Teufelsfrucht / Xavier Kieffers erster Fall Bd.1 - Hillenbrand, Tom

Tom Hillenbrand 

Teufelsfrucht / Xavier Kieffers erster Fall Bd.1

Ein kulinarischer Krimi

Broschiertes Buch
 
14 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Teufelsfrucht / Xavier Kieffers erster Fall Bd.1

Ein Krimi zum Genießen!Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer  hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen - und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschließt der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stößt er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein - und erkennt, was auf dem Spiel steht.   


Produktinformation

  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 303 S.
  • Seitenzahl: 303
  • KiWi Taschenbücher Nr.1204
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 127mm x 20mm
  • Gewicht: 232g
  • ISBN-13: 9783462042870
  • ISBN-10: 3462042874
  • Best.Nr.: 32481283
"Die Story ist glaubwürdig, die Geschichte flüssig erzählt und das Grande Finale ein Leckerbissen - im Sinne des Wortes, serviert in mehreren Gängen." -- Tagesanzeiger, 11.09.2011

"Mit Teufelsfrucht hat Autor Tom Hillenbrand einen Krimi im Gastronomie-Milieu geschrieben- und zugleich einen exakt recherchierten, kulinarischen Reiseführer zu Luxenburg verfasst.[...] Ein spannender Roman zum Anbeißen." -- Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 09.07.2011

"In Tom Hillenbrands Krimi Teufelsfrucht wird gemordet, gebrandschatzt, verfolgt und intrigiert.[...] Sein Erstling ist deshalb gleichermaßen amüsant wie interessant: Kenntnisreich verbreitet sich Hillenbrand über die regionale Küche Luxemburgs, wirft einen erhellenden und spaßigen Blick hinter die Kulissen der Eventgastronomie und zeigt die oft erschreckenden Mechanismen der Nahrungsmittelindustrie auf." -- sueddeutsche.de, 15.06.2011

"Mit Teufelsfrucht ist dem freien Journalisten [...] ein zugleich spannender, lehrreicher und folkloristischer Roman über das Streben des Menschen nach Perfektion, nach Reichtum und Anerkennung und nach einem glücklichen Leben ohne Stress gelungen." -- Revue (Luxemburg), 01.06.2011

"Ein spannender kulinarischer Krimi mit Seitenhieben auf Lebensmittelkonzerne und so manche Fernsehköche." -- buchmedia magazin

"Die Story ist glaubwürdig, die Geschichte flüssig erzählt und das Grande Finale ein Leckerbissen im Sinne des Wortes, serviert in mehreren Gängen.", Tagesanzeiger, 11.09.2011
Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und ist heute Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum.

Kundenbewertungen zu "Teufelsfrucht / Xavier Kieffers erster Fall Bd.1"

14 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 14 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 30.03.2013 ***** sehr gut
Tote in der Sternegastronomie - Guter Geschmack um jeden Preis

Zum Inhalt :

Xavier Kieffer betreibt in Luxemburg recht erfolgreich ein kleines Restaurant für einheimische Spezialitäten. Er hätte mit seinem Können und seinen Fähigkeiten durchaus das Potential zu einem Sternekoch. Doch diese Ambitionen hat er nicht. Umso erstaunter ist er, als er in einem Gast seines Lokals einen renomierten Restaurant-Tester und -Kritiker erkennt, der für den Pariser Sternerestaurant-Führer " Guide Gabin " arbeitet. Der Tester hat sein Menue noch nicht ganz genossen, als er plötzlich tot zusammenbricht. Sowohl Kieffer und sein Team , als auch die Polizei stehen vor einem Rätsel. Offensichtlich ist der Mann nicht eines natürlichen Todes gestorben. Wurde er vergiftet ? Und wenn ja, womit und warum ?

Da der Ruf seines Lokals auf dem Spiel steht, macht sich Xavier Kieffer selbst an die Ermittlungen . Zunächst macht er sich auf nach Paris, um mit der Gabin-Chefin zu reden. Doch auch ihr ist nicht klar, warum ihr Mitarbeiter das Lokal in Luxemburg aufgesucht hat. Allerdings kann sie berichten, dass der Verstorbene kurz vorher auch dem Sternerestaurant von Kieffers ehemaligen Lehrmeister einen Besuch abgestattet hat. Also begibt sich Kieffer dorthin, um Näheres zu erfahren. Zu seinem Schrecken muss er aber feststellen , dass das Lokal völlig ausgebrannt und sein ehemaliger Chef verschwunden ist .

