Pop - Hecken, Thomas

Thomas Hecken 

Pop

Geschichte eines Konzepts 1955-2009

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Pop

Pop ist weit mehr als ein Kürzel für »populär«. Pop ist das Lebensgefühl der westlichen Welt, Inbegriff und Ausdruck moderner Kultur. Schillernd, ambivalent, ungreifbar. Pop steht für die bunte, reizvolle Ästhetik des alltäglichen und medialen Konsums, für Kulturindustrie und für moderne Kunst. Pop steht aber auch für eine hedonistische Form der Gegenkultur.
Die Programme und Projekte der internationalen Popkultur werden in diesem Buch zu einer lebendigen Kulturgeschichte einer Epoche verdichtet, die noch immer die unsrige ist: die von Popmusik, Pop-art und Pop-Theorie, aber auch von Camp, Underground, New Journalism, Postmoderne und Lifestyle.


Produktinformation

  • Verlag: Transcript
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 546 S.
  • Seitenzahl: 568
  • Kultur- und Medientheorie
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 135mm x 43mm
  • Gewicht: 763g
  • ISBN-13: 9783899429824
  • ISBN-10: 3899429826
  • Best.Nr.: 26433946
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.09.2009

Pop, die Wette gilt

Kann man noch behaupten, dass die Popkultur einen Widerspruch in sich bezeichnet? Wohl kaum. Popkultur ist, in der Musik und den darstellenden Künsten, spätestens seit Mitte der sechziger Jahre ein ästhetisch und kommerziell wirkungsmächtiges und wissenschaftlich bereits ziemlich präzise erfasstes Gesamtphänomen. Etwas anderes ist es mit dem "Pop": Das "hört sich viel weniger bedeutend an, sowohl in akademischer als auch in konservativer wie sozialistischer Hinsicht; ,Pop' klingt belangloser, unverantwortlicher, amüsanter, oberflächlicher, aufdringlicher, bindungsloser, flüchtiger, kommerzieller". Das ist die Ausgangslage, aus der heraus der Bochumer Germanist Thomas Hecken seine gewaltige Studie geschrieben hat. Dass es sich, wie der Untertitel nahelegt, um die "Geschichte eines Konzepts 1955-2009" handeln soll, wirkt etwas missverständlich: Dieses eine Konzept gibt es ja nicht; und oft ist es sogar so, dass, wer "Pop" sagt, auch gar nicht weiß, was er damit eigentlich meint. Hecken behält das im Auge und nötigt den Leser auf eine weite begriffsgeschichtliche Reise bis zu Kant, Herder, Schiller und anderen. Dieser Einbettung …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

So geduldig wie dieser Bochumer Professor habe bislang keiner die Subversionsszenarien der Cultural Studies auf ihre Schlüssigkeit hin befragt, lobt Thomas Groß diesen "ebenso verzichtreichen wie anspruchsvollen Versuch", die Geschichte des Pop aus Selbstzeugnissen heraus zu entwerfen, der für ihn allerdings auch Züge "des Theorie-Samplings" trägt. Insgesamt ist das Buch, das seinen Informationen zufolge bereits bei Schiller ansetzt, um dann besonders in der zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts "Pop" als Kampfbegriff herauszuarbeiten, ein verdienstvolles, aber nicht immer wirklich originelles Grundlagenwerk. Erst Thomas Heckens Untersuchung der schillernden Achtziger Jahre, findet Groß dann sehr spannend, weil Heckens Überlegungen hier in eine "als Poptheorie getarnte" Form des "Stand-up-Philosophierens" übergehen. Da das Buch aber eine "eigene Einschätzung" aus Sicht des Kritikers schuldig bleibt, eine "konstruktive Idee des Pop" sozusagen, wird Groß von diesem Buch trotzdem nicht ganz satt.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Thomas Hecken (Dr. phil. habil.) ist Privatdozent für Deutsche Philologie an der Ruhr-Universität Bochum.

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