Rechtsextremismusforscher, Faschismustheorie, Christoph Butterwegge, Eckhard Jesse, Stieg Larsson, Christian Pfeiffer, Palingenese, Wolfgang Wippermann, Mathias Brodkorb, Klaus Schroeder, Wilhelm Heitmey
Quelle: Wikipedia. Seiten: 37. Kapitel: Rechtsextremismusforscher,
Faschismustheorie, Christoph Butterwegge, Eckhard Jesse, Stieg
Larsson, Christian Pfeiffer, Palingenese, Wolfgang Wippermann,
Mathias Brodkorb, Klaus Schroeder, Wilhelm Heitmeyer, Hajo Funke,
Siegfried Jäger, Claus Leggewie, Thomas Pfeiffer, Birgit
Rommelspacher, Armin Pfahl-Traughber, Thomas Grumke, Christian
Dornbusch, Richard Stöss, Ralf Ptak, Wolfgang Gessenharter, Bernd
Wagner, Alexander Häusler, Eike Hennig, Steffen Kailitz,
SINUS-Studie zum Rechtsextremismus, Kai Arzheimer. Auszug:
Faschismustheorien sind wissenschaftliche Theorien, die das
historische Phänomen des Faschismus in seinen wesentlichen
Merkmalen zu beschreiben und zu erklären versuchen. In den
Geschichts- und Sozialwissenschaften wurden dazu verschiedene
theoretische Ansätze entwickelt, die sich vor allem in der
Einschätzung unterscheiden, welche Merkmale faschistischer
Bewegungen als charakteristisch beziehungsweise paradigmatisch
anzusehen sind, und welche gesellschaftlichen und historischen
Faktoren zur Entstehung dieser Bewegungen geführt haben. Das
Gedankengut, das der faschistischen Ideologie und den sie tragenden
nationalistischen, kollektivistischen bzw. korporativen Bewegungen
zugrundelag, entwickelte sich im wesentlichen vor dem Ersten
Weltkrieg (Präfaschismus) und begann nach dessen Ende im
politischen Raum Wirkung zu entfalteten. Seit den frühen 1920er
Jahren wurden parallel zum Aufstieg des italienischen Faschismus
zahlreiche unterschiedliche Interpretationen und Theorien über das
Wesen und die Ursachen des Faschismus entwickelt. Ausgehend von der
jeweiligen wissenschaftlichen Perspektive ihrer Verfasser haben
diese Theorien entweder soziologische, sozialökonomische oder
sozialpsychologische Schwerpunkte. Die frühen Theorieansätze
betrachteten die Ideologie und Politik der Partei Benito Mussolinis
als bestimmendes Merkmal auch anderer vergleichbarer Bewegungen in
Europa. Vor allem den deutschen Nationalsozialismus verstanden sie
als extreme Form des Faschismus. Während dieser zwar nur in Italien
und Deutschland zu staatlicher Macht gelangte, hat er in den Jahren
1920 1940 auch in vielen anderen europäischen Ländern
gesellschaftlich und politisch einflussreiche Bewegungen und
Parteien hervorgebracht (S. 356ff.). Im realsozialistischen
Osteuropa des Ostblocks, insbesondere in der DDR, wurden vor allem
der Nationalsozialismus, aber auch andere antikommunistische,
rechtsautoritäre, und sozialdemokratische Bewegungen oder Parteien
als faschistisch oder faschistoid
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