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| Bewertung von bookgirl am 29.02.2012 | |
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Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Der Schreibstil ist einerseits fesselnd, andereseits zieht sich die Geschichte an manchen Stellen. Daher auch meine 3 Sterne-Bewertung. Doch worum geht es? Die Geschichte wechselt zwischen 1968 und heute. Sie spielt in einem kleinen Dorf, in dem Probleme ohne polizeiliche Hilfe gelöst werden und Menschen, die aus der Stadt kommen, Schwierigkeiten mit der Integration haben. Die Lösung der verschiedenen Handlungen wird erst am Ende des Buches klar, was mir gut gefallen hat. |
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| Bewertung von Nijura am 04.10.2011 | |
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Nicht wirklich ein Krimi Die erfolgreiche Autorin Sophie Winter zieht in ein heruntergekommenes Haus in dem kleinen hessischen Dorf Roda. Sie hat einen Roman über die damaligen Vorkommnisse geschrieben: Vor 40 Jahren wurde dort eine zugezogene Hippie-Gemeinschaft, die der freien Liebe frönte, gemobbt und eine der Frauen verschwand spurlos. Die Frau wurde niemals gefunden. Jetzt verschwindet Luca, ein kleiner Junge, kann dieser Fall etwas mit den damaligen Ereignissen zu tun haben? Und warum weiß Sophie Winter so viel über damals? Meine Meinung: Das war mein erstes Hörbuch von Anne Chaplet, die Story ist mäßig spannend, aber schön erzählt von Andrea Sawatzki. Von Paul Bremer erfährt man wenig, dafür umso mehr von dem Polizisten Jo DeLange, der bei der Verfilmung des Buches behilflich sein soll. Seine Geschichte ist noch die interessanteste in dem ganzen Plot, und wenn diese nicht mit eingeflochten worden wäre, wäre es sicher ein wesentlich kürzeres Hörbuch geworden. Luca’s Geschichte hat nicht richtig in den Krimi gepasst und war somit eigentlich unnötig. Sophies zunehmende Demenz finde ich realistisch und gut beschrieben. Die Geschehnisse von damals werden nach und nach enthüllt, so bleibt die Geschichte interessant, das Ende ist jedoch schon vorgegeben, sodass der Schluss keine Überraschung mehr parat hält. Fazit: Mäßig spannender Krimi, der mich nicht vollends überzeugt hat. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD |
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| Bewertung von goldfisch am 27.09.2009 | |
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Schrei nach Stille - Anne Chaplet Das hessische Dorf Klein-Roda hat eine neue Einwohnerin. Die Schriftstellerin Sophie Winter, deren Buch “Summer of Love“ für viel Aufsehen gesorgt hat und das jetzt verfilmt wird. Die Dorfbevölkerung empfängt sie nicht gerade mit offenen Armen, denn in ihr Roman spielt hier, im Jahr 1968, und endet damit, dass die Einwohner die Schuld am Tod ein junges Hippie-Mädchen tragen. So begegnet sie ihr mit dem gleichen Misstrauen wie ihrer fiktive Hippie-WG vor vierzig Jahren. Mich fasziniert, wie beklemmend die Stimmung in dem alten Haus geschildert wurde und wie Anne Chaplet auch im Rest des Buches mit Sprache und Atmosphäre spielt. Ich lese gerne Bücher, in denen Rückblicke in die Vergangenheit eine wichtige Rolle spielen. Bei “Schrei nach Stille“ wurde ich nicht enttäuscht. Geschickt werden längst vergangene Ereignisse nach vierzig Jahren nochmal ans Tageslicht geholt und wirken dort auf einmal ganz anders. In den ersten Kapiteln wimmelt es nur so von losen Enden, die viel Spannung erzeugen. Diese wurde bis zum Ende des Romans auf oft unerwartete Weise zusammengeführt. Fast nichts war so, wie es am Anfang schien. Die Figuren werden plastisch beschrieben. Menschen mit Ecken und Kanten und einer eigenen, glaubwürdigen Vergangenheit. Es war bedrückend zu lesen, wie