Prada, Pumps und Babypuder - Kinsella, Sophie

Sophie Kinsella 

Prada, Pumps und Babypuder

Roman. Neues von der Schnäppchenjägerin. Deutsche Erstausgabe

Dtsch. v. Isabel Bogdan u. Monika Scheele Knight
Broschiertes Buch
 
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**** ausgezeichnet
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Prada, Pumps und Babypuder

Rebecca Bloomwood, verheiratete Brandon, ist selig. Sie und ihr Mann Luke erwarten ihr erstes Kind, und natürlich soll für den Nachwuchs alles perfekt vorbereitet sein. Strampelanzüge, Kinderwagen, Spielzeug - Rebecca ist im Kaufrausch. Doch ihr Glück wird getrübt, als sie erfährt, dass ihre höchst attraktive Geburtshelferin Venetia eine Exfreundin von Luke ist. Und die scheint wild entschlossen, ihr den Mann auszuspannen. Als Rebecca dann auch noch herausfindet, dass Luke Geheimnisse vor ihr hat, ist sie überzeugt: Er und Venetia haben eine Affäre ...

"Kein Zweifel: Sophie Kinsella schreibt fantastische romantische Komödien!" -- Daily Record

"Ein quirliges und geistreiches Lesevergnügen!" -- Kirkus Reviews

"Schlau und höchst vergnüglich - Becky als werdende Mutter ist absolut liebenswert!" -- Publishers Weekly


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 439 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46449
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 118mm x 37mm
  • Gewicht: 364g
  • ISBN-13: 9783442464494
  • ISBN-10: 3442464498
  • Best.Nr.: 20943158
"Schlau und höchst vergnüglich - Becky als werdende Mutter ist absolut liebenswert!" -- Publishers Weekly

"Schlau und höchst vergnüglich - Becky als werdende Mutter ist absolut liebenswert!"

"Schlau und höchst vergnüglich - Becky als werdende Mutter ist absolut liebenswert!"

" Niemals war ein Charakter mit Persönlichkeitsstörung sympathischer." Marie Claire
Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?« oder »Charleston Girl« im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

Leseprobe zu "Prada, Pumps und Babypuder" von Sophie Kinsella

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Leseprobe zu "Prada, Pumps und Babypuder" von Sophie Kinsella

KENNETH PRENDERGAST

Prendergast de Witt Connell

Financial Advisers

Forward House

394 High Holborn London WC1V 7EX

Mrs. R. Brandon 37 Maida Vale Mansions Maida Vale London NW6 0YF

30. Juli 2003

Sehr geehrte Mrs. Brandon,

es hat mich sehr gefreut, Sie und Ihren Mann kennenzulernen, und ich stehe Ihnen in Zukunft sehr gern als Finanzberater zur Seite.

Wie besprochen, leite ich alles in die Wege und eröffne zunächst ein Treuhandkonto für Ihr Kind. Bei Gelegenheit können wir dann über weitere Anlagemöglichkeiten auf den Namen des Kindes sprechen.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihren Mann in den nächsten Monaten näher kennenzulernen. In der Zwischenzeit stehe ich Ihnen bei Fragen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, Kenneth Prendergast Familien-Finanzberater

KENNETH PRENDERGAST

Prendergast de Witt Connell

Financial Advisers

Forward House

394 High Holborn London WC1V 7EX

Mrs. R. Brandon 37 Maida Vale Mansions Maida Vale London NW6 0YF
1. August 2003

Sehr geehrte Mrs. Brandon,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Auch wenn ich selbstverständlich nicht davon ausgehe, dass er genutzt werden wird, habe ich für das Bankkonto Ihres Kindes einen Dispositionskreditrahmen vorgesehen.

Mit freundlichen Grüßen, Kenneth Prendergast Familien-Finanzberater

KENNETH PRENDERGAST

Prendergast de Witt Connell

Financial Advisers

Forward House

394 High Holborn London WC1V 7EX

Mrs. R. Brandon 37 Maida Vale Mansions Maida Vale London NW6 0YF
7. August 2003

Sehr geehrte Mrs. Brandon,

vielen Dank für Ihr Schreiben.

Es fasziniert mich sehr, dass Sie eine "übersinnliche Botschaft" Ihres ungeborenen Kindes empfangen haben. Leider muss ich ihnen jedoch mitteilen, dass Sie den Überziehungskredit zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Anspruch nehmen können, auch wenn "das Baby es so sehr wünscht".

Mit freundlichen Grüßen, Kenneth Prendergast Familien-Finanzberater

Okay. Keine Panik. Keine Panik. Wird schon gutgehen. Natürlich wird es das. Natürlich.

"Wenn Sie jetzt bitte Ihr Oberteil anheben würden, Mrs. Brandon?" Die Ultraschall-Assistentin sieht freundlich und professionell auf mich herunter: "Ich verteile jetzt etwas Gel auf Ihrem Bauch, und dann beginnen wir auch schon mit dem Ultraschall."

"Klar", sage ich, ohne mich zu rühren. "Die Sache ist nur die: Ich bin ein kleines bisschen ... nervös."

Ich liege auf einem Bett im Krankenhaus Chelsea & Westminster und bin total angespannt. Gleich werden Luke und ich das erste Mal unser Baby sehen, ich meine, so richtig sehen, seit es beim ersten Ultraschall ganz am Anfang nur ein kleiner Punkt war. Ich kann das alles immer noch nicht glauben. Im Grunde habe ich noch gar nicht richtig kapiert, dass ich schwanger bin. Neunzehn Wochen noch, und dann bin ich, Rebecca Brandon, geborene Bloomwood, Mutter. Mutter!

