Schwarzbuch Scientology - Caberta, Ursula

Ursula Caberta 

Schwarzbuch Scientology

Vorw. v. Günther Beckstein

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Schwarzbuch Scientology

"Wir haben es hier mit einer politisch extremistischen Bewegung zu tun, die unter dem Deckmantel der Religion daherkommt." -- Ursula Caberta

"Anhand des Buches von Ursula Caberta kann man sich ein gutes Bild [vom Phänomen Scientology] machen. ... Immer wieder neigen wir zum Staunen, dass so etwas wie Scientology 'heute noch möglich' ist. Wer das Schwarzbuch liest, wird zur Einsicht kommen, dass es gerade heute sehr gut möglich ist." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Standardwerk zum Thema - mit zahlreichen brisanten Details Scientology drängt nach einer längeren Phase der Zurückhaltung wieder machtvoll in den Fokus der Öffentlichkeit. Was genau ist Scientology? Wie rekrutiert die sogenannte "Religion" ihre Gläubigen? Und wie werden ihre Mitglieder manipuliert? Die Scientology-Expertin Ursula Caberta informiert umfassend und anschaulich über Entstehung, Philosophie und Methoden der Organisation. Ein erschütterndes aufklärendes Buch über die Gefahren von Scientology und darüber, wie wir uns - und vor allem unsere Kinder - vor ihnen schützen können.


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 252 S.
  • Seitenzahl: 256
  • Goldmann Taschenbücher Bd.15546
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 123mm x 21mm
  • Gewicht: 225g
  • ISBN-13: 9783442155460
  • ISBN-10: 3442155460
  • Best.Nr.: 23822900
"Anhand des Buches von Ursula Caberta kann man sich ein gutes Bild [vom Phänomen Scientology]machen. ... Immer wieder neigen wir zum Staunen, dass so etwas wie Scientology 'heute noch möglich' ist. Wer das Schwarzbuch liest, wird zur Einsicht kommen, dass es gerade heute sehr gut möglich ist." Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Anhand des Buches von Ursula Caberta kann man sich ein gutes Bild [vom Phänomen Scientology] machen. ... Immer wieder neigen wir zum Staunen, dass so etwas wie Scientology 'heute noch möglich' ist. Wer das Schwarzbuch liest, wird zur Einsicht kommen, dass es gerade heute sehr gut möglich ist."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.08.2007

Wir gegen die anderen
Ein Schwarzbuch beleuchtet den Erfolg von Scientology

Bis zuletzt hatten Scientology und der Verlag Random House um das "Schwarzbuch Scientology" gerungen. Gestern stellte die Autorin Ursula Caberta in Hamburg ihre Bestandsaufnahme der umstrittenen Organisation vor.

Nach juristischem Tauziehen wurde es gestern im Hamburger Rathaus präsentiert: das "Schwarzbuch Scientology" von Ursula Caberta. Bis zuletzt hatten Scientology und die Verlagsgruppe Random House um die Veröffentlichung gestritten.

Was ist Scientology? Diese Frage führt mittlerweile fast unausweichlich in Debatten darüber, was man unter einer Sekte, unter einer Religionsgemeinschaft, unter einer als Wirtschaftsunternehmen auftretenden Heilslehre verstehen sollte. Es ist schwer, diesem Zug der Diskussion zu widerstehen. Aber man sollte es versuchen. Nicht nur, weil es das Interesse der Scientologen ist, die Debatten auf den Religionsbegriff zu konzentrieren. Sondern auch deshalb, weil man auf dem Weg der abstrakten, begrifflich hoch ansetzenden Beschreibung schnell die Fühlung zu den konkreten Phänomenen verlieren kann, denen sich die beunruhigten …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Einige sehr erhellende Einsichten verdankt Helmut Mayer diesem Buch der Scientology-Expertin Ursula Caberta, die sich als Leiterin der entsprechenden Arbeitsgruppe beim Hamburger Innensenat seit Jahren mit den unheilvollen Praktiken dieser Organisation beschäftigt. Was den Rezensenten - abgesehen von Erfahrungsberichten ausgestiegener Mitglieder - dabei besonders erschüttert hat, ist zum einen, wie leer die von Scientology vertretene Lehre ist. Es geht nicht darum, bestimmte Inhalte durchzusetzen, sondern allein darum, die Macht der Organisation zu steigern. Geld und mehr Geld zu machen. Insofern erkennt er in Scientology "Marketing in Reinform". Und wer sich wundern sollte, warum so eine krude Lehre heute noch Anhänger finden kann, dem gibt der Rezensent zu verstehen, dass es gerade heute um so schlimmer steht: Denn es sind die modischen Wirtschafts- und Managementsstrategien, Psychotrainings und Beraterkulte, mit denen die Scientology seine Mitglieder ködert.

