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| Bewertung von Doerti aus Zölkow am 23.03.2012 | |
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anspruchsvoll In diesem Thriller geht es um einen Bundestagsabgeordneten, der aufgrund seiner Einstellung und seines Auftretens das Ziel eines Anschlages werden soll, um Mitarbeiter des Abgeordneten, die irgendwie darin verwickelt sind, um Mord, Vertuschung und Rettung. Dabei ist gerade der Anschlag eher unspektakulär dargestellt worden. Hier hätte ich mir mehr Spannung gewünscht. Und ganz besonders, weil das Buch die Bezeichnung Thriller trägt. Im Laufe der Handlung bekommt das Buch dann ein paar interessantere und spannendere Teile. So folgen ein Bekennervideo und die Ermittlungsarbeit. Gerade der Abschnitt mit dem Infiltrieren und das Geschehen in und um die Terror-Zelle haben mir dann ganz gut gefallen. Hier kommt dann auch endlich die gesuchte Spannung auf, als die Ermittlungen in die falsche Richtung laufen und am Ziel völlig vorbeigehen. Denn gerade der Kampf der Freunde um Beweismaterial und das menschliche Miteinander machen das Buch, das ja eigentlich einen eher schwierigen politischen Hintergrund hat, liebens- und lesenswert. Insgesamt ist das Buch aufgrund des Themas recht interessant. Der Bezeichnung Thriller wird es allerdings nicht gerecht. Dafür waren zu viele Passagen eher unspannend und langgezogen. Ein richtiges Gefühl, mitgerissen zu werden, hatte ich leider an keiner Stelle. Es war dann eher gleichbleibend spannend, aber nicht mitreißend. |
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| Bewertung von McFayden aus St. Ingbert am 20.10.2011 | |
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Yassin Musharbash schafft es in seinem Thriller, Realität mit Fiktion so geschickt zu verknüpfen, dass auch gleichzeitig deren Grenzen verschwimmen. Man merkt beim Lesen jeder Zeile, dass er ein Insider ist. Er weiß wovon er spricht und vor allem wie er es dem geneigten Leser verständlich nahebringt. Wenn man genau über das Gelesene nachdenkt – was ich immer noch tue und dies garantiert noch für eine ganze Weile – wird einem bewusst, wie viel Wahrheit sich in diesem Buch verbirgt. Nachdem sonst immer Ziele im Nahen Osten oder in Amerika Schauplatz des Terrors sind, holt Musharbash die Bühne des Geschehens in die deutsche Bundeshauptstadt Berlin. Erzählt wird das Buch aus verschiedenen Perspektiven der handelnden Protagonisten. Man erhält Einblicke in das Abgeordnetenbüro von Lutfi Latif im Bundestag sowie in die Zeitungszentrale der „öffentlichen Meinungsmacher“ vom Globus. Auch die Arbeitsweisen des ermittelnden Beamten beim BKA und die Perspektive von Terrorexperten Samuel Sonntag werden detailliert dargestellt. Ebenfalls erhält man Einblicke in die Sichtweise von jungen Islamisten in Deutschland sowie in diverse Schauplätze der extremen Szene von Berlin. Eine gelungene Kurzzusammenfassung des Inhalts befindet sich im Klapptext des Buches. Knapper und präziser kann man die Handlung nicht besser darstellen. Mir persönlich hat am besten gefallen, dass die Islamisten nicht wie sonst üblich als „Schuldige“ oder „Buhmänner“ angeprangert werden, sondern konsequent als Menschen unserer Gesellschaft integriert sind. Ich meine damit, dass sie im Buch zu Wort kommen und ihre Sicht der Dinge schildern und was sie dabei empfinden, von der Gesellschaft nicht als vollwertiges Mitglied akzeptiert zu werden – insbesondere nach dem Anschlag. Wie oft habe ich in Büchern zu diesem Thema gelesen (die nicht bereits vom Titel schon kontra Islam sind), um dann zwischen den Zeilen die Abneigung und Schuldzuweisung zu erkennen. Ich muss John Le Carré zustimmen: Yassin Musharbash’s Debüt wird ein Triumph werden! Der Politthriller ist so fesselnd geschrieben und mit teils beängstigenden Szenen gespickt - einfach unglaublich gelungen. Daher volle fünf Sterne von mir und Platz 1 meiner persönlichen Bestseller-Liste. Herr Musharbash, ich hoffe sehr, dass Sie noch viele Bücher dieser Art schreiben werden und mit Ihrem Hintergrundwissen die Sicht unserer Gesellschaft auf die islamische Welt näherbringen und positiv verändern. |