Luke ist übrigens mein Mann. Wir sind jetzt ein gutes Jahr verheiratet, und unser Baby ist ein hundertprozentiges Flitterwochen-Kind. Wir sind in den Flitterwochen quer durch die Weltgeschichte gereist, und ich habe ausgerechnet, dass wir das Kind in dieser tollen Ferienanlage namens Unawatuna auf Sri Lanka gezeugt haben müssen, wo jede Menge Orchideen und Bambus wuchsen und wir eine herrliche Aussicht hatten.

Unawatuna Brandon.

Miss Unawatuna Orchidee Bambus Brandon.

Mmh, ich weiß nicht, was Mum dazu sagen würde.

"Meine Frau hatte zu Beginn der Schwangerschaft einen kleinen Unfall", erklärt Luke, der neben dem Bett auf einem Stuhl sitzt. "Deshalb macht sie sich ein bisschen Sorgen."

Er drückt mir die Hand, und ich drücke seine. In meinem Schwangerschaftsbuch, Neun Monate Ihres Lebens, steht, man soll den Partner an allen Aspekten der Schwangerschaft teilhaben lassen, damit er sich nicht ausgeschlossen fühlt. Also beziehe ich Luke ein, wo immer ich kann. Gestern Abend zum Beispiel, da habe ich mir mit ihm zusammen meine neue DVD Schöne Arme in der Schwangerschaft angesehen. Mittendrin fiel ihm plötzlich ein, dass er noch einen wichtigen dienstlichen Anruf erledigen musste. Er hat dann ziemlich viel verpasst - aber Hauptsache, er fühlt sich von mir nicht ausgeschlossen.

"Sie hatten einen Unfall?" Die Assistentin unterbricht ihre Eingaben in den Computer.

"Ich bin einen Berghang runtergerutscht, als ich in einem Sturm nach meiner lange verschollenen Halbschwester gesucht habe", erkläre ich. "Da wusste ich noch gar nicht, dass ich schwanger bin. Und jetzt habe ich Angst, dass ich dabei das Baby verletzt habe."

"Aha", sagt die Assistentin und sieht mich freundlich an. Sie hat ihr grau-braunes Haar zu einem Knoten zusammengebunden, und in dem Knoten steckt ein Bleistift. "Na ja, so ein Baby hält schon was aus. Wir schauen es uns mal an, okay?"

Da ist er. Der Moment, auf den ich seit Wochen warte. Zögernd hebe ich mein Top hoch und betrachte meinen immer runder werdenden Bauch.

"Könnten Sie bitte auch Ihre ganzen Halsketten zur Seite schieben?", fügt die Assistentin hinzu. "Sie haben da ja eine ganz schöne Kollektion!"

"Das sind alles ganz besondere Anhänger." Ich fasse die klimpernden Ketten zusammen: "Das hier ist ein aztekisches Mutterschaftssymbol, das ist ein Schwangerschaftskristall, die Klangkugel soll das Kind beruhigen ... und das ist ein Geburtsstein."

"Ein Geburtsstein?"

"Man drückt den Stein auf eine bestimmte Stelle in der Handfläche, und dann hat man keine Wehenschmerzen mehr. Das stammt noch aus alten Maori-Zeiten."

"Ah-mmh." Die Assistentin zieht eine Augenbraue hoch und drückt durchsichtigen Glibber auf meinen Bauch. Mit einem leichten Stirnrunzeln legt sie mir den Schallkopf des Ultraschallgeräts auf die Haut, und sofort taucht auf dem Bildschirm ein undeutliches Schwarz-Weiß-Bild auf.

Ich halte die Luft an.

Das ist unser Kind. In mir drin. Ich sehe zu Luke hinüber, der gebannt auf den Bildschirm starrt.

"Hier sind die vier Herzkammern." Die Assistentin bewegt den Schallkopf über meinen Bauch. "Und hier sehen wir die Schultern." Sie zeigt auf den Bildschirm. Ich schaue brav hin, kann aber ehrlich gesagt gar keine Schultern erkennen, sondern nur verschwommene Kurven.

"Hier ist ein Arm ... eine Hand ..."

Totenstille im Raum. Ich kriege Angst. Sie runzelt die Stirn, weil das Baby nur eine Hand hat. Ich wusste es.

Sofort erwacht mein Beschützerinstinkt, und ich verspüre eine große Liebe. Mir steigen Tränen in die Augen. Es ist mir egal, dass unser Kind nur eine Hand hat. Ich werde das Kind trotzdem lieben, genauso. Ich werde es sogar mehr lieben. Luke und ich werden mit dem Baby in der ganzen Welt herumfliegen, um die beste Behandlung zu bekommen, wir werden Geld an die Forschung spenden, und niemand soll es wagen, auch nur einen schiefen Blick auf mein Kind zu werfen.

"Und hier ist die andere Hand", unterbricht die Assistentin meine Gedanken.

"Andere Hand", sage ich erstickt. "Es hat zwei Hände?"

"Ähm ... ja." Die Assistentin scheint befremdet. "Hier können Sie sie beide sehen." Sie zeigt auf den Bildschirm, und zu meinem Erstaunen erkenne ich tatsächlich die kleinen, knochigen Finger. Alle zehn.

"Tut mir leid", bringe ich hervor und trockne mir mit dem Taschentuch, das sie mir reicht, die Augen. "Ich bin bloß so erleichtert."

