwischen sich und seine Mitmenschen zu legen, der sich in der unendlichen Weite wohl fühlt, auch wenn mancher Auftrag nicht nach seinem Geschmack ist, aber er funktioniert. Und das hört schlagartig mit dem Tag auf, als Tobiasson-Svartman auf Sara Frederika trifft. Es dauert eine Weile, bis er sich das alles eingesteht, er spürt nur, dass er nicht mehr so einfach loskommt. Und obwohl eine solche Geschichte in allen Varianten bereits erzählt zu sein scheint, gelingt es Mankell sie mit so viel melancholischer Einsamkeit und Hoffnung auf Erlösung durch einen liebenden Menschen zu füllen, dass man dem Roman gerne bis ans Ende folgt. Zumal Tobiasson-Svartman mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr von seiner dunklen Seite entblättert, die einzig und allein darin besteht, das Glück nur für sich selbst zu beanspruchen. Durch allem weht ein Wind, der einen Winter ankündigt, dessen Eis im Frühjahr nie ganz geschmolzen ist. Es mag zu Wasser werden, aber es bedarf nur fallender Temperaturen, um die Kälte zurückzubringen.

2 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Alex am 15.01.2008 ***** weniger gut
Das Buch ist sehr mühsam zu lesen. Wer hofft ein Buch mit der Spannung und Klasse der "Wallander" Reihe zu bekommen wird enttäuscht sein. Insgesamt betrachtet fehlen die Höhepunkte und die Spannung. Daher ist dies Buch nur etwas für Genre Fans.

7 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Krissi am 16.08.2007 ***** weniger gut
Leider fand ich das Buch längst nicht so gut, wie die typischen Wallander-Geschichten. Langweilig und seltsam geschrieben. Da bleib ich lieber bei den Krimis..

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Kathi aus NRW am 03.08.2007 ***** weniger gut
Also ich finde dieses Buch einfach grauenhaft. Bis überhaupt etwas passiert dauert es etliche Seiten und der Schreibstill ist auch gewöhnungsbedürftig.
Fazit: Nur was für eingefleischte Mankell-Fans!!!!

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Bina aus Mecklenburg am 31.08.2006 ***** ausgezeichnet
Lesen, unbedingt lesen. Wer tiefgründige, schicksalhafte Geschichten mag, wird dieses Buch lieben. Ich bin einfach nur immer wieder fasziniert, wie Mankell es schafft, sich solche guten Geschichten auszudenken und so zu schreiben, dass man sich wünscht, blos nicht zu schnell auf der letzten Seite anzukommen. Gelingt nur nicht. Ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen.
Henning Mankell, für mich der beste Autor. Vielen Dank für die vielen guten, spannenden und menschlichen Geschichten und für diesen tollen Schreibstil. Ich will noch viel mehr davon.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Bina aus Mecklenburg am 13.06.2006 ***** ausgezeichnet
Ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen. Spannend, fesselnd einfach Klasse auch mal ganz ohne Wallander. Ein typischer Mankell ohne Schnörkel und Drumherumgerede. Super !


Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JA NEIN
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Tiefe" von Henning Mankell ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