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Bewertung von Mel.E aus L. am 12.09.2011 |
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Terror, Angst und Hass! Als ich mich völlig blauäugig an meinen Leseeindruck gemacht hatte und das Buch auch gewonnen hatte, war ich nicht gefasst auf das was mich erwartet und ich gestehe, ich habe beim Lesen wirklich Angst gehabt, denn Terrorismus ist ein wirklich aktuelles Thema. Dieses Buch ist keine leichte Kost und manchmal auch sehr schwer zu lesen durch die vielen arabischen Namen und Worte, aber dennoch habe ich wie festgeklebt an dem Buch gesessen und war erschüttert über die Wahrheit die sich in dem Buch widerspiegelt, denn genauso kann es geschehen. Warum nicht eine Bombe mitten in Berlin zünden und alles al Quida in die Schuhe schieben, obwohl eine andere Organisation dahintersteht? Warum nicht Moscheen abfackeln und Korane mit Hundescheiße verschmutzen? Was ist der Sinn an solchen Taten? Was werden sie bewirken? Sie werden den Hass nur höher schüren und eine Tat wird der nächsten folgen und ein endloser Kreislauf beginnt. So stelle ich mir das Leben nicht vor. Ich würde mir schon sehr wünschen, daß Muslime und Christen in Frieden miteinander leben können. Spätetestens nach dem 11. September wissen wir, was Terror bewegen kann und ich bin immer noch erschüttert über diese Tat und werde diese schlimmen Bilder niemals aus meinem Kopf bekommen, daher wird es für mich immer aktuell sein. Auch wenn die USA oder auch England oder der Irak weit, weit weg erscheint, können solche Dinge auch hier in Deutschland passieren und daher ist das Buch so realistisch. Interessant ist auch, wie eng Presse, Polizei und andere Organisationen miteinander arbeiten. Alles korrupt und für mich als normal denkender Mensch nicht nachzuvollziehen! Die Rolle der Sumaya ist mir wirklich sehr symphatisch und unsere Welt braucht Menschen wie sie, die auch bereit sind gegen den Strom zu schwimmen und alles riskieren! Auch Samuel Sonntag, genannt Samson spielt in diesem Buch eine Rolle, die ich erst später begriffen habe und hinterher auch wirklich geschätzt habe, denn er hat aus diesem Politthriller ein Buch gemacht, welches sich zu Lesen lohnt! Eine Inhaltsangabe gibt es von mir keine, da das Buch einfach zu komplex ist und ich nicht alles verraten will um nicht die Spannung zu nehmen! Das dürfen gerne andere übernehmen. Von mir gab es heute nur meine Gedanken und ich denke die sind aussagekräftig genug um euch hoffendlich zu überzeugen! |
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| Bewertung von bibi78 aus Gladbeck am 02.09.2011 | |
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Es geht in diesem Buch um Radikale, sowohl von Seiten der Islamisten als auch der Islamphoben. Der Dreh und Angelpunkt ist Lutfi Latif. Er ist ein begnadeter Redner, der beiden Parteien gefährlich wird, weil er eine Annäherung der Muslime in Deutschland mit den Christen herbeiführen will und auch kann. Nachdem er auch noch ein politisches Mandat erhält, wird er Empfänger verschiedener Drohbriefe bis er durch einen Bombenanschlag ums Lebens kommt. Hier beginnt dann das eigentliche Buch. Samson, ein Arabist, der noch darunter leidet mit einem der Todesflieger vom 11.09. befreundet gewesen zu sein ohne zu ahnen, dass dieser ein Radikaler ist und Sumaya, eine muslimische Deutsche versuchen herauszufinden, wer hinter dem Attetat stecken. Samson infiltriert eine Gruppe Islamphoben, die sich das Kommando Karl Martell nennen und die er dieser Tat verdächtigt. Er gelangt auch in deren inneren Kreis. Gleichzeitig bemerkt Sumaya, dass in ihrem privaten Umfeld die Spannung zunimmt. Mehr erzähle ich hier besser nicht, will ja nicht die Spannung verderben. Das Ende des Buch ist zwar nicht so, wie man es sich erwünscht hätte, aber dennoch ist es das