Wie viel Entfernung hält eine Liebe aus - und wie viel Nähe lässt
sie zu?
Ein heißer Augusttag in der Nähe von London: Julia, Mitte dreißig,
streift durch das alte viktorianische Haus der Familie und sichtet
die Hinterlassenschaft ihres Urgroßonkels, der vergeblich versucht
hat, den Nordpol zu entdecken. Sie versetzt sich in seine junge
Frau Emily, die jahrzehntelang auf den Verschollenen gewartet hat,
sie träumt von weißer Weite und kaltem Indigoblau, während sie die
Risse in ihrer eigenen Ehe zu ignorieren versucht.
Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts verschwindet der Forscher
Edward Mackley bei einer Expedition zum Nordpol spurlos. Er lässt
eine junge Witwe zurück, Emily, die ihr Leben lang geduldig auf
seine Rückkehr wartet so die Familiengeschichte. Hundert Jahre
später, an einem heißen Augusttag, sichtet Edwards Urgroßnichte
Julia seine Hinterlassenschaft, streift durch das alte dunkle Haus
der Familie, in dem sie seit kurzem mit ihrem Mann Simon wohnt. Sie
versucht die ersten Risse, die sich in ihrer Ehe zeigen, zu
ignorieren, und während Simon in seinem Architekturbüro in London
arbeitet, versetzt sie sich in die einsame, wartende Emily, in den
Forscher, der mit seinen Gefährten die "Persephone"
verlässt, als das Schiff vom Packeis ergriffen wird, und zu Fuß
sein Glück versucht, träumt von der weiten Schneelandschaft, den
kalten und doch sanften Farben, verdrängt ihre eigene Sehnsucht und
Einsamkeit.
Im Laufe des Tages stößt sie jedoch auf eine Entdeckung, die Emilys
und Edwards Beziehung in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.
Und auch die Liebe zwischen ihr und Simon macht an diesem heißen
Tag, an dem Julia liest und döst, kocht und im Garten liegt, die
Katze füttert und Geschirr zerbricht und dabei die meiste Zeit in
einer anderen, eisigen Welt lebt, eine entscheidende Entwicklung
durch.
"Mit "Ruhepol" hat die 30-jährige Amy Sackville einen fulminanten Debütroman geschrieben, der sich im Spannungsfeld zwischen mitreißendem Abenteuerroman und fein beobachtetem psychologischen Beziehungsporträt bewegt. Zärtlich, lyrisch und zu Tränen rührend!" Freundin Donna
Amy Sackville wurde 1981 geboren und lebt in London. Sie studierte Literatur und Theaterwissenschaft in Leeds und Oxford und beschloss dann, Creative & Life Writing an der Goldsmiths University in London zu belegen. Für ihren ersten Roman "Ruhepol" wurde sie 2010 mit dem John Llewellyn Rhys Prize ausgezeichnet, dem ältesten englischen Literaturpreis für den besten Roman des Jahres von jungen Autoren unter 35, den vor ihr u.a. V. S. Naipaul und Angela Carter erhielten; außerdem stand der Roman auf der Longlist des Orange Prize for Fiction und des Dylan Thomas Prize.
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