Stukturen und Funktionen des Erzählens im Computerspiel
Das Computerspiel verfügt über die unter allen Medien einzigartige
Fähigkeit zur Verschmelzung von Erzählung und Spiel. Die Analyse
dieser interaktiven Kommunikationsform bereitet aber noch immer
Schwierigkeiten, da weder Spiel- noch Erzähltheorie eine
angemessene Terminologie bieten. Auch die Computerspieltheorie hat
bislang hier keine Abhilfe geschaffen, da die etablierten Ansätze
das Medium auf den Spiel- oder Erzählaspekt reduzieren.
In Strukturen und Funktionen des Erzählens im Computerspiel wird
zum ersten Mal eine Systematik entwickelt, die es Studenten und
Forschern aller Disziplinen, aber auch Insidern der Spielindustrie
ermöglicht, ohne theoretische Vorkenntnisse die erzählerischen
Möglichkeiten des Mediums zu analysieren. Grundlage ist ein
innovativer, problemorientierter Ansatz: Spiel wird generell als
Simulation und damit als Kommunikationsmittel verstanden, wodurch
sich viele Anknüpfungspunkte zwischen Spieltheorie und aktueller
Erzählforschung ergeben. Beide Theorien werden schrittweise und
ausführlich dargestellt, anhand von zahlreichen Beispielen und über
70 Illustrationen und Diagrammen anschaulich aufbereitet, und zu
einer zusammenhängenden Systematik verarbeitet.