eigentlich logische Ende. Das Buch zeigt an, welche Strömungen es in Deutschland gibt und welche Konflike bestehen. Dies geschieht auf eine wertfrei Weise, die sehr angenehm zu lesen ist, kein Urteil abgibt und auch keine Lösung bietet. Andererseits lernt man, dass unsere Gesellschaft sich so entwickelt hat und man versuchen sollte durch gegenseitige Annäherung einen Weg zu finden nebeneinander oder besser sogar miteinander zu leben. Meinung: Auch wenn das Buch nicht unbedingt immer leichte Kost ist, ist es sehr interessant. Es gibt Einblick in die unterschiedlichen Kulturen und die Probleme der "muslimischen Deutschen", die weder in der einen noch in der anderen Gesellschaft ganz zu Hause sind. Ich werde bestimmt noch häufiger über dieses Buch nachdenken und es auch weiterempfehlen. |
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| Bewertung von Christane M. aus Bielefeld am 29.08.2011 | |
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Inhalt: Der ägyptische Bundestagsabgeordnete Lutfi Latif kommt bei einem Bombenanschlag ums Leben. Er hinterlässt seine Frau Fadia Latif und zwei Töchter. Die Studentin Sumaya al-Shami, unterstützte Latif in dem neuen Abgeordnetenbüro und steckt mitten in einer Geschichte von Terrorismus, Islamhassern, Drohbriefen, Anschlägen und Attentaten. Samuel Sonntag ist Terrorexperte und nimmt sich dem Mord an Latif an. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, er hinter dem Bombenanschlag steckt. Meine Meinung: "Radikal" habe ich bei vorablesen.de gewonnnen. Die Leseprobe gefiel mir äußerst gut und war einfach mal etwas anderes, als die üblichen Themen. Eigentlich bin ich kein Fan von Politthrillern- einfach nicht mein Thema, kann man bzw darf man das so sagen? Jedenfalls habe ich für das Buch bestimmt eine Woche gebraucht, einfach aus dem Grund, dass mir die Verstrickungen, die arabischen Namen und die Zusammenhänge auf den ersten 200 Seiten sehr schwer fielen. Nach und nach hat man sich dann daran gewöhnt und es ging etwas flotter voran. Das Thema ist ein sehr aktuelles und beschäftigt sich mit den Vorurteilen gegenüber Muslimen, Terroranschlägen und deren Verstrickungen. Mir fällt es relativ schwer das Buch zu bewerten, da ich keinen richtigen Vergleich habe. Es spielt in Berlin und ist relativ realitätsnah, man könnte meinen einen Zeitungsartikel über 400 Seiten zu lesen. Die einzelnen Protagonisten hat sich Musharbash gut ausgedacht und vor allem waren sie gut durchdacht. Jeder hatte seine Rolle, auch wenn die Zusammenhänge durch Freunde, Bekannte, BKA, Al Qaida, V Männer usw schwer auseinanderzuhalten waren. Auch die Beziehungen zueinander waren gut beschrieben. Dieses Buch ist LEIDER sehr menschlich und ehrlich. Es ist traurig, dass man sich mit solchen Themen wie Radikalität in der Welt wirklich auseinandersetzen muss und das hat mir wirklich zu denken gegeben. Auch die Mittel, die dazu angewendet werden sind leider nicht ohne. Ein Buch zum nachdenken, mit viel Inhalt auf 400 Seiten, die einen so schnell nicht loslassen. Fazit: enn man Fan von Politthrillern ist auf jedenfall lesenswert. Aber auch, wenn man mal eine neue Richtung versuchen möchte sehr lesenswert. 4 von 5 Punkten. |
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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 27.08.2011 |
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Ein wirklich spannender Thriller über Islam und Muslime in Deutschland. Ein junger charismatischer und muslimischer Jung-Abgeordneter versucht zwischen der deutschen Politik und deutschen Gesellschaft und den muslimischen Mitbürgern zu vermitteln. Damit ist er ein Dorn im Auge aller Islamisten, Islamhassern und Nazis. Die Welle der Drohbriefe reißt nicht ab, aber ist wirklich sein leben bedroht oder wollen sich alle nur mal Luft machen? Er engagiert einen Spezialisten für Islamfragen, verzichtet aber auf den Personenschutz vom BKA. Wenige Wochen nach seiner Amtseinsetzung stirbt er und 13 weitere bei einem Sprengstoffanschlag in einem Berliner Fernsehstudio. Doch welche Gruppierung steckt dahinter? Ist es wirklich Al-Qaida, die schon wenige Stunden später ein Bekennervideo ins Internet stellt? Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite und hat ziemlich viele Verwicklungen, von denen keine aufgesetzt scheint. Plötzlich ergeben Hinweise von den ersten Kapiteln noch mehr Sinn. Wirklich gut geschrieben, mit gut beschriebenen Charakteren. |
