Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich
Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft,
einseitig bedruckt, Note: 1,3, Universität Potsdam (Institut für
Künste und Medien), Veranstaltung: Hauptseminar: Reisen und
Schreiben. Reiseliteratur europäischer Autorinnen (19. und frühes
20. Jahrhundert), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit befasst
sich mit der Rolle der Frau im Deutschland des frühen 19.
Jahrhundert und dem Ausdruck den sie in der von Frauen verfassten
Literatur jener Zeit gefunden hat. Speziell steht hierbei das Werk
Reise einer Wienerin in das Heilige Land von Ida Pfeiffer im
Mittelpunkt. Es soll gezeigt werden, wie Ida Pfeiffer die Rolle der
Frau repräsentiert und selbst gestaltet und wie sich gleichzeitig
ihre Sichtweise auf die weiblichen Orte fremder Kulturen darstellt.
Es gilt zu untersuchen inwiefern ihr Frauenbild zeitgenössisch
geprägt ist und in wiefern sie selbst neue Maßstäbe setzt. Um eine
umfassende Betrachtung der Darstellung weiblicher Orte in der von
Frauen geschaffenen Literatur zu gewährleisten möchte ich
vergleichend die Position Fanny Lewalds in ihrem Werk Italienisches
Bilderbuch erarbeiten. Zum genaueren Verständnis der Werke werde
ich die Frauenbewegung in Deutschland im frühen 19. Jahrhundert
vorstellen. Außerdem soll das Verhältnis der Autorinnen Pfeiffer
und Lewald zu dieser ersten feministischen Vereinigung beleuchtet
werden. Interessant ist hierbei inwiefern sie ideell, mental oder
aktiv zu dieser Entwicklung beigetragen haben.Die Betrachtung des
Phänomens Literatur von Frauen im Kontext des gesellschaftlichen
Wandels im 19. Jahrhundert erscheint mir auch aus heutiger Sicht
interessant. Ich erwarte mir die Einsicht, dass in jener Zeit das
geistige Fundament für die emanzipierte und feministische Literatur
der folgenden Jahrhunderte gelegt wurde und Frauen wie Ida Pfeiffer
und Fanny Lewald mit ihrer eigenwilligen und unkonventionellen
Lebensweise als Vordenkerinnen der Generation um Virginia Woolf
bezeichnet werden können. Die Wahl der Autorinnen erklärt sich
nicht allein durch ihre schriftstellerischen Leistungen, sondern
vielmehr durch ihre herausragenden charakterlichen und
biographischen Merkmale, die sie von anderen Frauen ihrer Zeit
unterscheiden. Die Termini weiblich und männlich dieser Arbeit sind
keine biologischen Bezeichnungen, sondern umfassen die
Eigenschaften, die Frauen und Männern in ihrem jeweiligen
gesellschaftlichen Kontext zugeschrieben werden. Weiblich meint
demnach alle Attribute, die man Frauen in ihrem für sie typischen
Verhalten zuschreibt...
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