Sorry - Drvenkar, Zoran
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Zoran Drvenkar 

Sorry

Thriller. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Krimipreis 2010, Bester Roman

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Sorry

Die fetten Jahre sind vorbei. Eine gute Geschäftsidee ist gefragt. Frauke, Tamara, Kris und Wolf, vier junge Berliner, stört, dass sich niemand mehr für nichts verantwortlich fühlt. Sie setzen auf die heilsame Kraft eines einfachen »Sorry« und gründen eine »Agentur für Entschuldigungen«. Erstaunt stellen sie fest, dass die Resonanz überwältigend ist. Bis Kris eines Tages am vereinbarten Treffpunkt nicht den Klienten, sondern eine brutal zugerichtete Leiche findet. Und den Auftrag, sich bei ihr zu entschuldigen. Die vier lassen sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Mörder ein, das immer perfider und grausamer wird.

Ihr Angebot rüttelt die Geschäftswelt auf, denn sie entschuldigen sich für die Vergehen von Unternehmen. Sie bieten den Schuldigen Unterstützung an und helfen den Opfern. Sie selbst verdienen viel Geld damit, die vier jungen Berliner, die diese clevere Geschäftsidee hatten, irgendwann, bevor alles anfing. Immer mehr Menschen erleichtern über sie ihr Gewissen - als ihnen eines Tages jemand den Auftrag erteilt, eine Tote um Verzeihung zu bitten für die unvorstellbaren Qualen, unter denen sie starb. Hier schnappt die Falle zu. Die Lektion, die der Auftraggeber ihnen ab jetzt erteilt, ist voller Dunkelheit: Wie Schachfiguren werden sie auf eine Spur der Grausamkeit gesetzt, auf der es keine Vergebung gibt, kein Schwarzweiß mehr zwischen Opfer und Täter. Zoran Drvenkars verstörender neuer Roman erzählt auf zwingende Weise von einer Welt, in der wir der Gewalt nicht mehr ausweichen können. Weitere Informationen über Zoran Drvenkar und 'Sorry' finden Sie hier. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu 'Sorry'.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 396 S.
  • Seitenzahl: 396
  • Ullstein Taschenbuch Nr.28183
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 32mm
  • Gewicht: 327g
  • ISBN-13: 9783548281834
  • ISBN-10: 3548281834
  • Best.Nr.: 28003833
"Lesen Sie`s lieber gleich in einem Rutsch - Sie können sowieso nicht mehr ruhig schlafen!" Ulrich Dombrowsky / Buchhandlung Dombrowsky, Regensburg"Was für eine geniale Idee! Eine völlig irre Geschichte, die unbedingt von Jedem gelesen werden muss. Wunderbar." Conny Scheel, Buchhandlung Memminger, Bremerhaven"Dieser Thriller bricht mit Erwartungen und Konventionen, dass es eine Kunst ist. Eine große Lesefreude sowieso." Die Welt"Ein spannendes, mit drastischen Gewaltakten ausstaffiertes Szenario, das die Täter- und Opferrollen in Frage stellt." Der Spiegel"Mehr als wahrscheinlich sogar einer der besten deutschsprachigen Thriller überhaupt. Einer mit internationalem Format ... Sorry ist in jeder Hinsicht das Originellste, was deutschsprachige Autoren von Spannungsliteratur in letzter Zeit abgeliefert haben." Krimi-ciouch.de/Lars Schafft/ Februar 2009"Ein Name, den man sich merken muss, zumindest, wenn man Krimileser ist." STADTREVUE KÖLNMAGAZIN/ Februar 2009"Sorry, aber dieses Buch wird Ihnen Angst machen. Sorry, aber dieses Buch wird Sie verfolgen. Sorry, aber dieses Buch wird Ihre Nerven blank legen. Sorry, aber dieses Buch wird Sie um den Schlaf bringen. Sorry, aber solch einen stilistisch und meisterlich gesponnenen Thriller haben sie bisher selten zu lesen bekommen. Sorry, aber mit Sebastian Fitzeks Psychothrillern ist Sorry das Beste, was es jemals in der deutschen Psychothriller-Literatur zu lesen gab. Sorry, liebe Leser, sagen Sie nicht, ich hätte Sie vor dieser Lektüre nicht gewarnt. Sorry, Zoran Drvenkar, aber ich muss Sie bitten, weiter solche Thriller zu schreiben, damit die Leser nach so einem großen Wurf nicht plötzlich ohne Sie dastehen. Sorry, aber dieser Thriller muss Weltruhm erlangen." 16.02.09/ Alex Dengler, denglers-buchkritik.de"Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Es beschert Ihnen schlaflose Nächte. Besonders spannend ist Drvenkars Art mit den Erzählperspektiven zu spielen, statt eines Ich-Erzählers kommt hier das Du ins Spiel und spricht den Leser somit direkt an, zieht in seinen Bann und macht dabei letztlich den Leser zum Mörder." Stadtbücherei Hof/Melanie Witzik/19.02.09"Zoran Drvenkar ist mit diesem Buch ein zutiefst verstörender Thriller gelungen, in em es auf die Frage nach Gut und Böse keine Antwort mehr gibt ... schockierend, berührend und unerbittlich präzise..." Jana Trautmann / leser-welt.de / 24.02.09"Rasche Perspektivwechsel - und ein mörderisch guter Stil" DIE WELT / 28.02.09 / wer"Sein Krimi ist einer der besten der deutschsprachigen Frühjahrskollektion." RHEINISCHER MERKUR / 26.02.09"Ein blutiges, aber durchaus anspruchsvolles und intellektuelles Vergnügen. Wie Schachfiguren schiebt Drvenkar seine Personen durch die Handlung und zieht den atemlosen Leser wie am Nasenring hinterher." OLDENBURGER KREISZEITUNG / 23.02.09 / Regina Jerichow
Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller. Zoran schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke und Kurzgeschichten über Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. Zoran Drvenkar lebt heute in der Nähe von Berlin.

