Sharon: Die Frau, die zweimal starb / Alex-Delaware Roman Bd.4 - Kellerman, Jonathan

Jonathan Kellerman 

Sharon: Die Frau, die zweimal starb / Alex-Delaware Roman Bd.4

Ein Alex-Delaware-Roman

Aus d. Amerikan. v. Muelder, Dirk
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Sharon: Die Frau, die zweimal starb / Alex-Delaware Roman Bd.4

Als Alex Delaware auf einer Party seine alte Jugendliebe Sharon Ransom wiedertrifft, übt die geheimnisvolle Frau noch dieselbe Anziehungskraft auf ihn aus wie vor Jahren. Dementsprechend verwirrt reagiert Alex auch auf Sharons verzweifelten Hilferuf, den sie an eine Essenseinladung knüpft. Alex ist hin und her gerissen, entscheidet sich jedoch in letzter Minute, die Verabredung abzusagen. Am nächsten Tag wird Sharon tot aufgefunden. Die Zeitungen sprechen von Selbstmord, doch Alex kann daran nicht glauben. Während er gemeinsam mit seinem Freund Milo Sturgis Zug um Zug die Geheimnisse um Sharons Herkunft aufdeckt, begibt er sich in größte Gefahr ...

Ein Psychothriller der Extraklasse

Als Alex Delaware auf einer Party seine alte Jugendliebe Sharon Ransom wiedertrifft, übt die geheimnisvolle Frau noch dieselbe Anziehungskraft auf ihn aus wie vor Jahren. Dementsprechend verwirrt reagiert Alex auch auf Sharons verzweifelten Hilferuf, den sie an eine Essenseinladung knüpft. Alex ist hin und her gerissen, entscheidet sich jedoch in letzter Minute, die Verabredung abzusagen. Am nächsten Tag wird Sharon tot aufgefunden. Die Zeitungen sprechen von Selbstmord, doch Alex kann daran nicht glauben. Während er gemeinsam mit seinem Freund Milo Sturgis Zug um Zug die Geheimnisse um Sharons Herkunft aufdeckt, begibt er sich in größte Gefahr ...

Der wohl intimste Fall für den Psychologen Dr. Alex Delaware.

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 604 S.
  • Seitenzahl: 608
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46630
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 119mm x 42mm
  • Gewicht: 484g
  • ISBN-13: 9783442466306
  • ISBN-10: 344246630X
  • Best.Nr.: 23823129
Psychologische Raffinesse, intelligent verpackt in einer atemberaubenden Story. Frankfurter Rundschau über Narben

"Viele Krimis haben entweder einen teuflisch guten Plot oder glaubwürdige Charaktere. Kellerman bildet eine Ausnahme: Bei ihm kommt beides zusammen. Meisterhaft!"

"Viele Krimis haben entweder einen teuflisch guten Plot oder glaubwürdige Charaktere. Kellerman bildet eine Ausnahme: Bei ihm kommt beides zusammen. Meisterhaft!"
Jonathan Kellerman ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Kriminalautoren. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Kinderpsychologe. Seine Reihe mit dem Psychologen Dr. Alex Delaware ist berühmt für höchst einfühlsam entwickelte Figuren und eine raffinierte Handlung: Hochspannung von der ersten bis zur letzen Seite. Dafür ist er unter anderem mit dem "Edgar-Alan-Poe-Award", Amerikas bedeutendstem Krimipreis, ausgezeichnet worden.

Leseprobe zu "Sharon: Die Frau, die zweimal starb /..."

Ich habe Partys immer gehasst und hätte unter normalen Umständen nie die am Samstag besucht.

Aber mein Leben war ein Scherbenhaufen. Ich nahm es nicht mehr so genau. Und landete in einem Albtraum.

Am Donnerstagmorgen war ich der gute Doktor, konzentrierte mich auf die Patienten und passte auf, dass mein eigener Seelenmüll nicht die Arbeit verdarb.

Ich beobachtete den Jungen.

Er hatte noch nicht den Punkt erreicht, an dem er den Puppen die Köpfe abriss. Ich sah ihn die Spielzeugautos wieder aufheben und aufeinander zubewegen, bis sie unvermeidlich zusammenstießen.

"Peng!"

Das scheppernde Zusammenprallen von Metall auf Metall übertönte einen Augenblick das Winseln der Videokamera. Er warf die Autos beiseite, als ob sie ihm die Finger verbrannten. Eins landete auf dem Dach und schaukelte hin und her wie eine verunglückte Schildkröte. Er tippte mit dem Finger darauf, dann sah er, um Erlaubnis bittend, zu mir hoch.

Ich nickte, und er hob die Autos auf. Er drehte sie herum und prüfte die glänzenden Fahrgestelle, ließ die Räder surren, ahmte das Aufheulen von Motoren nach.

"Wuum wuum. Peng."

Etwas über zwei Jahre, groß und stämmig für sein Alter, flüssige Bewegungen von der Art, die einen athletischen Helden vorausahnen ließen. Blondes Haar, Stupsnase, rosinenfarbene Augen, die mich an Schneemänner erinnerten, bernsteinfarbene Sommersprossen und Pausbacken.

Ein Kind, wie Norman Rockwell es gemalt haben könnte: ein Sohn, auf den jeder echte amerikanische Vater stolz wäre.

Das Blut seines Vaters war ein rostfarbener Fleck auf der mittleren Leitplanke irgendwo am Ventura Freeway. "Wuum. Peng!"