"Soweit ich das sagen kann, sieht alles ganz prima aus", versichert sie mir. "Und machen Sie sich keine Sorgen, es ist völlig normal in der Schwangerschaft, dass man etwas nah am Wasser gebaut ist. Die Hormone ..."

Also echt. Alle reden ständig von den Hormonen. Luke gestern Abend auch - nur, weil ich bei einer Fernsehwerbung mit einem Hundewelpen geweint habe. Da bei bin ich überhaupt nicht hormonell, ich bin vollkommen normal. Es war eben eine besonders traurige Werbung.

"So." Die Assistentin tippt wieder auf der Computertastatur herum, und aus dem Drucker kommt eine Reihe von schwarz-weißen Bildern. Sie reicht mir ein Bild, auf dem ich ganz deutlich den Umriss des Kopfes erkenne. Eine kleine Nase, einen Mund und alles.

"Ich wäre dann jetzt fertig." Die Assistentin dreht sich auf ihrem Stuhl wieder zu mir. "Jetzt fragt sich nur noch, ob Sie das Geschlecht Ihres Kindes wissen möchten."

"Nein, danke", antwortet Luke lächelnd. "Darüber haben wir schon gesprochen, nicht wahr, Becky? Wir finden, es würde den Zauber der Geburt schmälern, wenn wir es vorher wissen."

"Gut." Die Assistentin lächelt zurück. "Wenn Sie das so entschieden haben, dann sage ich nichts."

Dann sagt sie nichts? Das heißt ja wohl, sie hat schon gesehen, welches Geschlecht das Kind hat! Und sie könnte es uns jetzt sagen!

"Ähm, das hatten wir aber noch nicht wirklich entschieden, oder? Ich meine, noch nicht definitiv?", sage ich.

"Doch Becky, hatten wir." Luke wirkt verblüfft. "Weißt du nicht mehr? Wir haben den ganzen Abend über nichts anderes geredet, und wir waren uns einig, dass wir uns lieber bei der Geburt überraschen lassen wollen."

"Ach ja, stimmt." Ich kann meine Augen nicht von den verschwommenen Umrissen des Babys lösen. "Aber wir könnten uns ja auch jetzt überraschen lassen! Das wäre doch genauso zauberhaft!"

Okay, vielleicht nicht ganz. Aber möchte er es nicht auch unbedingt wissen?

"Möchtest du das wirklich?" Ich sehe einen Anflug von Enttäuschung in Lukes Gesicht. "Möchtest du es jetzt schon wissen?"

"Na ja", zögere ich. "Nicht, wenn du es nicht auch willst."

Ich möchte Luke auf keinen Fall verletzen. Er war die ganze Schwangerschaft über so süß und liebevoll. In letzter Zeit hatte ich oft Heißhunger auf Dinge in den verrücktesten Kombinationen. Kürzlich zum Beispiel auf Ananas und einen pinkfarbenen Cardigan. Luke hat mich sofort in die entsprechenden Geschäfte gefahren, um beides zu kaufen.

Er will gerade etwas sagen, als sein Handy klingelt. Er zieht es aus der Tasche, aber da hebt die Assistentin abwehrend die Hand: "Entschuldigung, aber das können Sie hier nicht benutzen."

"Ach ja." Luke runzelt die Stirn, als er auf dem Display die Nummer erkennt. "Das ist Iain, den muss ich zurückrufen."

Schon klar, welcher Iain. Das wird Iain Wheeler sein, der Marketingchef der Arcodas Corporation. Luke hat seine eigene PR-Firma, Brandon Communications, und Arcodas ist ein neuer Großkunde. Es war ein riesiger Coup, als Luke den Auftrag von Arcodas bekommen hat, und seitdem geht es seiner Firma blendend. Er hat jede Menge neue Leute eingestellt und plant mehrere neue Niederlassungen in ganz Europa.

Bei Brandon Communications läuft also alles wunderbar, aber Luke arbeitet mal wieder wie ein Besessener. Ich habe noch nie erlebt, dass er bei jemandem so Gewehr bei Fuß gestanden hat wie bei Iain Wheeler. Wenn Iain anruft, dann ruft Luke sofort zurück, und mit "sofort" meine ich "sofort". Innerhalb von fünf Minuten, egal, ob er gerade in einem Meeting sitzt oder beim Abendessen, sogar mitten in der Nacht. Luke sagt, er ist nun mal Dienstleister, und Arcodas ist ein großer Kunde, der für genau so etwas viel Geld bezahlt. Ich kann dazu nur sagen: Sollte Iain Wheeler anrufen, wenn ich in den Wehen liege, dann fliegt das Telefon in hohem Bogen aus dem Fenster.

"Kann ich hier irgendwo auf dem Festnetz telefonieren?", fragt Luke die Assistentin. "Becky, es macht dir doch nichts aus?"

"Schon okay", winke ich ab.

"Ich zeige Ihnen den Weg", sagt die Assistentin und erhebt sich. "Mrs. Brandon, ich bin gleich wieder da."

Die beiden verschwinden, und die Tür schließt sich mit einem schweren Klack.

Ich bin allein. Der Computer ist noch an. Der Schallkopf liegt neben dem Monitor.

Ich könnte ihn einfach nehmen und ...

Nein. Lächerlich. Ich weiß ja noch nicht einmal, wie man so ein Ding bedient. Außerdem würde das ja die zauberhafte Überraschung verderben. Wenn Luke will, dass wir warten, dann warten wir.

Ich drehe mich auf dem Bett um und sehe meine Fingernägel an. Ich kann warten. Natürlich kann ich das. Ich kann locker ...

