Phantastische Wirklichkeit - Schwarz, Hans-Peter

Hans-Peter Schwarz 

Phantastische Wirklichkeit

Das 20. Jahrhundert im Spiegel des Polit-Thrillers

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Produktbeschreibung zu Phantastische Wirklichkeit

Spionage, politische Intrigen, Geldgier, Hochverrat, ideologische Verblendung, Kriege, die die Welt an den Rand des Abgrunds führen, Machtbesessenheit, Terror, Sexobsessionen der Mächtigen, die Einsamkeit des gejagten Agenten - das und vieles mehr sind die Stoffe, aus denen Polit-Thriller ihre Spannung beziehen und mit denen sie immer wieder ein Massenpublikum in ihren Bann schlagen. Sie sind Kriminal- und Abenteuerroman mit politischer Thematik, Zeitkritik und nicht selten Ausdruck politischen Engagements der Autoren, die mit feinem Gespür die Krisen und Schrecken ihrer Zeit einfangen. Hans-Peter Schwarz schreibt über die Größen des Polit-Thrillers wie Eric Ambler, Graham Greene, Ian Fleming, Frederick Forsyth, John le Carré und Tom Clancy. Ihr Leben und die zeitgeschichtlichen Entstehungsbedingungen ihrer Werke sind oft genauso fesselnd wie die Thriller selbst.

Produktinformation


  • Verlag: Dva
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 343 S.
  • Seitenzahl: 343
  • Deutsch
  • Abmessung: 21 cm
  • Gewicht: 517g
  • ISBN-13: 9783421058751
  • ISBN-10: 342105875X
  • Best.Nr.: 20751990

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Wozu dieses Buch? Hans-Peter Schwarz’ Polit-Thriller-Studie "Phantastische Wirklichkeit" scheint Burkhard Müller keinen nachvollziehbaren Nutzen zu haben. Zum einen ist da ein Erkenntnisdefizit zu beklagen. Nichts von dem, was Schwarz aus dem Gegenstand seiner Untersuchung herauszieht, war vorher unbekannt: dass auf der Klaviatur der "zeitgenössischen Ängste" gespielt, dass mit Feindbildern und Verschwörungstheorien jongliert wird. Aus derlei Gemeinplätzen ergibt sich aus Müllers Sicht kein "zeitgeschichtlich diagnostischer Wert"; das Unterhaltsamste an der Studie seien noch die Lebensläufe der 13 herangezogenen Thriller-Autoren. Der zweite Umstand, der das Buch überflüssig macht, ist, dass der Historiker seinen Gegenstand nicht liebt. So, wie Schwarz die Dinge darstellt, meint Müller, sind die Thriller, aus denen er keine neue Lehre zu ziehen vermag, offensichtlich auch noch fades, dummes Zeug. Womit wir wieder am Anfang wären: Wozu also dieses Buch?

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.04.2006

Mit steifer Unterlippe
Hans-Peter Schwarz liest dem Polit-Thriller die Leviten
„Thriller-Schreiber wollen unterhalten, sonst sind sie ihr Geld nicht wert”, schreibt Hans-Peter Schwarz in der Einleitung zu seiner Monografie des Polit-Thrillers. Da hat er recht. Was aber will Schwarz? „Jedenfalls ist unser Buch nicht allein für Leser geschrieben, denen es wie uns selbst Spaß macht, den politischen Zeitgeist der Moderne einmal mit einem unkonventionellen Ansatz zu erfassen. Das Buch hat auch die Geheimgesellschaft der Thriller-Leser im Visier.” Zwei Fliegen sollen also mit einer Klappe geschlagen werden. Das Resultat ist leider, dass beide entwischen.
Das Unterhaltendste in diesem Buch sind die Lebensläufe der vorgestellten Autoren, von denen dieser vor einem Erschießungskommando im irischen Unabhängigkeitskrieg endet (Erskine Childers), jener Generalgouverneur von Kanada wird (John Buchan) und viele auf vielerlei Weise selbst mit den Geheimdiensten zu tun haben, von denen sie schreiben. Den zeitgeschichtlich diagnostischen Wert des Buchs darf man hingegen als eher gering taxieren. Wenig erfährt man, was man nicht schon gewusst oder sich gedacht hat: …

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Hans-Peter Schwarz, geboren 1934, ist Professor für Politik und Zeitgeschichte und u. a. Verfasser zweier Bände der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland über die Ära Adenauer. Zahlreiche Auszeichnungen, wie 1999 den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik.

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