Repräsentation in Politik, Medien und Gesellschaft
Einer Moderne in der Tradition der Aufklärung, zweckrational
gestimmt und zum Pragmatischen geneigt, muß Repräsentatives
verdächtig vorkommen. Die Verpflichtung zu einer Wahrheit, die um
so lauterer erscheint, je schmuck- und glanzloser sie daherkommt,
beargwöhnt das Repräsentative bestenfalls als Schnickschnack, in
weniger günstigen Stunden als Einschüchterung oder
Manipulation.
Auf der anderen Seite stehen die Rufer nach mehr Repräsentativität
im öffentlichen Leben, wie sie es von royal events aus
Wochenblättern und Fernsehen kennen; dann diejenigen, denen die
gegenwärtige Stillosigkeit öffentlicher Auftritte Verdruß bereitet,
jüngst nachzulesen im Merkur Sonderheft von 2006; schließlich die
Erwartung, daß jede Rationalität eine complexio oppositorum (C.
Schmitt) bzw. Paradoxien (N. Luhmann) impliziert, die sich in Akten
von Repräsentation neutralisieren lassen; u.a. Integration und
Identitätsbildung sind darauf angewiesen.
Die Beiträge, Ergebnisse eines Colloquiums im Herbst 2006, sprechen
sehr unterschiedliche Facetten des Problemkomplexes an, u.a.:
theoretische wie Gürez: Repräsentation und Körper - Voss:
Souveränität und Repräsentation; historische wie - Aydemir/Özcan:
Osmanisches Reich und Übergang zur Republik - Tschammer: Eva Perón;
Repräsentation in einzelnen Fuktionssystemen wie Rolfes:
Repräsentation in Theologie und Kirche - Mühl-Benninghaus:
Repräsentation und Internet - Schulz: Unternehmenskommunikation als
Problem der Repräsentation - Zowislo: Das Projekt/Konstrukt - Huth:
Repräsentative Personen; Medien und Instrumente der Repräsentation
wie Deussen: Kunst Sammeln und Repräsentieren - Krzeminski:
Repräsentation durch Bärte - Wippermann: Repräsentation durch
Hunde.
Ausstattung/Bilder: 280 Seiten, zahlr. A bb.- 15, 5 x 23, 5 cm
Seitenzahl: 280
Deutsch
Abmessung: 210mm x 135mm x 24mm
Gewicht: 488g
ISBN-13: 9783826036262
ISBN-10: 3826036263
Best.Nr.: 23052585
Lutz Huth, ehem. Professor für Theorie der verbalen Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin. Michael Krzeminski, Professor für Multimedia, elektronische Medien und Online-Publizistik an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, St. Augustin. Gemeinsame Publikation: Zuschauerpost - ein Folgeproblem massenmedialer Kommunikation.
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