Tea-Bag - Mankell, Henning

Henning Mankell 

Tea-Bag

Roman

Aus d. Schwed. v. Verena Reichel
Broschiertes Buch
 
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**** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Tea-Bag

Ein typischer Henning Mankell: authentisch, engagiert, voll sprühendem Witz und tiefem Ernst. Ein Roman, der das Gegensätzlichste verbindet - eine Satire auf den modernen Literaturbetrieb und einen Einblick in die illegale Welt der Einwanderer.

Jesper Humlin hat es nicht leicht. Er ist ein gefeierter Lyriker, doch sein Verleger besteht darauf, dass er endlich einen Kriminalroman schreibt. Seine Freundin will ein Kind von ihm, der Kurs seiner Wertpapiere ist gefallen, und seine über achtzigjährige Mutter hat eine Agentur für Telefonsex eröffnet. Alle anderen scheinen erfolgreicher zu sein als er. Da bringt eine Lesung im Boxclub eines alten Freundes die Wende in seinem Leben. Dort lernt er Tea-Bag, ein schwarzes Flüchtlingsmädchen, und ihre Freundinnen kennen. Sie wollen Schriftstellerinnen werden und bei Jesper Humlin in die Lehre gehen. Und nach und nach erfährt er ihre Geschichten: von Tea-Bag, die aus dem Sudan kommt und immer von einem unsichtbaren Affen erzählt, von Tanja, der Russin, die massenhaft Handys klaut und mit dem Dietrich hantiert wie andere Frauen mit dem Lippenstift, und von Leyla, die einen jungen Schweden liebt und vor dem Zorn ihrer iranischen Sippe flieht. Als Jesper Humlin versucht, die Mädchen vor Polizei in Sicherheit zu bringen, beschwört er ungeahnte Verwicklungen herauf, die zu einem tragikomischen Höhepunkt führen.
Ein Buch von wunderbarer Komik und tiefem Ernst - ein neues Genre, in dem Mankell wie in seinen früheren Büchern brilliert.



Produktinformation


  • Verlag: DTV
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 379 S.
  • Seitenzahl: 384
  • dtv Taschenbücher Bd.13326
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 23mm
  • Gewicht: 314g
  • ISBN-13: 9783423133265
  • ISBN-10: 3423133260
  • Best.Nr.: 13322362
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Wir lieben den Mord-Mankell, den Erfinder Kommissar Wallanders, den Retter des sozialkritischen Krimis, den Schriftsteller, der uns weismachen wollte, dass Südschweden die Region mit der weltweilt höchsten Morddichte sei. Und wir schätzen den Afrika-Mankell, der virtuos seinen europäischen Blick auf von Kolonialismus und Imperialismus verwüstete Savannen pflegte. Jetzt aber ist Afrika in Schweden angekommen, in Gestalt der Illegalen Tea-Bag, die vor Bügerkrieg und Folter erst nach Spanien geflohen ist und dann nach Skandinavien, wo man sich für ihr Schicksal interessiert. Wie sie glaubt. Tatsächlich interessiert sich gerade mal Jesper Humlin für sie, ein leicht abgehobener Lyriker, der in einem Anfall von Altruismus einen Literaturkurs für Göteborger Migranten anbietet. Literatur und Realität prallen aufeinander, und was dabei entsteht, ist - Überraschung! - Humor. Von Seite zu Seite wird "Tea-Bag" skurriler, Schweden bevölkert sich mit indischen Taxifahrern, 80-jährigen Telefonsex-Anbieterinnen und, haha, Krimiautoren. Selbstironie kann Mankell aber nun gar nicht, sein Schreiben ist immer bierernst, und wo "Tea-Bag" humorvoll, gar sarkastisch sein will, ächzt die Konstruktion des Romans gewaltig. Dennoch: Vielleicht ist "Tea-Bag" ja die Geburt eines dritten, ironischen Mankells. Und wenn dieser einmal die Meisterschaft seiner beiden anderen Gesichter erlangt, dann nehmen wir die Kinderkrankheiten dieses Quasi-Debüts gern in Kauf. (fis)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.04.2003