Oh Gott. Ich kann es nicht. Nicht bis Dezember. Jetzt habe ich hier alles vor der Nase ... und keiner ist in der Nähe ... ich werfe nur einen klitzekleinen Blick darauf. Ganz kurz nur. Und ich sage Luke einfach nichts davon. Dann werden wir bei der Geburt immer noch überrascht - nur, dass es für mich insgeheim doch nicht mehr sooo eine Überraschung ist. Genau.

Ich beuge mich hinüber und nehme den Schallkopf in die Hand. Ich setze ihn auf das Gel auf meinem Bauch - und sofort erscheint wieder das verschwommene Bild auf dem Monitor.

Ich habe es geschafft! Nun muss ich nur noch die entscheidende Stelle finden. Hoch konzentriert bewege ich das Gerät über meinen Unterleib, drehe es mal hier- und mal dahin und recke den Kopf dabei Richtung Bildschirm, um etwas erkennen zu können.

Das ist ja viel einfacher, als ich dachte! Vielleicht sollte ich Ultraschall-Assistentin werden. Offensichtlich bin ich ein Naturtalent.

Da ist der Kopf. Wow, er ist riesig! Und das muss ...

Meine Hand bleibt stehen, und ich halte den Atem an.

Ich habe es gerade gesehen. Ich habe das Geschlecht gesehen!

Es ist ein Junge!

Das Bild ist zwar nicht so klar, wie die Ultraschall-Assistentin es hinbekommen hat, aber es besteht kein Zweifel: Luke und ich bekommen einen Sohn!

"Hallo", sage ich zu dem Bildschirm, und meine Stimme zittert dabei etwas. "Hallo, kleiner Junge!"

Mir laufen Tränen übers Gesicht. Wir bekommen einen prächtigen kleinen Jungen! Ich kann ihm süße Latzhosen anziehen und ihm ein Bobby-Car kaufen, und Luke kann mit ihm Cricket spielen, und wir nennen ihn ...

Oh mein Gott. Wie nennen wir ihn?

Was Luke wohl zu Birkin sagen würde? Dann könnte ich nämlich eine Birkin-Tasche von Hermès als Windeltasche kaufen.

Birkin Brandon. Klingt doch ziemlich cool.

"Hallo, mein Baby", summe ich dem großen Bild seines Kopfes sanft entgegen.

"Möchtest du Birkin heißen?"

"Was um alles in der Welt machen Sie denn da?", schreckt mich die Ultraschall-Assistentin auf. Sie steht reichlich entsetzt mit Luke in der Tür.

"Das sind Krankenhausgeräte! Die dürfen Sie nicht einmal anfassen!"

"Tut mir leid", räume ich ein und wische mir die Tränen weg. "Ich musste einfach noch einen Blick auf das Kind werfen. Luke, ich habe mit unserem Baby gesprochen. Es ist einfach ... toll."

"Zeig mal." Lukes Miene hellt sich auf, und er kommt durch den Raum auf mich zu, die Assistentin folgt ihm. "Wo?"

Es ist mir egal, ob Luke sieht, dass es ein Junge ist, und es ist mir egal, ob dann die Überraschung dahin ist. Ich muss diesen Moment mit ihm teilen.

"Guck, hier ist der Kopf", zeige ich. "Hallo, mein Schatz!"

"Aber wo ist das Gesicht?", fragt Luke etwas verstört.

"Keine Ahnung. Wahrscheinlich auf der anderen Seite", winke ich ab. "Hier sind Mummy und Daddy! Wir lieben dich ganz gaanz ..."

"Mrs. Brandon", unterbricht mich die Assistentin, "Sie reden mit Ihrer Blase."

Woher soll ich denn wissen, dass das meine Blase ist? Sah genau wie ein Babykopf aus.

Meine Wangen sind immer noch ganz heiß, als wir ins Sprechzimmer des Arztes gehen. Die Assistentin hat mir einen ellenlangen Vortrag darüber gehalten, wie ich mich hätte verletzen oder das Gerät hätte beschädigen können, und wir sind erst von ihr losgekommen, als Luke eine großzügige Spende angeboten hat. Als Wiedergutmachung sozusagen.

Außerdem hat sie noch gesagt, ich sei nicht mal in der Nähe des Babys gewesen und hätte folglich auch sein Geschlecht nicht sehen können. Hmpfh.

Als ich meinem Frauenarzt Dr. Braine gegenübersitze, geht es mir langsam besser. Er strahlt so viel Ruhe aus. Dr. Braine ist in den Sechzigern, hat graumeliertes, gepflegtes Haar und trägt einen Nadelstreifenanzug und einen Hauch altmodisches Aftershave. Und er hat schon Tausende von Kindern zur Welt gebracht, einschließlich Luke! Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir Lukes Mutter Elinor überhaupt nicht bei einer Geburt vorstellen, aber irgendwie wird es wohl passiert sein müssen. Sobald wir wussten, dass ich schwanger bin, hat Luke in Erfahrung gebracht, ob Dr. Braine noch praktiziert, weil er der Beste im ganzen Land ist.

"Mein lieber Junge!" Er drückt Luke herzlich die Hand. "Wie geht es dir?"

"Sehr gut." Luke setzt sich neben mich. "Und wie geht es David?"

Luke ist mit Dr. Braines Sohn David zur Schule gegangen und fragt jedes Mal nach ihm, wenn wir bei Dr. Braine sind.

