Sommerhaus mit Swimmingpool - Koch, Herman

Sommerhaus mit Swimmingpool

Roman

Herman Koch 

Übersetzung: Kuby, Christiane
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Sommerhaus mit Swimmingpool

Diesem Hausarzt ist nichts heilig, auch nicht seine Familie - der neue Roman von Herman Koch. Marc Schlosser ist Hausarzt in Amsterdam. Als einer seiner Patienten, der berühmte Schauspieler Ralph Meier, stirbt, muss er sich wegen eines möglichen Kunstfehlers vor der Ärztekammer verantworten. Doch war es wirklich ein Kunstfehler? Oder hat das alles vielleicht mit den Geschehnissen im Ferienhaus zu tun, in dem beide Familien den letzten Sommer verbrachten? Zwei heranwachsende Töchter hat Marc Schlosser, Lisa und Julia. Und eine attraktive Frau, Caroline. Als sein Patient Ralph Meier, selbst verheiratet und Vater zweier jugendlicher Söhne, ihn und seine Familie einlädt, sie im Sommer ein paar Tage in ihrem Ferienhaus in Frankreich zu besuchen, klingt das zunächst wie eine gute Idee. Erst jetzt, nach Ralphs Tod, anderthalb Jahre nach den gemeinsamen Urlaubstagen, treten die Verwerfungen zwischen den beiden Familien allmählich zu Tage, und der Leser fiebert atemlos jeder weiteren Enthüllung entgegen. "Sommerhaus mit Swimmingpool" ist ein hochspannendes, meisterlich konstruiertes Familiendrama, in dem Vaterinstinkte, sexuelle Macht und Heuchelei eine große Rolle spielen. Mit scharfem Witz und genialer Beobachtungsgabe legt Koch gesellschaftliche und familiäre Risse bloß und erschafft mit Marc Schlosser den wohl abgründigsten Hausarzt der jüngeren Literatur.


Produktinformation

  • Deutsch
  • Gewicht: 447g
  • ISBN-13: 9783462043440
  • ISBN-10: 3462043447
  • Best.Nr.: 33360556
"Kochs Thriller ist Hitchcockfilm und Situationskomödie in einem. ... Rasend spannend, überraschend, witzig, hoch aktuell. Ein echter Pageturner." -- Vrij Nederland

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.01.2012

Raubvogelblicke über dem Feriendomizil

In seinem neuen Roman "Sommerhaus mit Swimmingpool" macht Herman Koch den Leser zum Komplizen des Erzählers - und führt ihn auf fragwürdiges Gelände.

Herman Koch, Jahrgang 1953, hat einen Ruf als Hollands Houellebecq. Er ist spezialisiert auf Figuren mit starken Meinungen und psychischem Getriebeschaden, auf Seelen, in denen es ungut brodelt. In seinem Bestseller "Angerichtet" ging es um die brüderliche Kollision zwischen einem frühpensionierten Geschichtslehrer, der seine Neigung zur Gewalt nicht mehr in den Griff bekam, und einem Politiker auf dem Sprung zum Premierminister. Der Pädagoge gefiel sich in einer ebenso pointierten wie ressentimentgeladenen Suada über den Machtmenschen, seine Geschmacklosigkeiten, seinen schlechten Stil. Wer diesem Paul Lohman gern zugehört hat, wird vom Ich-Erzähler des neuen Koch-Romans erst recht in den Bann gezogen.

Marc Schlosser ist Hausarzt in Amsterdam, ein zynischer Mediziner. Den intimen Falten und Furchen seiner Patienten kommt er lieber nicht zu nahe. Gelegentlich lässt sich ein Blick auf die Geschlechtsorgane allerdings nicht vermeiden: "Ich sehe zwar …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Thriller mit Mehrwert hat Wolfgang Schneider gern, und Herman Koch empfiehlt er uns als eine Art niederländischen Houellebecq. Bedenkenlos, mit einem Schmunzeln auf den Lippen, macht er sich zum Komplizen des misanthropischen Erzählers, eines zynischen Mediziners, dann stellt der Rezensent fest: Etwas stimmt entschieden nicht mit diesem Typen. Doch da ist es schon zu spät, die Irritation ist perfekt, der Rezensent weiß nicht mehr, wann und wo er diesem paranoiden Psycho auf den Leim gegangen ist. Und er macht sich auf die Suche. Für Schneider ist genau das der Mehrwert des Buches, und er ist moralischer Art. Die ein oder andere literarische Konvention des Textes neutralisiert er locker.

