Richard Avedon hat die Porträtfotografie des 20. Jahrhunderts
revolutioniert. Seine Technik, die er als Modefotograf für
Harper's Bazaar und Vogue entwickelte, ist scheinbar einfach
und doch überraschend wirkungsvoll: Für Porträtaufnahmen
positioniert er seine Modelle vor einem weißen Hintergrund und
vermeidet alles, was von ihrer Person und Ausstrahlung ablenken
könnte. Durch diese minimalistische Schlichtheit und die reine
Konzentration auf Gesicht, Blick, Mimik und Kleidung gelingt es dem
Fotografen, völlig unerwartete Facetten von prominenten wie
unbekannten Menschen zu enthüllen
Richard Avedon wurde am 15. Mai 1923 in New York City geboren. Sein Vater war als jüdisch-russischer Einwanderer in die USA gekommen und in einem New Yorker Waisenhaus aufgewachsen. Zu Avedons Markenzeichen gehört der weiße, leere Hintergrund, auf dem nichts vom Motiv ablenkt. Neben den Schönen und Prominenten der Welt lichtete der Künstler das Leben von Arbeitern, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Kriegsopfer und Landstreicher ab.§Zum Jahreswechsel 1989/90 fotografierte er eine Reportageserie über Berliner nach dem Mauerfall. Seine Bilder gelten als schonungslos und detailgenau.§2004 starb Richard Avedon, der einer der berühmtesten Mode- und Porträtfotografen der Welt war.
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