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| Bewertung von Toebi aus Beckum am 24.02.2012 | |
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Das war seit langem mal wieder ein Buch, das ich abgebrochen habe. Ich habe normalerweise einen langen Geduldsfaden und gebe nicht so schnell auf, aber in diesem Fall war meine Geduld bei Seite 30 beendet. Der Schreibstil hat mich nicht überzeugen können. Kurze, knappe Sätze und je nach Situationsbeschreibung hat man das Gefühl, dass sie einem um die Ohren geschlagen werden. Das Leben zweier Brüder am Abgrund. Kahl und nüchtern und mit wenig Details wird aus beiden Perspektiven (denen der Brüder selbst) das Leben beschrieben. Ich bin definitiv nicht in die Geschichte reingekommen, mir war der Schreibstil zu leer. |
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| Bewertung von Julz aus Hildesheim am 01.03.2010 | |
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Das Thema dieses Buches ist nicht eines, was ich wirklich gerne lese, aber sprachlich erinnernt mich der Autor an die deutsche Trümmerliteratur. Natürlich ist die Trümmerliteratur auf einen Zeitraum begrenzt, aber so wie bei der genannten Literatur, bedient sich der Autor einer Sprache, die dieser sehr ähnlich ist. Die Sätze sind sehr einfach gehalten, verfügen nur über wenige Wörter und sind doch fast schmucklos. Das würde ich jedoch nicht als einen negativen Punkt ansehen, sondern als einen positiven, da das perfekt zu dem Inhalt des Buches passt. Das Leben der Brüder ist nicht einfach, triste, brutal. So ist auch die Sprache. Durch die Wiederholungen betont der Autor die Wichtigkeit der betroffenen Textpassagen. Alles in allem kann gesagt werden, dass dieser Roman sprachlich und inhaltlich sehr gelungen ist. |
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| Bewertung von charlotte_30 aus Dresden am 13.11.2009 | |
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Der Roman von Bengtsson ist realistisch, benutzt keine Metaphern um die Wirklichkeit zu verschönern. Zwei biographische Erzählungen bilden den Plot des Romans. Der Ich-Erzähler dokumentiert das Leben der Brüder, wobei dieser im ersten Kapitel in die Rolle von Nick schlüpft und im zweiten Teil in dessen Bruder, der vom Autor keinen Namen bekommt. Beide Brüder durchlebten eine Kindheit mit traumatischen Erfahrungen, das Trauma der Kindheit verfolgt sie und verbindet sie: der Tod des kleinen Bruders. Ihr Leben, welches durch den Autor fixiert wurden ist, ist geformt von Drogen, Gewalt und Einsamkeit. Sie sind nicht in der Lage einen Haltepunkt in ihrem Leben zufinden. Martin, der Neffe von Nick, gibt seinen Bruder zwar Halt, doch ist er nicht in der Lage von seiner Sucht loszukommen. Er verschafft sich und Martin gegen Ende des Romans ein normales Leben, dieses ist jedoch nur möglich indem er Drogen verkauft. Martin könnte eine Zukunft besitzen doch die äußeren Umstände werden es verhindern. Der Schreibstil, der inneren Monologe und der dokumentarischen Aufarbeitung eines Tages durchzieht den ganzen Roman. Die Darstellung des Milieu, indem die Brüder leben, gleicht der naturalistischen Schreibweise. Damit kommt es zu einer Verschmelzung des Naturalismus und des expressionistischen Großstadtromans. Der Roman setzt keine Wertung und keine Kritik, diese wird dem Leser überlassen, denn dieser Roman kann nicht nur gelesen werden. |
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| Bewertung von Bücherwürmchen aus Bayern am 03.10.2009 | |
| Charakteristisch für die Schreibweise von Bengtsson sind kurze Sätze, manchmal auf den ersten Blick zusammenhanglos hingeworfene Gedanken, lakonisch geschilderte Dramen, die dadurch umso realistischer und eindringlicher wirken. Insgesamt vermittelt schon alleine diese Sprache einen Eindruck von den Leben der beiden Brüder, um die es geht: Der Überlebenskampf schon in der Kindheit, Aggressionen, ein Sich-Treiben¿Lassen und das Streben danach, ein guter Mensch zu sein, ein guter Vater, einem gewissen Ehrenkodex zu folgen, nicht nur haltlos und fremdbestimmt zu sein, einfach durchs Leben zu kommen. Dieses Buch ist definitiv keine leichte Sommerlektüre, das man so nebenbei konsumieren und unberührt wieder weglegen kann. Wer aber bereit ist, sich auf die schonungslose Schilderungen chancenloser Leben einzulassen, wird ein grandioses Buch entdecken. |