Blick ins Buch "Sorry"


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Kundenbewertungen zu "Sorry" von "Zoran Drvenkar"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Nefret am 06.10.2011 ***** sehr gut
Die vier Freunde Kris, Wolf, Tamara und Frauke gründen in Berlin eine Agentur, die sich für ihre Auftraggeber entschuldigt. Eines Tages bekommen sie einen Auftrag, der sie zu einer verlassenen Wohnung führt. Dort befindet sich eine ermordete Frau, der sie eine Entschuldigung vortragen und dann die Leiche beseitigen sollen. Doch das ist erst der Anfang eines Albtraums.

Zoran Drvenkar macht es dem Leser nicht einfach in die Handlung einzutauchen. Zwischen den Kapiteln springt er zwischen den Erzählperspektiven hin und her. Mal auch in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Direkte Rede wird nicht verwendet. So dauert es ein wenig, bis man als Leser dem Faden folgen kann. Aber sobald der Leser sich auf den Erzählstil eingelassen hat, lässt ihn dieser Thriller über Vergebung, Rache, Sühne und Freundschaft nicht mehr los.

Immer wieder schafft es Zoran Drvenkar seine Leser zu überraschen. Selbt erfahrene Thrillerleser werden an "Sorry" ihren Spaß haben und die Spannung genießen. Also bloß nicht von dem gewöhnungsbedüftigen Schreibstil abschrecken lassen!

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 04.06.2011 ***** ausgezeichnet
Als Berlinerin (wenn auch nur zugezogen) fühle ich mich natürlich von Thrillern in meiner Stadt immer angezogen. Und hier hat mich mein Gespür nicht betrogen. Der Plot ist echt kniffelig und der Schreibstil spannend und abwechslungsreich, da jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen geschrieben ist. 4 Freunde auf der Überholspur, als sie ihre eigene Agentur aufmachen indem sie sich im Namen eines anderen bei Dir entschuldigen, sei´s weil Dein Freund mit Dir Schluß machen will aber zu feige ist. Oder eben Dein Chef Dich rauskannten will. Als sie plötzlich eine Leiche als Entschuldigungs-Kandidaten haben und sie sich auf das perfide Spiel des Mörders einlassen, beginnt ein Spiel auf Leben und Tod. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen, es war Klasse und beängstigend. Hier gleich um die Ecke.

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 13.05.2011 ***** sehr gut
Hast du schonmal etwas schlimmes angestellt und jemanden anderen damit sehr verletzt? Oder ist das sogar Gang und Gebe bei dir? Da wäre doch mal eine Entschuldigung fällig oder meinst du nicht? Ach so, das ist dir unangenehm? Kein Problem! Ich habe hier eine Agentur für dich, die das alles ganz sauber und seriös für dich in Angriff nimmt und erledigt...

Die vier Freunde Kris, Tamara, Wolf und Frauke haben eigentlich eine geniale Geschäftsidee. Sie haben ein kleines Unternehmen gegründet, dass sich ausschließlich im Namen anderer bei den verschiedensten Personen für ihre Untaten entschuldigt. Schnell merken sie, dass diese Marktlücke hervorragend bei den Kunden ankommt. Sie verdienen sich bald eine goldene Nase...
Doch dann nimmt die Handlung eine Wendung, also sie sich bei jemandem entschuldigen sollen, der bereits tot ist. Wer ist der Mörder? Und wer ist so dreist und beauftragt auch noch eine Firma, um sich bei seinem Opfer zu entschuldigen?

Von Anfang an merkt der Leser, dass er mit "Sorry" etwas ganz besonderes in den Händen hält. Die Taten des grausamen Mörders werden nämlich aus der Sicht des Lesers in der Ich-Perspektive beschrieben. Dann dürfen wir den weiteren Verlauf des Thrillers in vier weiteren Handlungssträngen mit verfolgen. Das geschieht aus der Sicht der vier Hauptprotagonisten.
Zunächst ist dieser Stil gewöhnungsbedürftig, allerdings begeistert das außergewöhnliche schnell!