Alles wird immer rätselhafter, aber Kieffer lässt nicht locker und gräbt immer weiter und kommt nach und nach einer ungeheuerlichen Sache auf die Spur. Alles hängt mit einer ganz besonderen Frucht zusammen. Dabei gerät er schließlich auch selbst in Gefahr.

Meine Beurteilung :

Der Autor hat hier einen spannenden Krimi im Gastronomiemillieu bzw. in der Lebensmittel verarbeitenden Branche geschrieben. Es war sehr interessant zu lesen, wie es in diesem Bereich hinter den Kulissen zugeht und welche Machtkämpfe hier ausgetragen werden.

Der Schreibstil ist recht flüssig und das Buch lässt sich schnell lesen. Ein klein weing irritierend könnten hier hin und wieder einige Begriffe und Sprüche in diversen Fremdsprachen ( Luxemburgisch , Französisch, Spanisch ) sein. Allerdings führen diese meines Erachtens nicht zu wirklichen Verständnisschwierigkeiten, auch wenn man diese Sprachen nicht beherrscht.

Gut gefallen hat mir, dass dieser Krimi ohne allzu brutale und blutige Szenen auskommt. Dafür gibt es anschauliche Beschreibungen von Luxemburg und ( meist ) sympathisch und authentisch dargestellte Protagonisten. Auch die kritische Auseinandersetzung bezüglich der Herstellung synthetischer Lebensmittel war äußerst aufschlussreich und regt dazu an, mal über den eigenen Speiseplan nachzudenken.

Alles in allem eine gelungene Mischung aus spannender Krimihandlung , aufschlussreichen Informationen und liebevollem Lokalkollorit .

Ich hoffe, es gibt in Zukunft noch mehr von Xavier Kieffer zu lesen.

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Bewertung von Philo aus Frankfurt am Main am 24.09.2012 ***** ausgezeichnet
Das war einmal ein Krimi nach meinem Geschmack. Nicht nur wegen der "Bouneschlupp" und "Mummentaart" oder "Quetscheflued mat Vanilleglace". Spannend geschrieben und leicht zu lesen, mochte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Xavier Kieffer, ein Meisterkoch, hat viele Jahre in den besten Restaurants gekocht und sehnt sich nun nach etwas mehr Ruhe und Gemütlichkeit. Er eröffnet sein eigenes kleines Restaurant das "Deux eglises" in Luxemburg und kocht dort für seine Stammgäste regionale Gerichte. Die Abende verbringt er gerne mit seinem Freund Pekka im Garten seines Häuschens bei anregenden Gesprächen und einem guten Tropfen Moselwein.

Als ein Restaurantkritiker bei einem Besuch in Kieffers Lokal tot zusammenbricht, ist es mit Kieffers beschaulichem Leben zu Ende. Schnell gerät er in Verdacht, den Restaurantkritiker umgebracht zu haben und steht ab sofort unter Beobachtung von Kommissar Manderscheid. Kieffer bleibt nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu ermitteln, was ihn selbst in größte Gefahr bringt. Er bekommt es mit einem großen Lebensmittelkonzern zu tun, der mit einer in Neuguinea gefundenen (Teufels-)Frucht versucht, die Lebensmittelindustrie und vor allem die Gastronomie zu revolutionieren. Man kann nur hoffen, daß solche Machenschaften sich niemals durchsetzen werden. Hasenpfeffer aus Hühnerabfällen ist einfach eklig.

Wer die französische Sprache, wer Luxemburg und Paris kennt, hat Monsieur Kieffer gerne durch dieses Buch begleitet und erfahren, wie er sich letztendlich aus den ganzen Verwicklungen dieses Kriminalfalles befreien konnte.

Ein sehr lesenswertes und spannendes Buch, das ich gerne weiterempfehlen möchte.