58 Marktplatz-Angebote für "Tiefe" ab EUR 0,99

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 0,99 1,70 Banküberweisung roald63 100,0% ansehen
wie neu 1,10 1,10 Banküberweisung Sindbad 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,11 1,40 Banküberweisung tom3606 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,20 1,40 Banküberweisung Karin Peters Bruhn 100,0% ansehen
wie neu 1,50 1,10 Banküberweisung karlmay50 100,0% ansehen
wie neu 1,50 1,10 Banküberweisung einsiedel 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 1,30 Banküberweisung Antiquariat Schorn (Versandantiquariat) 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 1,50 2,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung ramputan 95,7% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 1,62 1,90 Banküberweisung HOU 97,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,82 1,10 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung marinros 100,0% ansehen
wie neu 1,90 1,20 Banküberweisung Stubsl 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,90 2,00 Banküberweisung johannes novalis 100,0% ansehen
wie neu 2,00 1,00 Banküberweisung cleopetra 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,10 PayPal, Banküberweisung kgSN  % ansehen
wie neu 2,00 1,10 Banküberweisung Bücherbote 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 2,00 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung juemic 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 4,20 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung brainkraft 100,0% ansehen
wie neu 2,30 1,20 Banküberweisung Literazzia 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,42 1,10 Banküberweisung Fuetze 100,0% ansehen
Sammlerstück; gut 2,47 2,00 PayPal, Banküberweisung Havelperle 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,50 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 100,0% ansehen
wie neu 2,90 1,20 Banküberweisung murphy's law 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,90 1,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Leopardin 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 2,95 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Medienversandhandel UG (haftungsbeschrän 98,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,99 2,10 Banküberweisung buchwurm44 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,10 PayPal, Banküberweisung Misufrilu 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,10 PayPal storyfan 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,25 Banküberweisung biberfamilie072 006 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,80 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Wiebke_ 97,5% ansehen
wie neu 3,00 1,80 Banküberweisung, PayPal CT_2011 100,0% ansehen


Alle Marktplatz-Angebote ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Andere Kunden kauften auch

Artikelseite zu "Tiefe" Drucken

Tiefe - Mankell, Henning

Roman

Aus d. Schwed. v. Verena Reichel

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
  • Broschiertes Buch 
 
  • EUR 9,95
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 10 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: Dtv
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 365 S.
  • Seitenzahl: 368
  • dtv Taschenbücher Bd.20978
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 111mm x 23mm
  • Gewicht: 264g
  • ISBN-13: 9783423209786
  • ISBN-10: 342320978X
  • Best.Nr.: 20838153

Produktbeschreibung zu "Tiefe"

Beschreibung

Lars Tobiasson-Svartman ist Marineoffizier und Seevermessungsingenieur, ein Mann der Abstandmessung und des Abstandhaltens. Es ist die Zeit des Ersten Weltkriegs und er hat den militärischen Auftrag, in den Stockholmer Schären neue Fahrwasser auszuloten. Eines Tages trifft er auf einer der äußersten Schären eine einsam lebende Frau, Sara Fredrika. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch bald geht sein Auftrag zu Ende, und zu Hause erwarten ihn seine Frau und ein geordnetes Heim. Um zu Sara Fredrika zurückkehren zu können, ersinnt er einen dreisten Betrug ... Ein Mann zwischen zwei Frauen. Ein Mensch, der über Leichen geht, um ans Ziel seiner Wünsche zu gelangen. Ein Roman über die finsteren Abgründe der Seele und das Böse in uns.

Leseprobe zu "Tiefe" von Henning Mankell

Aus dem Schwedischen von Verena Reichel

Er versuchte, sich den steigenden und sinkenden Bewegungen des Schiffs anzupassen. Er dachte an den Abend, an dem er im Wohnzimmer in der Wallingata über die Zeichnungen gebeugt saß. Da hatte eigentlich die Reise begonnen.

Es war Ende Juli, die Hitze drückend, alle warteten auf den großen Krieg, der jetzt unausweichlich schien. Die Frage war nur, wann die ersten Schüsse abgefeuert werden würden, und von wem, auf wen. Die Depeschenbüros der Zeitungen füllten ihre Schaufenster mit hitzigen Berichten. Gerüchte kamen auf und wurden verbreitet, niemand wußte etwas Genaues, aber alle meinten, gerade sie hätten die richtigen Schlußfolgerungen gezogen.

Über Europa flogen unsichtbare Telegramme zwischen Kaiser, Generälen und Ministern hin und her. Die Telegramme waren wie ein verirrter, aber gefährlicher Vogelschwarm.