Sophie Winter sich von den Einkünften des Buches und der Filmrecht ihr Traumauto leistet, ein Haus kaufen kann, versucht sich der Vergangenheit zu stellen und gleichzeitig merkt, dass sie ihr Gedächnis verliert. Endlich könnte sie ihr Leben genießen, doch das ist ihr nicht vergönnt. Auch der alleinerziehende Kriminalkommissar DeLange hat es nicht leicht und seine persönlichen Probleme nehmen zwar viel Raum ein, aber meiner Meinung nach nicht zu viel. “Schrei nach Stille“ spielt in einer Zeit, die ich selbst nicht bewusst miterlebt habe und vermittelt mir, wie es damals wirklich hätte sein können. Ein Aufeinandertreffen von Landbevölkerung und Hippies aus der Großstadt. Am Schluß bleibt die Frage, ob sich in den letzten vierzig Jahren auf dem Land und in der Stadt wirklich viel geändert hat. Das Buch macht Lust auf weitere Bücher von Anne Chaplet, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte. Ein Roman, den ich mit Sicherheit weiterempfehlen werden. Nächstes Mal weiß ich dann, dass mich kein reiner Krimi erwartet, sondern hoffentlich wieder ein spannender Roman. |
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| Bewertung von stjerneskud aus Stuttgart am 03.05.2009 | |
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Von Blumenkindern, vom Dorfleben und vom Verschwinden Sophie Winter wohnt in einem renovierungsbedürftigen Haus in Klein-Rhoda im Oberhessischen. Ein von ihr veröffentlichter Roman, wird zum Bestseller und soll jetzt verfilmt werden. In ihm geht es um die Hippiebewegung und um drei jungen Leute, die ihren Sommer der Liebe in einem kleinen Dorf verleben und damit bei der einheimischen Bevölkerung auf keine große Gegenliebe stoßen. Damals im Jahr 1968 verschwand eine junge Frau und als 40 Jahre später ein Junge verschwindet, brechen alte Wunden auf. Es war mein erster Roman von Anne Chaplet und ich bin nicht abgeneigt, einen weiteren von ihr zu lesen. In den Kapiteln 2 bis 5 wird man mit vielen unterschiedlichen Personen konfrontiert und es war nicht einfach für mich sie auseinander halten zu können. Auch umfassen die Kapitel nicht allzu viele Seiten, so dass einem die Figuren vertraut werden könnten. Wenigstens sind sie so gut und mitreißend geschrieben, dass man dabei bleibt und gerne weiter liest. Nach einiger Zeit kam ich mit den relativ kurzen Kapiteln und dem Hin- und Herspringen zwischen den einzelnen Figuren besser zurecht und konnte mir langsam auch merken wer wer ist, obwohl ich mich mit Manchen schwer tat. Giorgio De Langes Privatleben wurde ein wenig zu ausführlich behandelt. Wenn der Roman mehr Seiten umfasst hätte, wäre es nicht weiter ins Gewicht gefallen, aber bei der Proportionierung der Kapitel fällt es auf. Es war sehr interessant über das Leben auf dem Lande zu lesen und welche Auswirkungen die drei Hippies in der Dorfgemeinschaft auslösten. Die Geschichte habe ich sehr gerne gelesen, obwohl es sich weniger um einen richtig guten, spannenden Krimi handelte und die Luft raus war, als bekannt war, was das Verschwinden der jungen Frau ausgelöst hatte. Wer hier mit einer richtig spannenden Kriminalgeschichte rechnet, wird enttäuscht werden, aber die Geschichte ist interessant genug, dass es sich lohnt sie zu lesen. |
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| Bewertung von vöglein aus B.-W. am 04.03.2009 | |