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Bewertung von Mel.E aus L. am 30.04.2012 ***** ausgezeichnet
Dieser Krimi hat bei weitem meine Erwartungen übertroffen. An manchen Stellen läuft dir wirklich das Wasser im Mund zusammen, wenn du davon liest, was in manchen Küchen für Leckerbissen regelrecht kredenzt werden und dann wiederum bedenkst du deine eigenen Essgewohnheiten, wenn es darum geht was Glutamat in unserem Körper anstellt.
Die Teufelsfrucht ist eine Neuentdeckung, die dem Menschen, der sie zu sich nimmt, das Gefühl vorgaukelt, ein äußerst geschmackvolles Essen zu essen. Dabei ist sie nicht ganz ungefährlich und soll dennoch auf den Markt kommen um noch mehr Sägemehl oder Käse, der keiner ist zu ersetzen.

Egal, das ist nicht das Haupthema des Buches, sondern hier wird die Geschichte eines Kochs erzählt, der ohne es zu wollen in einen Komplott will ich es mal nennen gerät. Ein Gastro - Kritiker bricht tot in seinem Restaurant zusammen und er selbst gerät nun unter Mordverdacht. Eine verzwickte Situation, die man nur lösen kann, wenn man sich selbst auf Spurensuche begibt und sich dabei natürlich selbst in Gefahr bringt. Xavier Kieffer entwickelt sich schlicht und einfach zum Superhero der Restaurantgeschichte und ist dabei wirklich sympathisch. Er kann also nicht nur gut kochen, sondern ist auch noch so schlau und gewitzt, seine Verfolger immer wieder abzuwehren. Besonders attraktiv scheint er nicht zu sein, zumindest lese ich es so heraus, aber das macht nix, denn er fällt dennoch auf, denn er kann kochen und was noch besser ist, er kann seinen Hals das eine oder andere Mal selbst retten.

Es ist wie es ist und auch ein Superhero kann nicht alles voraussehen und wir lernen die Gefahren kennen, die sie Teufelsfrucht in sich birgt, die die Industrie sich zunutze machen will um den Verbraucher noch mehr zu schädigen. Kieffer muss es am eigenen Leib erfahren und es ist schon sehr erschreckend. Dies könnte nicht nur eine fiktive Geschichte sein, sondern eine Tatsache und das ist das was mich eher beängstigt als dieser Krimi, der sich mitunter schon recht schwer lesen lässt, da ich der französischen Sprache nicht mächtig bin und auch viele dieser edlen Speisen noch nie gegessen habe oder davon gehört. Wenn ich allerdings davon lese, wie qualvoll ein Hummer zu Tode kommt, bevor er auf dem Teller eines Gastes liegt, verzichte ich auch weiterhin gern auf den Genuss dieser armen Kreatur.

Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen und ich freue mich schon sehr mir "Rotes Gold" als Abendlektüre vorzunehmen. Dieser Krimi ist einfach anders und vielleicht nicht einzigartig, dennoch möchte ich ihn sehr gerne weiterempfehlen.

Die 320 Seiten lassen sich zwar nicht durchweg leicht und flüssig lesen, aber für alle diejenigen, die sich schwer tun mit der Sprache der Haute Cuisine umzugehen werden einen Glossar hinten im Buch finden, der übersetzt, was wir bis dahin nicht verstanden haben und das ist auch sehr gut, sonst würden sicherlich einige (allen voran natürlich ich!) das Buch mit einem großen Fragezeichen im Gesicht zuklappen.

Der Autor es geschafft seine wenigen Seiten so vollzupacken, das wir gesättigt und rundum zufrieden das Buch zuklappen können.

