Promises to keep - Frost, Robert

Robert Frost 

Promises to keep

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  • ISBN-10: 3784605524
  • Best.Nr.: 10323620
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.01.2003

Meilen zu gehen
Der amerikanische Dichter Robert Frost ist neu zu entdecken

Erst als Robert Frost 1915 nach drei Jahren England in die Vereinigten Staaten zurückkehrte, bemerkte er, daß er dort inzwischen berühmt geworden war. Ihm fiel "The New Republic" in die Hand: "Mein Name starrte mich von der Titelseite an. Zwei Spalten waren über mich." Die vorübergehende Auswanderung des gescheiterten Farmers und erfolglosen Poeten hatte sich gelohnt. In England hatte der fast Vierzigjährige 1913 für sein erstes Gedichtbuch einen Verleger gefunden. Frosts zweites Buch, "North of Boston", das ein Jahr später erschien, erhielt sogleich glänzende Rezensionen. Die Lyrikerin Amy Lowell sorgte dafür, daß Frost auch in Amerika bekannt wurde. Ezra Pound, damals das Londoner Haupt der amerikanischen Avantgarde, schrieb hellsichtig: "Was er zu sagen hat, bleibt im Gedächtnis haften - nicht der Wortlaut, nicht der Tonfall, aber die Sache." Es war der Anfang einer glänzenden und, wie es schien, ungetrübten Karriere.

Zehn Jahre nach seinem Debüt erhielt Frost für den Band "New Hampshire" den Pulitzer-Preis. Drei weitere Pulitzer-Preise sollten folgen. …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Robert Frost sei beileibe kein "Avantgardist", befindet der Rezensent Thomas Kling, er stütze sich vielmehr "auf Gesichertes - in oft ungesichertem Gelände". Frost, berichtet Kling, war Farmer, und so herrsche in seiner Lyrik "Krieg", "in direktester Konfrontation mit der Natur". Dabei, betont der Rezensent, geraten seine Landschaftsumschreibungen nie zur "Schollenpropaganda". Es handele sich eher um eine Lyrik des "Über-Tönens", in denen die menschliche Sprache von dem Getöse der Natur entstellt und entmenschlicht werde. Bemerkenswert knapp findet Kling Frosts Sprache, "bestechende, bestechend wortgenaue Dichtung", in der man unweigerlich an den Satz "Ein Mann, ein Wort" denken müsse. Besonders stark sei Frost, wenn er "maskuline Alltagswelt zu seiner Sache macht". Dem Übersetzer allerdings wirft Kling etwas ungnädig "Unschärfen und Qualligkeiten in der Beherrschung der deutschen Sprache" vor - und scheint sich daher besonders zu freuen, dass diese Ausgabe auch die "Originaltexte" enthält.

© Perlentaucher Medien GmbH

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