POLT - Holzheimer, Gerd

Gerd Holzheimer 

POLT

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POLT

Sein "Leberkäs Hawaii" ist sprichwörtlich geworden, keine Adventszeit vergeht ohne "Nikolausi" und "Osterhasi", und Sketche wie "Mai Ling" sind Kult zwischen Hamburg und München. Gerhard Polt, der scheue Privatmensch, spielt die Menschen, die in der ersten Reihe sitzen, und diese klatschen sich vor Vergnügen auf die Schenkel. Mit seinen Kabarettprogrammen, Theatersücken und Filmen zählt Polt zu den Großen seiner Zunft. Gerd Holzheimer nähert sich dem "Phänomen PoltÇ erzählerisch und bettet dieses Multitalent in die deutsche Humor- und Kulturgeschichte ein.


Produktinformation

  • Verlag: Langen/Müller
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 255 S. m. 44 Fotos im Text u. auf Taf. 220 mm
  • Seitenzahl: 240
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 145mm x 30mm
  • Gewicht: 492g
  • ISBN-13: 9783784432878
  • ISBN-10: 3784432875
  • Best.Nr.: 34564153
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.03.2012

Der Vortäuscher echter Tatsachen

Das Phänomenale am Phänomen ist, dass man es kaum erklären kann: Mit dieser Maxime begibt sich Gerd Holzheimer auf die Lebensspur des Satirikers Gerhard Polt.

Vorbild Nockherberg: Vor dreißig Jahren wollte sich Löwenbräu an den Erfolg der Paulaner-Brauerei hängen. Man veranstaltete einen dem Derblecken nachempfundenen Kabarett-Abend, den Hanns Christian Müller und Gerhard Polt bestritten. Als sich wegen des Erfolgs fürs nächste Jahr der Landesvater ankündigte, bekamen die Veranstalter kalte Füße und luden Polt aus. Das aber erzürnte Franz Josef Strauß so sehr, dass er sein Kommen absagte - er wäre nur wegen Polt gekommen, ließ er mitteilen. Die Anekdote, die Gerd Holzheimer in seiner soeben erschienenen, absichtsvoll ohne Gattung auskommenden Werkbiographie "Polt" erzählt, sagt viel aus über den Mentalitätsacker, auf dem dieses Satiregewächs erblühte.

Polt war damals schon über Bayern hinaus bekannt, weil er 1980 bei der Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises seine zehnminütige Sendezeit ziemlich ohne Worte verstreichen ließ. Damit rächte er sich beim ZDF, das aus einem Polt-Text den …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als "richtigen" Biografen möchte Hannes Hintermeier diesen Autor nicht bezeichnen. Dafür arbeitet Gerd Holzheimer ihm dann doch zu wenig sprachbewusst und zu sehr an der kritiklosen Überhöhung seines Gegenstands. Der Gegenstand, meint Hintermeier, ist freilich nicht unkritisch zu sehen, wieso auch. Soll heißen: Sogar ein Gerhard Polt hat schwache Phasen hinter sich. Nur lässt Holzheimer die eben einfach aus. So viel zur Werkbiografie. Lebensbiografisch lässt sich der Autor hingegen nicht lumpen, gibt Hintermeier zu verstehen, nur liebt er den Polt auch hier zu sehr, als dass etwa dessen Verhältnis zu Kollegen, die "Binnenverhältnisse", wie Hintermeier es nennt, deutlich würden. Hintermeier findet das schade, gerade wo der Polt doch jetzt 70 wird.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2012

Das Gesamtkunstwerk
Gerd Holzheimer und seine Biografie über Gerhard Polt
München – Biografien über lebende Personen sind immer eine schwierige Angelegenheit. Besonders schwierig wird die Sache dann, wenn es sich um Gerhard Polt handelt. Denn der berühmte bayerische Satiriker und Kabarettist hat einen festen Grundsatz: „Ein Mensch, der noch lebt, hat keine Biografie verdient.“ Deshalb war es auch gar nicht so einfach gewesen, im Literaturhaus eine Ausstellung anlässlich seines 70. Geburtstags auszurichten. Die Ausstellung, das weiß man inzwischen, ist etwas geworden. Und jetzt liegt auch die Biografie vor, die der Autor sowie Michael und Stofferl Well von der inzwischen aufgelösten Biermösl Blosn am Sonntagvormittag im Literaturhaus vorstellen (die Veranstaltung ist bereits ausverkauft).
Gerd Holzheimer heißt der Mann, der das Wagnis auf sich genommen hat, Polts Leben auf 256 Buchseiten auszubreiten (Verlag Langen Müller, 19,99 Euro). Auf allzu viel Mithilfe des Porträtierten hat er wohl von vornherein nicht gehofft. Denn Gerhard Polt sagt auf Nachfrage, dass er Holzheimer kein Auskünfte für das Buch gegeben habe: „Ich …

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Gerd Holzheimer, geboren 1950, ist Lehrer, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Buchveröffentlichungen - auch Lexika essayistischer Ausrichtung - sowie Publikationen für Funk, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften. Der Autor lebt in Gauting.

Leseprobe zu "POLT"

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