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 26.03.2012 ***** sehr gut
Regionalkrimis aus allen Ecken Deutschlands schießen ja wie Pilze aus dem Boden: Bayern, Eifel, Ostfriesland... Doch nun wird dieses Genre noch um eine Spielart erweitert. Angesiedelt in Luxemburg, spielt sich die Handlung von 'Teufelsfrucht' überwiegend im 'Haut-Cuisine-Milieu' ab.Die Krimihandlung ist solide Hausmannskost: Eine Frucht mit unglaublichen Fähigkeiten wird entdeckt, für die sich auch bald die Industrie interessiert. Doch die Öffentlichkeit soll davon nichts erfahren. Die Hauptfigur Xavier Kieffer, ein Koch aus Luxemburg mit Vorliebe für bodenständiges, regionales Essen, wird wider Willen in diese Angelegenheit mit hineingezogen, als in seinem Restaurant ein Gastrokritiker tot umfällt. Er beginnt zu recherchieren und stellt fest, dass sein ehemaliger Lehrmeister Boudiers mit in diese Sache verwickelt ist. Ein Besuch bei ihm bleibt leider ohne Erfolg, da er verschwunden und sein Sterne-Restaurant abgebrannt ist - Brandstiftung? Xavier ermittelt weiter und begibt sich in Lebensgefahr...Was das Buch über die Durchschnittsware heraushebt, sind die überaus gelungenen Beschreibungen Luxemburgs (muss ich wirklich mal hinfahren ;-)) und die sehr anschaulichen Schilderungen von Trinken, Essen und dessen Zubereitung. Da läuft einem nicht nur einmal das Wasser im Munde zusammen und man möchte sich am liebsten gleich selbst an den Herd stellen (Vorschlag: Vielleicht ein kleiner Rezepteanhang in einem der nächsten Bücher?). Daneben wird auch ausführlich das 'Treiben' der Lebensmittelindustrie dargestellt, ohne allerdings zu vergessen darauf hinzuweisen, dass bestimmte Produkte bei der großen Zahl an Konsumenten nicht anders zur Verfügung gestellt werden können.Schöner Krimi mit viel Lokalkolorit und jeder Menge Informatives zum Thema Essen und Trinken. Macht Appetit auf mehr!

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 20.02.2012 ***** ausgezeichnet
Als in dem kleinen Restaurant Deux Eglises der Gastro-Kritiker Ricard plötzlich tot zusammenbricht, fällt der Verdacht sofort auf den Inhaber Xavier Kieffer. Für die Polizei steht eindeutig fest, dass der Kritiker vergiftet wurde, damit er keine schlechte Kritik über das Deux Eglises in dem weltberühmten Restaurantführer Gabin veröffentlichen kann. Doch so einfach ist des Rätselslösung nicht. Kieffer stellt auf eigene Faust Ermittlungen an und gerät in einen Sog aus Hinterhältigkeiten, bösartigen Schlägern und einer groß angelegten Verschwörung der Chemiekonzerne.

Das Cover zeigt den Eingang eines kleine Restaurants. Auf der Anschlagtafel stehen Titel und Autor des Buches. Passend zum Titel Teufelsfrucht ist die dominierende Farbe rot, in unterschiedlichen Schattierungen. Ich hätte mir kein besseres Cover für dieses Buch vorstellen können!

Tom Hillenbrand entführt seine Leser in die bizarre Welt der haut cuisine. Stress, Panik, Anspannung dominieren die Welt der Kochtöpfe. Der ständige Druck, immer der Beste zu sein, wirkt erst leicht paranoid, dann aber doch nachvollziehbar. Eine Spirale, die sich ins Unendliche dreht, da jeder auf seinem Gebiet Einzigartigkeit kreieren will und leider auch muss, um den Ansprüchen der noblen Gäste Herr zu werden. Dies schildert der Autor zwar authentisch, aber auch mit einem Hang zum schwarzen Humor, den dieses Buch auszeichnet und zu einem Lesegenuss der besonderen Art werden lässt. Die Handlung ist durchweg spannend und interessant zu lesen und die Protagonisten schillernde, nervig, sympathisch und liebevoll.

Mit seinem Charakter Xavier Kieffer hat Tom Hillenbrand eine sehr interessanten Protagonisten geschaffen. Der Leser merkt, dass der Autor in diese Figur wirkliches Herzblut gesteckt hat, da sie wirklich einmalig gut ausgearbeitet wurde.

Durch die Einteilung in viele, kleine Kapitel war das Buch zum einen sehr übersichtlich eingeteilt, zum anderen viel es sehr schwer, es überhaupt aus der Hand zu legen, da ich immer dachte: Ach, noch das kleine Kapitel.

