Schattenräume - Schedel, Susanne

Susanne Schedel 

Schattenräume

Erzählungen

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Produktinformation

  • Verlag: Hainholz
  • Seitenzahl: 144
  • Edition Libroskop
  • Deutsch
  • Gewicht: 255g
  • ISBN-13: 9783932622625
  • ISBN-10: 3932622626
  • Best.Nr.: 22909048

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Dass die aus Ulm stammende Autorin in diesem Jahr 27 Jahre alt wird und zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis geladen, ist der Rezensentin Agnes Hüfner gleich den ersten Satz wert. Ein junges Talent also. Aber um einen nicht kopfscheu zu machen, betont die Rezensentin alles, was die junge Schriftstellerin an Leben schon so erlebt hat: zwei verschiedene Gymnasien besucht, in Italien, Antwerpen und Bamberg studiert, in einer Düsseldorfer Werbeagentur volontiert... Und wen das noch nicht beeindruckt lockt Hüfner mit den "vielen schönen Bildern", die sie in diesem Erzählungsband gefunden hat: wenn die Haare der Großmutter beispielsweise aussehen wie `flusig meliertes Gefieder eines halbwüchsigen Vogels`, oder wenn von `möwenlosen Gedanken` einer Rivalin die Rede ist, die einem von Helgoland stammenden Mädchen vorgezogen wird. Zwar verläuft sich die junge Schriftstellerin manchmal noch in allzu "kunstvollen Ambitionen", meint Agnes Hüfner, aber man spürt, dass sie prinzipiell ihre Stimme schon jetzt hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2000

Aus dem Takt
Susanne Schedel debütiert
mit sechs Erzählungen
In diesem Jahr wird sie beim Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis dabei sein. In diesem Jahr wird sie 27 Jahre alt. Über Ulm, die Geburtsstadt, hinaus fanden ihre Gedichte und Geschichten kaum Echo. Sie selbst hat sich drinnen und draußen umgesehen: im naturwissenschaftlichen und musischen Gymnasium, in Italien (ein Stipendium), in Antwerpen und Bamberg (Studium), in Düsseldorf (Volontariat in einer Werbeagentur) und in Perspektiven: Geige, Piano, Journalistik. „Das war eine gute Schule”, sagt sie über ihre Zeitungsarbeit. „Ich versuchte beispielsweise, direkte Gefühlsschilderungen, Innensicht zu umgehen, ich . . . beobachte (meine Figuren) beim Handeln. ”
Die sechs Erzählungen ihres Debüt-Bandes halten eher Bewegungen denn Handlungen fest, Zustände, die die Figuren aus dem Takt bringen. Nach dem Tod des Großvaters macht sich der Vater mit bald wunden Fingern daran, den ewig abgeschlossenen Schrank aufzubrechen, während die Großmutter, auf die Suche nach dem Schlüssel geschickt, gar keine Eile an den Tag legt. „Schmal und verloren steht sie und sucht, das …

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