Während Dr. Braine darüber nachdenkt, herrscht Stille im Raum. Das ist das Einzige, was mich an ihm ein kleines bisschen irritiert: Er denkt wahnsinnig lange über alles nach, was man ihn fragt. Selbst wenn man nur Konversation macht. Beim letzten Mal habe ich ihn gefragt, wo er seine Krawatte gekauft hat, und er hat geschlagene fünf Minuten darüber nachgedacht, sogar noch seine Frau angerufen, und das Ganze entwickelte sich zu einer Riesengeschichte. Dabei hat mir die blöde Krawatte nicht einmal gefallen.

"David geht es sehr gut", meint er und nickt. "Er lässt grüßen."

Es entsteht erneut eine Pause, in der er die Unterlagen der Ultraschall-Assistentin studiert.

"Sehr gut", sagt er dann. "Alles bestens. Wie fühlen Sie sich, Rebecca?"

"Oh, mir geht es gut!", sage ich. "Ich freue mich, dass mit dem Baby alles in Ordnung ist."

"Sie arbeiten noch Vollzeit?", fragt Dr. Braine und sieht auf meinen Bauch. "Wird Ihnen das nicht langsam zu viel?"

Luke schnaubt neben mir. Er ist manchmal so ungehobelt.

"Na ja." Ich überlege, wie ich es am besten ausdrücke. "Der Job ist nicht so furchtbar anstrengend."

"Becky arbeitet für The Look", erklärt Luke. "Sie wissen schon, das neue Kaufhaus in der Oxford Street."

"Ah." Dr. Braines Miene entspannt sich. "Verstehe."

Wann immer ich Leuten erzähle, was ich mache, sehen sie beschämt zur Seite, wechseln das Thema oder tun so, als hätten sie noch nie von The Look gehört. Dabei ist das unmöglich, alle Zeitungen schreiben seit Wochen darüber. Gestern nannte die Daily World das Geschäft "den größten Einzelhandelsflop in der Geschichte Großbritanniens".

Der Vorteil daran, für den größten Kaufhausflop des Landes zu arbeiten, ist, dass ich mir für Arzttermine und Geburtsvorbereitungskurse so viel freinehmen kann, wie ich will. Und wenn ich danach nicht sofort zurückeile, fällt es noch nicht einmal auf.

"Das läuft bestimmt bald besser", versucht Dr. Braine, mich zu ermutigen. "Haben Sie sonst noch Fragen?"

Ich hole tief Luft. "Also, eine Frage habe ich wirklich noch, Dr. Braine." Ich zögere kurz und fahre dann fort. "Jetzt, wo der Ultraschall gezeigt hat, dass alles in Ordnung ist, können wir da ... wissen Sie ..."

"Absolut." Dr. Braine nickt verständnisvoll. "Viele Paare verzichten in der Frühphase der Schwangerschaft auf Geschlechtsverkehr."

"Ich rede nicht von Sex!", sage ich überrascht. "Ich rede vom Einkaufen.""Einkaufen?" Dr. Braine sieht mich verstört an.

Leseprobe zu "Prada, Pumps und Babypuder" von Sophie Kinsella

"19 (S. 255-256)

Wenn ich doch bloß wüsste, wann genau ich überrascht werde. Es ist acht Uhr morgens am nächsten Tag, und ich bin bereit. Ich habe mich für ein pinkfarbenes Wickelkleid und Wildlederboots entschieden. Gestern Abend habe ich mir noch schnell die Fingernägel machen lassen, Blumen gekauft und die Wohnung aufgeräumt. Und ich habe all meine Krimskramsschachteln nach dieser einen Karte durchwühlt, die ich damals in New York gekauft habe. Auf der Karte ist ein Stubenwagen abgebildet, umringt von kleinen Geschenken, und in Glitzerschrift steht oben drüber: »Danke für die Überraschungsparty, Freunde!«

Wusste ich doch, dass ich die Karte eines Tages brauchen kann. Bei der Gelegenheit bin ich auch auf eine düstere, graue Karte mit der Aufschrift »Tut mir leid, dass das Geschäft nicht gut läuft« gestoßen. Die habe ich zerrissen. Blöde Karte. Von Dave Sharpness habe ich noch nichts gehört. Und Luke habe ich noch nicht erzählt, was ich über Iain weiß. Ich kann es zwar kaum abwarten, will die Beweise aber erst in der Hand haben. Luke trinkt gerade in der Küche einen starken Kaffee, bevor er zur Arbeit aufbricht. Ich sehe ihn an. Er kippt Zucker in seinen Espresso, und dabei sieht sein gesamter Unterkiefer verkrampft aus.

Zucker nimmt er nur, wenn er einen 5000-Volt-Energieschub braucht. Er sieht mich dastehen und klopft auf den Barhocker neben sich. Ich wuchte mich hinauf und stütze mich mit den Ellbogen auf der Granitplatte ab. »Becky … ich muss mit dir reden.« »Du machst das Richtige«, sage ich sofort. »Das weißt du doch.« Luke nickt. »Mir ist auch schon viel wohler. Sie haben mich dermaßen unter Druck gesetzt. Sie haben die ganze Firma unter Druck gesetzt.« »Genau. Du brauchst sie nicht, Luke! Du hast es gar nicht nötig, hinter einer arroganten Firma herzulaufen, die denkt, ihr gehöre die ganze Welt …« Luke hebt die Hand.