© Perlentaucher Medien GmbH
Ursula Caberta, geb. 1950, ist Diplom-Volkswirtin und leitete von 1992 bis 2010 die Arbeitsgruppe Scientology bei der Behörde für Inneres in Hamburg. Ab 1.1.2011 ist sie Ministerialreferentin für neureligiöse, ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen bei dieser Behörde. Fachberatung beim erfolgreichen Fernsehfilm zur Scientology Organisation "Bis nichts mehr bleibt". Autorin erfolgreicher Bücher.

Leseprobe zu "Schwarzbuch Scientology" von Ursula Caberta

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Leseprobe zu "Schwarzbuch Scientology" von Ursula Caberta

Die Scientology-Organisation ist keine Religionsgemeinschaft. Ihre Lehre ist auch keine Wissenschaft, auch wenn der Begriff "science" im Namen verbrämt durchscheinen möchte. Sie ist vielmehr eine auf einem bisweilen wahnhaften Gedankenkonstrukt eines amerikanischen Science-Fiction Autors zurückgehende menschenverachtete Psycho-Ideologie, die eine totalitäre Gesellschaft aus gefügigen Anhängern fordert. Ihr Ziel ist die völlige Unterordnung des Einzelnen. Menschen und Grundrechte sind diesem Denken fremd, was der Scientology-Gründer Hubbard in schonungsloser Offenheit bereits 1957 in seinem - diesen Titel aber zu Unrecht tragenden -"Handbuch des Rechts" lobte. Das Ziel hat sich seitdem nicht geändert, nur die Methoden, wie man sich der Öffentlichkeit präsentiert. Die Organisation will den Eindruck einer harmlosen Religionsgemeinschaft erwecken, die sich um das Beste des Einzelnen bemüht. Verstärkt bietet man vermeintliche Lebenshilfe an, von schulischer Nachhilfe bis hin zu Management-Seminaren. Und dies unter den offensichtlich wohlwollenden Blicken einzelner Hollywood-Stars - (Film-)"Helden", die man sich doch besser nicht zum Vorbild nehmen sollte.

Die Scientology-Organisation wird zu Recht vom Verfassungsschutz beobachtet, da sie verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgt und damit gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet ist. Sie ist aber nicht nur eine Gefahr für unser ganzes Gesellschaftssystem, sondern auch für jeden Einzelnen, der in ihre Fänge zu geraten droht. Er soll durch die von der Scientology-Organisation eingesetzten Psycho-Methoden zu einem anderen Menschen werden. Aussteiger und Verwandte von Scientologen bestätigen, dass die Methoden wirken und sich die Persönlichkeit massiv ändert.

Wer auf die Gefahren, die von der Scientology-Organisation ausgehen, hinweist oder sich gar von ihr löst, gerät unweigerlich in das Visier dieser Organisation. Kritiker werden diffamiert, öffentlich bloßgestellt, angezeigt und verklagt, bisweilen bedroht, belästigt und zur Zermürbung auch psychisch gequält, so die Erkenntnisse des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz im Verfassungsschutzbericht 2006. Ausdruck der Wertschätzung für eine offene, die Rechte des Einzelnen wahrende Gesellschaft ist das nicht - auch nicht für einen toleranten Umgang mit Andersdenkenden.