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Bewertung von anyways aus greifswald am 26.08.2011 |
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Die junge Politikstudentin Sumaya bewirbt sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Abgeordnetenbüro des Grünen Politikers und Vorzeigeexilmuslimen Lutfi Latif. Ein Mann dessen politische Arbeit sie interessiert und von dem sie sich, in Bezug auf ihre eigenen Wurzeln, viel erhofft. Einigermaßen problemlos erfolgt das Vorstellungsgespräch, an dessen Ende sie als Halbtagskraft eingestellt ist. Zusammen mit ihrem Kollegen Munkelmann nimmt sie die Arbeit auf. Als erstes soll sie die von Munkelmann vorgesichteten Drohbriefe des Politikers neu beurteilen. Das BKA wurde auch schon eingeschaltet, dieses geht wiederum nur von Drohbriefen islamistischen Hintergrunds aus, dabei stellt Sumaya fest das es auch Briefe von Nazis und Islamhassern gab. Warum verschweigt Munkelmann dies? Ebenfalls merkwürdig findet sie, dass die Presse sehr schnell Wind von der Sache bekommen hat. Auf den Vorschlag Latifs hin engagiert sie den unabhängigen Terrorismusexperten Samuel Sonntag. Dieser arbeitet nicht nur als Berater sondern unterhält einen eigenen Blog „derkleinedjihad.com“ und erhält Vorträge vor politischen Stiftungen, Vereinen und Gewerkschaften. Auf einer Veranstaltung vor Juristen trifft er seinen alten Kommilitonen Stefan wieder, dieser lädt ihn zu einer privaten Vorstellung in einem „politischen Salon“ ein. Nach anfänglichem Zögern willigt er ein und bekommt es mit Radikalen der anderen Art zu tun. Als dann noch ein tödlicher Anschlag auf seinen neuen Arbeitgeber verübt wird macht er sich mit Unterstützung der Muslima Sumaya und seiner Ex-Freundin Merle auf die Suche nach den Verantwortlichen. Anders als John le Carré , der seine Thriller sehr gerne verkompliziert und politisiert, gelingt Musharbash ein außerordentlich guter, spannender und fesselnder Thriller. Ein flüssiger mitreißender Schreibstil, ein schlüssiger Plot und die gut platzierten Spannungsbögen ließen mich das Buch kaum aus den Händen legen. Der innere Zwiespalt der Angehörigen der islamischen Religion ist sehr einfühlsam dargestellt. Befremdet für mich war nur, dass beide sowohl der Politiker als auch Sumaya sich als Exilmuslime bezeichnen. Warum? Per Definition sind sie keine. Das erklärt wahrscheinlich diesen Zustand der inneren Zerrissenheit, sich nach etwas sehnen was man haben könnte aber gar nicht mehr möchte. Die Darstellung der Terroristen und unter welchen harmlosen Masken sie sich in der Öffentlichkeit bewegen ist schon beunruhigend. Man kann einem Menschen leider nur bis an die Stirn schauen. Meist ist das Dahinter harmlos und nur einige seltene Male lodert dort ein abgrundtiefer Hass. Dazu bedarf es nicht einer bestimmten Religions- oder Glaubenslehre, Extremisten sind in allen vertreten. Fazit: Lesenswert, da nicht nur unterhaltsam sondern auch politisch interessant. |
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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 24.08.2011 |