Keine Metapher zu verzollen
Larmoyantes Vibrato: Henning Mankell tut des Guten zuviel

Noch nie hat Henning Mankell sich selbst so preisgegeben wie in seinem neuen Buch, das mit dem Verzicht auf eine Gattungsbezeichnung die Schwebe zwischen Fiktion und Dokumentation hält. Und noch nie ist ihm ein Buch derart mißraten. Sein Protagonist und fiktiver Verfasser ist der von erotischen und literarischen Krisen, von seiner Eitelkeit und seinem Verleger gebeutelte Jesper Humlin, ein erfolgreicher Autor, der sich weigert, einen Kriminalroman zu schreiben. Während eines Schreibkurses für Einwanderer lernt er Flüchtlingsmädchen kennen, die aus Afrika, Rußland und dem Mittleren Osten nach Schweden gekommen sind, mit zerstörten Lebensgeschichten und beschädigten Identitäten. Eine von ihnen hat sich, halb aus Angst, halb aus Trotz, den Unsinnsnamen "Tea-Bag" zugelegt; ihre Geschichte und ihre Beziehung zu Humlin bilden das Zentrum des Buches. An dessen Ende werden die Mädchen zwar kaum etwas geschrieben, dafür aber viel erzählt und dem Autor Stoff nicht nur für ein neues Buch, sondern auch für eine neue Lebenseinstellung geliefert haben.

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»Mankell-Fans bekommen hier alles geboten, was ihr Herz begehrt, im Verbund mit einer neuen, überraschenden Zutat: trockenem, skurrilem Humor.« Andrea Bollinger, Der Bund
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm, das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.

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Kundenbewertungen zu "Tea-Bag" von "Henning Mankell"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.3 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen **** sehr gut
(aus 4 Bewertungen)
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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 24.07.2011 ***** ausgezeichnet
Stellt euch vor, ihr müsstet aus eurer Heimat fliehen, weil euer Vater ein mieses Ekel ist und euch noch mieser verheiraten will. Und dann gelingt es euch tatsächlich, abzuhauen. Das Leben wird hart. Ihr habt keine Unterkunft, nichts zu essen. Bei Hunger hilft nur, mutig jemand anderem in die Tasche zu greifen. Und dann gelingt euch die Flucht in ein anderes Land. Hier wird alles besser- dachtet ihr. Doch da kommt ihr in ein AUffanglager. Mit euch zusammen warten hier schon tausende andere auf ein besseres Leben. Wie du sitzen sie hier fest, dürfen nicht raus aus dem Lager. Manche werden verrückt, andere krank. Doch irgendwann kommst du frei und landest in einem Land deiner Wahl. Dummerweise bist du nicht legal hier. Du hast keine Papiere und keine Rechte. Ein Versteckspiel beginnt, das jeden Moment zu Ende sein kann. Immer auf der Hut vor der Polizei oder einem Verräter bewegst du dich wie jemand, den es gar nicht gibt.
So eine Person ist Tea- Bag. In wirklichkeit heißt sie anders. Diesen Namen hat sie sich in der Not zugelegt, als man sie nach ihrem Namen fragte. Tea-Bag heißt übrigens einfach nur Teebeutel. Auf solch eine Packung war ihr Blick damals gefallen, bevor sie antwortete. Henning Mankell, der dieses beeindruckende Buch schrieb, beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dem Elend der Rechtlosen, aber auch mit den menschlichen Katastrophen besonders in Afrika. Und so beschreibt er in diesem Buch am Beispiel einer jungen Frau, wie es Menschen oft ergeht, die vor Schlimmem fliehen und doch nichts besseres finden.
Das Buch hat mir stark beeindruckt und sehr nachdenklich gemacht. Seither finde ich es nicht mehr selbstverständlich, ein eigenes Bett zu haben, eine Identität, einen Platz an einer guten Schule, nette Eltern und Freunde. Das Buch empfehle ich gerne weiter.