Auf dem Schreibtisch hatte ein Zeitungsausschnitt mit der Photographie des deutschen Schlachtkreuzers Goeben gelegen. Der Dreiundzwanzigtausend-Tonner war das schönste, aber auch das furchterregendste Schiff, das er je gesehen hatte.

Seine Frau kam ins Zimmer und berührte …

mehr

30.04.2005

Treibgut der Phantasie
Schattenwelten: Ein neuer Roman von Henning Mankell

An einem grauen Oktobertag im Jahre 1914 betritt der Kartograph und Marineoffizier Lars Tobiasson-Svartman im Hafen von Stockholm das Panzerschiff "Svea". Seit mehr als zwei Monaten herrscht Krieg in Europa, und obwohl Schweden sich für neutral erklärt hat, ist die königliche Flotte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Doch Lars Tobiasson-Svartman, der die Gewässer in den Schären vor Stockholm erkunden soll, versucht, den Lärm der immer näher rückenden Schlachten zu überhören: "Die Meerestiefen zu kartieren erforderte eine große Ruhe, eine fast meditative Stille."

"Tiefe", das ist der schlichte Titel des "neuen Mankells", und man könnte meinen, daß der schwedische Schriftsteller sich in unbekanntes Fahrwasser begeben habe. Henning Mankell hat keinen weiteren Krimi mit seiner Erfolgsfigur Kurt Wallander geschrieben, und er hat auch nicht die Reihe der Romane fortgesetzt, die, wie zuletzt "Das Auge des Leoparden", in seiner zweiten Heimat Afrika spielen. Statt dessen erzählt er nun vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs die einfache und zugleich tragische …

mehr

Kundenbewertungen zu "Tiefe" von "Henning Mankell"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 10 Bewertungen):
3 von 5 Sterne bei 10 Bewertungen *****
gut
Kundenbewertungen sortieren: hilfreichste - beste - neueste
Bewertung von Ritja aus Deutschland am 06.04.2011
*****
gut
Henning Mankells "Tiefe" ist ein düsteres Buch. Lars Tobiasson-Svartman vermisst die Meerestiefen, damit die Flotte des schwedischen Militärs gerüstet ist, um evtl. in dem bestehenden Krieg (1.WK) eingreifen zu können. Noch verhält sich Schweden neutral. Svartman ist verheiratet und liebt seine Frau, der er regelmäßig Briefe schickt. Doch auf einer seiner Vermessungsreisen rudert er auf eine kleine Insel. Dort stellt er überrascht fest, lebt eine junge Frau. Sie ist allein auf dieser Insel und fasziniert ihn. Er rudert nun mehrmals auf diese Insel und bald bekommt er diese Frau nicht mehr aus seinem Kopf. Er erfindet immer wieder Aufträge, für die er seine Frau verlassen muss und zu der Insel reisen kann. Er steht zwischen den Frauen, die mittlerweile beide ein Kind von ihm erwarten. Doch so langsam bekommt seine Fassade Risse und die Menschen um ihn herum werden misstrauisch.