Mich persönlich haben eigentlich nur die vielen Sprünge durch diverse Sprachen gestört. Spanisch und Englisch sind kein Problem, aber an den vielen französischen und luxemburgerischen Fachausdrücken habe ich mir fast die Zunge gebrochen. Hinten im Buch stehen zwar Erläuterungen, aber es war doch umständlich, immer wieder dorthin zu blättern.

Mein Fazit: Ein sehr gelungener Krimi, der mehr als lesenswert ist! Liebenswert!

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Bewertung von Stephanie_Sack aus München am 21.09.2011 ***** ausgezeichnet
~*°..Meine Meinung..°*~

Tom Hillenbrands Buch "Teufelsfrucht" erinnerte mich irgendwie an die Zeit, in der ich Dan Browns Bestseller "Sakrileg" gelesen hatte. Warum? Nun, manche wenige Bücher schaffen es, einen Leser auf eine ungeheuerlich magische Art und Weise zu fesseln, wie man es niemals für möglich gehalten hätte. Sie fahren förmlich ihre Krallen aus und haken sich in uns fest, bis wir sie vollständig gelesen haben. Erst danach scheint es, geben sie uns wieder für neue fremde Zeilen frei. "Sakrileg" hatte dies bei mir damals geschafft, "Teufelsfrucht" schaffte dies wieder.

Von der Erzählweise des Autors war ich derart gebandt, dass ich mich über jeden Moment, in dem ich das Buch zur Seite legen musste, geärgert habe. Die Spannung kroch förmlich aus den Fugen und setzte sich in meinen Gliedern fest. Sie lies sich nicht abschütteln, sie begleitete mich durch das gesamte Buch. Welche Wege die Geschichte einschlägt erfuhr man zu gegebener Zeit, jedoch waren sie für mich nicht im Voraus ersichtlich oder gar klar auf der Hand liegend. Die Story besitzt zudem einen sehr innovativen Charakter und glänzt mit ihrer Einzigartigkeit. Hillenbrand scheint bei seinem "kulinarischen Krimi" voller Tatendrang und Kreativität.

Mit einem Schmunzeln habe ich mir den gastronomischen Fachjargon reingezogen, der sich durch den gesamten Roman zieht. Was "Mise en place" ist, liegt für mich als gelernte Fachkraft klar auf der Hand, könnte jedoch für manchen Laien unter den Lesern für ordentlich Verwirrung sorgen. Auch die französischen Begriffe sämtlicher Küchenpositionen (u.a. sous-chef, saucier, patissier) werden ganz bestimmt nicht jedem so geläufig sein, wie mir. Obwohl im Anschluss an die Geschichte ein Glossar mit Küchenlatein angehängt ist, bleiben einige, fast schon zu viele Begrifflichkeiten unerklärt. Die Verwendung des moselfränkischen Dialekts (Letzebuergisch) innerhalb des gesamten Fließtextes versetzt dem Krimi einen Hauch von luxemburgischem Flair - fast so als wäre man selbst vor Ort.

Die Geschichte beginnt mit der Entdeckung der Teufelsfrucht, einer gelben Chatwa-Frucht aus Papua Neuguinea namens Solanum catvanum. Der Einstieg in die Geschichte spielt sich förmlich wie ein Abenteuerstreifen vor unseren Augen ab, man erkennt den Protagonisten - hart und männlich, wie er vorbeikriechende Insekten unter seinem Stiefel zerquetscht. Einfach klasse, weil man nie darauf kommt, kurze Zeit später schon in einem luxemburgischen Restaurant zu sitzen und "Noisette" zu schlürfen und "Petit Four" zu knabbern. Ein Verlauf, der bereits am Anfang meine Aufmerksamkeit ganz für sich gewann.
Der Hauptprotagonist Xavier Kieffer ist einfach nur herrlich autentisch. Nicht auf den Mund gefallen, vorlaut, wissbegierig, emsig. Genauso, wie ich mir einen erfolgreichen Koch und Besitzer eins gut besuchten Restaurants vorstelle. Er hat einen Hang zu gutem Wein und noch vielmehr zu hochprozentigen Tropfen, gutes Essen gibt es stets im Einklang. Seine Neugierde treibt ihn bald schon in den Mittelpunkt einiger schmieriger und krimineller Machenschaften.