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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 26.06.2011 ***** ausgezeichnet
Henning Mankell hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben über eine junge Frau, die aus großem Elend und familiären Gründen ihre Heimat verlässt. Zunächst landet sie im Flüchtlingslager und später in Schweden. Doch sie ist dort eine Illegale. Was das für einen Menschen bedeutet, wenn er immer in der Angst leben muss, entdeckt zu werden, das wird in diesem Buch sehr deutlich. Und es hat mich das Thema "Flüchtlinge" mit ganz neuen Augen sehen lassen.
Ich finde, dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein, denn es thematisiert etwas, was auch in unserem Land zum Alltag gehört. Und außerdem holt es all diejenigen zurück auf den Teppich, denen es irgendwie zu gut geht...
Ich empfehle das Buch unbedingt weiter.

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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 31.05.2011 ***** ausgezeichnet
Tea-Bag ist eine junge Frau, die in Schweden lebt. Sie ist aus Afrika geflohen und hält sich hier nun illegal auf. Was das für die junge Frau bedeutet, schildert der Autor auf ganz spanndene Weise. Außerdem erzählt er von Tea-Bags Herkunft und den Erlebnissen auf dem Weg hierher. Viel Schlimmes hat sie erlebt, und seitdem ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich, wie gut es mir geht.
Das Buch sollte jeder haben, denn es öffnet uns den Blick für eine Problematik, die sonst selten auf den Tisch gepackt wird. Sehr lesenswert.

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Bewertung von Polar aus Aachen am 11.09.2007 ***** weniger gut
Novelle, den Begriff kennt man doch aus der Schulzeit und schon da wußte nicht jeder gleich eine Antwort darauf, was eine Novelle ausmacht. Martin Walsers Geschichte von Helmut und Sabine Halm, Klaus Buch und seiner Frau Helene hat das Verfallsdatum überschritten, in dem deutsche Literatur spätestens zehn Jahre nach dem Erscheinen versinkt. Es werden immer noch Filme danach gedreht, Walser selbst hat die Geschichte in ein Stück verwandelt. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein in der Präsentation nach außen. Wie viel Neid kommt da bei Halm in Bezug auf Buchs Leben auf? Er selber hegt eher ein Faible für die Vernichtung. Dies vor Augen geführt zu bekommen, kann einen schon aus der Bahn werfen. Es bedarf eines Unwetters bei einer Segelpartie, um auch Klaus Buchs Existenz in Frage zu stellen. Was bleibt vom Leben, wenn der eine davor flieht und der andere es ausbeutet? Eine wunderschöne Erzählung, die der klassischen Forderung nach dem einen Ereignis im Mittelpunkt nachkommt, und auch nach all den Jahren sehr Deutsch anheimelt, jedoch nicht verblaßt.

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Henning Mankell 

Tea-Bag

Tea-Bag - Mankell, Henning

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Aus d. Schwed. v. Verena Reichel

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Produktinformation
  • Verlag: DTV
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 379 S.
  • Seitenzahl: 384
  • dtv Taschenbücher Bd.13326
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 23mm
  • Gewicht: 314g
  • ISBN-13: 9783423133265
  • ISBN-10: 3423133260
  • Best.Nr.: 13322362

Produktbeschreibung zu "Tea-Bag"

Kurzbeschreibung

Ein typischer Henning Mankell: authentisch, engagiert, voll sprühendem Witz und tiefem Ernst. Ein Roman, der das Gegensätzlichste verbindet - eine Satire auf den modernen Literaturbetrieb und einen Einblick in die illegale Welt der Einwanderer.