In den sechs Sitzungen hatten wir sprachlich noch nicht mehr aus ihm herausbekommen. Ich wunderte mich darüber und über einen gewissen Stumpfsinn in seinen Augen.

Die zweite Kollision kam plötzlich, sie war härter. Er war sehr konzentriert. Bald kamen die Puppen an die Reihe.

Seine Mutter sah von ihrem Sitzplatz in der Ecke auf. Sie las seit zehn Minuten dieselbe Seite eines Taschenbuchs mit dem Titel "Programmiere Dich auf Erfolg!" Die Sprache ihres Körpers verriet, dass sie nicht so gleichgültig war, wie sie tat. Sie saß steif und hochnäsig auf ihrem Stuhl, kratzte sich am Kopf, zog an ihrem langen schwarzen Haar, als ob es Garn wäre, und wickelte es sich ununterbrochen hin und her um die Finger. Einer ihrer Füße tappte dazu einen Viervierteltakt, der das weiche Fleisch ihrer weißen, strumpflosen Wade zum Erzittern brachte, bis es unter dem Saum ihres Sommerkleides verschwand.

Beim dritten Zusammenstoß verzog sie das Gesicht. Sie ließ das Buch sinken und sah mich blinzelnd an. Fast hübsch - der Typ, der mit sechzehn, siebzehn aufblüht und dann rasch verwelkt. Ich lächelte sie an. Sie ließ sofort den Kopf sinken und kehrte zu ihrem Buch zurück.

"Peng!" Der Junge brummte, nahm in jede Hand ein Auto, stieß sie scheppernd zusammen und ließ sie sofort fallen, als sie einander berührten. Sie polterten über den Teppich in verschiedene Richtungen auseinander. Heftig atmend rannte er hinterher.

"Peng!" Er hob sie auf und warf sie hart auf den Boden. "Wuum!"

Er tat das alles noch ein paarmal hintereinander, dann warf er die Autos jäh beiseite und sah sich suchend in dem Zimmer um. Er suchte die Puppen, obgleich ich sie immer an demselben Platz ließ.

Konnte er sich nicht erinnern, oder wollte er es einfach nicht? In dem Alter konnte man nur mutmaßen.

Das hatte ich auch zu Mal Worthy gesagt, als er mir den Fall beschrieb und um ein Gutachten bat.

"Mit harten Fakten werde ich dir nicht dienen können."

"Damit rechne ich auch gar nicht, Alex. Gib mir nur irgendetwas, womit ich arbeiten kann."

"Was ist mit der Mutter?"

"Wie zu erwarten: ein Trümmerhaufen."

"Bei wem ist sie in Behandlung?"

"Im Augenblick bei niemandem, Alex. Ich wollte ihr eine Therapie besorgen, aber sie weigert sich hinzugehen. Wenn du dich inzwischen um Darren kümmern könntest und die Mutter auch ein bisschen davon profitierte, hätte ich nichts dagegen. Weiß Gott, sie braucht Hilfe - in dem Alter und dann so ein Schock."

"Wie bist du an den Fall gekommen?"

"Sie war seine zweite Frau. Er, der Vater des Kindes, hat bei mir als Hausmeister und Mädchen für alles gearbeitet. Ich hab die Scheidung aus Gefälligkeit übernommen. Sie, die zweite Frau, erinnerte sich an mich und kam auf mich zurück. Ich habe mich dann ziemlich intensiv mit ihr beschäftigt, sie nach allem ausgefragt. War gut, das mal wieder zu machen. Also sag mir, was meinst du, kannst du ihn übernehmen? Obwohl er noch so jung ist?"

"Ich hab schon Jüngere gehabt. Wie weit ist er sprachlich?"

"Ich habe ihn noch nichts sagen hören. Sie behauptet, vor dem Unfall hätte er schon ein paar kurze Sätze gesprochen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie schon für sein Studium zu sparen angefangen hatte. Wenn du eine Einbuße hinsichtlich seines Intelligenzquotienten beweisen könntest, dann könnte ich das in Dollars übersetzen, Alex." "Aber Mal -"

Er lachte übers Telefon. "Ich weiß, ich weiß, Mr. - pardon, Dr. Konservativ. Es liegt mir fern, dich zu -"

"Nett, mal wieder mit dir zu reden, Mal. Sag der Mutter, sie soll mich anrufen, damit wir etwas verabreden können."

"- beeinflussen, wenn du ein Gutachten abgibst, ich weiß, dass das nicht gestattet ist. Während du dich mit dem Fall befasst, darfst du dir allerdings ruhig mal durch den Kopf gehen lassen, was es für sie bedeutet, allein ein Kind aufzuziehen, keine Berufsausbildung und kein Geld zu haben. Und mit diesen Erinnerungen leben zu müssen. Ich habe gerade Fotos von dem Unfall gesehen - mir ist das Mittagessen hochgekommen. Es gibt da ein paar offene Fragen, Alex. Es lohnt sich, da mal nachzuhaken."

"Dha!" Er hatte die Puppen gefunden. Drei Männer, eine Frau, einen kleinen Jungen. Kleine rosafarbene Puppen aus weichem Plastik mit leeren, arglosen Gesichtern, anatomisch korrekten Körpern und abnehmbaren Gliedern. Daneben noch zwei Spielzeugautos, größer als die anderen beiden, ein rotes und ein blaues.

Leseprobe zu "Sharon: Die Frau, die zweimal starb /..."

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