Die Lyrikforschung ist im Vergleich mit der in den vergangenen
Jahren intensiv betriebenen Narratologie in ein deutliches
Theoriedefizit geraten. Die Beiträge des Bandes verstehen sich als
Antwort auf die Rückzugsposition der letzten Jahrzehnte, derzufolge
sich das, was Lyrik sei, immer nur mit Blick auf je spezifische
historische Kontexte bestimmen lasse, und erarbeiten aus
unterschiedlichen Perspektiven systematische Fundierungen für
Phänomene von den antiken Ursprüngen im Gesang zur lyra bis zur
lyrisme-Debatte im Frankreich des ausgehenden 20. Jahrhunderts
Klaus W. Hempfer, geb. 1942, ist Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der FU Berlin. Forschungsschwerpunkte: Literatur und Epistemologie, europäische Renaissanceliteratur, französische Lyrik des 19. Jahrhunderts, Intermedialität.
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