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Poker
Ein Spielerroman
Herausgeber: Rudolph, Jens-Erik
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Jens-Erik Rudolph Verlag
- 2009
- Seitenzahl: 176
- Deutsch
- Abmessung: 191mm x 121mm x 19mm
- Gewicht: 185g
- ISBN-13: 9783941670068
- ISBN-10: 3941670069
- Best.Nr.: 27956250
Produktbeschreibung zu "Poker"
Kurzbeschreibung
In seinen Milieustudien liefert Edmund Edel ein lebendiges Bild der Wilhelminischen und Weimarschen Zeit, insbesondere die Aufbruchsstimmung im neuen Berliner Westen fängt er treffend ein. Die rasant wachsende Großstadt, der sich ständig beschleunigende wirtschaftliche Aufschwung, der Luxus und Glamour in den Salons und Vergnügungspalästen der Hauptstadt bilden den Rahmen seiner Erzählungen. In 'Poker - Ein Spielerroman' (erstmals 1912 erschienen) beschreibt Edel den Konsumrausch der Neureichen, den in sämtliche Lebensbereiche eindringenden glücksspielartigen Spekulationsgeist und das damals grassierende Pokerfieber. Selbst ehrbare Kaufleute und gutbürgerliche Existenzen wurden in den Strudel hineingezogen. Parallelen zum heutigen Kasino-Kapitalismus drängen sich auf. 'Poker' wurde 1928 unter dem Titel 'Wenn die Mutter und die Tochter ...' verfilmt. Die Hauptrollen spielten Hans Adalbert Schlettow (als Arthur Holzenberger) und Vera Schmiterlöw (als Lilly Flatauer). Regie führte Carl Boese.
Autorenporträt zu "Edmund Edel"
Edmund Edel (1863-1934), war ein sehr vielseitiger Künstler. Nach dem Gymnasialabschluss war der Spross einer in Berlin ansässigen jüdischen Arztfamilie zunächst im kaufmännischen Bereich tätig. Bald entdeckte er aber die schönen Künste für sich. Im Anschluss an eine umfassende Zeichenausbildung in München und Paris kehrte Edel 1892 nach Berlin zurück, um sich zunächst als Illustrator in verschiedenen Zeitschriften (z.B. 'Ulk', 'Der Wahre Jacob', 'Das Narrenschiff') sowie als Plakatmaler einen Namen zu machen. In seiner Zeichenkunst war er stark von französischen Vorbildern geprägt. Der bekannte Maler Henri de Toulouse-Lautrec war in Paris sein Studienkollege gewesen.Später betätigte sich Edel als Berlin-Feuilletonist in verschiedenen Zeitungen und als Autor (selbst illustrierter) Romane, welche ebenfalls das gesellschaftliche Leben der Hauptstadt in bissiger Weise aufs Korn nahmen. Außerdem verfasste Edel zahlreiche Drehbücher und führte Regie bei mehreren Stummfilmproduktionen (z.B. 'Doktor Satansohn' mit Ernst Lubitsch, 'Die Börsenkönigin' mit Asta Nielsen, 'Aus Mangel an Beweisen' mit Emil Jannings). Nach Edels Tod im Jahre 1934 wurde sein Nachlass komplett zerstört und sein Werk im Zuge antisemitischer Übergriffe weitgehend vernichtet. Leider fiel dieser originelle Künstler danach lange Zeit dem Vergessen anheim.



























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