»So einfach ist das nicht. Ich muss dir was sagen.« Er hält inne und rührt in seinem Kaffee. »Arcodas hat uns nicht bezahlt.« »Was?« Ich sehe ihn verständnislos an. »Du meinst … überhaupt noch nicht?« »Eine einzige Zahlung ganz am Anfang. Seither nichts mehr. Sie schulden uns … na ja … eine ganze Menge …« »Das kann ja wohl nicht wahr sein! Man muss seine Rechnungen doch bezahlen! Ich meine, das verstößt doch gegen …« Ich breche ab. Errötend. Mir fallen gerade ein paar Kundenkartenabrechnungen in meiner Nachttischschublade ein, die ich vielleicht noch nicht bezahlt habe. Aber das ist doch was ganz anderes. Ich bin schließlich kein riesiges internationales Unternehmen. »Sie sind bekannt dafür. Wir sind hinter dem Geld hergelaufen, haben gedroht …«

Luke reibt sich die Augenbrauen. »Als wir noch gut im Geschäft waren, dachten wir natürlich, dass wir das Geld schon bekommen. Jetzt müssen wir eventuell klagen.« »Na, dann klagt doch!«, sage ich trotzig. »Damit dürfen sie nicht durchkommen!« »Aber in der Zwischenzeit …« Luke hebt seine Tasse und setzt sie dann wieder ab. »Um ehrlich zu sein, läuft es gerade nicht gut, Becky. Wir haben sehr schnell expandiert. Zu schnell, im Nachhinein betrachtet. Ich muss Mieten bezahlen, Gehälter … wir bluten. Bis wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, müssen wir unser Geld ein bisschen beisammenhalten.«"

Kundenbewertungen zu "Prada, Pumps und Babypuder" von "Sophie Kinsella"

18 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 18 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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(12)
***** sehr gut
 
(5)
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Bewertung von Steffi von http://meinelesewelt.blogspot.com/ aus bei Trier am 01.02.2012 ***** sehr gut
Shopaholic Wie alle Shopaholic Bücher wieder unterhaltsam und humorvoll. Man kann gespannt sein wie es mit den dreien weiter geht. Stellenweise fand ich jedoch einige Handlungen von Becky übertrieben und einiges auch überzogen.
Aber alles in einem ein tolles Buch um zwischendurch zu lesen.

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 08.01.2012 ***** weniger gut
Für Becky beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die lebenslustige Frau ist nicht nur eine glückliche Ehefrau, sondern nun auch schwanger. Alles könnte so schön sein, wären da nicht ihre Eifersucht und ihre Kaufsucht. Nachdem sie diese zuletzt reduzieren konnte, bricht diese erneut aus, weil sie alles für ihr ungeborenes Baby kaufen möchte - unabhängig davon, ob es wirklich notwendig ist oder nicht.

Nachdem Becky erfährt, dass ihre Geburtshelferin eine Ex-Freundin von Luke ist, bricht für sie nahezu eine Welt zusammen, denn sie glaubt, dass sie ihr Luke ausspannen möchte. Aber wie weit kann Becky ihren Gefühlen trauen?


"Prada, Pumps und Babypuder" ist der vorletzte Band der Shopaholic-Reihe.
So sehr ich die anderen Teile gemocht habe, so sehr verfluche ich nun diesen Band. Becky kann allgemein ja unglaublich nerven, aber was sie sich in diesem Buch leistet, ist unterirdisch und hat mich nur noch genervt. Zum ersten Mal war ich so richtig froh darüber, ein Buch von Sophie Kinsella zu beenden.

Der Schreibstil ist gewohnt gut und flüssig, trotz der eher miesen Handlung, habe ich dieses Buch dennoch an einem Tag beenden können, was wieder einmal für die Autorin spricht. Allerdings wurde ich diesmal einfach nicht gepackt, sondern habe eher genervt auf die gesamte Handlung reagiert.

Die Beziehung zwischen Becky und Luke vertieft sich durch die Schwangerschaft und als Leser habe ich zunächst geglaubt, dass Becky selbst nun auch endlich ruhiger wird und zu sich kommt, aber Pustekuchen. Hier wird so ziemlich jedes Klischee erfüllt, dass man sich bei einer Schwangerschaft nur vorstellen kann. Becky fällt in alte Muster zurück und kauft ungeniert ein, was sie angeblich braucht und nicht braucht, dazu unterstellt sie Luke so einiges, u.a. eine Affäre, was ich ebenfalls nicht nachvollziehen konnte.
Im Prinzip ist es ja normal, dass besonders bei typischen Frauenromanen mit Klischees gespielt wird, aber dies ist mir hier doch zu viel des Guten.

Die Covergestaltung ist wie immer Geschmacksache. Bislang waren die Cover recht bedeutungslos, dieses hier gefällt mir jedoch, weil es endlich mal auf die Thematik eingeht. Das habe ich bei den letzten vier Bänden enorm vermisst.

Leider konnte mich "Prada, Pumps und Babypuder" nicht von sich überzeugen. Zwar bleibt sich Sophie Kinsella auch in diesem Buch treu, schafft es aber nicht, dass bei ihren Charakteren eine Weiterentwicklung stattfindet. Empfehlenswert nur für echte Becky Fans, die auch in schlechten Zeiten zu ihr halten wollen/können.

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Bewertung von anne60 aus verden am 26.02.2011 ***** sehr gut
Ich habe alle Bücher mit Rebecca Brandon gelesen und ich hatte schon erwartet, dass mich dieses am wenigsten ansprechen würde, da es sich um die Zeit ihrer Schwangerschaft handelt und folglich also um die Dinge, die Rebecca in dieser Zeit nun meint kaufen zu müssen. Tatsächlich langweilte mich der Dauer-Einkaufsfimmel diesmal für Babysachen noch mehr als sonst. Sophie Kinsella verstand es aber auch diesmal wieder, mich für die Geschichte einzunehmen, denn sie wob geschickt ein zweites Thema, nämlich Eifersucht, mit hinein und da war mein Interesse wieder voll geweckt und ich habe das Buch wieder nur so verschlungen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht.
Diese Bücher sind wirklich etwas Besonderes: Flott erzählt, spannend und interessant, fröhlich, locker und die Menschen sind sympathisch mit all ihren Schwächen. Sehr zu empfehlende Wochenend- oder Feierabendlektüre mit "Abtaucheffekt".

