Realitätskonstruktionen in der zeitgenössischen Kultur
Realitätskonzepte in der Moderne sind vielfältig, facettenreich und
voller Widersprüche: Realität wird als bewusstseinsunabhängige
Materie, als ein Konstrukt mentaler oder körperlicher Prozesse, als
Ergebnis sprachlicher Strukturen, kultureller Codes oder als
Resultat menschlichen Handelns und Herstellens verstanden. Die
einzelnen, nach interdisziplinären und intermedialen
Gesichtspunkten angelegten Beiträge über Kunst, Werbung, Fernsehen,
Musik, Literatur, Fotografie, Video, Film und Neue Medien bieten
einen umfassenden Einblick in zeitgenössische
Realitätskonzeptionen. Die wissenschaftliche Diskussion von
Realitätskonzeptionen wird durch Statements und Kommentare von
Künstlerinnen und Künstlern ergänzt. Ausgehend von der Annahme,
dass Realitätsbegriffe stets medial vermittelt sind, setzen sich
die einzelnen Aufsätze mit verschiedenen Bild-, Körper- und
Sprachmedien in ihren Interrelationen auseinander und diskutieren
die so eröffneten Möglichkeiten, Realitätskonzepte zu bilden,
zu stabilisieren oder zu modifizieren. Dabei werden auch im Kontext
der digitalen Techniken brisant gewordene Problemfelder wie
Realismus- und Abbildfragen und Zuschreibungen und Modifikationen
des Körpers durch die Neuen Medien thematisiert.
Susanne Knaller ist Professorin für Romanistik und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Institut für Romanistik der Universität Graz. Forschungsschwerpunkte: Ästhetische Theorien (18. bis. 20. Jahrhundert), Bild- und Medientheorien, Romanische und englischsprachige Literatur, Theorien der Allegorie, Fotografie, Geschichte und Theorie des Begriffs Authentizität.
Ein Marktplatz-Angebot für "Realitätskonstruktionen in der zeitgenössischen Kultur" für EUR 24,66
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20