Pompejanische Wandmalerei - Mazzoleni, Donatella; Pappalardo, Umberto

Donatella Mazzoleni Umberto Pappalardo 

Pompejanische Wandmalerei

Architektur und illusionistische Dekoration

Fotos v. Luciano Romano
Buch mit Leinen-Einband
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Produktbeschreibung zu Pompejanische Wandmalerei

Die farbenfrohen, detailreichen Wandmalereien römischer Villen sind weltbekannt. Der Band führt den Leser Haus für Haus mit kundigen Texten, großformatigen Farbtafeln und zahlreichen Plänen durch diese Pracht.

Die Wandmalereien der Häuser und Villen in Pompeji, Rom, Herculaneum, Oplontis oder Boscoreale gehören zu den größten künstlerischen Leistungen der römischen Antike. Entstanden im wesentlichen vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum Vesuvausbruch 79n.Chr., spiegeln sie den Geist einer Zeit, in der die öffentlichen wie privaten Gebäude repräsentative Zwecke erfüllen: Ihre grandiose Architektur mit Peristylhöfen, Wasserbecken, Atrien zum Lustwandeln, Triklinien für festliche Bankette und die Erlesenheit ihrer Ausstattung haben ihre Besucher seit jeher in ihren Bann gezogen. Der vorliegende Prachtband stellt die 28 bedeutendsten Gebäudekomplexe sowie ihre grandiosen Fresken aus römischer Zeit vor, darunter die Mysterienvilla, das Haus der Vettier oder die Domus Aurea. Zahlreiche, zum Teil in Originalgröße reproduzierte Details rücken den Betrachter nah an die farbkräftigen Malereien heran und lassen sie fast greifbar erscheinen. Farbtafeln von höchster Qualität auf Spezialpapier machen diesen Band zu einem unvergeßlichen Kunsterlebnis und einem unverzichtbaren, textlich fundierten Kompendium der weltberühmten pompejanischen Wandmalerei.

Produktinformation


  • Verlag: Hirmer
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 415 S. m. 488 Farbabb. , 151 z. Tl. auf doppelseit. Taf.
  • Seitenzahl: 415
  • Deutsch
  • Abmessung: 339mm x 282mm x 47mm
  • Gewicht: 3315g
  • ISBN-13: 9783777424453
  • ISBN-10: 3777424455
  • Best.Nr.: 13228825
"In einem Prachtband nehmen uns die Architektin Donattela Mazzoleni und der Archäologe Umberto Pappadardo mit auf einen eindrucksvollen Häuserspaziergang durch die von der Vesuvasche verschluckten Städte." (Stuttgarter Zeitung)

"Farbtafeln von höchster Qualität auf Spezialpapier machen diesen Band zu einem unvergeßlichen Kunsterlebnis und einem unverzichtbaren, textlich fundierten Kompendium der weltberühmten pompejanischen Wandmalerei." (Life@Style)

"Ein Bildband, der sicher keinen Besuch in den Vesuv-Städten ersetzt, aber die Zeit verkürzt bis zur Reise an den Golf." (Donaukurier)

"Bibliophile Konservierungsarbeit leistet da der Hirmer Verlag." (PLUSZ, Sächsische Zeitung)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.04.2005

Nach den Flugstunden des Illusionismus
Segeln über Grotten und Götter: Zwei Strukturalisten schauen auf die pompejanische Wandmalerei

Gebe es nicht die Vesuvstädte Pompeji und Herculaneum - unsere Kenntnis über die antike Malerei stützte sich nur auf die Fresken einiger Villen in Rom und die Reste von Wandmalereien griechischer Grabanlagen. Der Untergang eines blühenden Landstrichs am Golf von Neapel aber hat Hunderte campanischer Wandgemälde bewahrt, die, teils als Kopien alexandrinischer und pergamenischer Originale, teils als eigenständige Werke, ein Kompedium der antiken Malerei zwischen dem zweiten Jahrhundert vor und dem ersten Jahrhundert nach Christus überliefern.