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Bewertung von Caro aus Gerolstein am 15.10.2010 ***** ausgezeichnet
Rebecca Bloomwood kauft für ihr Leben gern ein. Als sie dann erfährt, dass sie und ihr Mann Luke Brandon ein Kind bekommen, freut sie sich riesig und kann nun für zwei einkaufen. Als sie dann hört, dass in ihrer Nähe eine tolle Frauenärztin, Venitia Carter, wohnt, die hauptsächlich nur Prominente in der Schwangerschaft bereut, steht für Rebecca fest, dass sie auch zu ihr gehen wird. Tatsächlich schafft sie es in ihrer Praxis aufgenommen zu werden. Bei dem ersten termin stellen Luke und Venitia dann fest,dass sie sich aus der College-Zeit kennen, sie waren Mal ein Paar. Anfangs sieht Rebecca darin kein Problem, doch dann treffen sich die beiden immer öfter und sie glaubt, dass Luke und venitia eine Affäre haben. Sie sit so verzweifelt, dass sie einen Privatdetektiv angagiert, der Luke überwachen soll und erhält interessante Neuigkeiten...
Nachdem ich angefangen habe das Buch zu lesen, war ich mir ziemlich sicher, dass das Buch ausschließlich oberflächlich ist, doch das war dann überhaupt nicht so. Nach dem ersten Termin bei der Frauenärztin, wird es dann spannend und man verfolgt, wie Becky verzweifelt und ihrem Mann hinterherspioniert.
Es ist nicht dringend Notwendig die ersten Teile der Buchreihe zu lesen.

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Bewertung von ShanKath aus Berlin am 28.08.2010 ***** sehr gut
In dem Roman „ Prada, Pumps und Babypuder" (erschien 2007) von Sophie Kinsella geht es um die Hauptperson Rebecca (auch Becky genannt).
Zum Inhalt: Rebecca Brandon und ihr Mann Luke Brandon sind glücklich verheiratet und erwarten ihr erstes Kind. Rebecca freut sich total auf das Kind und landet in einem Kaufrausch. Doch dann wird ihr Glück langsam immer getrübter. „ Ihr Mann ziemlich oft weg", sie viel allein zu Hause „ und ihre Frauenärztin Venetia ( Exfreundin von ihrem Mann) erzählt ihr ständig, dass sie sich in ihrem Mann täuscht...
Was soll sie jetzt nur von ihren Mann denken? Ob ihr Mann sie mit ihrer Frauenärztin betrügt?
Der Roman ist in meinen Augen sehr spannend, traurig, und dramatisch. Es ist ein typischer Roman mit einer gut ausgehenden Liebesgeschichte. Alle die sich gerne in eine dramatische Liebesgeschichte hineinverstetzen wollen, sollten unbedingt dieses Buch lesen. Ich mag diesen Roman, weil er beschreibt, wie man sich in manchen Menschen täuschen kann...

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Bewertung von ChrischiD aus NRW am 24.01.2010 ***** sehr gut
Rebecca kann kaum glauben, dass ihr Leben so gut verläuft. Zuerst heiratet sie ihren Traummann, Luke Brandon und jetzt erwarten die beiden auch noch ein Kind. Natürlich soll es ihrem Kind an nichts mangeln, weshalb sie sich dem Rausch hingibt und einfach alles kauft, was man gebrauchen könnte... nur nicht das was auch wichtig ist. Aber das ist ihr egal, es ist schließlich noch lange Zeit bis zur Geburt. Als sie auch noch einen Termin bei der Promi-Geburtshelferin Venetia Carter ergattern kann, glaubt Becky sich am Ziel ihrer Träume – bis sie erfährt, dass ihr Mann früher mit Venetia zusammen war. Sie muss unbedingt herausfinden, ob zwischen den beiden noch etwas läuft und zur Not muss sie die Konkurrentin in ihre Schranken weisen, koste es was es wolle...