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Es ist 8.40 Uhr, als in Berlin-Mitte eine Bombe explodiert, die mehrere Menschen tötet. Schnell ist klar, dass das Ziel Lutfi Latif war, der frisch gewählte muslimische Bundestagsabgeordnete der Grünen. Und ebenso schnell scheint klar zu sein, wer dahinter steckt: Al-Qaida, für die Latif ein Verräter war. Doch Latifs Mitarbeiterin Sumaya und der Terrorexperte Samuel haben Zweifel und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell gelangen sie auf die Spur radikaler Islamhasser, deren Verbindungen bis in die obersten Gesellschaftskreise reichen. Was Musharbash hier aufzeigt, lässt einen schaudern angesichts dessen, was sich hinter der scheinbaren Wahrheit verbirgt. Radikale verüben Verbrechen und lassen andere Radikale dafür verantwortlich sein, um den Hass auf Dritte zu schüren. Oder werden Erstere doch nur gezielt eingesetzt, um die Ziele der zweiten Gruppe zu erreichen? Nichts ist wirklich klar und eindeutig, und auch die Medien werden eher benutzt, als dass sie tatsächlich zur Aufklärung beitragen. Durch die verblüffende Aktualität (auch angesichts der Ereignisse in Oslo) gewinnt der Thriller noch zusätzlich an Spannung und man fragt sich beim Lesen manches Mal: Ist das wirklich alles nur Fiktion??? Vier Punkte gibt es 'nur' deshalb, weil sich einige wenige Ereignisse doch etwas überstürzt und damit eher unglaubwürdig ereignen. Dennoch: Ein Thriller, den man gelesen haben sollte. |
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| Bewertung von Themistokeles am 18.08.2011 | |
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Inhalt: Lutfi Latif, ein charismatischer Interlektueller mit ägyptischen Wurzeln hat das Potential die Islamdebatten ein für alle Mal aufzurollen. Er wird schon als deutscher Barack Obama gesehen als er in den Bundestag gewählt wird. Sein Hauptziel ist ein besseres Verständnis zwischen Deutschen und Moslems zu schaffen. Seine Einstellung schafft ihm jedoch nicht nur Zusprecher, sondern auch viele Feinde. Seine arabischstämmige Mitarbeiterin Sumaya al-Shami und der Arabist Samuel Sonntag, der zu Latifs Schutz angestellt wurde. Dann kommt es jedoch mitten in Berlin zu einem Anschlag auf Latif und die Al-Qaida bekennt sich zu der Bluttat. Die Stimmung in Deutschland ist aufgebracht. Samuel und Sumaya sind von dem Bekennervideo der Al-Qaida jedoch nicht vollkommen überzeugt und stellen eigene Ermittlungen an. Diese Ermittlungen führen sie immer tiefer in die Abgründe des Extremismus, nicht ausschließlich des Islamistischen. Für diese Erkenntnise, die sie der Wahrheit immer näher kommen lassen, müssen sie jedoch sehr weit gehen. Meinung: Der Anfang war zunächst sehr trocken und ich konnte mir noch sehr wenig vorstellen, wie die ganze Sache wohl weiter gehen wird und was inbesondere die Situation auf eine interessante Weise zuspitzen wird. Jedoch muss ich sagen, dass die Geschichte eindeutig immer besser wurde, denn die einzelnen Beweggründe, Vereinigungen, Taten und das Vorgehen wurden auf eine eindringliche und glaubwürdige Weise beschrieben. Vor allem die Salontreffen wurden klasse geschildert, denn soweit ich mir sowas vorstellen kann, wirkten die sehr realitätsnah. Zudem steht hinter dem Buch vermutlich eine ziemliche Recherchearbeit, da viele Details zum einem über den Islam, jedoch auch zum anderen Gründe für die Islamophoben und die Islamisten, der Meinung zu sein, die sie vertreten. Was ich auf jeden Fall echt gut finde ist die Aussage des Romans, dass man nicht immer alles unvoreingenommen und Klischees folgend, glauben sollte, denn die Dinge sind oft nicht so wie sie scheinen. Auch das nicht gleich jeder Moslem ein Terrorist ist und nicht jeder Deutsche der kein Nazi ist, gleich zum frommen Lamm wird und keiner Fliege etwas zu leide tun kann. Einfach, dass man nicht pauschalisieren soll. Das ist eine Aussage, die mir sehr gut gefällt, da es einfach langsam zu viele Vorurteile gibt, bei denen es heißt die Moslems oder die Russen, ohne dabei zu merken, dass man sowas nie pauschalisieren kann. Daher kann man sich nur wünschen, dass ein paar dieser Leute ein solches Buch vielleicht mal lesen und es auch schaffen zu dem Schluss zu kommen, dass jeder Mensch einzeln bewertet werden muss und es dabei keine pauschalaussagen geben darf. |
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Bewertung von R.E.R. am 15.08.2011 |