Wer die Wallander-Bücher kennt, dem wird die düstere und zum Teil kalte Stimmung des Buches nicht überraschen. Trotzdem war das Buch (für mich) teilweise beklemmend gewesen.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Bewertung von Maria aus Bisingen am 03.08.2009
*****
weniger gut
Ich habe bis jetzt zwei Bücher von Henning Mankell gelesen und muss sagen, dass er nicht zu meinen Topautoren gehört. Seine Bücher sind viel zu langgezogen und mühesam zu lesen, wie auch dieses. Es liegt einfach keine Spannung darin, man kann schon sagen, die Handlung ist formlos und langweilig.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Bewertung von Janssen aus Varel am 01.02.2009
*****
gut
Als großer Mankell Fan bin ich enttäuscht über diese langatmige Geschichte. Hätte mir etwas mehr Dynamik gewünscht.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Bewertung von Anja aus Sulzbach am 17.07.2008
*****
weniger gut
Ich habe mich mehr oder weniger durch das Buch gequaelt. Da ich eigentlich Mankell Fan bin, habe ich mir dieses Buch gekauft und bin enttaeuscht. Das Thema Liebe, Gut und Boese in dieser Art zu zerpfluecken, hat mir nicht gefallen. Zumal mir spannende Momente gefehlt haben. Schade.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Verstoß melden
Bewertung von Polar aus Aachen am 30.03.2008
*****
sehr gut
Mit selten zuvor bei ihm gelesener Ironie beschreibt Mankell in seinem Roman eine Liebe auf den ersten Blick. Da ist der Vermesser zur See, der es gewohnt ist, jede Menge Entfernung zwischen sich und seine Mitmenschen zu legen, der sich in der unendlichen Weite wohl fühlt, auch wenn mancher Auftrag nicht nach seinem Geschmack ist, aber er funktioniert. Und das hört schlagartig mit dem Tag auf, als Tobiasson-Svartman auf Sara Frederika trifft. Es dauert eine Weile, bis er sich das alles eingesteht, er spürt nur, dass er nicht mehr so einfach loskommt. Und obwohl eine solche Geschichte in allen Varianten bereits erzählt zu sein scheint, gelingt es Mankell sie mit so viel melancholischer Einsamkeit und Hoffnung auf Erlösung durch einen liebenden Menschen zu füllen, dass man dem Roman gerne bis ans Ende folgt. Zumal Tobiasson-Svartman mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr von seiner dunklen Seite entblättert, die einzig und allein darin besteht, das Glück nur für sich selbst zu beanspruchen. Durch allem weht ein Wind, der einen Winter ankündigt, dessen Eis im Frühjahr nie ganz geschmolzen ist. Es mag zu Wasser werden, aber es bedarf nur fallender Temperaturen, um die Kälte zurückzubringen.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
2 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Bewertung von Alex am 15.01.2008
*****
weniger gut
Das Buch ist sehr mühsam zu lesen. Wer hofft ein Buch mit der Spannung und Klasse der "Wallander" Reihe zu bekommen wird enttäuscht sein. Insgesamt betrachtet fehlen die Höhepunkte und die Spannung. Daher ist dies Buch nur etwas für Genre Fans.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
7 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Bewertung von Krissi am 16.08.2007
*****
weniger gut
Leider fand ich das Buch längst nicht so gut, wie die typischen Wallander-Geschichten. Langweilig und seltsam geschrieben. Da bleib ich lieber bei den Krimis..
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Verstoß melden
Bewertung von Kathi aus NRW am 03.08.2007
*****
weniger gut
Also ich finde dieses Buch einfach grauenhaft. Bis überhaupt etwas passiert dauert es etliche Seiten und der Schreibstill ist auch gewöhnungsbedürftig.
Fazit: Nur was für eingefleischte Mankell-Fans!!!!
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Verstoß melden
Bewertung von Bina aus Mecklenburg am 31.08.2006
*****
ausgezeichnet
Lesen, unbedingt lesen. Wer tiefgründige, schicksalhafte Geschichten mag, wird dieses Buch lieben. Ich bin einfach nur immer wieder fasziniert, wie Mankell es schafft, sich solche guten Geschichten auszudenken und so zu schreiben, dass man sich wünscht, blos nicht zu schnell auf der letzten Seite anzukommen. Gelingt nur nicht. Ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen.
Henning Mankell, für mich der beste Autor. Vielen Dank für die vielen guten, spannenden und menschlichen Geschichten und für diesen tollen Schreibstil. Ich will noch viel mehr davon.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Verstoß melden
Bewertung von Bina aus Mecklenburg am 13.06.2006
*****
ausgezeichnet
Ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen. Spannend, fesselnd einfach Klasse auch mal ganz ohne Wallander. Ein typischer Mankell ohne Schnörkel und Drumherumgerede. Super !
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Verstoß melden
Sie kennen "Tiefe" von Henning Mankell ?
Dann geben Sie bitte hier Ihre Bewertung ab
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop
Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