'Prada, Pumps und Babypuder' ist der fünfte und letzte Band der Serie rund um Schnäppchenjägerin Becky Bloomwood. Am Ende des vierten Bandes erfährt sie, dass sie schwanger ist und der 5. Band beginnt 19 Wochen vor der Geburt.
Sophie Kinsella schreibt, wie gewohnt, locker und leicht, so dass man schnell in die Geschichte hineinkommt. Auch der schon bekannte Witz, der diesen Büchern immer einen gewissen Charme gibt, darf natürlich nicht fehlen. Wobei ich bei diesem Buch der Meinung bin, dass es streckenweise ein wenig zu ernst ist. Es wird zwar dadurch nicht langweilig, aber es geht ein wenig an Pep verloren, was ich sehr schade finde.
Die Geschichte selber ist sehr amüsant und natürlich steht auch hier wieder Beckys Kauflust im Vordergrund, die sie so gut es eben geht, versucht vor Luke zu verbergen. Aber diesmal kommt noch ein anderes Thema hinzu, nämlich Eifersucht. Da Rebecca erfährt, dass ihre Geburtshelferin und ihr Mann früher ein Paar waren, stellt sie ihr Vertrauen in ihre Ehe in Frage, vor allem da es immer mehr Anzeichen gibt, dass die beiden wieder etwas miteinander haben. Dieser Aspekt ist in den anderen Bänden bisher noch nicht angesprochen worden (zumindest nicht in einem solchen Maße), was ich gut finde. Dadurch, dass Becky natürlich nun die Wahrheit erfahren will, am besten ohne dass ihr Mann etwas merkt, kommt es immer wieder zu neuen Missverständnissen und Situationen, die es zu bewältigen gilt. Doch Becky wäre nicht Becky, wenn sie nicht (wie immer) aus jedem Schlamassel wieder herauskäme, egal ob es ihrem Ruf schadet oder nicht.
Die Darstellung der Charaktere ist wieder einmal sehr gut gelungen, da Sophie Kinsella den Personen eine gewisse Tiefe gibt, die genug, aber nicht zuviel über die Personen verrät, so dass man sich in die Situationen hineinversetzen kann. Vor allem Rebecca Bloomwood ist (wieder) sehr gut herausgearbeitet. Ich denke jede Frau kann sich in Becky hineinversetzen, sei es die komplette Geschichte über oder nur in einigen Situationen, aber jeder Frau wird irgendetwas bekannt vorkommen, und sofort fühlt man sich mit Becky verbunden und freut und leidet mit ihr.
Man sollte allerdings die vorherigen Bände gelesen haben, da man sich sonst schwer in die Geschichte einlesen kann. Es wird immer wieder auf Vergangenes eingegangen und Situationen aus den anderen Büchern werden kurz angerissen, aber nicht insofern vertieft, dass man es (ohne es gelesen zu haben) verstehen könnte.

Alle, die schon die ersten Bände gelesen haben, sollten auch den letzten lesen, da er die Story um Becky und Luke schön abrundet.

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Bewertung von Josy aus Mörfelden-Walldorf am 01.12.2009 ***** ausgezeichnet
Super Buch. Von Anfang an spannend und sehr fesselnd. Jede Mutter kann sich wahrscheinlich gut hinein versetzen. Immer wieder zum schmunzeln. Ich habe das Buch sozusagen verschlungen.

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Bewertung von Antje0702 aus Nauen am 09.09.2009 ***** ausgezeichnet
Super, wie nicht anders zu erwarten war. Ich fands diesmal nicht nur humorvoll, sondern auch sehr spannend.

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Bewertung von Tuppi am 25.03.2009 ***** ausgezeichnet
Rebecca erwartet ihr erstes Kind und ist wahnsinnig aufgeregt. Eigentlich würde sie das Geschlecht gerne vorab wissen, damit sie richtig einkaufen kann  aber sie hat sich mit ihrem Mann daruf geeinigt, daß sie sich überraschen lassen. Als sie nach der Ultraschalluntersuchung die ersten Einkäufe im neuen Bambino besorgen möchte, erfährt sie von einer anderen Kundin, daß es eine Promi-Frauenärztin in ihrer Nähe gibt. Sie möchte den alten Frauenarzt Dr. Braine gern gegen die neue Venetia Carter aus Hollywood eintauschen. Ihr Mann Luke ist davon überhaupt nicht begeistert, schließlich ist Dr. Braine ein Freund der Familie und hat damals schon Luke entbunden. Total frustriert ruft Rebecca trotzig in der Praxis Carter an und vereinbart einen Termin. Dort erfährt sie, daß Venetia und Luke früher ein Liebespaar waren...

Das Buch ist aus Sicht von Rebecca geschrieben und sämtliche Klischees, die man einer Schwangeren nachsagt, treffen auf sie zu. Es ist amüsant geschrieben und die Charaktere werden gut dargestellt. Ich habe mich sehr gut zurechtgefunden und die einzelnen Personen konnte ich ohne Probleme zuordnen. Sonderbar, aber sehr witzig finde ich die Art, wie Becky das finanzielle Vermögen für ihr Kind anlegen möchte. Nachdem Luke und Venetia sich immer öfter treffen, keimt in Becky der Verdacht, daß die beiden eine Affäre haben. Ihre Versuche, hinter das Geheimnis zu kommen enden damit, daß sie sich lächerlich macht. Aber Luke zerstört ihr wiedergewonnenes Vertrauen durch unachtsame Äußerungen und Heimlichtuerei. Und als sie bemerkt, daß er sie anlügt geht sie zu einem Privatdetektiv  aber kurz daruf bittet sie ihn die Ermittlungen einzustellen. Ein gutes Buch für Zwischendurch. Allerdings lässt sich das Buch nicht mit Göttin in Gummistiefeln vergleichen  wer ähnliches erwartet wird etwas enttäuscht. Aber da ich dazwischen andere Bücher gelesen habe, hatte ich auch bei diesem Buch Spaß. Becky ist eine sehr sympathische junge Frau, die während der Schwangerschaft einiges Chaos zu verarbeiten hat. Und sie meistert es großartig! Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, aber die Möglichkeit einer Fortsetzung besteht...

Dieses Buch ist eigentlich das fünfte Band einer Reihe, aber man kommt auch zurecht, wenn man die ersten 4 Bücher nicht kennt.

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Bewertung von Martina S. aus Hemsbach am 25.12.2008 ***** ausgezeichnet
Eines der besten besten und lustigsten Bücher von Sophie Kinsella. Ich habe teilweise
Brüller vor lauter Lachen losgelassen! Bei dem Buch kann man echt seine (Alltags-)Probleme für eine Weile vergessen. Nur zu empfehlen!

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