© Perlentaucher Medien GmbH

"[...] ein spannendes Familiendrama mit einer Erzählstimme voller Witz, Wut und bösen Gefühlen ein Thriller, der literarischen Mehrwert besitzt und moralische Fragen aufwirft.", FAZ, 09.01.2012

Raubvogelblicke über dem Feriendomizil

In seinem neuen Roman "Sommerhaus mit Swimmingpool" macht Herman Koch den Leser zum Komplizen des Erzählers - und führt ihn auf fragwürdiges Gelände.

Herman Koch, Jahrgang 1953, hat einen Ruf als Hollands Houellebecq. Er ist spezialisiert auf Figuren mit starken Meinungen und psychischem Getriebeschaden, auf Seelen, in denen es ungut brodelt. In seinem Bestseller "Angerichtet" ging es um die brüderliche Kollision zwischen einem frühpensionierten Geschichtslehrer, der seine Neigung zur Gewalt nicht mehr in den Griff bekam, und einem Politiker auf dem Sprung zum Premierminister. Der Pädagoge gefiel sich in einer ebenso pointierten wie ressentimentgeladenen Suada über den Machtmenschen, seine Geschmacklosigkeiten, seinen schlechten Stil. Wer diesem Paul Lohman gern zugehört hat, wird vom Ich-Erzähler des neuen Koch-Romans erst recht in den Bann gezogen.

Marc Schlosser ist Hausarzt in Amsterdam, ein zynischer Mediziner. Den intimen Falten und Furchen seiner Patienten kommt er lieber nicht zu nahe. Gelegentlich lässt sich ein Blick auf die Geschlechtsorgane allerdings nicht vermeiden: "Ich sehe zwar hin, aber mehr so, als würde ich ein totgefahrenes Tier auf der Straße liegen sehen." Über das Gesicht eines Mannes, der zu ihm in die Praxis kommt, sagt er: "Es sah aus wie ein brachliegendes Gelände, auf dem nie wieder etwas wachsen würde."

Wüssten die Patienten, was Marc Schlosser über sie und ihre Körper denkt - sie würden schnell den Arzt wechseln. Aber sie wissen es nicht. Der Mediziner hat eine Fassade aufgebaut. Er stimmt die Bedrückten froh und zuversichtlich, indem er ihnen die Sorge wegen ihrer schlechten Lebensgewohnheiten und Süchte nimmt. Er bestärkt sie einfach darin. Wobei er sich auf eine bestimmte Klientel konzentriert hat: Künstler, Schriftsteller, Schauspieler. Es ist erfrischend, wenn er über diese im doppelten Sinn eingebildeten Kranken herzieht, deren Vernissagen, Lesungen und Theaterpremieren er nach Feierabend absitzen muss.

Der Menschenfeind hat ja immer gut reden. Nur kippt das scharf gewürzte Räsonnement immer wieder in erbarmungslose Soziobiologie, wie sie Schlosser einst von seinem biomedizinischen Mentor übernommen hat. Dabei handelt es sich um den wegen seiner "unkorrekten" Ansichten aus dem Amt gejagten Professor Aaron Herzl (wieso eigentlich der jüdische Name?), einen Mediziner, der zur Maßnahme tendiert: "Weg mit diesen Saukerlen. Ausgemerzt gehören sie, diese Missgeburten" - so seine wissenschaftlich fundierte Meinung über Kinderschänder.