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Bewertung von sabatayn76 am 22.09.2009 |
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Inhalt: Jonas T. Bengtsson erzählt die Geschichte zweier Brüder - Nick ist Alkoholiker, Ex-Knacki und Bodybuilder, sein Bruder alleinerziehender Vater des fünfjährigen Martin und Junkie. Die Kindheit der Geschwister war geprägt von Heimaufenthalten, einer alkohol- und medikamentenabhängigen Mutter, zahlreichen Entbehrungen und dem frühen Tod eines weiteren Bruders. Nick und sein Bruder teilen ähnliche Kindheitserlebnisse, zeigen jedoch unterschiedliche Bewältigungsstrategien - der eine löst innere Spannungen mit Gewalt und Alkohol, der andere mit Heroin. Die Gemeinsamkeit ist, dass ihr Leben an sich wertlos erscheint, dass sie jedoch durch einen anderen Menschen einen Lebensmittelpunkt, einen Sinn finden. Für Nick ist das Ivan, der Bruder seiner Ex-Freundin, um den er sich kümmert, für seinen Bruder ist es sein Sohn Martin. Mein Eindruck: In kurzen und prägnanten Sätzen führt Bengtsson den Leser in seine Geschichte ein. Einen wirklichen roten Faden gibt es nicht, vielmehr erlebt man den Alltag der beiden Brüder. Die Sprache ist häufig brutal und erbarmungslos, beschönigt nichts und zeigt dem Leser somit glaubhaft und authentisch die Welt der Protagonisten. "Submarino" ist die Bezeichnung für eine Foltermethode. Und wie der Gefolterte beinahe erstickt, so kämpfen die Protagonisten täglich ums nackte Überleben, und so fehlt auch dem Leser oft die Luft zum Atmen angesichts der düsteren Kulisse und der menschlichen Tragödien. Mein Resümee: Jeder braucht einen Fokus, einen Sinn, für den sich das (Über-) Leben lohnt. "Submarino" zeigt schonungslos, dass man auch (oder gerade) am Abgrund des Lebens eine Aufgabe benötigt, die einem Tag für Tag eine Richtung vorgibt. "Submarino" ist ein niederschmetternder Abriss des Alltags sozial gestrandeter Existenzen, nimmt einem den Atem, schockiert, entsetzt, macht betroffen und zeigt, dass delinquentes Verhalten eine oftmals nachvollziehbare Ursache hat, dass eine Bewertung in gut - böse, schwarz - weiß und moralisch - unmoralisch zu simpel und nicht ausreichend ist, um der Komplexität des Lebens gerecht zu werden. |
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| Bewertung von Smaz am 01.09.2009 | |
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Puh, das war schwere Kost. Das geht zwar schon aus der Beschreibung, dem Titel und der Leseprobe hervor, trotzdem hatte ich nicht mit so einem extremen Buch gerechnet. Die Charaktere durchleben keine besonders spannenden Szenen, dennoch reizt hier das Unbekannte - die andere Lebensweise und die ungewohnten Tagesabläufe zu verfolgen stellte sich als interessanter als gedacht heraus. Auch wenn mich die Brutalität und Gewalt, wie sie vor allem im ersten Teil beschrieben wird, sehr abgeschreckt hat, hatte es doch auch gute Stellen. Sehr gestört an der ganzen Sache hat mich jedoch, dass der jeweilige Ich-Erzähler verwirrende Gedanken hat, Szenen und Beschreibungen der Abläufe aber stets mit einer solchen Distanz beschrieben sind als wäre der Ich-Erzähler in diesem Moment ein Außenstehender. Das passt irgendwie nicht zusammen: Die extreme Handlung und dazu eine komplett ruhige Erzählweise. Interessant fand ich die Entwicklung der Charaktere und der Beziehungen zu ihren jeweiligen Freunden und Familienmitgliedern. Die Rückblicke, die nach und nach immer mehr das Bild der Brüder komplettieren, sind auch gut geschrieben und vor allem gut platziert. Man erfährt erst am Ende den wirklichen Zusammenhang, kann aber vorher schon vieles erahnen. Das Ende an sich war für mich ziemlich unspektakulär, hatte ich mir doch völlig anders vorgestellt. Der Schreibstil ist wirklich nicht gerade einfach zu lesen, die Sätze sind grundsätzlich knapp und kurz gehalten. Manchmal verwirren die kurzen Kommentare und Gedanken sehr, dabei treten häufig völlig unwichtige Details in den Vordergrund. Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung, der erste Teil war schon ein Stückchen heftiger als der zweite. Man gewöhnt sich aber auch ein wenig an den Schreib- und Erzählstil. Auch handlungsmäßig war der zweite Teil interessanter, also sollte man das Buch nicht nach dem ersten Teil weglegen. |