Nicht nur, dass der Thriller an sich sehr spannend und interessant ist, nein, der Leser wird hier auch noch zum Nachdenken angeregt. Kann es gut sein, schlimme Dinge von sich abzuwenden udn sich einfach eine Entschuldigung zu erkaufen? Ist das ein Freifahrtschein für alle Menschen ohne Moral tun und lassen zu können was man will? Ist eine solche Agentur der moderne Ablass, den wir bereits aus der Kirche kennen?

Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht von der ersten Seite an fesseln konnte, weil der Schreibstil für mich so völlig neu war. Man musste sich auch sehr konzentrieren, um die verschiedenen Handlungsstränge nicht durcheinander zu würfeln.
Dennoch bin ich restlos begeistert von dem Buch. Zoran Drvenkar hatte nicht nur eine wahnsinnig tolle Idee für einen Thriller - der vollgepackt mit Anregungen sich selbst Gedanken über Moral zu machen - ist. Nein, er hat das auch noch in einem unverwechselbarem Schreibstil verpackt.
Daumen hoch dafür und Empfehlung für alle Thrillerfans und die, die es noch werden wollen.

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Bewertung von Tintenherz aus Kronshagen am 24.02.2011 ***** sehr gut
Die Engel

"Sorry" von Zoran Drvenkar
erschienen im Ullstein Verlag, Seitenanzahl: 396


Inhalt:

Kris Maurer hasst Lügen und unfaires Verhalten. Durch ein unglückliches Ereignis entsteht die Geschäftsidee einer Entschuldigungsagentur. Vier Freunde, die mehr Niederlagen als Siege vorzuweisen haben, entschließen sich dazu, diese Idee zu verwirklichen. Alles läuft gut, bis ein merkwürdiger Auftrag sie erreicht und sie einen grausamen Fund machen.


Autor:

Zoran Drvenkar, geb. 1967 in Kroatien, zog als 3jähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller. 2002 legte er sich das Pseudonym von zwei kanadischen Schriftstellern zu und lebt heute in der Nähe von Berlin in einer ehemaligen Kornmühle.


Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich. Der Leser wird direkt vom Autor angesprochen, was ungemein wach hält. Die Erzählweise springt von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück, was den Spannungsbogen keineswegs unterbricht.
Die Idee dieser Agentur ist interessant. Durch die Entschuldigung wandelt sich die Wut und die Verletzlichkeit der "Opfer".


Fazit:

Anfangs etwas verwirrend, aber überaus spannend mit einem temporeichen Schreib- und Erzählstil.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 15.01.2011 ***** sehr gut
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich mich in den Schreibstil erst einlesen mußte. Er ist sehr ungewöhnlich und neu für mich. Keine wörtliche Rede, was mich anfangs etwas irritierte. Zoran Drvenkar wechselt die ganze Zeit zwischen verschiedenen Perspektiven und man muß aufpassen wo, bei wem man gerade ist. Er spricht mich, den Leser direkt an. Der Stil hat etwas voyeuristisches, was das Buch für mich reizvoll macht. Ich gucke nicht auf die Geschichte, ich bin in ihr drin. Und das als Mörder!

Es geht um Schuld und Verzeihen. Die vier Freunde Tamar, Wolf, Kris und Frauke haben mit ihrem Leben nicht viel angefangen. Sie dümpeln in die Zukunft auf Kosten anderer. Sie können sich dies selbst nicht verzeihen, versuchen es aber - erfolgreich - bei anderen. Sie gründen eine Agentur mit Namen sorry. Die vier entschuldigen sich im Namen von z.B. Firmen bei Mitarbeiten für ihre Entlassung. Als Entschädigung bieten sie Geld oder eine Tätigkeit in einer anderen Firma. Hauptsache die Entschuldigung wird angenommen und der Auftraggeber hat sein Gewissen beruhigt, wieder eine reine Weste. Die Idee ist gut. Die Idee wird ein Renner und die vier haben fast mehr Aufträge, als sie bewältigen können.

Bis sie eines Tages an einen Mörder geraten. Sie sollen sich bei den Opfern entschuldigen. Eine gnadenlose Jagd beginnt, ein mörderisches Katz- und Mausspiel.

Die Hintergründe werden sehr gut dargestellt und ich hatte teilweise Mitleid mit dem Mörder, da die Einblicke in seine geschändete Seele mich sehr mitgenommen haben. Für mich persönlich hinkt der Schluß etwas. Er ist nicht ganz rund. Wie wenn jetzt das Ende dahin muß, obwohl noch hundert Seiten Material da gewesen wären. Ein lesenswertes Buch, aber auf keinen fall für schwache Nerven geeignet!

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