Die Aufklärung als eine der wichtigsten Kulturepochen in
Deutschland wird zunächst in klarer und verständlicher Sprache
profiliert und sodann mit repräsentativen Textzeugnissen aus
bedeutenden Werken des 18. Jahrhunderts vorgestellt für ein
bildendes und vergnügliches Lesen für Lehrer, Studenten, Dozenten
und alle, die nicht nur über die Epoche, sondern auch in ihr lesen
möchten.
In der Reihe Profile deutscher Kulturepochen steht Aufklärung an
herausgehobenem Platz, beginnt doch mit ihr als Bewegung die
Moderne: Aufklärung zeigt sich in der schrittweisen Ablösung des
Feudalsystems durch eine bürgerliche Gesellschaft; in der
allmählichen und folgenreichen Trennung von Philosophie und
Theologie; in einem neuen, von Empirie gespeisten Nachdenken über
Geschichte, Natur und Menschsein; schließlich in der Schaffung
einer Literatur, die sich von der hergebrachten Musterpoetik löst
und jene Medien bereitstellt, in denen der Prozess der
Mündigwerdung zuerst eine große Menge der Gebildeten und dann auch
das Volk erreicht: ein anderes Drama, erzählend-belehrende Prosa,
Fabeln und eine neue lyrische Ausdruckskunst.In einem
zusammenhängenden Überblick führt der Band in die Epoche ein und
stellt sodann die wichtigsten Bereiche einzeln vor, wobei
Grundströmungen herausgestellt, aber auch die zeitlichen und
thematischen Besonderheiten in den Einzelkünsten betont werden: in
Musik, Literatur und den Künsten, im Geschichtsdenken, in Theologie
und Philosophie. Im zweiten Teil kommt die Aufklärung selbst zu
Wort: 38 repräsentative Auszüge aus wichtigen und folgenreichen
Texten sprechen für die Epoche, unterstützt durch Einleitungen, die
diese Textzeugnisse historisch und biografisch verorten und kurz
inhaltlich kommentieren. Register, Literaturverzeichnis und eine
Zeittafel beschließen den Band.
Joachim Bark (geb. 1941), nach seinem Studium der Germanistik, Philosophie und Theologie zuerst Assistant Professor an der Stanford Universität, sodann ab 1974 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Stuttgart
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