Sommerlügen - Schlink, Bernhard

Bernhard Schlink 

Sommerlügen

Geschichten

Gebundenes Buch
 
2 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Sommerlügen

Lebensentwürfe, Liebeshoffnungen, Alterseinsichten was ist Illusion, und was stimmt? Was bleibt, wenn eine Illusion zerplatzt? Die Flucht in eine andere? Weil das Leben ohne Lebenslügen nicht zu bewältigen ist? Sieben irritierend-bewegende Geschichten von Bernhard Schlink.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 278 S.
  • Seitenzahl: 288
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 124mm x 23mm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783257067538
  • ISBN-10: 3257067534
  • Best.Nr.: 29537046
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.08.2010

Es klappern die Stereotypen am rauschenden Meter

Da bleibt keine Frage offen: Der neue Erzählungsband von Bernhard Schlink heißt "Sommerlügen", und nicht nur im Titel klingt er nach Strandlektüre. Schlinks Personal hat in diesem Buch vor allem amouröse und familiäre Altlasten zu tragen.

Zweifelsohne ist Bernhard Schlink einer der mit Vergangenheit beladendsten Autoren unserer Tage. Und das nicht nur, weil er ohne seine eigene Vergangenheit - den Welterfolg "Der Vorleser" aus dem Jahr 1995, der im vergangenen Jahr in die deutschen Kinos kam - schwerlich zu denken, geschweige denn zu lesen ist. Auch deshalb, weil sich die Fragen nach dem Umgang mit der Vergangenheit und der vermeintlichen Möglichkeit ihrer Bewältigung durch seine literarischen genauso wie durch seine rechtswissenschaftlichen Arbeiten ziehen. Der Holocaust war es in "Der Vorleser", die RAF-Verstrickungen der Bundesrepublik und ihr Ausstrahlen in die Mentalität der Gegenwart in seinem 2008 erschienenen Roman "Das Wochenende".

Auch in seinem neuen Band mit Erzählungen ist es das Kreiseln um das Vergangene und der Versuch, das Zurückliegende in ein Verhältnis zu sich zu …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Gepflegt und entspannungsfördernd, wenn auch nicht unbedingt literarisch wertvoll, findet Kristina Maidt-Zinke diesen Erzählungsband. Keine politischen Altlasten belasten die Protagonisten, keine materiellen Sorgen oder extreme Gefühlslagen, höchstens Sinnkrisen, ausgelöst durch Krankheit oder Tod, schreibt die Kritikerin. Alle seien weich ins gleiche Milieu einer gut gepolsterten Weltläufigkeit eingebettet, in dem Maidt-Zinke auch die Leser Bernhard Schlinks vermutet. So erscheinen ihr die an der angelsächsischen Tradition geschulten Erzählungen über Liebesverstrickungen, Beziehungsprobleme und Familienkonflikte wie eine "standesgemäße Lektüre" für Reisende im Erste-Klasse-Abteil oder Urlauber auf der Terrasse eines Hotels der gehobenen Kategorie.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.08.2010

Zarathustra kuschelt nicht
In seinen „Sommerlügen“ raubt Bernhard Schlink uns alle Illusionen bis auf die eine: Dass es Wahrheit gibt
Lüge und Wahrheit bezeichnen verschiedene, manchmal sogar konträre Auffassungen von Wirklichkeit. Was Lüge und was Wahrheit ist, lässt sich nicht immer leicht entscheiden, besonders dann nicht, wenn die eigene Lebensweise in Frage steht. Der Lügner ist schließlich vor sich selbst und seinem Gegenüber nur dann überzeugend, wenn er glaubt, was er lügt und sich ungerecht behandelt fühlt, wenn man ihn als Lügner bezeichnet. Wer nicht lügen kann, weiß nicht, was Wahrheit ist, sagt Nietzsches Zarathustra. Wahrheiten waren für ihn nichts als Illusionen, deren illusionärer Charakter in Vergessenheit geriet.
Friedrich Nietzsche verhandelte das Problem von Wahrheit und Lüge „im außermoralischen Sinne“. Der Schriftsteller und Juraprofessor Bernhard Schlink aber ist ein Moralist. Das heißt: Er glaubt an die Unterscheidbarkeit von Wahrheit und Lüge. Das ließ sich in seinem Vergangenheitsbewältigungs-Bestseller „Der Vorleser“ ebenso beobachten wie in dem RAF-Erinnerungsroman „Das Wochenende“. Und auch wenn es …