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Haschischwolken und freie Liebe... Zum Inhalt: Sophie Winter zieht nach 40 Jahren zurück in ihr Heimatdorf und auf einmal wird ihre wilde Vergangenheit wieder lebendig. Das rätselhafte Verschwinden einer jungen Frau aus der Hippiebewegung wird wieder aktuell und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Es handelt sich um mein Erstlingswerk von Anne Chaplet. Am Anfang hatte ich etwas Probleme mit den kurzen abgehakten Sätze, ebenso mit den doch sehr kurzen Kapiteln. Doch wenn man dann mal im Geschehen ist, reißt einen die Handlung doch mit. Viele Stellen kamen mir doch sehr bekannt vor: ist doch der Nachbar immer bestens über alles informiert, Hauptsache die Straße ist gefegt, und dann die Zugereisten....hmmm, sind DIE doch generell mit Vorsicht zu betrachten. Eigentlich handelt es sich um keinen wirklichen Krimi, eher um eine Betrachtung des typischen Kleinbürgertums eines Dorfes, mit sämtlichen spießigen Anwandlungen. Ob sich bis heute viel geändert hat, ich wage es zu bezweifeln.....(oh.....draußen geht gerade eine Autotüre, muss schnell schauen wer da bei den Nachbarn eintrudelt ...) Auch die beginnende Demenz der Sophie Winter fand ich sehr gut und echt dargestellt....man fühlt mit und es graut einem evtl. mal das gleiche Schicksal zu erleiden. Alles in allem ein wirklich lesenswertes Buch und mit Sicherheit nicht mein letztes dieser Autorin. |
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| Bewertung von Al am 25.02.2009 | |
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Vorsicht, enthält Spoiler! 70er Jahre – Liebe – Hass – Dummheit, 20. Jahrhundert – Rache – Verwirrung – Familienprobleme. So lässt sich „Schrei nach Stille“ vielleicht kurz umreißen. In einem kleinen Dorf verschwindet ein pubertierender Junge, kurz zuvor wurde ein angeblich verfluchtes Haus in diesem Dorf von einer Autorin, die offensichtlich über die Vergangenheit des Dorfes ein Buch verfasst hat, neu bezogen. Viel mehr passiert in dem Roman leider nicht mehr. Chaplet langweilt den Leser immer wieder mit ausführlichen Beschreibungen von Katzen (!) und lässt die Spannung immer wieder ins Nirwana verschwinden. Mir ist es sehr schwer gefallen mich zum Weiterlesen zu motivieren, denn nicht nur die Spannungsbögen bleiben unvollendet, auch die eigentlich interessanten Fragestellungen (immerhin handelt es sich laut Auszeichnung um einen Kriminalroman), z.B. was mit dem Jungen geschehen ist, werden am Ende einfach nur abgehakt. Auch die Geschehnisse aus der Flowerpowerzeit hat der Leser schon lange gelöst bevor die Autorin schleppend zur Klärung angelangt. Von Ermittlungsarbeit keine Spur, auch wenn auf diesem Thema lange, aber ergebnislos, herumgeritten wird. Die Akteure bleiben farblos und würden sie real existieren, so hätten sie sicher bereits aus Langeweile Selbstmord begangen. Vollkommen unnötig sind auch die etlichen Gedankensprünge durch Raum und Zeit sowie mindestens die Hälfte der vorgestellten Personen. Beispielsweise wird die Suche nach dem Jungen durch einen Dorfbewohner erfolgreich beendet, der vorher nur zweimal erwähnt wurde. Da frage ich mich, warum man gleich zwei Männer bei Ihren Ermittlungen und in Ihren Gedanken begleiten muss, wenn die mit der Lösung des Falls nachher so gut wie nichts zu tun haben. Fazit: Nach einem guten Anfang schwächelt der Roman sehr. Eine spannende Kriminalgeschichte ist etwas anderes. Schade. |
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| Bewertung von hrafnaklukka aus Rüthen am 21.02.2009 | |
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Anne Chaplet's „Schrei nach Stille war mein erstes Buch dieser Autorin, auf das ich schon sehr gespannt war, da mich das Thema „Summer of Love“ - Sex, Drugs and Rock'nRoll in Deutschland sehr interessiert hat und ich den Klappentext sehr ansprechend und spannend fand. „Schlimmer als die enttäuschten Wünsche sind die erfüllten. Was, wenn es nichts mehr zu wünschen gibt?