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| Bewertung von a.schmalzbauer aus Sünching am 30.08.2009 | |
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Zwei Brüder, Nick ein Schläger und Ex-Knacki, sein Bruder, Junkie, Dealer und alleinerziehender Vater. Beide versuchen das Leben auf ihre Art zu meistern. Nick trainiert in einem Fitnessstudio, wohnt in einem Wohnheim und verbringt seine restliche Zeit mit Bier trinken. Oder mit Sophie, seiner Nachbarin, die sich um seine anderen Bedürfnisse kümmert. Sein Bruder hat einen kleinen Sohn, um den er sich kümmert. Sehr liebevoll. Allerdings hat er auch immer Angst, das er ihm, wegen seiner Heroinsucht, weggenommen wird. Er wird zum Dealer, um mehr Zeit und Geld für seinen Sohn zu haben. Jonas T. Bengtsson zeichnet ein beklemmendes Bild von Mitgliedern unserer Gesellschaft, die an den Rand gedrängt und chancenlos sind. Die schon in ihrer Kindheit einen Weg vorgezeichnet bekommen haben, dem sie nicht entrinnen können. Er schreibt in einer klaren, harten, schonungslosen Sprache, die einem manchmal denken lässt, muss das so sein? Aber vielleicht würden wir "privilegierten" Leser es sonst auch gar nicht verstehen? Vielleicht könnten wir uns diese Welt, dieses Leben, sonst nicht einmal ansatzweise vorstellen. Eine hoffnungslose Geschichte, ohne Illusionen, voller Aggressionen. Der Leser wird schonungslos mitgenommen in eine Welt, welche die wenigsten kennen dürften. Vielleicht nicht so spannend wie ein Krimi, aber auf jeden Fall so schockierend. Eine Geschichte die einen nachdenken lässt. Vor allem darüber, wie gut es einem geht. Ein Buch, dessen Inhalt man nicht so schnell vergessen wird. Für mich eine Entdeckung. |
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Bewertung von redfox aus Sachsen am 23.08.2009 |
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Zwei Brüder - ganz unten Dieses Buch ist harte Kost! Zwei Brüder, ganz unten, erzählen Ihre Lebensgeschichte, die am Ende wieder zusammenführt. Harte abgehackte Sätze, meist nur die Realität nüchtern erzählt ohne ein Warum zu erklären. Oft erkennt man nicht, ob es Realität ist oder doch Drogenrausch. Dieses Buch ist sicher literarisch wertvoll - aber überhaupt nichts für mich. Denn wenn ich lese - also sozusagen meine tägliche Dosis Rausch zu mir nehme - möchte ich dem Alltag entfliehen. Endweder mit Fantasy-Geschichten, Thrillern, wo man sich schön gruseln kann, oder netten lustigen Storys. Aber diese nüchterne harte Geschichte ohne Lichtblick und Wunder zieht mich einfach nur noch mehr runter, als dass sie mich entspannt. Also ein absolutes No-Go für meine Bücherschrank und mein Gemüt. |
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| Bewertung von stjerneskud aus Stuttgart am 18.08.2009 | |
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Geht unter die Haut Nick wohnt nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in einem Wohnheim, das nur als vorübergehende Bleibe dienen soll. Sein Leben kann er nicht in normale Bahnen lenken. Stattdessen verbringt er viel Zeit in einem Fitnessstudio, treibt sich in der Stadt herum und trinkt. Sein älterer Bruder ist alleinerziehender Vater eines vierjährigen Jungen und Heroinabhängig. Er schwankt zwischen seiner Sucht und seinem Sohn ein normales Leben bieten zu können, wie es die anderen Kinder im Kindergarten führen. Allerdings ist da dieses berühmtberüchtigte Stolpersteinchen, das sie zu Fall bringt. Den Erstlingsroman von Jonas T. Bengtsson habe ich nicht gelesen, aber dieser hier hat mich gepackt und obwohl ich ihn schon vor einiger Zeit aus den Händen gelegt habe, bewegt und berührt er mich immer noch und wird mich so schnell auch nicht loslassen. „Submarino“ ist wirklich lesenswert. Ich bin nicht immer ein