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Lutfi Latif, der “Shootingstar der weltweiten Gemeinschaft der Exilmuslime, ist als Abgeordneter der Grünen in den Bundestag gewählt worden. Nachdem selbst Barack Obama auf ihn aufmerksam geworden ist und Latif diesem bei seiner zweiten Kairoer Rede geholfen hat, wird er von fast allen “Topkadern, die bei al-Qaida etwas zu sagen haben” als “gefährlich” und “schandhaft gebrandmarkt”. Als Latif dann tatsächlich während einer Fernsehübertragung einem Bombenanschlag zum Opfer fällt, vermuten Polizei und Politik die Mörder ganz selbstverständlich in den Reihen der Terroristen. Nicht so Sumaya al Shami und Samuel Sonntag. Latifs Assistentin und sein Sicherheitsberater haben den begründeten Verdacht, dass eine ganz andere Organisation hinter dem Verbrechen steckt. Yassin Musharbash nimmt sich Zeit Figuren und Handlung zu entwickeln. Niklas Weissenthal, drogensüchtiger Abiturient hat eine zweite Leidenschaft. Die Chemie. Mit dieser verdient er sich das Geld für seine Sucht, indem er Sprengstoff selbst produziert und verkauft. TATP beispielsweise. Die letzte Einheit verkaufte er an einen Araber. Nun plagt ihn sein Gewissen. Er denkt er hat die Minibombe einem Terroristen überlassen. Sumaya, eine muslimische Politikstudentin mit palästinensischen Eltern, bereitet sich auf ein Vorstellungsgespräch bei dem neu gewählten Abgeordneten der Grünen vor. Mit arabischem Essen zum Frühstück, statt Nutellabrot. Das erfolgreiche Vorstellungsgespräch das Sumaya später mit Latif führt ist äußerst interessant. Sie wird eingestellt, gerade wegen ihrer sehr eigenen Vorstellungen von Toleranz gegenüber Migranten oder Mitbürgern anderer Herkunft. Samuel Sonntag alias Samson, der studierte Arabistiker und Terrorismusexperte, taucht in der Ostsee um dort die Stille wiederzufinden. Auf seinem Dachboden lebt er über seine drei Rechner in verschiedenen Parallelwelten, die ihn nicht zur Ruhe kommen lassen. Der Berliner Politbetrieb wird zu Beginn ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Es fällt auf, dass der Autor über fundiertes Hintergrundwissen verfügt. Er zeichnet charakteristische Bilder der Stadtteile sowie der Menschen die darin leben. Wedding, Kreuzberg, Berlin Mitte, Prenzlauer Berg. Gutmenschen, Migranten, Araber, Türken, Kurden. Den Zündstoff der sich durch Islamfeindlichkeit und Terrorangst unter den deutschen Bürgern ausbreitet. Gewaltbereite Keimzellen, die sich in sog. Salons verbal auf einen ganz eigenen Glaubenskrieg vorbereiten, bevor sie ihn in die Tat umsetzen. Im Gegensatz dazu die charmante und elegante Weltstadt mit flanierenden Touristen und einem Zentrum der Macht das längst schon unterwandert zu sein scheint. Musharbash formuliert geschliffen, einfach und glaubwürdig. Als Außenstehender fragt man sich unwillkürlich, ob sein kann was einem hier so einleuchtend beschrieben wird. Wer sich in der letzten Zeit für die Themen Ausländerpolitik, Islam, Migration und Integration interessiert hat, wird hier auf spannende Weise unterhalten aber auch umfassend informiert. Manchmal mutet der Inhalt wie ein Vokabeltrainer an, wenn Begriffe wie Islamhasser, Islamophobie oder Islamkritiker erläutert und unterschieden werden. Ebenso beeindruckt die teils philosophische Tiefe der Gedanken: „Sumaya wusste genau was ihre Mitbewohnerin so verletzt hatte. Es war der Fluch. Der Fluch der darin bestand, dass man nicht dazugehören wollte, wenn die anderen darauf bestanden; und zugleich darauf bestand dazuzugehören, wenn die anderen es für eine Unmöglichkeit hielten. Der Fluch dass man nicht wusste und nie wissen würde, wer man ist.“ Am Ende besticht wohl vor allem die überzeugende Darstellung des “was wäre wenn”! Die schnörkellose Beschreibung der Folgen eines Terroranschlages in Deutschland. Die Reaktionen der Menschen auf den Straßen, die lakonische Kaltblütigkeit der Medien, die Verlogenheit der Politik und der Einsatz einiger weniger, so wie Sumaya und Samuel, die den Glauben an das Gute im Mens |
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