“ Die Bestseller-Autorin Sophie Winter zieht in ein heruntergekommenes Haus im hessischen Klein-Roda. Für die Dorfleute ist sie eine Fremde. Das Buch, das sie geschrieben hat, erzählt ihre eigene Geschichte – die Geschichte von 3 Außenseitern, die im Jahr 1968 in dem Dorf gewohnt haben und schließlich von den Einwohnern vertrieben wurden. Das Buch ist zugleich die eigene Bewältigung ihrer Vergangenheit und die späte Rache an den Dorfbewohnern. Und jetzt scheint die Geschichte sich zu wiederholen – es gibt wieder Vorkomnisse. Wer denkt, das Dorf hätte sich in den letzten 40 Jahren wesentlich weiter entwickelt, täuscht sich. Doch im Laufe der Geschichte beginnt man sich zu fragen, was wirklich geschieht und was ihrer fortschreitenden Demenz zuzuordnen ist. Zeitgleich verschwindet ein Junge aus dem Dorf, der 12-Jährige Ausreißer Luca und auch das Leben der beiden Ermittler nimmt einen nicht unwesentlichen Teil des Buches ein. Die Geschehnisse von 1968 werden aus 2 Perspektiven ermittelt – auf der einen Seite steht der Polizeibeamte Jo DeLange, der Berater bei der Verfilmung von Sophie Winters Buch „Summer of Love“ ist. Auf der anderen Seite Paul Bremer, wie Sophie Winter selber nur ein „Zugezogener“ in dem kleinen Dorf. Bis zum Ende des Buches finden die beiden nicht zueinander, sondern die Fäden ihrer Ermittlungen werden geschickt von gemeinsamen Freunden / Bekannten verknüpft. Eine sehr ungewöhnliche und interessante Art einen Kriminalfall aufzuklären, entspricht überhaupt nicht dem klassischen Stil, hat mir aber sehr gefallen hat. Auch der geistige Verfall der Sophie Winter und das Verwirrspiel um Reales und eingebildetes ist sehr schön beschrieben worden. Man kommt erst gegen kurz vor Ende auf mögliche Lösungsansätze, von daher ist das Buch vom Anfang bis zum Schluss sehr spannend. Nicht gefallen hat mir dagegen die düstere Atmosphäre des Buches, die nach dem Lesen ein beklemmendes Gefühl hinterlassen hat. Alle Akteure wirken frustriert, überfordert oder krank. Anfangs hatte ich außerdem Probleme, in das Buch hineinzukommen – was daran gelegen haben mag, das „Schrei nach Stille“ schon der fünfte Teil um Paul Bremer ist und ich die anderen vier vorher nicht gelesen habe. Auch in den Schreibstil mußte ich mich erst einlesen – der Erzähl-Stil schwankt bei den Perspektiven der einzelnen Personen. So waren für mich die Kapitel um Paul Bremer leichter zu lesen als die von DeLange. Die Passagen um Sophie Winter waren teilweise recht langatmig und detaillgetreu, aber passend um die Person dahinter zu beschreiben. Der Krimi, der eigentlich nicht nur ein Krimi ist, war nicht schlecht, aber anstrengend zu lesen. Bis ich zu einem weiteren Buch der Autorin Anne Chaplet greifen werde wird wohl einige Zeit vergehen. |
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| Bewertung von Leserin aus Deutschland am 06.02.2009 | |
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Vergessen ist Gefahr und Gnade zugleich Das dem Buch vorangestellte Zitat von Theodor Heuss passt ausgezeichnet zu Anne Chaplets neustem Buch „Schrei nach Stille“. Sophie Winter ist eine ältere Schriftstellerin, die sich vom Geld ihres Buches „Summer of Love“ ein verlassenes Haus im nordhessischen Dorf Klein-Roda gekauft hat. Die Dorfbewohner begegnen ihr mit der gleichen misstrauischen Ablehnung, wie den Hippies, die einst 1968 in diesem Haus lebten. Es wird schnell klar, dass sie nicht zufällig in dieses Haus gezogen ist und ihr Roman keine erfundene Geschichte beschreibt. In „Summer of Love“ beschreibt sie wie 1968 drei junge Hippies nach Klein-Roda zogen, welche Konflikte zwischen den Dorfbewohnern und den Hippies entstanden und legt nahe, dass eines der beiden Hippie-Mädchen von den Einwohnern in den Tod getrieben worden wäre. Die Dorfbewohner verbinden mit diesem Haus nicht nur wegen der Hippies unangenehme Erinnerungen und begegnen Zugezogenen ohnehin nicht gerade offen und