Jesper Humlin hat es nicht leicht. Er ist ein gefeierter Lyriker, doch sein Verleger besteht darauf, dass er endlich einen Kriminalroman schreibt. Seine Freundin will ein Kind von ihm, der Kurs seiner Wertpapiere ist gefallen, und seine über achtzigjährige Mutter hat eine Agentur für Telefonsex eröffnet. Alle anderen scheinen erfolgreicher zu sein als er. Da bringt eine Lesung im Boxclub eines alten Freundes die Wende in seinem Leben. Dort lernt er Tea-Bag, ein schwarzes Flüchtlingsmädchen, und ihre Freundinnen kennen. Sie wollen Schriftstellerinnen werden und bei Jesper Humlin in die Lehre gehen. Und nach und nach erfährt er ihre Geschichten: von Tea-Bag, die aus dem Sudan kommt und immer von einem unsichtbaren Affen erzählt, von Tanja, der Russin, die massenhaft Handys klaut und mit dem Dietrich hantiert wie andere Frauen mit dem Lippenstift, und von Leyla, die einen jungen Schweden liebt und vor dem Zorn ihrer iranischen Sippe flieht. Als Jesper Humlin versucht, die Mädchen vor Polizei in Sicherheit zu bringen, beschwört er ungeahnte Verwicklungen herauf, die zu einem tragikomischen Höhepunkt führen.
Ein Buch von wunderbarer Komik und tiefem Ernst - ein neues Genre, in dem Mankell wie in seinen früheren Büchern brilliert.

24.04.2003

Keine Metapher zu verzollen
Larmoyantes Vibrato: Henning Mankell tut des Guten zuviel

Noch nie hat Henning Mankell sich selbst so preisgegeben wie in seinem neuen Buch, das mit dem Verzicht auf eine Gattungsbezeichnung die Schwebe zwischen Fiktion und Dokumentation hält. Und noch nie ist ihm ein Buch derart mißraten. Sein Protagonist und fiktiver Verfasser ist der von erotischen und literarischen Krisen, von seiner Eitelkeit und seinem Verleger gebeutelte Jesper Humlin, ein erfolgreicher Autor, der sich weigert, einen Kriminalroman zu schreiben. Während eines Schreibkurses für Einwanderer lernt er Flüchtlingsmädchen kennen, die aus Afrika, Rußland und dem Mittleren Osten nach Schweden gekommen sind, mit zerstörten Lebensgeschichten und beschädigten Identitäten. Eine von ihnen hat sich, halb aus Angst, halb aus Trotz, den Unsinnsnamen "Tea-Bag" zugelegt; ihre Geschichte und ihre Beziehung zu Humlin bilden das Zentrum des Buches. An dessen Ende werden die Mädchen zwar kaum etwas geschrieben, dafür aber viel erzählt und dem Autor Stoff nicht nur für ein neues Buch, sondern auch für eine neue Lebenseinstellung geliefert haben.