Die Einzigartigkeit dieses Bilderschatzes wurde schon von den ersten Ausgräbern des achtzehnten Jahrhunderts und ihren adligen Auftraggebern erkannt, deren Enthusiasmus im europäischen Stilphänomen des Klassizismus mündete. Das Erstellen eines stilistisch-chronologischen Entwicklungsschemas aber erfolgte erst 1882 durch August Maus "Geschichte der decorativen Wandmalerei in Pompeji". Seine Unterteilung in den sogenannten Ersten, Zweiten, Dritten und Vierten Stil ist …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Letztlich nicht überzeugt zeigt sich Rezensent Dieter Bartetzko von Donatella Mazzolenis und Umberto Pappalardos Buch über pompejanische Wandmalerei. Dabei findet er den "Enthusiasmus" und den "frischen Blick" der Autoren durchweg sympathisch. Auch attestiert er ihnen eine umfassende Kenntnis der Literatur. Mit ihrem strukturalistischen Ansatz aber ist er nicht einverstanden. Statt des Ergründens einstiger Zustände gehe es ihnen um ein "methodologisches Modell, das nicht historistisch ist, sondern vom linguistischen Strukturalismus abgeleitet" (Mazzoleni/Pappalardo). Fragwürdig erscheint Bartetzko diese Vorgehensweise etwa, wenn die Autoren Stadtgrundrisse und Strukturen Pompejis, Herculaneums und Roms als "ausgeklügelte symbolhaltige Gesamtkunstwerke" deuten - ungeachtet der verworrenen Entwicklungsgeschichte dieser Orte. Zudem hält er ihnen vor, "existentielle Grundlagen der antiken Wandmalerei" zu vernachlässigen, weswegen ihm die Thesen der Autoren am Ende vorkommen wie "Seifenblasen mutwilliger Phantasten".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.04.2005

Narziss im Schlafzimmer: Pompejanische Kunst, neu fotografiert
„Von Zeit zu Zeit wandern die Gedanken zurück nach Pompeji.” Das geht ja nun nicht nur unserem poeta doctus Durs Grünbein so. Und es sind immer Gedanken in Bildern, die wir Richtung Vesuv schicken. Manche befürchten gar, bald seien nur noch die bildhaften Gedanken übrig, die wir uns von Pompejis Pracht und Niedergang machen. Computeranimationen und reproduzierte Bilder, so die Sorge, führen uns in ein virtuelles Schwelgen, während an Ort und Stelle, allen Bemühungen der Verantwortlichen zum Trotz, der Verfall voranschreitet, während weiterhin viele Schätze dem Besucher nicht zugänglich sind. So werden in Pompejis Gassen die Reisenden zu den Armen, den Sklaven der 79 nach Christus untergegangenen antiken Stadt - wie diese müssen sie an den Häusern der Reichen vorbeischleichen, ohne an ihrem kulinarischen und künstlerischen Raffinement teilhaben zu dürfen.
Und derweil arbeitet man an immer schöneren Mitteln, die Autopsie zu ersetzen. Ein höchst wirksames Instrument dieser Art ist nun im Hirmer-Verlag erschienen, die deutschsprachige Ausgabe eines im vergangenen Jahr in Italien publizierten …

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Donatella Mazzoleni, Professorin für Architekturdesign an der Universität in Neapel, hat an verschiedenen Universitäten in Europa, Amerika und Australien gelehrt. Ihre Arbeit als Architektin erstreckt sich insbesondere auf die Bereiche Architekturdesign, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Ausstellungsarchitektur und Museumsplanung.

Umberto Pappalardo, Direktor der Ausgrabungen in Herculaneum und Inspektor der Ausgrabungen von Pompeji, ist seit 1995 Professor für Geoarchäologie am Institut Suor Orsola Benincasa in Neapel. Zuvor war er als Dozent für Klassische Archäologie an den Universitäten Basel, Tübingen und Freiburg tätig. Er hat zahlreiche Publikationen zur römischen Wandmalerei vorgelegt.

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