30.04.2005

Rezensent Kolja Mensing ist nicht wirklich glücklich mit Henning Mankells neuem Roman geworden, der seinen Informationen zufolge die tragische Geschichte eines einfachen Marinesoldaten und Karthographen erzählt, der es leid ist, immer nur Karten für andere zu zeichnen. Zwar hat Mensing zunächst den Eindruck, dass sich der schwedische Erfolgsautor damit in literarisch unbekannte Fahrwasser begeben hat und zeigt sich einigermaßen beeindruckt von dessen Talenten bei der Schilderung menschlicher Abgründe. Bald jedoch muss der Rezensent feststellen, dass Mankell sich doch nicht so weit von den bekannten Gestaden des Kriminalromans ins offene Meer der Literatur hinausgewagt hat. Zwar sei die Geschichte vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges in Afrika immer wieder spannend zu lesen. Doch Mankll vertraue ihr nicht und wende allerlei stilistische Tricks an, die das Lesevergnügen Mensings streckenweise empfindlich gestört haben. Außerdem stößt er trotz "des stilistischen Regenzaubers" immer wieder auf Ungereimtheiten im Handlungsverlauf und wird schließlich den Verdacht nicht los, dass dieser Roman zwar tiefgründig wirken soll, es aber eigentlich gar nicht ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezension

"Der Roman ist psychologisch packend, enthält eindrucksvolle Landschaftsschilderungen und ist mit seinen kurzen Kapiteln flüssig und schnell zu lesen."
Family 07/4

Rezensionen und Kritik

»Absoluter Suchtfaktor!« Uniscene Juni 2007

Autorenporträt zu "Henning Mankell"

Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm, das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.

58 Marktplatz-Angebote für "Tiefe" ab EUR 0,99
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 0,99 1,70 Banküberweisung roald63 100,0% ansehen
wie neu 1,10 1,10 Banküberweisung Sindbad 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,11 1,40 Banküberweisung tom3606 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,20 1,40 Banküberweisung Karin Peters Bruhn 100,0% ansehen
wie neu 1,50 1,10 Banküberweisung karlmay50 100,0% ansehen
wie neu 1,50 1,10 Banküberweisung einsiedel 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 1,30 Banküberweisung Antiquariat Schorn (Versandantiquariat) 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 1,50 2,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung ramputan 95,7% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 1,62 1,90 Banküberweisung HOU 97,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,82 1,10 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung marinros 100,0% ansehen
wie neu 1,90 1,20 Banküberweisung Stubsl 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,90 2,00 Banküberweisung johannes novalis 100,0% ansehen
wie neu 2,00 1,00 Banküberweisung cleopetra 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,10 PayPal, Banküberweisung kgSN  % ansehen
wie neu 2,00 1,10 Banküberweisung Bücherbote 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 2,00 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung juemic 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 4,20 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung brainkraft 100,0% ansehen
wie neu 2,30 1,20 Banküberweisung Literazzia 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,42 1,10 Banküberweisung Fuetze 100,0% ansehen
Sammlerstück; gut 2,47 2,00 PayPal, Banküberweisung Havelperle 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,50 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 100,0% ansehen
wie neu 2,90 1,20 Banküberweisung murphy's law 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,90 1,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Leopardin 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 2,95 1,90 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Medienversandhandel UG (haftungsbeschrän 98,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,99 2,10 Banküberweisung buchwurm44 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,10 PayPal, Banküberweisung Misufrilu 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,10 PayPal storyfan 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,25 Banküberweisung biberfamilie072 006 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,80 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Wiebke_ 97,5% ansehen
wie neu 3,00 1,80 Banküberweisung, PayPal CT_2011 100,0% ansehen


Alle Marktplatz-Angebote ansehen

nach oben