Im Verlauf der Handlung wird es Schlosser selbst mit einem Kinderschänder zu tun bekommen. Zunächst freundet er sich mit einem seiner Patienten an: dem berühmten Schauspieler Ralph Meier, der zu ihm kommt, weil er von dem für Kulanz und zugedrückte Augen bekannten Arzt gewisse leistungssteigernde Mittelchen verschrieben haben möchte. Meier spielt im Privatleben den dröhnenden Genussmenschen; als solcher wirft er "Raubvogelblicke" auf die Ehefrau des Arztes. Der richtet im Gegenzug seinen ausziehenden Medizinerblick auf Judith Meier, und weil er die Affäre in Gang bringen will, arrangiert er den Sommerurlaub so, dass die beiden Familien gemeinsame Tage im französischen Sommerhaus verbringen, das der Schauspieler gemietet hat - Schlossers mit zwei Töchtern, Meiers mit zwei Söhnen, jeweils im pubertären Alter. Dort herrscht bald ziemlich aufgeheizte Stimmung am Pool; ein älterer Regisseur mit allzu junger Freundin ist auch mit von der Partie. Tage der Liebelei, aber die Stimmung ist ungut: Es liegt zuviel Testosteron in der Luft.

Plötzlich bekommt der Urlaub tragische Schlagseite: Schlossers dreizehnjährige Tochter wird am Strand von einem Unbekannten vergewaltigt. Scheinbar ohne Erinnerung an das Vorgefallene wird sie aufgefunden. Der Arzt, den man zuvor bereits als überbesorgten Vater kennengelernt hat, der seine Töchter vor den Gefahren einer sexualisierten Raubtierwelt schützen will, dreht nun fast durch: Seine schlimmste Angstphantasie ist wahr geworden. Aber wer war es? Schlosser schaltet nicht die Polizei ein, er spielt selbst mit zunehmend paranoider Besessenheit die Verdachtsmomente und die Verdächtigen durch. Immer mehr verdichten sich die Zeichen, dass der Schauspieler, mit dem er kurz zuvor hart aneinandergeraten war, die Tat begangen hat. Einige Zeit nach dem abgebrochenen Urlaub kommt Ralph Meier wieder in Schlossers Praxis: Es geht ihm nicht gut, er hat da eine Stelle, die schmerzt und wuchert. Ein halbes Jahr später ist er tot. Eine verschleppte Krebsbehandlung, ein kunstvoll arrangierter "Kunstfehler" - Dr. Schlosser nutzt die Gelegenheit zur Rache.

"Das Biologische ist stark", lautet eine Formel Schlossers. Er meint damit eine Spielart von Starkbiologie, durch deren Optik er die Welt und das Verhältnis der Geschlechter sieht: Da geht es um Instinkte, evolutionäre Mechanismen, die Biologie im Lebens- und Liebeskampf. Das ist einerseits erhellend, tendiert andererseits aber noch deutlicher als in Judith Schalanskys Lehrerinnen-Roman "Der Hals der Giraffe" zum zynischen Biologismus. Das spiegelt die heutige Stellung der Biologie: als moderne Leitwissenschaft, die wie keine andere das Bild vom Menschen prägt und die zugleich für viele eine politisch belastete Tabuzone ist.

Wie in "Angerichtet" vertraut Koch auf die Kraft der unzuverlässigen Erzählstimme. Ist Schlosser ein illusionsloser Wahrheitssprecher? Oder soll hier ein Menschenfeind vorgeführt werden? Es bleibt irritierend in der Schwebe. Einerseits ist Schlosser ein kluger Mann und ein guter Arzt, wenn es darauf ankommt. Und wer hätte nicht Spaß an seinen schön gehässigen Beobachtungen und Reflexionen, etwa über einen bleichbeinigen Camper mit der Klopapierrolle in der Hand, über Fachärzte, die auf den einfachen Hausarzt herabblicken, über Singles ("Singles sind wie ein Haus, das lange leersteht. Irgendetwas kann mit dem Haus einfach nicht stimmen, denkt die Frau") oder über Männer beim Abbrennen eines Feuerwerks: dieses frohsinnige Gebrüll, dieser kindsköpfige Spaß an kriegerischem Geballer.