Man bekommt zudem einen guten Einblick in die Welt der Lebensmitteltechnologie, auch wenn mir viele chemische Vorgänge selbst erklärt, unerklärt blieben. Eine Sache, die ich jedoch mehr meinem fehlenden Interesse für diesen Bereich als auf eine "weniger klare" Definiton der Vorgänge zuschreibe. Einen Ausflug in die Welt der "Lebensmittelpanscher" bekommt man gleich gratis dazu. Sicher ist, dass eine Tiefkühlpizza nach dem Lesen des "kulinarischen Krimis" keine Tiefkühlpizza mehr ist...na denn mal "Bon Appetit"!!

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Bewertung von Everett aus Barsinghausen am 20.07.2011 ***** sehr gut
Ein kleines, bodenständiges in der Luxemburger Unterstadt. Sein Besitzer, Xavier Kieffer, war einst erfolgreiche Nachwuchskoch, lernte in einem Sternerestaurant. Doch der Stress war ihm irgendwann zu viel und so kocht er lieber Ur-luxemburgische Küche. Doch dann stirbt in seinem Restaurant ein Gastronomie-Kritiker. Da ist dann Xaviers Neugier geweckt und nach und nach kommt er einer sehr umfangreichen Gaunerei eines großen Lebensmittelkonzerns auf die Spur.
Dieser kulinarische Krimi, so steht es auf dem Cover, und passt genau, ist wirklich lesenswert. Klar und flüssig zu lesen, Informationen genau am richtigen Punkt, genau wie die Spannung in einem guten Rahmen gehalten wird. Dazu noch Besonderheiten der Luxemburgischen Küche, und eine mögliche Fiktion der Machenschaften der Lebensmittelindustrie. Gut geschriebene Dialoge von Xavier mit seinem Freund, einem EU-Mitarbeiter, wie alle Gespräche in diesem Roman.
Von Xavier und seinem Umfeld würde ich gerne mehr lesen, und wenn man als Leser mehr davon möchte, ist es vielleicht für den Autoren wie für einen Koch, ein dickes Lob.
Schön zu lesender Krimi, der in einem interessanten Bereich spielt mit angenehmen Charakteren.

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Bewertung von MsBookeria am 21.06.2011 ***** ausgezeichnet
Xavier Kieffer ist leidenschaftlicher Koch und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines beschauliches Restaurant mit dem schillernden Namen Deux Eglises. Der Haute Cuisine hat dieser schon lange abgeschworen und daher besteht seine Speißekarte auch aus relativ schlichten Klassikern wie Huesenziwwi, Bouneschlupp oder Rieslingpaschtéit. Doch als Kieffer eines Abends unerwarteten Besuch von einem Gastro-Kritiker bekommt, der kurz darauf in seinem Restaurant tot aufgefunden wird, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Denn Xavier steht plötzlich unter Mordverdacht. Und wie sich herausstellt, hat der Tote auch noch für den hoch renommierten Guide Gabin gearbeitet, der unter den Gourmets als das blaue Buch der guten Küche gilt. Alles nur Zufall oder hat jemand den Restaurant-Tester bewusst in Kieffers Restaurant bestellt? Xavier beschließt in eigener Sache Nachforschungen anzustellen und diese führen ihn nach Paris zur Gabin-Chefin höchstpersönlich und zu seinem ehemaligen Lehrmeister und Maître Paul Boudier.

