Quelle: Wikipedia. Seiten: 105. Nicht dargestellt. Kapitel:
Sanajeh, Leptotyphlops carlae, Wonambi naracoortensis, Boidea,
Anomalepidae, Caenophidia, Leptotyphlopidae, Anilius scytale,
Ramphotyphlops braminus, Homalopsidae, Micrelaps muelleri,
Acrochordus, Cylindrophis, Loxocemus bicolor, Bolyeridae,
Uropeltidae, Xenopeltis, Atractaspididae, Typhlops vermicularis.
Auszug: Sanajeh (Sanskrit: Sanaj = alt; jeh = Maul) ist eine
ausgestorbene Schlangengattung aus der Oberkreide, deren fossile
Überreste zusammen mit Eiern und einem Titanosaurierjungtier in der
Lameta-Formation im indischen Bundesstaat Gujarat gefunden wurde.
Da die Fossilien in Schichten dicht unterhalb des vor etwa 66
Millionen Jahren entstandenen Dekkan-Trapp gefunden wurden, wird
ihr Alter auf 67,5 Millionen Jahre geschätzt. Holotyp von Sanajeh
indicus, rechts zwei SauropodeneierDer Holotyp besteht aus einem
beinah komplett erhaltenen Schädel, dem Unterkiefer und insgesamt
72 Wirbel und Rippen, die in fünf im anatomischen Zusammenhang
erhaltenen Einzelabschnitten erhalten sind. Die Länge von Sanajeh
wird auf Grundlage des 9,5 Zentimeter langen Schädels auf etwa 3,5
Meter geschätzt. Sie hatte noch nicht den hochbeweglichen Schädel
der modernen Schlangen, der das Verschlingen von Beute ermöglicht,
die sehr viel größerer ist als ihr Mauldurchmesser, sondern eher
echsenartige Kiefer. Das Skelett von Sanajeh wurde in enger
Assoziation mit drei Sauropodeneier des Dinosaurierparataxons
Megaloolithus aureliensis und einem teilweise erhaltenen
Sauropodennestling gefunden. Die Wirbelsäule der Schlange umfasst
drei Seiten eines aufgebrochenen Eis, aus dem wahrscheinlich kurz
zuvor der Nestling geschlüpft ist. Die beiden anderen Eier sind
unversehrt. Der Nestling muss zur Gruppe der Titanosauria gehören,
da es die einzige Sauropodenlinie war, die in der Oberkreide noch
auf dem indischen Subkontinent lebte. Wahrscheinlich ernährte
Sanajeh sich von Dinosauriernestlingen, war aber nicht fähig, die
großen Sauropodeneier (16 cm Durchmesser) zu fressen, da ihr Maul
zu klein war und sie noch keine Anpassungen an eine oophage
Lebensweise hatte, wie z.B. die Indische Eierschlange. Sanajeh
könnte jedoch auch Eier durch Zerquetschen mit ihrem Leib geöffnet
haben, wie es der heutige Spitzkopfpython (Loxocemus bicolor) mit
Eiern der Oliv-Bastardschildkröte (Lepidochelys olivacea) macht.
Sanajeh