All das stiftet Komplizenschaft zwischen Erzähler und Leser. Herman Koch richtet es so ein, dass wir mit der Figur mitgehen - und unversehens dabei auf fragwürdigem Gelände landen, bei einem Weltbild der praktizierten Menschenverachtung und der Gewaltphantasien. Aber wo ist die Bruchstelle? Wo sollte es heißen: bis hierher und nicht weiter"? Darin besteht die moralische Kraft dieses Romans: dass er einen nach dieser Grenze suchen lässt und zur Überprüfung von Sätzen auffordert, die man kurz zuvor noch unterschrieben hätte. Es ist eine raffinierte erzählerische Methode, die über ein paar abgegriffene literarische Konventionen (etwa die unheilschwangeren Vorausdeutungen) hinwegsehen lässt. "Sommerhaus mit Swimmingpool" ist ein spannendes Familiendrama, mit einer Erzählstimme voller Witz, Wut und bösen Gefühlen - ein Thriller, der literarischen Mehrwert besitzt und moralische Fragen aufwirft.

WOLFGANG SCHNEIDER

Herman Koch: "Sommerhaus mit Swimmingpool". Roman.

Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011. 346 S., geb., 19,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Herman Koch, geboren 1953, ist Kolumnist, Komiker, Fernseh macher und Romancier. Sein jüngster Roman "Angerichtet" stand monatelang an der Spitze der niederländischen Bestsellerliste und war 2009 einer der meistverkauften Roman europaweit. Auch in Deutschland ist "Angerichtet" ein Bestseller, der bei Publikum und Kritik begeisterte Reaktionen hervorruft. Eine Verfilmung ist in Vorbereitung, mehrere Theateradaptionen in den Niederlanden und Deutschland sind in Planung


Kundenbewertungen zu "Sommerhaus mit Swimmingpool" von "Herman Koch"

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 09.07.2014   ausgezeichnet
Also ich kann nur hoffen, dass mein Hausarzt mit der Hauptfigur dieser Geschichte so gut wie nichts gemeinsam hat. Ansonsten hätte ich schon ein merkwürdiges Gefühl...
Hauptfigur ist Marc Schlosser, ein Hausarzt dessen PatientInnenkreis sich überwiegend aus Menschen mit sogenannten kreativen Berufen zusammensetzt: SchriftstellerInnen, MalerInnen, SchauspielerInnen undundund. Denn es ist bekannt, dass der Arzt sich der Verschreibung bestimmter aktivierender Medikamente gegenüber aufgeschlossen zeigt, deren Unterstützung gerade in schöpferischen Kreisen gerne willkommen geheissen wird. So findet auch der berühmte Schauspieler Ralph Meier seinen Weg in Marcs Praxis und schon nach kurzer Zeit sind die Familien der Beiden miteinander bekannt. Und wie der 'Zufall' es so will, verbringen sie gemeinsam einen Teil ihrer Ferien in einem Sommerhaus mit Swimmingpool. Doch Ralph hat so seine dunklen Seiten, die sich nicht zuletzt auch auf Marcs Familienleben auswirken...
Eigentlich ist die Sache von Beginn an klar: Dort der gute Hausarzt, da die chaotische, komplizierte und heuchlerische Künstlerschar - keine Frage, wem die Sympathien gehören. Doch das Bild wandelt sich und immer öfter stellt man sich die Frage, wer hier eigentlich wem etwas vormacht. Selbst als man sich sicher zu sein scheint wer wohin gehört, muss man feststellen, wieder völlig daneben gelegen zu haben.
Wie der Autor so gut wie jeden Mitwirkenden fast bis auf die Haut entlarvt und bloßstellt, ließ mich häufig erst laut lachen, das dann aber immer wieder in betroffenem Schlucken unterging. Denn es ist böseböseböse - aber gut ;-) Es ist eine toll erzählte Geschichte, die wirklich genial mit den Erwartungen der Zuhörenden spielt - ok, auf jeden Fall mit meinen. Und dazu noch kongenial vorgetragen von Johannes Steck, dem es richtig gut gelingt, den einzelnen Personen eine charakteristische Tonlage zu verleihen. Insbesondere Ralph fand ich äusserst überzeugend verkörpert.