Kurz darauf findet eine zeitlich nah aneinander liegende Brandserie von Spitzenrestaurants statt, die alle samt im Guide aufgelistet waren. Zu diesen gehörte auch Boudier's Restaurant das Renard Noir, dem der Gastro-Kritiker ein Tag vor seinem Tot einen Besuch abgestattet hat. Daraufhin verschwindet Boudier spurlos. Ist Paul tot? Untergetaucht? Hatte er etwas mit dem Tot an Ricard zu tun? Oder war er selbst einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Und welches Geheimnis hütet die mysteriöse Frucht, die Xavier darauf in Boudier's Experimentierküche findet und die sich als wahre Geschmacksexplosion offenbart? Kieffer beschließt an dem Fall dranzubleiben. Und so führt ihn seine Reise weiter nach Hohenheim bei Stuttgart an das Max-Planck-Institut für Lebensmitteltechnologie. Nach Bitburg bei Trier zu seinem ehemaligen egomanischen Kollegen Leonardo Esteban, der mittlerweile zu einem weltberühmten Fernsehkoch avanciert ist. Aber auch nach Genf zu einem äußerst berechnenden Lebensmittelchemiker, der für einen großen bekannten Lebensmittelkonzern arbeitet. Bis er sich schließlich in der Schweiz wiederfindet. Spitzenküche ist ein harter Wettbewerb und das muss auch Xavier im Laufe des Romans am eigenen Leibe feststellen.

Zum Schreibstil kann ich sagen, dass sich Teufelsfrucht in 33 sehr kurzen aber dennoch überschaubaren Kapiteln, durch seinen gehobenen aber dennoch gut zu lesenden Stil auszeichnet. Das Buch ist äußerst bildlich und ausführlich geschrieben, da es immer wieder kleine Abstecher in die Gourmetwelt macht. Äußerst hilfreich hierfür ist auch das Küchenlatein, welches als Glossar auf den letzten drei Seiten abgedruckt ist. Auch behält das Buch seine Spannung bis zur letzten Seite bei. Teufelsfrucht ist ein kulinarischer Krimi, der sich im doppeldeutigen Sinne genießen lässt. Und daher gebe ich diesem Buch für seine gesamte Leistung auch volle fünf Sterne!

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Bewertung von Nefret am 28.04.2011 ***** gut
Xavier Kieffer führt ein kleines, aber feines Restaurant in Luxemburg. Eines Tages bricht ein Restaurant nach einem Testessen bei ihm tot zusammen. Die Polizei stellt fest, dass der Kritiker vergiftet wurde. Xavier macht sich selbst auf Spurensuche.

Tom Hillenbrand hat einen Krimi geschrieben, der in der Welt der Spitzen- und Fernsehköche spielt. Dabei schafft er es, die Küchenatmophäre, Geschmäcker und Gerüche so zu beschreiben, dass man bei Lesen richtig Appetit auf gutes Essen bekommt.

Leider geht dabei die Spannung etwas unter. Doch der Leser lässt sich von der ganzen Gemütlichkeit und den Anspielungen auf bekannte Persönlichkeiten, Firmen und Organisationen einlullen. Hillenbrand karikiert teilweise die abgehalterten Spitzen- und weniger talentierten TV-Köche, die es durch Blendung zu Ruhm gekommen sind. Aber auch die Nahrungsmittelindustrie bekommt ihr Fett weg.

Diese Figuren sind amüsant, gäbe es da nicht überzeichneten Schurken und das sehr übertriebene Ende. Dies sorgt zusammen mit der fehlenden Spannung dafür , dass "Teufelsfrucht" ein netter Krimi ist, den ich aber bald wieder vergessen haben werde.

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Bewertung von tinabauer aus essingen am 27.04.2011 ***** ausgezeichnet
Xavier hat ein kleines bescheidenes Restaurant in Luxemburg. Eines Abends nach dem Trubel des Tages erscheint ein älterer Franzose, den Xavier und sein Team sogleich als Restauranttester und Gourmetsternchenverteiler enttarnen. Doch zum Hauptgang kommt es erst gar nicht, das der Feinschmecker bereits vorher stirbt. Das alles will Xavier nicht auf sich sitzen lassen, denn er ist sich keiner Schuld bewusst. Er recherchiert mit seinem finnischen Kumpanen Pekka, einem EU-Beamten, der es mit seiner Arbeitsmoral nicht so genau nimmt und stößt dabei auf eine zwielichtige Frucht, die es im wahrsten Sinne in sich hat!


Klasse geschrieben, eine echte Überraschung! Wahnsinns Stil! Sprachtechnisch interessant gestaltet.

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