Permanente Revolution der Begriffe - Menasse, Robert

Robert Menasse 

Permanente Revolution der Begriffe

Vorträge zur Kritik der Abklärung. Originalausgabe

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Produktbeschreibung zu Permanente Revolution der Begriffe

... es kommt darauf an, sie wieder zu interpretieren!Wie kann man die Realität begreifen, wenn schon ihre Begriffe nicht mehr begriffen werden? Das Eigentümliche an großen Begriffen wie 'Demokratie', 'Arbeit', 'Religion', 'Kultur' oder 'Europa' ist, daß sie einer permanenten Banalisierung unterworfen sind: sie wurden zu bloßen Worten, die jeder im Munde führt, die aber nichts mehr bedeuten. Robert Menasse unternimmt dagegen eine permanente Revolution der Begriffe und zeigt: die Welt steht auf dem Kopf, wenn wir die Begriffe wieder auf die Füße stellen. Die Begriffe haben Recht - wir wissen es nicht, aber wir verwenden sie...

es kommt darauf an, sie wieder zu interpretieren!
Wie kann man die Realität begreifen, wenn schon ihre Begriffe nicht mehr begriffen werden? Das Eigentümliche an großen Begriffen wie Demokratie , Arbeit , Religion , Kultur oder Europa ist, daß sie einer permanenten Banalisierung unterworfen sind: sie wurden zu bloßen Worten, die jeder im Munde führt, die aber nichts mehr bedeuten. Robert Menasse unternimmt dagegen eine permanente Revolution der Begriffe und zeigt: die Welt steht auf dem Kopf, wenn wir die Begriffe wieder auf die Füße stellen. Die Begriffe haben Recht wir wissen es nicht, aber wir verwenden sie

Produktinformation


  • Verlag: Suhrkamp
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 123 S.
  • Seitenzahl: 123
  • Edition Suhrkamp Bd.2592
  • Best.Nr. des Verlages: 12592
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 109mm x 12mm
  • Gewicht: 118g
  • ISBN-13: 9783518125922
  • ISBN-10: 3518125923
  • Best.Nr.: 26390700
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.12.2009

Sachbücher des Monats Januar
Empfohlen werden nach einer monatlicherstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. MARK MAZOWER: Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus. Übersetzt von Martin Richter. C.H.Beck Verlag, 666 Seiten, 34 Euro.
2. ALEXANDER DEMANDT: Alexander der Große. Leben und Legende. C. H. Beck Verlag, 655 Seiten, 29,90 Euro.
3. MARTIN SABROW (Hrsg.): Erinnerungsorte der DDR. C. H. Beck Verlag, 619 Seiten, 29,90 Euro.
4.-5. KAI BIRD, MARTIN J. SHERWIN: J. Robert Oppenheimer. Die Biographie. Propyläen Verlag, 672 Seiten, 29,95 Euro.
AVRAHAM BURG: Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss. Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff. Campus Verlag, 280 Seiten, 22,90 Euro.
6. WILFRIED STROH: Die Macht der Rede. Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Ullstein Verlag, 608 Seiten, 22,95 Euro.
7.-9. CLAUDIA BENTHIEN, MANUELA GERLOF (Hrsg.): Paradies. Topografien der Sehnsucht. Böhlau Verlag, 274 Seiten, 27,90 Euro.
JACOB BURCKHARDT: Geschichte des Revolutionszeitalters. Hrsg. …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Eingenommen ist Rezensent Klaus Bittermann für Robert Menasses "Permanente Revolution der Begriffe". Obwohl vom Umfang her recht schmal scheint ihm das Buch, das sich mit Begriffen wie Arbeit, Demokratie usw. befasst, von eminenter Bedeutung. Ja, eine derart kluge Auseinandersetzung mit diesen von Medien und in öffentlichen Debatten vielfach banalisierten und ausgehöhlten Begriffen hat er selten gelesen. Bittermann geht insbesondere auf Menasses Auseinandersetzung mit dem Begriff der Arbeit ein, dessen ideogiegeschichtliche Entschlüsselung - von den Frühsozialisten bis zu Marx und Höß führt die "Arbeit" laut Menasse direkt zu Sklaverei und Auschwitz - hat den Rezensenten sichtlich beeindruckt hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.02.2010

Einspruch mit Sahne

In Ketten liegt der Intellekt. Es herrscht "der bedürftige Mensch", sich klammernd ans Bretterwerk morscher Begriffe, auch und zumal in Österreich. Doch gerade dort treten frappierenderweise immer wieder die Gegner aller Vorsorgementalität hervor. Wuchtig hämmern sie gegen die Notbehelfe der kriecherischen Vernunft. "Sind Sie bereit, sich zu fragen, was geeignet wäre, die Zauberworte zu entzaubern, das Fraglose in Frage zu stellen?", fragt jetzt also der Meister-Essayist Robert Menasse. Ob Kultur, Religion oder Arbeit, die Banalisierung habe alle Zentralbegriffe der Gesellschaft eingeholt. Es komme aber vielmehr darauf an, sie lebendig zu halten, zu zertrümmern und neu zusammenzusetzen. "Von diesen Intuitionen aus", so Nietzsche, "führt kein regelmäßiger Weg in das Land der gespenstischen Schemata, der Abstraktionen." Oder doch? Vielleicht nur eine andere Art von Weg: eine Feuerwehrzufahrt zu den Ideen, um zu retten, was zu retten ist? Man nehme nur die Demokratie, beschädigt vor aller Augen, so Menasse, nicht nur im Krieg gegen den Terror, auch bei der Wahl eines bekennenden Rechtsextremen zum dritten Nationalratspräsidenten …

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" dieser Autor sucht, selbst wenn er polemisiert, nach Begriffen, mit denen man die Wirklichkeit analysieren kann. Die alte österreichische Verbindung von Wahrheit und Kalauer beherrscht Robert Menasse vorbildlich. es sind andere Begriffe, die man von Menasse diskutieren lernt: Arbeit, Religion, Demokratie, Kultur, Öffentlichkeit, Kritik, Kunst und Sucht."
Franz Schuh Die Zeit

»Mit der vorliegenden Essaysammlung ist Menasse ein stilistisch ebenbürtiger Nachfolger seiner legendären Frankfurter Poetikvorlesung gelungen. Dialektisch geschult, rhetorisch ausgefeilt und pointensicher.«
Robert Menasse wurde am 21. Juni 1954 in Wien geboren. Menasse studierte in Wien, Salzburg und Messina Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft und promovierte 1980. Von 1981 bis 1988 arbeitete er an der Universität Sao Paulo in Brasilien als Assistent am Institut für Literaturtheorie. Seither ist der Schriftsteller und Essayist als freier Publizist tätig. 1990 wurde Robert Menasse als erster mit dem Heimito-von-Doderer-Preis ausgezeichnet. Der Schriftsteller, der auch als Übersetzer aus dem brasilianischen Portugiesisch arbeitet, lebt in Wien und Amsterdam. 2002 wurde er mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis, dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und dem Lion-Feuchtwanger-Preis sowie 2003 mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet.

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