Weiter lesen
Bernhard Schlink, geboren 1944 in Bielefeld, aufgewachsen in Heidelberg. Jurastudium dort und in Berlin, danach wissenschaftlicher Assistent. Erste Professur für VerfR und VerwR in Bonn, dann in Frankfurt. 1988 Richter des VerfGH für das Land NRW. Nach der Wende 1989 in Berlin tätig. Heute Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin und Richter am LVerfGH in Münster. Zunächst Fachbuch-, dann Romanveröffentlichungen. Auszeichnungen: 1989 Glauser Autorenpreis für deutschsprachige Kriminalliteratur ("Die gordische Schleife"), 1992 Deutscher Krimi-Preis ("Selbs Betrug"), 1997 Hans-Fallada-Preis der Stadt Münster, Italiens 'Grinzane Cavour' und Prix Laure Bataillon ("Der Vorleser"). 1999 erstmals den "Welt"-Literaturpreis, im Februar 2000 die Ehrengabe der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Gesellschaft.

Kundenbewertungen zu "Sommerlügen" von "Bernhard Schlink"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Sommerlügen" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Berryblue@arcor.de aus Offenbach/Main am 06.10.2010 ***** ausgezeichnet
Wieder ein sehr gelungenes Werk aus der Feder von Bernhard Schlink. Man(n) kann feuchte Augen, Wehmut, Verstehen und Erinnern spüren; spüren das Leben in all seinen verwobenen Facetten an Träumen, Wunschträumen und verlorenen Hoffnungen und eben auch Lügen. Mit Sommerlügen hat man 7 kurzweilige, fesselnd geschriebene Geschichten in einer angenehmen Sprache und einer steten Spannung vorliegen. Sie können die Geschichten kurz vor dem Einschlafen oder auch genüsslich in der Sonne lesen. Viel Spaß.

8 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 23.07.2010 ***** ausgezeichnet
Der Autor kann so schreiben, als hätte er alles was er beschreibt auch selbst erlebt. In "Nachsaison" erleben der deutsche Orchestermusiker Richard und die reiche amerikanische Susan in Amerika eine herrliche Liebe im Regen der "Nachsaison".

Diese Liebe hält nur wenige Tage am Ferienort. Sie ist intensiv und beide planen für ihre gemeinsame Zukunft so viel, aber bei ihrer Verabschiedung wissen beide bereits, dass es nur eine Sommerlüge war. Die Geschichte lässt es offen, aber ich vermute, beide sahen sich nie wieder.

In "Der letzte Sommer" hoffe ich sehr für den Autor, dass er möglichst wenig autobiografisches in seine Geschichte geschrieben hat. Ein Mann im Rentenalter, der sein Leben lang Bücher schrieb und auch an der Universität lehrte, hat Krebs. Einen Sommer lang wollte er mit seiner Frau, den Kindern und Enkeln verleben und dann wollte er sich langsam mithilfe eines tödlichen Coctails davon machen.

Seine Frau kam oft in den zurückliegenden Ehejahrzehnten zu kurz, auch bei der Entscheidung, dass und vor allem wann ein Todescoctail zum Einsatz kommt, lässt er sich von seiner Frau nicht in die Karten schauen. Aber sie findet den Coctail. Sie macht ihm klar, dass es so für sie nicht weitergehen kann. Sie und auch alle anderen Familienangehörigen verlassen das Sommerhaus. Der krebskranke alte Mann bleibt allein zurück. Wird er fähig sein noch an sich zu arbeiten?

Durch die Tiefe und Intensität der Texte bin ich positiv überrascht. Diese sieben Geschichten sind keineswegs leichte Sommergeschichten, wie man beim Betrachten des Covers leicht denken könnte.

Der Bielefelder Bernhard Schlink deckt Lügen auf und denkt dabei über das Leben nach. Er versteht es sehr gut den Leser nicht wieder loszulassen und er macht ihm klar, um Lügen aufzudecken ist es nie zu spät.

Christian Döring

23 von 24 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Sommerlügen" von Bernhard Schlink ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

8 Marktplatz-Angebote für "Sommerlügen" ab EUR 8,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 8,50 1,10 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung belavista333 100,0% ansehen
SEHR GUT 8,95 1,25 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), offene Rechnung, Banküberweisung, sofortueberweisung.de Deichkieker-Büc herkiste 99,4% ansehen
gebraucht; sehr gut 9,49 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal Antiquariat Angelika Hofmann 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 10,00 1,25 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung schachmanni 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 13,80 1,80 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buechergott.de 100,0% ansehen
wie neu 15,00 0,85 Banküberweisung Frankie05 100,0% ansehen
wie neu 18,90 0,50 PayPal, Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung plusbooks 100,0% ansehen
19,00 1,50 Banküberweisung, offene Rechnung Versandantiquariat Schröter 100,0% ansehen
Mehr von