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Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 4 Bewertungen):
4.3 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ****
sehr gut
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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 24.07.2011
*****
ausgezeichnet
Stellt euch vor, ihr müsstet aus eurer Heimat fliehen, weil euer Vater ein mieses Ekel ist und euch noch mieser verheiraten will. Und dann gelingt es euch tatsächlich, abzuhauen. Das Leben wird hart. Ihr habt keine Unterkunft, nichts zu essen. Bei Hunger hilft nur, mutig jemand anderem in die Tasche zu greifen. Und dann gelingt euch die Flucht in ein anderes Land. Hier wird alles besser- dachtet ihr. Doch da kommt ihr in ein AUffanglager. Mit euch zusammen warten hier schon tausende andere auf ein besseres Leben. Wie du sitzen sie hier fest, dürfen nicht raus aus dem Lager. Manche werden verrückt, andere krank. Doch irgendwann kommst du frei und landest in einem Land deiner Wahl. Dummerweise bist du nicht legal hier. Du hast keine Papiere und keine Rechte. Ein Versteckspiel beginnt, das jeden Moment zu Ende sein kann. Immer auf der Hut vor der Polizei oder einem Verräter bewegst du dich wie jemand, den es gar nicht gibt.
So eine Person ist Tea- Bag. In wirklichkeit heißt sie anders. Diesen Namen hat sie sich in der Not zugelegt, als man sie nach ihrem Namen fragte. Tea-Bag heißt übrigens einfach nur Teebeutel. Auf solch eine Packung war ihr Blick damals gefallen, bevor sie antwortete. Henning Mankell, der dieses beeindruckende Buch schrieb, beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dem Elend der Rechtlosen, aber auch mit den menschlichen Katastrophen besonders in Afrika. Und so beschreibt er in diesem Buch am Beispiel einer jungen Frau, wie es Menschen oft ergeht, die vor Schlimmem fliehen und doch nichts besseres finden.
Das Buch hat mir stark beeindruckt und sehr nachdenklich gemacht. Seither finde ich es nicht mehr selbstverständlich, ein eigenes Bett zu haben, eine Identität, einen Platz an einer guten Schule, nette Eltern und Freunde. Das Buch empfehle ich gerne weiter.
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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 26.06.2011
*****
ausgezeichnet
Henning Mankell hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben über eine junge Frau, die aus großem Elend und familiären Gründen ihre Heimat verlässt. Zunächst landet sie im Flüchtlingslager und später in Schweden. Doch sie ist dort eine Illegale. Was das für einen Menschen bedeutet, wenn er immer in der Angst leben muss, entdeckt zu werden, das wird in diesem Buch sehr deutlich. Und es hat mich das Thema "Flüchtlinge" mit ganz neuen Augen sehen lassen.
Ich finde, dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein, denn es thematisiert etwas, was auch in unserem Land zum Alltag gehört. Und außerdem holt es all diejenigen zurück auf den Teppich, denen es irgendwie zu gut geht...
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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 31.05.2011
*****
ausgezeichnet
Tea-Bag ist eine junge Frau, die in Schweden lebt. Sie ist aus Afrika geflohen und hält sich hier nun illegal auf. Was das für die junge Frau bedeutet, schildert der Autor auf ganz spanndene Weise. Außerdem erzählt er von Tea-Bags Herkunft und den Erlebnissen auf dem Weg hierher. Viel Schlimmes hat sie erlebt, und seitdem ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich, wie gut es mir geht.
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Bewertung von Polar aus Aachen am 11.09.2007
*****
weniger gut
Novelle, den Begriff kennt man doch aus der Schulzeit und schon da wußte nicht jeder gleich eine Antwort darauf, was eine Novelle ausmacht. Martin Walsers Geschichte von Helmut und Sabine Halm, Klaus Buch und seiner Frau Helene hat das Verfallsdatum überschritten, in dem deutsche Literatur spätestens zehn Jahre nach dem Erscheinen versinkt. Es werden immer noch Filme danach gedreht, Walser selbst hat die Geschichte in ein Stück verwandelt. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein in der Präsentation nach außen. Wie viel Neid kommt da bei Halm in Bezug auf Buchs Leben auf? Er selber hegt eher ein Faible für die Vernichtung. Dies vor Augen geführt zu bekommen, kann einen schon aus der Bahn werfen. Es bedarf eines Unwetters bei einer Segelpartie, um auch Klaus Buchs Existenz in Frage zu stellen. Was bleibt vom Leben, wenn der eine davor flieht und der andere es ausbeutet? Eine wunderschöne Erzählung, die der klassischen Forderung nach dem einen Ereignis im Mittelpunkt nachkommt, und auch nach all den Jahren sehr Deutsch anheimelt, jedoch nicht verblaßt.
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»Mankell-Fans bekommen hier alles geboten, was ihr Herz begehrt, im Verbund mit einer neuen, überraschenden Zutat: trockenem, skurrilem Humor.« Andrea Bollinger, Der Bund

Autorenporträt zu "Henning Mankell"

Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm, das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.

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