herzlich. Davon kann auch ihr Nachbar Paul Bremer ein Lied singen, denn obwohl er schon lange in Klein-Roda wohnt, gehört er nicht richtig dazu. Erst durch das Buch erfährt er, was hier 1968 geschah und einiges andere mehr, das er vielleicht lieber nicht über liebgewonnene Nachbarn gewusst hätte. Bei der Leseprobe war ich mir noch sicher, dass ich recht schnell den Überblick über die vielen eingeführten Personen und die unterschiedlichen Erzählperspektiven haben würde. Für mich wurde das Lesevergnügen leider dadurch getrübt, dass ich gelegentlich zurückblättern musste, um den Überblick zu behalten. Hätte ich die Lektüre nicht mehrmals für einige Tage unterbrechen müssen, wäre das sicher anders gewesen. Die oft fehlende Kennzeichnung von wörtlicher Rede und den SMS trug zur Verwirrung bei. Für mich ist „Schrei nach Stille“ nicht wie auf dem Klappentext versprochen: „Ein eindringliches Porträt der Bundesrepublik in einer ihrer größten Umbruchsphasen (...)“, sondern ein sehr gelungenes Porträt des Lebens in einem Dorf vor vierzig Jahren und heute. Die Nebenhandlung nimmt soviel Raum ein, dass es sich meiner Ansicht nach nicht um einen Krimi handelt, sondern um einen (sehr lesenswerten) belletristischen Roman. Ein sehr beeindruckendes Buch, das ich gerne gelesen habe und auch schon weiterempfohlen habe. |
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| Bewertung von Sillesoeren aus Hürth am 29.01.2009 | |
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Ungewöhnlicher, aber guter Krimi Das Buch "Summer of Love" der zurückgezogen lebenden Schriftstellerin Sophie Winter soll verfilmt werden. Vor ziemlich genau 40 Jahren ereignete sich etwas Schreckliches in genau dem Dorf, in dem nun lebt. Der junge Hippie Sascha verschwand spurlos. Dies verarbeitete sie in dem Roman und ließ darin Sascha sterben. Weiß sie mehr, als die Polizei oder ist dies schriftstellerische Freiheit? Der Frankfurter Polizeibeamte Giorgio DeLange, der die Verfilmung des Buches als polizeilicher Berater unterstützt, wird neugierig. Gleichzeitig beschäftigt ihn das Verschwinden eines Jungen. Steht dies in einem Zusammenhang? Ist er einfach von zuhause abgehauen oder ist er Opfer eines Sexualverbrechers? Die dicht geschilderte Atmosphäre im Dorf, die familiäre Situation des Ermittlers und der Kampf gegen eine beginnende Demenz der Schriftstellerin konnten mich beim Lesen ebenso fesseln, wie der eigentliche Kriminalfall. Die kurzen Sätze machen mich beim Lesen darauf aufmerksam, dass ein dementer Mensch Probleme mit Schachtelsätzen haben muss und verdichtet die Situation ebenso, wie die akribische Schilderung der Wassertropfen, die sich erst einen Weg ins Regenfass und dann dort heraus bahnen. |
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| Bewertung von Toebi aus Beckum am 29.01.2009 | |
| Die Absicht von Anne Chaplet hier das Gegen- und Miteinander von Stadt- und Landbevölkerung zu thematisieren sowie das sich erinnern und vergessen wollen/können, ist ihr in diesem Buch sehr gut gelungen. Aus diesem Grunde wäre dieses Buch auch eher ein Roman als ein Kriminalroman. Der Krimi in der Geschichte kam meines Erachtens zu kurz. Der ermittelnde Beamte war mehr mit seinen persönlichen Problemen behaftet als mit dem vorliegenden Fall. Für einen so wenig komplexen Kriminalfall hat Anne Chaplet sehr viele Handlungsstränge aufgebaut, die für mich aber nicht alle gleichwertig für die Lösung des Falls waren. Die erwartete Spannung für einen Krimi ist für mich ausgeblieben und die Klärung des Falls zum Schluss ließ den nicht ganz straffen Spannungsbogen gänzlich zusammenfallen. Damit ist Anne Chaplet für mich nicht zu einer neuen Krimiautorin geworden. Schade. |
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