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Bewertung von NiliBine70 aus Duisburg am 16.01.2012   gut
Inhalt:
Marc Schlosser ist Arzt, ein holländischer. Einer, der sich viel Zeit für seine Patienten nimmt. Zumindest, was die Zeit angeht, in denen sie in seiner Praxis, in seinem Behandlungszimmer verweilen. Doch ob er sie wirklich wahrnimmt, das hängt von vielem ab. Von seiner Tagesform, von ihrem Auftreten, von der Art ihrer Krankheit… Dr. Schlosser findet an fast jedem Menschen etwas, das ihm nicht gefällt, dass er seiner unwürdig findet.
Eines Tages stirbt ein berühmter Patient, ein Schauspieler, den Marc Schlosser zuvor bei einem Familienurlaub näher kennen gelernt hat. Und dieser Urlaub hat alles für ihn und seine Familie verändert, nicht nur das Leben seines Patienten.

Meine Meinung:
Schwierig
Wie man sieht, ist meine Inhaltsbeschreibung nicht sehr lang. Ich möchte aber auch wirklich nicht zu viel rein schreiben, das ganze Ausmaß soll sich jedem Leser erst, wenn er das Buch in Händen hält, offenbaren.
So erging es mir. Ich hatte eine Leseprobe gelesen, oh toll, dachte ich mir, das hört sich hochinteressant an, mit ein wenig Witz, ein Krimi aus Holland, mal was anderes. Und dieses Cover… Das hat mich persönlich sehr gelockt. Und so habe ich mich in die Geschichte gestürzt. Eine Geschichte über einen Arzt, der eine recht merkwürdige Ansicht seiner Mitmenschen an den Tag legt, der sich selbst auf ein Podest hebt, ja, man kann sagen, er ist so was wie die berüchtigten Halbgötter in Weiß (wer das Buch liest, wird merken, dass das mit dem „Gott“ gar nicht so verkehrt ist….). Selbst seine Familie, seine Frau und seine beiden Töchter, können unter seinen Augen nicht wirklich bestehen.
So flirtet er ungeniert mit einer anderen Frau, leider Gottes ausgerechnet auch noch mit der Frau des später sterbenden Schauspielers, er trinkt, er ist herablassend, ein echtes Ekelpaket und mein Unsympath der Woche!
Es ist klar, dass alles eskaliert, dass ein Unglück quasi das nächste jagt und ich als Leserin fühle mich dann am Schluss –einem unbefriedigenden Schluss aus meiner Sicht- total verloren. Und mir bleibt eine große Frage: Soll es das jetzt wirklich gewesen sein? Dieses Ende? Ich bin fassungslos!
Und ich weiß nicht, ist das Buch gut oder schlecht, ich kann es wirklich nicht sagen. Da bleibt nur selber lesen und selbst entscheiden.
Auf eine Art muss es gut sein, sonst hätte ich mich nicht so dermaßen aufgeregt und es hätte nicht Eingang in eine angeregte Diskussion mit einer Freundin gefunden, wenn es schlecht wäre. Die Themen des Buches sind auf alle Fälle brisant!
Der Stil des Autors ist auch nicht schlecht, das Lesen gestaltet sich als flüssig, nichts stockt, erzählt wird aus der Sicht des Doktors Marc Schlosser.
Also, wer ein Buch über Korruption, Selbstjustiz und sexuelle Verrohung lesen möchte, der greife zu!

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Bewertung von Joachim aus Esslingen am 13.01.2012   schlecht
Der Protagonist dieses Romans ist ein schlechter Mensch. Das ist an sich kein Problem, denn er wird durchaus nicht als Identifikationsfigur dargestellt.

Problematisch finde ich, dass der Autor ausführlich die menschenverachtenden Ansichten seines Protagonisten sowie die von dessen altem Professor schildert. Ich habe das Gefühl, dass der Autor damit diese Ansichten als zwar übertrieben, aber im Kern richtig darstellen will.

Auf mich wirkt das so, als solle z.B. suggeriert werden, dass man einen Kinderschänder durchaus ermorden solle, weil der Staat angeblich zu lasch ist. Man müsse sich aber halt sicher genug sein, dass man den richtigen trifft.

Ich finde, dass die Ansichten des Protagonisten nicht übertrieben, sondern meist grundfalsch sind.

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Bewertung von rubens aus rastatt am 12.01.2012   weniger gut
Fand das Buch sehr langatmig und nicht gerade spanndend. War nach den guten Pressebewertungen insgesamt enttäuscht.

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