Es gibt also gute Gründe, wachsam zu sein und über die Scientology-Organisation aufzuklären. Die Autorin, die die Scientology-Organisation aus ihrer Tätigkeit als Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology in der Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg seit Jahren bestens kennt, ist hierzu geradezu prädestiniert. Ihr Bericht leistet einen wichtigen Beitrag zur Information der Öffentlichkeit. Ich wünsche ihm größtmöglichen Erfolg - und aufmerksame, nachdenkliche Leser.

Im April 2007

Dr. Günther Beckstein

Bayerischer Staatsminister des Innern, a. D.

Einleitung

Scientology - ein Begriff, der seit über 50 Jahren weltweit mal mehr, mal weniger diskutiert wird. Ob in den USA, Kanada, Australien oder Europa, Scientology hat jedes Land schon einmal beschäftigt. Medien, Parlamente, Behörden und Regierungen, die Auseinandersetzungen waren und sind vielfältig. Das System Scientology hat bisher alle kritischen Auseinandersetzungen überlebt, und das hat Gründe.

Darstellungen von ehemaligen Mitgliedern der Organisation weltweit, die häufig den subjektiven Blickwinkel beleuchten und das Wirken der Organisation intern und extern beschreiben, haben je nach Intensität des Erlebten immer wieder Anstöße gegeben, sich mit dem "Innenleben" dieser Organisation zu beschäftigen. Von den Auswirkungen in Familien, Arbeitswelt und Gesellschaft und damit in die Politik sind die Berichte der Ehemaligen in das von außen nicht leicht erkennbare Gesamtgeflecht der Organisation einzuordnen.

Die öffentliche Diskussion ist sehr häufig durch Schlagworte geprägt. Von so genannter "Sekte", destruktivem Kult, Mafiaorganisation oder menschenverachtendem System ist die Rede. Über all diese Begriffe kann man trefflich diskutieren, aber die Interpretation bleibt der Phantasie des/der

Lesenden überlassen. Dieses macht es den Strategen der Scientology-Organisation leicht, Kritik abzuwehren, die Schlagworte vermeintlich zu entkräften. Scientology hat einen langen Atem, und in den internen Anweisungen ist nicht vorgesehen, jemals aufzugeben. Die Organisation hat seit ihrem Bestehen stets auf Kritik reagiert. Eine der erfolgreichsten Gegenstrategien ist die immer wiederkehrende Behauptung, es handele sich um eine Religionsgemeinschaft und - häufig im gleichen Atemzug -, um eine Organisation, die sich um das Wohlergehen der Menschheit kümmert.

Nur der genaue Blick in die einzelnen Einheiten von Scientology, die verschiedenen Aufträge und Funktionen dieser Abteilungen und der in ihnen wirkenden Mitglieder machen die Gefahr deutlich: für Mensch und Gesellschaft.

Eine Beschreibung des Systems allein genügt allerdings nicht. Eine der immer wiederkehrenden Fragen seit Existenz von Scientology ist: Warum sind Menschen Scientologen, und warum bleiben sie es über Jahre und Jahrzehnte, und viele, wenn nicht sogar die meisten, ein ganzes Leben lang? Nur das Zusammenführen der Methoden, denen die Scientologen ausgesetzt sind, und die Gesamtstrategie können erklären, warum das System Scientology mal besser, mal schlechter funktioniert. Aber es funktioniert - nach wie vor.

Scientology begegnet man in den verschiedensten Gewändern. Zu unterscheiden ist allerdings, dass ein aktiver Scientologe die Organisation anders erlebt als die Außenwelt und diese den aktiven Scientologen häufig wie nicht aus dieser Welt stammend - manchmal als "spinnert" einordnet. Von außen betrachtet stuft man dann aber das Agieren für das System Scientology und damit das System selbst bei näherer Kenntnis relativ schnell als bedrohlich und kalt ein.

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