Freund der Ich-Form, aber hier passt sie und die Geschichte der beiden Brüder hätte ansonsten nicht so ergreifend und schonungslos erzählt werden können. Vorallem dürfen Beide ihre Geschichte erzählen und der eine wird nicht von dem anderen übergangen. Der Schreibstil mag anfangs gewöhnungsbedürftig sein, aber vermutlich wird nur dadurch diese Intensität erreicht und man selber in den Bann der Geschichte gezogen. Es fühlt sich so an, als ob man selber dabei wäre, ganz nah an den Geschehnissen dran und sie miterlebt. Ich habe schon lang nichts mehr gelesen, daß mir so unter die Haut ging. Erst nach und nach offenbart sich einem die ganze Geschichte, aber manches bleibt einem nach wie vor unverständlich. Leider erfährt man nichts über den Vater der Brüder und die näheren Umstände, wieso sie in unterschiedlichen Heimen untergebracht waren. Es ist kein Buch für Zwischendurch und für Schnellleser und wenn man das nächste Mal in der Stadt ist, wird man mit dieser Geschichte im Hinterkopf mit einem ganz anderen Blickwinkel durch die Straßen gehen. Insbesondere bei einem Aufenthalt im Stadtteil Nørrebro oder in einem Hotel, das in einer Seitenstraße der Istedgade liegt. Den Roman kann man gut und gerne noch ein zweites oder drittes Mal lesen. Empfehlenswert für alle Kopenhagen-Fans und für diejenigen, die in Lebensschilderungen eintauchen wollen, mit denen sie ansonsten nicht in Berührung kommen. |
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| Bewertung von melange aus Bonn am 17.08.2009 | |
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Wahrlich keine meiner üblichen Urlaubslektüren, trotzdem hat Submarino mich gefesselt. Zur Story: Zwei Brüder, ohne Vater, dafür mit alkohol- und tablettensüchtiger Mutter aufgewachsen, lernen früh sich auf der Straße zu behaupten. Der eine landet in einer Notunterkunft, der andere beim Rauschgift. Beide versuchen ihr Leben dadurch in den Griff zu bekommen, dass sie sich um noch Schwächere kümmern. Beide scheitern bei dem Versuch. Zur Aufmachung: Kalte Farben bestimmen das Cover, dazu ist ein wohlgeformter, aber gesichtloser Männerkörper zu sehen. Eine perfekte Abbildung des Inhalts - eine desinteressierte, kalte Umwelt, die - wenn überhaupt - nur den äußeren Schein wahrnimmt, jedoch keinesfalls hinter die Fassade blickt. Inhaltliche Gliederung: Zwischen Prolog und Epilog befinden sich die beiden Hauptkapitel, die sich jeweils mit einem der beiden Brüder näher befassen. Diese beiden Kapitel tragen die Namen der Figuren, denen die Hauptsorge der Brüder gilt: Ivan, der kleine Bruder der Exfreundin von Nikolai und Martin, der Sohn des zweiten, namenlosen Bruders. Mein Eindruck: In schnörkellosen Sätzen und kurzen Kapiteln schildert Bengtsson meisterhaft den Fall zweier Brüder, die vom Schicksal keine Chance bekommen haben. Früh von einer überforderten Mutter vernachlässigt, versuchen beide, ihren nächsten Bezugspersonen ein besserer Freund bzw. ein besserer Vater zu sein und gehen dafür in einem Fall nicht nur sprichwörtlich über Leichen. Was mir besonders gefiel, war, dass beide Hauptfiguren schemenhaft blieben - wie die Leute, denen man zwar auf der Straße begegnet, die man aber nicht wirklich wahrnimmt und teilweise nur zu gerne übersieht - Penner, Junkies, Obdachlose, Bettler. Die Nebenpersonen des Romans hingegen waren klarer gezeichnet, - sie erstanden vor dem geistigen Auge des Lesers. Im Gegensatz zur Konturlosigkeit des Aussehens waren die Beweggründe für das Handeln der Beiden um so klarer. Selbst wenn alte Frauen überfallen wurden, um die Heroinsucht zu finanzieren oder eine Leiche verschwinden musste - alles erschien mir logisch, selbst mit einer ganz und gar bürgerlichen Einstellung, die ich im Normalfall zu Kapitalverbrechen habe. Das ist ein Verdienst von Bengtsson, der es versteht, einem Leser auch ihm zuwider gehende Handlungsweisen zu erklären. Mein Fazit: Dieses Buch ist hartes Brot, das ich nicht unbedingt einem depressiven Freund empfehlen würde, aber wenn man sich auf eine nicht einfache Geschichte einlassen kann, ist Submarino eine gute Wahl. |
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